• Mausebande-Kalender 2019
    Auch während der Forums-Rettungs-Aktion waren wir fleißig: Der Kalender und die Mauspads wurden fertig gestaltet und wird sich in wenigen Tagen endlich auf den Weg zu euch machen.
    Spontan Lust bekommen? Akute Geschenke-Ideenlosigkeit? Einige Restexemplare sind noch zu haben.
    hier findet ihr alle Infos für eure Bestellung.
    Beeilt euch - es sind nur noch 21 Kalender und 27 Mauspads verfügbar.

Afrikanische Knirpsmäuse- das große Haltungsexperiment

#81
(Mist, die Editierzeit gerade beim Tippen abgelaufen...)

Die Mäusepellets müssen auch echt lecker schmecken- Rose hat eben ein Pinienkernstück ergattert und Napoleon- keine 15cm daneben am Pelletknuspern- hat noch nicht mal aufgeschaut obwohl er genau mitbekommen hat was er da sausen lässt. :oops:
 
#82
:love: Rose wird gerade richtig anhänglich- klettert auf meine Hand, frisst dort ihr Pinienkernstückchen mit Finger- Rückenkontakt als Stütze und danach bleibt sie noch ein Weilchen, schnüffelt neugierig in der Hand herum, schleckt auch mal und- wer weiß- wenn die Ärmelöffnung vielleicht größer gewesen wäre, wäre sie auch noch darin verschwunden. :D
Dabei scheint ihr egal zu sein ob die Hand warm oder kalt ist.

Napoleon dagegen verschwindet idR schnell wieder mit der Beute (mal schauen obs anders ist wenn ich ihn mal alleine beim Betteln erwische, sie sind fast immer gleichzeitig aktiv und zur Stelle wenns Pinienkernstückchen zu ergattern gibt. Ein sehr gutes Zeichen was die Paarharmonie angeht).
Wobei ich sagen muss, dass ich gerade leider den Eindruck habe als würde Napoleon weiter abbauen- seine Bewegungen sind teilweise nicht mehr ganz so gut koordiniert, bzw. fällt es ihm schwerer sein Gleichgewicht zu halten wenn er auf den Hinterbeinen steht.
Rosie dagegen ist noch fit.
 
#83
:oops: Heute kann ich bei beiden ganz krasse Verhaltensänderungen was den Körperkontakt untereinander angeht, beobachten. Sie kuscheln vorne am Plexi, putzen sich intensiv gegenseitig und suchen scheinbar engen Körperkontakt zueinander. Das ist definitiv nicht normal.
Dank der Recherche einer anderen Knirpsmaushalterin könnte es sich hierbei ( bei der ganzen Krankengeschichte der 4- also das kränklich wirken seit Übernahme, der Penisvorfall, das schnelle "Altern", der plötzliche Tod von Luzie und jetzt auch die abnorme Anhänglichkeit zu mir, bzw. zueinander) um Symptome eines hoch ansteckenden, evtl. zoonotischen Virus handeln.
https://schlaumaeuse.jimdo.com/2019/01/12/wichtig-die-ominöse-knirpsmauskrankheit/
Daher habe ich vorsichtigerweise den Kontakt zu Rosie und Napoleon auf ein Minimum eingeschränkt mit viel Händewaschen,....

Wobei ich nicht weiß ob es für mich als Halter schädlich wäre wenn die Annahme stimmt und ich mich anstecken würde- die große Knirpsmaussippe, welche ich damals in Zürich übernommen hatte (siehe meine anderen Knirpsmausthreads), die wären demnach auch alle krank gewesen und hätten meine bis dato gesunden, alteingesessenen Knirpse angesteckt. Im "Alter" zeigten nämlich auch sie dieselben Symptome und ich habe in all den Jahren keinerlei Vorsichtsmaßnahmen eingehalten. Keine Ahnung ob das relevant ist oder nicht, schließlich hatte ich sonst noch nie so engen Knirpsmauskontakt.

Eigentlich sollten kommende Woche wieder 4 Knirpse einziehen (2 Weibchen und 2 Männchen) aber das liegt jetzt erstmal auf Eis. Schätzungsweise warte ich sicherheitshalber mindestens bis Rosie und Napoleon nicht mehr sind bis wieder Knirpse einziehen werden. In der Hoffnung dass die Neuen dann gesund sein werden.
 
#84
:cry: ich fürchte ich erkenne ein erschreckendes Muster. Wenn ich damit recht haben sollte, dann würde das bedeuten, dass Napoleon sowie auch Rose nicht mehr lange leben werden. Und es der scheinbar fitteren Rose absolut nicht gut geht.
Dieses extrem körperkontaktfordernde Verhalten von Rose konnte ich noch bis nach Mitternacht beobachten- sie "hing" tatsächlich fast durchgehend für mehrere Stunden am armen Napoleon, welcher nebenbei gefressen hat und seit gestern nun auch Probleme mit dem Atmen zu haben scheint sowie einen noch wackligeren, steifen Gang entwickelt hat, was ihm das Klettern auf die Etage unmöglich macht. Das Wasser steht deshalb wieder unten.
Hier ein Video von Rosies gestrigem Verhalten (Napoleon frisst)

Sowohl Remus als auch Luzie (das wurde mir heute bewusst) zeigten wenige Tage vor ihrem Tod auffällig anhängliches/ angstreduziertes Verhalten. Remus kuschelte exzessiv in meiner Hand, bzw. mit meiner Hand und Luzie verlor ihre Scheu vor mir. Ich freute mich schon und dachte sie hätte nun endlich verstanden dass ich ihr nichts Böses will... sie blieb direkt hinter dem Plexi sitzen sogar wenn ich mit dem Gesicht nah ran kam oder einen Finger ans Plexi hielt. Nur wenn ich die Tür öffnete dann ergriff sie doch noch die Flucht.
Im Umkehrschluss würde das bedeuten dass Rose nur noch wenige Tage bleiben. :cry: (hoffentlich irre ich mich ).
 
#85
Nach vielem Grübeln denke ich, dass eine dominant vererbte Erkrankung ( welche sich eben in der offenbar weit verbreiteten Form äußert) auch eine plausible Möglichkeit wäre.
Denn je nach Inzuchtgrad einer Gruppe mit unkontrollierter Vermehrung ( auch bei kontrollierter Vermehrung, bei welcher der Gesundheitszustand der etwas älteren Tiere als normal eingestuft wird z.B. sind ja kleiner als Farbmäuse und leben vielleicht entsprechend auch deutlich kürzer und werden schneller "alt"- das dachte ich zumindest zuerst...) kann es passieren, dass dann kaum noch oder gar keine Tiere mehr ohne diese Erkrankung in einer Sippe anzutreffen wären.
Und wenn aus der/den kranken Sippe entsprechend Tiere an an andere Halter abgegeben werden ( zum Aufbau einer selbstregulierenden Gruppe, gar zur Zucht oder zur Blutauffrischung) kommt es früher oder später zu einer weiträumigen Verbreitung, bzw. "Verseuchung" der Bestände.
Rein durch Vererbung.

Das wäre (theoretisch und so man nicht lauter reinerbige kranke Fellis erwischen würde) wieder rauszüchtbar.
Hmmm... :unsure:

Was Rosie und Napoleon angeht so zeigt sich nun auch Napoleon als sehr anhänglich ( seit gestern ist er auch aktiver Bekuschler) und so hocken beide abends stundenlang am Plexi an ihrem selbst gewählten Futterplatz und schlafen, dösen und fressen eng aneinander gepresst.
 
#86
Am Dienstag waren beide erstaunlicherweise wieder "unkuschelig", gingen also wie gewohnt ihre eigenen Wege und hockten nicht stundenlang engen Körperkontakt suchend herum.
Es kam dann noch die Möglichkeit auf, dass Wurmbefall ( Oxyuren) evtl. für die Symptome verantwortlich sein könnten, also wurden sie nochmals mit Stronghold behandelt.
Bzw. zuerst nur Napoleon.
Rose hatte ich wegen ihrer Sprungkraft im kranken Zustand total und beschämenderweise unterschätzt, so dass sie die Nacht über das Zimmer auskundschaften konnte.
Am nächsten Tag wurde auch sie wieder ins Gehege verfrachtet und gespottet.
Leider ließ sich Napoleon bis Mitternacht nicht blicken was sehr ungewöhnlich war.
Heute ist Rose so munter und unanhänglich ( noch ist sie mir gegenüber etwas misstrauisch) wie vor den Kuscheltagen.
Napoleon fand ich tot in ihrem Gemeinschaftsnest ( unangefressen!), er muss schon in der Nacht von Di auf Mi oder Mittwochmorgens verstorben sein. :cry:

Mal schauen wie es mit Rose weiter geht.
 

trulla

Krabbeltier
Staff member
#87
Oh nein wie traurig :-( die Arme Rose auch...

Wie ist es denn, die kleinen kann man ja leider nur schwer untersuchen und behandeln, aber pathologisch untersuchen müsste doch gehen oder? Hast du den kleinen eingeschickt? Vielleicht kann man ja was rauskriegen, dann hättest du Gewissheit.

Viele Grüße
Trulla
 
#88
Hi Trulla,
ja, ich muss gestehen dass ich noch nicht so bald mit Napoleons Tod gerechnet hatte :cry:
Leider lag er schon +- 1,5 Tage als ich ihn suchte und war nicht mehr taufrisch. ( sonst hätte ich auch selbst gern einen Blick rein geworfen)
Gerade habe ich sehr viel um die Ohren, werde aber baldmöglichst mit der TÄ Kontakt aufnehmen und klären wie das im Falle von Rosies Ableben laufen wird ( mindestens einen spezifischen ELISA ( Antikörpertest) will ich durchgeführt haben und den muss die Veterinärpathologie dazu vorrätig haben) damit sie möglichst rasch untersucht wird.
Und dann mal schauen was und ob was gefunden wird. ( in der Hoffnung dass sich Rosie noch so viel Zeit lässt dass ich das alles vorab organisieren/ abklären kann... )

Zu trauern scheint sie jedenfalls nicht- verhält sich ganz normal unanhänglich.
 

Lasiusniger

Körnchengeberin
Staff member
#89
Das ist traurig, tut mir leid.

An eine vererbte negativ wirkende Mutation im Erbgut bei allen Tieren kann ich nicht so recht glauben - die Elterntiere haben sich alle vermehrt und ausgerechnet deine Tiere sollen ausnahmslos alle betroffen sein?
Inzucht muss nicht automatisch etwas schlechtes sein, das beste Beispiel dafür ist der Goldhamster in Gefangenschaft. Ist der Genpool gesund, werden auch nur gesunde Gene weitergegeben. Eine die Fortpflanzung verhindernde neu auftretende Mutation darwiniert sich automatisch selbst wieder aus dem Genpool heraus. Und in deinem Fall müssten deine alten und neuen Mäuse alle betroffen gewesen sein, während sich die Tiere bei den Züchtern weiter gehalten haben.

Du schreibst, dass ein Wurmbefall vermutet wurde. Ich würde eine Kotsammelprobe abgeben und auf alles, was Probleme machen könnte und untersucht werden kann, untersuchen lassen. Es gibt neben Würmern auch noch andere Dinge, die intern im Verdauungstrakt Randale machen können und die von Tier zu Tier übertragen werden können.
 
#90
Hi Paula :)

An eine Erbkrankheit musst du nicht glauben- möglich ist es aber eine komplett erkrankte Sippe zu haben- vor allem wenn die Tiere aus gemischgeschlechtlichen Großgruppen stammen, wo einzelne Todesfälle kaum auffallen da ja eh regelmäßig Nachwuchs kommt und die Gruppe somit jugendlich und scheinbar gesund bleibt. Kranke, schwache und alte Knirpse werden eh rausgemobbt, ohne Eingreifen von den gesünderen Tieren getötet wenn sie nicht am Stress sterben und uU auch komplett gefressen. Würde mich sehr wundern wenn ein Halter solch einer Gruppe genau sagen könnte wie alt die kranken Mäuse jeweils sind ( falls eingegriffen und regelmäßig die Gemobbten rausgesammelt werden).
Hierzulande ist leider die "selbstregulierende" Familiengruppe Normalität.
Und da würde sich auch eine dominant vererbte Erkrankung sehr schnell verbreiten wenn diese nicht rechtzeitig erkannt und eingegriffen wird.
Gegen Inzucht habe ich absolut nichts- sie wäre sogar ( meiner Meinung nach) die einzige Möglichkeit versteckte oder offensichtliche Krankheiten aufzudecken und diese gezielt herauszuzüchten ( sprich aus der Linie zu verbannen).
Einen möglichst breit gefächerten Genpool zu haben ( Stichwort Blutauffrischung) bedeutet nämlich noch lange nicht dass man sich damit nur Gutes " ins Haus" ( bzw. in die Mäuselinie) holt.

Ich fürchte auch deine Annahme, dass der domestizierte und hierzulande als Haustier gehaltene Goldhamster so gesund ist, ist nicht ganz richtig. Denn Wildfangnachzuchten des Syrischen Goldhamsters leben wohl 3-5 Jahre und sind z.B. nicht anfällig für Tumore. (mal sehen ob ich das bestätigen können werde, meiner (Ex-Labori und Wildfangnachzucht) ist erst vor wenigen Tagen 2 Jahre alt geworden, bisher noch topfit und von jugendlichem Aussehen. :cool:)
 

Lasiusniger

Körnchengeberin
Staff member
#91
Deine Tiere stammten aber, wenn ich das richtig verstanden habe, nicht alle aus einer Quelle, oder? Und sowohl deine alte Gruppe als auch deine jetzige, von der nur eine Maus übrig ist, hatte ähnliche Probleme. Und während sich deine Gruppen trotz ursprünglich junger Tiere nicht vermehrt haben, müssen sich deren Eltern bei den Vorbesitzern durchaus vermehrt haben, egal ob zu 100% gesund oder nicht.
Warum also machen dir ausgerechnet deine Mäuse alle solche Probleme?
Deshalb halte ich schlicht den Fokus auf ein genetisches Problem für verfrüht (und generell etwas unwahrscheinlich) und etwas ansteckendes, wie beispielsweise Endoparasiten oder Infektionen für wahrscheinlicher. Und eine Kotuntersuchung ist so schön stressfrei für die Mäuse, kostet nicht viel und kann eine Menge Aufschluss geben.
 
#92
Ich denke nicht, dass die alte als auch die jetzige Sippe vom selben Halter stammt, allerdings könnte durch Austausch oder der Übernahme von Mäusen beide Sippen tatsächlich Kontakt gehabt haben. ( im Vgl. zu anderen Haustierarten ist die Anzahl der Knirpsmaushalter überschaubar.)
Es gibt jedenfalls im Netz Erfahrungsberichte bezüglich der Symptomatik zu finden ( auch hier im Forum von vor über 10 Jahren), welche erstaunlicherweise bis in die 90er Jahre zurück reichen.
Daher scheint es sich absolut nicht um ein neues, sondern ein altbekanntes Gesundheitsproblem der Art zu handeln, welches regelmäßig und (nicht zuletzt durch die Haltungsform im deutschsprachigen Raum praktizierte Großfamilienhaltung mit häufig regelmäßigen Abgaben von Jungtieren )uU nach all den Jahren sehr weit verbreitet ist.

Daher denke ich dass ein genetischer Defekt durchaus plausibel wäre, uU auch wie bei der Leukose (MuLV) und den Gesäugetumoren bei Farbmäusen (soweit ich weiß) eine fixe Einbettung von VirenDNA dazu geführt haben kann, dass aus einer Vireninfektion eine ( für außerfamiliäre Mäuse ungefährliche) Erbkrankheit geworden ist. Und ich vermute stark, dass Letzteres eben nicht durch ELISA ( Antikörpernachweis) nachzuweisen ist, da ja keine ganzen Viren ( sonst könnten sich nicht-verwandte Mäuse ja anstecken), sondern nur einzelne Proteine produziert werden, welche für die Symptomatik und den Krankheitsverlauf verantwortlich sind ( genau so als würde eine Infektion mit freien Viren ablaufen, ggFs schleppender könnte ich mir vorstellen) und keine Virenhüllen, auf den der Test- bzw. das Mäuseimmunsystem reagieren und entsprechende Antikörper produzieren würde, welche dann im ELISA nachweisbar wären. ( puh, ich hoffe das ist einigermaßen verständlich ausgedrückt)

Natürlich kommen auch " nur" Würmer ( eben die Oxyuren) in Betracht, da speuiell dieser Wurmbefall sehr ähnliche Symptome hervorruft. Jetzt in meinem Fall ist eine nachträgliche Kotuntersuchung verwirrlich- denn bei Wumbefall ist eine einmalige Gabe von Stronghold normal ( die Wurmeier überleben maximal 3 Wochen, also passt das auch), somit habe ich ( auch in Bezug auf die kranken Mäuse) auf eine Gehegereinigung verzichtet. siehe jeweils "Behandlung"
Daher befindet sich sowohl Prä- Stronghold- als auch Post-Stronghold-Kot ( und bei der Mäusegröße gar nicht einfach genug zusammen zu bekommen).

Aber ich muss zugeben, dass ich- wenn- an eine zusätzliche ( ggFs schwächende und triggernde) Parasitenerkrankung denke und nicht an die alleinige Ursache. Denn dann müssten tatsächlich sehr sehr viele Gruppen seit Jahrzehnten uU schon an unerkannten ( und unbehandeltem) Parasitenbefall leiden.

Und natürlich sind freie Viren ebenfalls möglich- das müsste dann der Antikörpertest zeigen so die richtigen Tests gewählt wurden.

Nicht zu vergessen gibt es auch Fälle, in denen eine erfolgreich bekämpfte Vireninfektion bei den Tieren körperliche Schäden zurück lässt, so dass sie weiterhin krank wirken, die Ursache aber schon längst nicht mehr vorhanden ist. Zudem kann es uU noch Spätfolgen haben, welche wie Verschlechterungen aussehen können und lediglich durch die Kompensierung der Schäden, welche die Viren angerichtet haben, erklären lassen.
Wie ich darauf komme? Man denke nur mal an Polio ( Kinderlähmung) beim Menschen und das Post-Polio-Syndrom. https://de.wikipedia.org/wiki/Poliomyelitis https://de.wikipedia.org/wiki/Post-Polio-Syndrom

Ich für meinen Fall sehe seit der Strongholdbehandlung keine Besserung bei Rose, war also evtl. nur ein Stich ins Blaue und keine Lösung. *seufz*
 
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