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Angeschwollene Bäckchen bei alten Mäusen

CaptainC

Mausbesitzer Level 12
#1
Huhu!
Ich hatte jetzt schon mehrfach sehr alte Mäuse, denen das Gesicht ein bisschen angeschwollen ist, die aber sonst fit und nicht beeinträchtigt wirken. Manchmal ist es nur eine Seite, manchmal ganz gleichmäßig überall. Es ist immer eher die Backengegend. Da ich jetzt gerade wieder so eine Maus habe wollte ich mal fragen, ob jemand weiß woher das kommt. Sind das einfach Wassereinlagerungen, weil das Herz nicht mehr so fit ist? Großartig dran rumdrücken oder rumpunktieren würde ich bei so alten Tieren eigentlcih gerne vermeiden, aber ich will natürlich auch nicht, dass sie sich unwohl fühlen. Cortison hat keinerlei Effekt*denk*

Grüße!
 
#4
Hallo CaptainC,
also in einem kann ich Dich beruhigen: Es sind sicher keine Wassereinlagerungen.
Wassereinlagerungen findet man bei Mäusen seitlich unten am Fell. Das sieht dann aus, als hinge das Fell über die Beinchen.
Ein anderer Ort für Wasserablagerungen ist der Nacken, wenn die Mäuse beim Schlafen den Kopf zwischen die Vorderbeine nehmen.

Diese Kopfform habe ich auch schon beobachtet und nehme an, daß es altersbedingte Veränderungen sind. Häufig - wie auch bei Deiner alten Maus - wirkt dabei die eigentliche Schnauze vom Kopf eigentümlich abgesetzt und der Übergang ist nicht so fließend wie bei jüngeren Mäusen. Eine eindeutige Erklärung dafür habe ich nicht. Ich müßte einmal mir so eine Maus mit dieser Kopfform nach ihrem Tod genauer ansehen.

Ich überlege, ob es etwas mit der Kaumuskulatur zu tun haben könnte. Also entweder eine Vergrößerung der Kaumuskulatur, vielleicht wegen schlechter Zähne, im Bereich der Bäckchen, oder eine Rückbildung bestimmter Kaumuskeln im Schnauzenbereich. Auch möglich erscheint mir eine Veränderung im Bereich des Unter- und Oberkiefers im Sinne einer Rückbildung, wie man sie auch bei alten Menschen findet. Bei einer Rückbildung der Kiefer könnte auch das optisch den Restkopf größer erscheinen lassen.

Aber das sind eher Mutmaßungen, ich müßte mir das mal genauer ansehen, wenn ich wieder so ein Mäuschen habe.
Wassereinlagerungen kann ich aber ziemlich sicher ausschließen.
Liebe Grüße
Fufu
 

CaptainC

Mausbesitzer Level 12
#5
Hallo @Fufu,
das ist interessant, wobei ich Rückbildung eher ausschließen würde. Ich sehe das nämlich schon relativ deutlich als Schwellung, jedenfalls wirkte der Verlauf beim Beobachten so :unsure: Ob es vielleicht auch eine Entzündung der Backenzähne ist? Ich kann der Kleinen leider nicht ins Mäulchen schauen, ohne sie in meinen Pranken zu zerdrücken, da fehlt mir der richtige Mausgriff für, darum lasse ich das lieber. Aber die Maus in dem Bild ist eindeutig ein wenig Eingeschränkt beim Fressen.

Liebe Grüße!
 

Klena

Mäuschenliebhaberin :)
#6
Hi, hat sich hier etwas Neues bei dir ergeben? Einer meiner Mäuschen hat auch einseitig diese "Schwellung". Aktuell ist er von der Augenentzündungsproblematik sehr angeschlagen. Versteht mich nicht falsch, er frisst und trinkt, aber seitdem er einmal bei der Medigabe einen Anfall hatte wirkt er ruhiger. (Leider ist das Auge nicht besser geworden und Vertrauen zur Hand geht gegen 0). Aber man macht sich halt seinen Kopf...
 

CaptainC

Mausbesitzer Level 12
#7
Hallo @Klena ! Ich beobachte diese Schwellungen nach wie vor manchmal bei Rentnermäusen einige Tage bevor sie sterben. Bei deiner Maus könnte es aber vielleicht auch ein Abszess sein? :unsure:
 

Lasiusniger

Körnchengeberin
Staff member
#8
Hm,
ich habe eine Schwellung bisher noch nicht bewusst beobachten können. Wenn Mäuse altersbedingt oder krankheitsbedingt stark abmagern, treten die Backenknochen ungewöhnlich stark hervor. Und der Bereich zwischen ihnen und den Vibrissen ist seitlich wenig mit Muskeln bepackt, der Kopf ist in diesem Bereich skeletttechnisch sehr schlank. *denk*
Bei einer einseitigen Schwellung würde ich aber immer zuerst an eine Entzündung denken. An einen von Captain schon genannten Abszess durch eine Verletzung, ein Zahnwurzelproblem oder ähnliches.
 
#9
Also bei uns sind die Rentner eher eingefallen, als das etwas angeschwollen wäre. Auch die Köpfe waren bisher eher unauffällig. Ich würde tatsächlich von Zahnproblemen ausgehen, ggf welche die in der Liniie liegen ?
 

CaptainC

Mausbesitzer Level 12
#10
Also bei uns sind die Rentner eher eingefallen, als das etwas angeschwollen wäre. Auch die Köpfe waren bisher eher unauffällig. Ich würde tatsächlich von Zahnproblemen ausgehen, ggf welche die in der Liniie liegen ?
Da ich immer nur Mäuse aus diversen Quellen zusammen sammele, kann es definitiv nicht in der Familie liegen :unsure: Ich hatte es bisher bei drei sehr alten Mäusen (alle deutlich über 2), bei denen das Gesicht dann gegen Ende ihres Lebens anschwoll, die aber alle noch gegessen haben und auch sonst fit wirkten. Vielleicht doch Entzündungen? Mäuse verstecken ihr Unwohlsein so gut, aber eigentlich habe ich einen guten Blick für Schmerzen und meine Omas waren immer top drauf....
Cortison zeigt übrigens keine Wirkung, ich weiß gerade nicht ob ich das schon mal geschrieben hatte. Aktuell habe ich keine Maus in dem Zustand, aber meine Mausi ist 2,5 Jahre alt und falls es da wieder passiert, werde ich sie fotografieren und mir nach ihrem Tod ganz genau ihren Mund ansehen.
 

Klena

Mäuschenliebhaberin :)
#11
@Lasiusniger und @CaptainC vielen Dank für die Antworten. Was wäre denn das bessere Übel? Backenzähne oder Abzess vor dem Hintergrund, dass er wahrscheinlich den nächsten TA nicht überleben würde, da er das letzte Mal einen Anfall bekommen hat und eine Stunde brauchte um wieder klar zu kommen. Er ist gerade ein Jahr alt ca. Und sonst Recht fit. Kann man ihm irgendwas geben, was eventuell die Schwellung wegnimmt (z.B. Arnika ) oder etwas anderes? Oder bei einem Abzess den Eiter raus zieht? Der würde dann wahrscheinlich ja noch größer werden, oder?
 

Klena

Mäuschenliebhaberin :)
#12
Achja Nachtrag: Die Mitbewohner putzen ihn auch viel ums Auge rum, aber hin und wieder auch am Wangenknochen. Er fiept dabei allerdings nicht laut. Fell ist auch glänzend und nicht struppig. Also würde ich erstmal nicht davon ausgehen, dass er wenig bis keine Schmerzen hat.
 

Lasiusniger

Körnchengeberin
Staff member
#13
Schwierig, die Frage ist ja eher, was kann überhaupt gemacht werden. Dentalröntgen fällt aus, generell wird Zähneziehen oder Zahnabfeilen bei Fehlbildung nicht möglich sein. Ohne Narkose ist bei einem so kleinen Tier auch das ins-Mäulchen-schauen ein Glücksspiel. Letzten Endes wird es höchstens auf eine pauschale Antibiotikagabe hinauslaufen. Berät deine Praxis auch ohne ein Tier zu sehen? Hinschleppen würde ich ihn bei der Vorgeschichte wohl nicht mehr.

Bei Homöopathie bin ich raus, da kann ich dir leider nicht helfen. Bin im Lager "nicht-über-den-Placeboeffekt-hinaus".
 

CaptainC

Mausbesitzer Level 12
#14
Hm, also ich kenne eine Dame mit einer Maus, die einen riesigen Abszess am Auge hatte, der mit einer hohen Dosis Antibiotikum tatsächlich komplett wieder verschwunden ist (nur das Augenlicht hat die Maus auf der einen Seite verloren, ist aber sonst wieder fit). Wenn du sowieso keine anderen Möglichkeiten hast, kannst du das natürlich versuchen. Eigentlich bin ich kein Fan von "AB auf gut Glück", aber wenn man nur die Wahl zwischen sterben und AB-testen hat, dann bin ich natürlich eher dafür. Aber ich bin kein Tierarzt :confused: Lass dich vielleicht mal ohne Maus beraten, mit Bildern und Videos von dem kleinen Sorgenkind.
 

Klena

Mäuschenliebhaberin :)
#15
Also ich war heute Mal mit Maus da. Sie sagte es sieht er schlecht aus. Er hat direkt beim hellen Licht wieder einen Anfall gehabt. Sie geht von neuralen Störungen aus (passt auch ins Bild). Demnach natürlich keine Narkose. Hätte er nicht geschafft. Hat sich auch schön während der Wartezeit wieder das Auge aufgekratzt.

Sind dann wieder nach Hause. Da hatte er dann auch nochmal einen kurzen Anfall. Jetzt frisst er gerade. Die Ärztin hat mir wieder verdünntes Baytril und Metacam mitgegeben.

Sie gibt ihm wahrscheinlich nicht mehr lang...
Nachdem ich ihn mir gerade auch so angesehen habe, gehe ich von einem Tumor aus. Ist heute nochmal etwas gewachsen (so scheint es zumindest). Er hat kahle Stellen am Kopf, die bei ganz genauem Hinsehen leicht erhöht wirken. Die anderen Mäuse haben das nicht. Also keine Rasiermaus wie gedacht. Generell kratzt er sich viel, wahrscheinlich weil es ihm juckt...
Ab morgen gibt es dann die Medis. Solange er noch etwas Lebensfreude hat und Kämpfergeist bin ich da auf seiner Seite.
Zusätzlich mache ich den Brei noch nach Fufus Rezept.
 

Klena

Mäuschenliebhaberin :)
#17
Danke. Leider hab ich ihn heute noch nicht gesehen. Liegt auch nicht oben mit den anderen in dem Nest, wo ich reinschauen könnte.
Eventuell kommt er ja nachher mal hoch...
 

Klena

Mäuschenliebhaberin :)
#18
Update: Also ihn hat das zumindest gestern nicht weiter belastet oder sein Zustand sich verschlechtert. Frisst, ist neugierig und misstrauisch aber sonst... Backe ist nicht dicker geworden aber auch nicht größer. Auge war offen, wenn auch wund.
Mal sehen was die kommenden Tage bringen.

In jedem Fall, danke an euch, für die Tipps :)
 
#19
Backe ist nicht dicker geworden aber auch nicht größer.
Hoffentlich ist das kein Abszess, denn das sind Höllenschmerzen. Meine MeiMei hatte das auch, ihr selbst war nichts anzumerken, doch beim TA wurde geöffnet und es kam auf eine Mäusegröße herunter gerechnet jede Menge Eiter. Weil das sich trotz AB nochmals gefüllt hatte, musste nochmals vom Ohransatz bis Nasenspitze aufgemacht werden. Sie hat noch lange danach ihr Mäuseleben geniessen können.

Moni
 

Klena

Mäuschenliebhaberin :)
#20
Hoffentlich ist das kein Abszess, denn das sind Höllenschmerzen. Meine MeiMei hatte das auch, ihr selbst war nichts anzumerken, doch beim TA wurde geöffnet und es kam auf eine Mäusegröße herunter gerechnet jede Menge Eiter. Weil das sich trotz AB nochmals gefüllt hatte, musste nochmals vom Ohransatz bis Nasenspitze aufgemacht werden. Sie hat noch lange danach ihr Mäuseleben geniessen können.

Moni
Leider kann ich oder ein TA aber so nichts machen. Sobald man ihn greift oder nur das helle Licht auf ihn richtet, bekommt er eine heiden Angst und verfällt in eine Art Kreislaufzusammenbruch. Die Augenentzündungsgeschichte war leider echt zu viel für ihn *seufz*Deswegen sagte die TA auch, dass sie hier nicht narkotisieren könne. Sie wollte ihn allein wegen dieser neurlogischen Geschichte direkt erlösen.
Als ich ihr aber sagte, dass er zuhause dieses Verhalten nicht zeigt, nur wenn er denkt, dass er wieder behandelt wird, da hat sie ihm noch eine Chance gegeben... Nicht, dass das jetzt falsch rüber kommt: Wenn er leidet, will ich sein Leid nicht verlängern, aber er hatte in seinem bisher kurzen Leben schon so einiges und daher weiß ich mittlerweile wie er sich verhält, wenn es ihm nicht gut geht (bspw. hat er eine Hängekokosnuss, da geht er nur rein, wenn es ihm nicht gut geht und bleibt dann auch dort, sonst nicht. Eine Art Mäusekrankenhaus, wo er hauptsächlich wegen seiner Lugenentzündung drin war, meist dann auch begleitet mit struppigem Fell und Apathie.)
So ist er relativ fidel. Frisst viel und buddelt hin und wieder. Putzen tut er die anderen auch und versucht so am Mäuseleben teilzunehmen. Er ist auch neugierig, auch wenn er der Hand nicht mehr viel abgewinnen wird...*angst*
 
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