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"Bauchwassersucht"? Wurmbefall!

nonin

Mäusesenioren-Liebhaberin
Staff member
#1
Jetzt brauche zur Abwechslung ich mal wieder Rat.

Mir ist seit ein paar Tagen aufgefallen, dass Lias Fell ein bisschen stuppig ist und sie oft verpennt aussieht. Erstmal habe ich mir keine großen Sorgen gemacht, weil sie sich ansonsten ganz normal verhält. Und sie hat ein bisschen zugenommen bzw. ein kleines Bäuchlein gekriegt. Auch das habe ich zunächst darauf geschoben, dass Kolle und sie momentan nicht so aktiv aber weiterhin sehr an Leckerlies interessiert sind.

Gestern und heute abend habe ich nun beobachtet, dass Lia an allem rumleckt und wirkt, als ob sie etwas sucht. Zuerst ging mir durch den Kopf, ob sie Salzmangel hat - es gab ja irgendwann schon mal eine Diskussion wegen Minerallecksteinen. Vorhin habe ich ihr zwei Krümel Mineralsalz hingelegt und die hat sie sofort gefressen. Jetzt beim Nachdenken fällt mir auch ein, dass in ihrem Mauseklo (Kolle und Lia pinkeln neben dem Sandbad ausschließlich auf einen blanken Unterteller - sehr praktisch) weniger Urin ist als sonst.

Bei Farbmäusen habe ich am Rande mitbekommen, dass es sowas wie "Wassersucht" gibt und Lias Verhalten klingt sehr danach, fürchte ich.
Ich habe vorhin bei meiner TA angerufen und für Montag einen Termin gemacht. Der TA-Assistentin habe ich die Situation geschildert und auch meinen Verdacht geäußert, laut ihr gibt es verschiedene Ursachen, ein Grund könnten Herzprobleme sein. (Die Gabe von Salz war nicht gut, das habe ich mir direkt danach selbst gedacht).

Habt ihr Erfahrungen mit dieser Erkrankung? Bei Rennern habe ich bisher noch nicht davon gehört. Gibt es eine medikamentöse Behandlung?
Die TA-Assistentin sagte was von Vitamingaben, aber es war nur ein kurzes Gespräch. Die TA ist sehr erfahren und Lia ist dort sicher gut aufgehoben, trotzdem wäre ich über eure Unterstützung dankbar - vielleicht auch eine Idee, was ich Lia bis Montag anbieten kann, wenn sie so offensichtlich sucht.
Und wo ich mehr Infos zu dieser Erkrankung finde.
 
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Annie83

Active member
#2
Meinst du mit Wassersucht, vermehrtes Trinken Oo oder meinst du tatsächlich Bauchwassersucht ? Weil von reiner Wassersucht habe ich jetzt noch nichts gelesen
 

nonin

Mäusesenioren-Liebhaberin
Staff member
#3
Ich meine tatsächlich Bauchwassersucht. Und ich finde heute morgen, dass Lia wirklich rund geworden ist - der Eindruck kann aber natürlich auch durch meine Sorge verstärkt sein.
Schwanger kann sie nicht sein, Kolle ist kastriert. Gibt’s bei Mäusen eigentlich auch Scheinschwangerschaften?
 

nonin

Mäusesenioren-Liebhaberin
Staff member
#4
Habe gerade einen Artikel dazu gefunden ... und Lias Aussehen erinnert leider sehr an die Beispielfotos.
Insofern bin ich froh, dass wir gleich Montag früh zur TA fahren können.
 

Annie83

Active member
#5
Ich meine Scheinschwangerschaften kommen nur bei Kaninchen vor, bei Kleinnagern eigentlich nicht.
Bauchwassersucht wäre mega sch**ße, denn ich kenne kein Tier, dass dagegen wirklich erfolgreich behandelt wurde.. ;( ich drück euch die Daumen das sie nur was anderes hat
 

CaptainC

Mausbesitzer Level 6
#6
Lass beim TA bitte auch abschecken, ob es Probleme mit den Nieren gibt! Isst und trinkt sie normal oder hat sie starken Durst ohne dabei viel Urin abzusetzen? Das wäre sehr schlecht :(
Ich weiß nicht wie häufig Nierenerkrankungen bei Mäusen sind, aber mich haben die beschriebenen Symptome sehr an meine Katzen erinnert.
 

trulla

Krabbeltier
Staff member
#7
Liebe nonin,

ohje, das hört sich leider gar nicht gut an.
Ist es nicht besser, wenn du lieber doch heute schon zum Nottierarzt fährst? Der Zustand kann leider schnell kippen und wenn es äußerlich schon so stark zu sehen ist, dann würde ich glaube ich nicht länger warten. Was macht sie für einen Gesamteindruck auf dich?

Alles Gute!!
 

Lasiusniger

Körnchengeberin
Staff member
#8
Da schließe ich mich an, bei einer deutlichen Umfangsvermehrung allein über Nacht würde ich auch versuchen, möglichst bald zum Tierarzt zu kommen.
Es kann praktisch alles sein, sogar nur eine Verdauungsstörung, aber falls es sich tatsächlich um eine Wassereinlagerung aufgrund von Herzschwäche handelt, dann kann es zu Atemnot kommen.

Daumen sind gedrückt.
 

nonin

Mäusesenioren-Liebhaberin
Staff member
#9
Danke für eure schnellen Antworten!
Zu den Fragen: Ich habe den Eindruck, dass Lia wenig trinkt - daher ging mir heute auch schon eine Nierenerkrankung durch den Kopf. Das wäre vermutlich eine ähnlich schlechte Diagnose.
Ich habe sie vorhin noch einmal beobachten können: Der Bauchumfang hat über Nacht doch nicht deutlich zugenommen und sie ist insgesamt nicht verändert - sie putzt sich und rangelt mit Kolle. Ihr Fell sah heute auch wieder glatter aus und ich habe sehr genau geschaut ... sie atmet nicht schwer, da scheint also (noch) nichts auf die Lunge oder das Herz zu drücken.

Daher würde ich wirklich gerne auf den TA Termin am Montag warten. Mit der Unitierklinik habe ich nur schlechte Erfahrungen gemacht - zumindest was Wochenendnotdienste betrifft. Und Freunden von mir, die wegen Degus und Meeries dort waren, haben das Gleiche berichtet. Zumal Lia nicht leicht zu händeln ist, sie ist so klein und sehr unkooperativ, wenn man sie hochnimmt. Sie beißt kräftig zu und da mag ich wirklich nicht mit einer unerfahrenen Assistenzärztin wie beim letzten Mal konfrontiert werden.

Wenn sie heute und morgen also normal frist und ihren Kram macht, warte ich bis Montag.
Ich hab gerade ein paar Fotos beim Leckerlie geben gemacht - leider verwackelt. (n)Jetzt pennen sie gerade wieder eine Runde, aber ich versuchs gleich nochmal, wenn es Gemüse gibt.
 
Last edited:

Lasiusniger

Körnchengeberin
Staff member
#10
Das klingt besser und nach einem guten Plan, finde ich :)

Viel Trinken würde für Nieren sprechen. Aber das ist wirklich Rätselraten.
 

nonin

Mäusesenioren-Liebhaberin
Staff member
#11
Ich habe gerade nochmal Fotos gemacht - wir brauchen ganz dringend eine neue Kamera!!!!

Mit Lia stimmt was nicht, das ist deutlich zu sehen und der Bauch ist dicker, birnenförmiger als auf älteren Fotos. Sie wirkt doch auch "stiller" und zurückhaltender als sonst in den Wachphasen. (Sorry, dass ich in meiner Wahrnehmung so hin- und herschwanke - ich ärgere mich auch ein bisschen über mich selbst, dass ich das nicht früher gesehen bzw. beachtet habe).

Aber es geht ihr nicht so schlecht, dass ich ihr eine Stressaktion zumuten möchte, die vermutlich nicht viel bringt. Keine Frage, wäre nicht Wochenende, würde ich gleich morgen zu meiner TA fahren. Aber ich gehe jetzt mal davon aus, dass sich ihr Zustand bis Montag nicht so verschlechtert, dass eine Behandlung dann weniger aussichtsreich ist.
Meinen Arzttermin am Montag früh verschiebe ich übrigens für den von Lia - aber der lässt sich eher verschieben. :)

So jetzt schaut mal hier:

LiasBauch_1.jpg LiasBauch_2.jpg LiasBauch_3.jpg LiasBauch_4.jpg
 
Last edited:

Maja2013

Active member
#13
Hallo liebe nonin,
Ich musste (leider) auch schon ein (oder zwei? :unsure:) mal Erfahrung mit Bauchwassersucht machen. Allerdings war es in meinem Fall nur ein Begleitsymptom, das eigentliche Problem war ein Herzfehler. Meine Jimmy hatte damals ein deutlich vergrößertes Herz, was nicht mehr richtig gearbeitet hat, dadurch hat sich dann das Wasser im Bauch gesammelt. Unser Tierarzt meinte damals, dass man sehr darauf achten muss, dass das Wasser sich nicht in der Lunge sammelt. Dann kann das Mäuschen leider ganz schnell ersticken.
Jimmy haben wir damals punktieren lassen, um das Wasser aus ihr rauszubekommen. Davon hat sie sich leider gar nicht mehr erholt und ist abends verstorben. Man kann auch Herzmedikamente geben, die aber auch nur sehr sehr bedingt geholfen haben. :(
Auf den Fotos sieht es bei Lia auch sehr nach Wasser im Bauch aus. Verglichen zu ihrem zarten Gesicht, wirkt der Bauch ja riesig.
Bauchwassersucht ist wirklich nicht schön, weder für die Maus noch für den Besitzer.
Ich hoffe aber für Lia das beste und vielleicht ist es ja was ganz harmloses und du machst dir umsonst Sorgen. :) Immerhin hat sie Kolle "bezwungen". :D Ich bin gespannt, was Montag der Tierarzt sagt.
LG
 

nonin

Mäusesenioren-Liebhaberin
Staff member
#14
Maja, danke für das Teilen deiner Erfahrungen und das Mutmachen. Aber ich fürchte, diese Erkrankung (was immer es ist) wird Lia nicht "bezwingen".
Ich habe leider ganz schlechte Nachrichten:
Gestern abend um 21 Uhr war Lia noch ganz munter - sie war im Laufrad, rangelte mit Kolle und erkundete den Stall - wenn auch nur kurz. Aber immerhin war ich insofern halbwegs beruhigt, es war kein Leidensdruck erkennbar und so habe ich gehofft, dass sich ihr Zustand bis Montag nicht wesentlich verändert.

Zwei Stunden später dann eine ganz andere Lia: Nachdem sie im Lauf des abends zwar Gemüse gefressen, den Wassernapf aber ignoriert hatte, wetzte sie in der Zeit zwischen 23 und 0 Uhr mehrmals zum Wasser und trank und trank. Danach kauerte sie jeweils ein paar Minuten vor dem Napf, dann rannte sie wieder zu Kolle ins Schlafnest. Auf Ansprache hat sie noch aber wenig reagiert, zum Glück habe ich kein schweres Atmen beobachten können - nein, sie saß minutenlang ganz still.(Zur Unterstützung hat sie Rescue-Bachblüten ins Wasser bekommen.

Ich habe die Nacht wenig geschlafen, wenn ich wach war, war es ruhig im Mausestall. Heute morgen beim Aufstehen habe ich gerade noch Lias Schwanz gesehen, sie hat sich in eine Weidenbrücke neben dem Schlafhaus zurückgezogen. Kolle ist ein Schatz, er hat zwar kurz sein Morgennussstückchen bei mir abgeholt und war pinkeln, ansonsten ist er die ganze Zeit bei Lia.
Ich möchte die beiden nicht stören, deshalb konnte ich bisher nur mehrmals ein Eckchen Kolle oder Lia sehen - bis auf einmal, da hatten sie sich gedreht und lagen schlafend mit den Köpfchen beieinander. Das sah friedlich und geborgen aus.
Ich bin ziemlich sicher, dass Lia stirbt.

Heute morgen um eine halbwegs humane Zeit habe ich es auf dem Notfallhandy meiner TA versucht und sie glücklicherweise erreicht (sie hat offiziell keinen Notdienst).
Sie kann heute leider nicht bei mir vorbeikommen, wir sind aber so verblieben: Wenn sich der Sterbeprozess weiterhin so ruhig gestaltet, bringe ich Lia nicht zum Einschläfern in die Tierklinik - mit einem gewissen Risiko, dass es am Ende doch eine kurze Leidenszeit gibt (wobei ich die Einschläferungssituationen bisher auch nicht stressfrei erlebt habe).
Wenn ich den Eindruck bekomme, dass es länger dauert und qualvoll für Lia wird, bleibt nur der Kontakt mit der Tierklinik. Und morgen früh um halb 8 Uhr rufe ich sie an und wir überlegen neu, wie es weitergeht.

Vor einer halben Stunde hat Kolle seinen Platz unter der Weidenbrücke verlassen und ist ins Schlafnest umgezogen. Unter der Brücke ist es ganz still ... und ich hoffe, dass Lia sich losgemacht hat. Aber ich warte noch ein paar Stunden, bevor ich nachschaue - ich will sie nicht stören und wer weiß, wo sie gerade unterwegs ist rumtreibt. Vielleicht täusche ich mich auch und sie kommt doch noch einmal raus und versucht, ihren Alltag aufzunehmen...

Mit einem "autonomen" Sterben komme ich insgesamt besser zurecht, auch wenn der Prozess länger dauert und insofern auch für mich anstrengender ist. Aber es fühlte sich irgendwie jedes Mal auch ein bisschen falsch und "irgendwie gewaltvoll" an, wenn ich kranke oder sterbende Mäuse aus ihrer gewohnten Umgebung herausreißen musste, auch wenn es ein paar Mal sinnvoll und "richtig" war, um Leiden zu verkürzen.

Wohin auch immer die Reise heute noch geht, ich heule mir seit einer Stunde die Augen aus dem Kopf - und dachte, jetzt mach ich mal Pause und schreibe euch stattdessen. :)
Das alles tut mir so leid, auch für Kolle. Er wirkt mitgenommen, aber wie es ihm geht, werde ich besser heute abend erkennen, momentan ist sowieso Mauseschlafzeit.
Und natürlich mache ich mir Vorwürfe, dass ich nicht früher reagiert habe und vielleicht hätte man vor ein paar Tagen noch behandeln können... Aber diese Gedanken nützen jetzt weder Lia noch Kolle noch mir.
 
Last edited:

Annie83

Active member
#15
Oh nein, dass klingt wirklich nicht so dolle. Ich drücke dich einfach mal virtuell.
Tatsächlich geht Bauchwassersucht aber immer so schnell und ich kenne wie gesagt keinen Fall der wirklich behandelt werden konnte. Habe daran auch schon Tiere verloren und auch mit Entwässerung erreicht man in der Regel nichts. Mein TA sagte mal, wenn man es sieht, bis es zu Ende geht sind oft nur 24 Std... und in denen kann man nichts tun außer eben hoffen.
Ich finde es gut, dass du die Nasen einfach in Ruhe lässt, Stress braucht da sicherlich niemand. Und aktiv machen kannst du eben auch gar nichts...
 

nonin

Mäusesenioren-Liebhaberin
Staff member
#16
Ach, danke dir ... es tröstet mich ein bisschen, dass du auch die Erfahrung gemacht hast, dass es meist ein sehr schneller Krankheitsverlauf ist. Tröstet insofern, dass ich nicht so sehr das Gefühl habe, komplett "blind" für Lia gewesen zu sein und auch, weil ein kurzer Sterbeprozess auch für die Tiere leichter ist als wenn es sich ewig hinzieht.
Trotzdem bin ich natürlich auch völlig geschockt ... auf einen Abschied von Lia war ich überhaupt nicht vorbereitet - wir alle drei nicht.
 
#17
Hallo,
das mag in diesem Fall wohl nicht mehr helfen, aber ich wollte doch ein paar Worte zur Bauchwassersucht anbringen. Ob eine Therapie mit entwässernden Medikamenten sinnvoll ist, kommt auch darauf an, was die Ursache der Bauchwassersucht ist. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die eine ist eine Bauchfellentzündung. In diesem Fall wird man der Maus wohl nicht mehr helfen können. Häufig fühlt sich der Bauch dann hart oder fest an und der Maus geht es sehr schlecht. Man kann es mit AB versuchen, aber die Aussichten würde ich jetzt als bescheiden einschätzen. Die andere mögliche Ursache ist eine Lebererkrankung. Ich hatte mal einen (Farb) Mauskastraten mit eitriger Leberentzündung. Da kann man es mit AB versuchen, die Aussichten die Entzündung wegzubekommen ist aber auch eher gering. Auch andere, chronische Leberentzündungen können mit Medikamenten in diesem Stadium nicht mehr wirklich behandelt werden. Anders sieht es bei einer Herzschwäche aus. Auch die Herzschwäche kann zu Bauchwassersucht führen. Oft hat die Maus dann aber auch Wasser im Fell, d.h. das Fell wirkt unten "dick", manchmal ist auch der Nacken dick, wenn die Maus beim Schlafen den Kopf zwischen die Vorderpfoten steckt. In diesem Fall machen entwässernde Medikamente Sinn, weil durch die Entwässerung das Blutvolumen verringert und damit das Herz entlastet wird. Es kann auf diese Weise sein, daß sich das entlastete Herz wieder etwas erholt. Bei dem erwähnten angeborenen Herzfehler mag die Therapie nicht mehr gewirkt haben, weil die Störung ja keine einfache "Herzschwäche" war.

Bei den entwässernden Medikamenten muß man aufpassen, daß man die Maus nicht "abschießt", weil eine Verringerung der Blutmenge auch den Blutdruck senkt. Es macht aber durchaus Sinn, einen Behandlungsversuch zu unternehmen. Ich gebe dann immer erst einmal die Hälfte der empfohlenen Dosis und beobachte die Maus. Wenn sie nach der Medikamentengabe sehr schlapp wirkt, dann gehe ich mit der Dosis noch einmal runter. Wenn Dosis und Diagnose stimmen, dann wirkt die Maus anschließend vitaler und läuft wieder mehr herum. Bei den Entwässerungsmitteln würde ich mir die Injektionslösung in der passenden Verdünnung vom TA mitgeben lassen, diese aber ganz normal füttern. Die Tabletten aufzulösen ist mühsam und ungenau.

Dicke Bäuche habe ich auch bei (Farb) Mäusen mit Gebärmuttervereiterung beobachtet. Die Mäuse lecken sich häufig den Genitalbereich und oft kann man dort auch den Austritt von Eiter beobachten. Mit AB kann man den Prozeß manchmal noch für eine Zeit günstig beeinflussen.
Viele Grüße
Fufu
 

nonin

Mäusesenioren-Liebhaberin
Staff member
#18
Fufu, danke für deine ausführlichen Infos. Mit Duftdrüsentumoren kenne ich mich leider mittlerweile ganz gut aus, Bauchwassersucht habe ich glücklicherweise noch nie erlebt bei einem Tier - aber dann habe ich jetzt was gelernt und erkenne beim nächsten Mal hoffentlich schneller die Anzeichen.

Aktueller Stand (und sorry, dass ich mich nicht kürzer fassen kann):
Lia ist vorhin aus dem Schlafnest aufgetaucht - anscheinend ist sie irgendwann, als ich gerade nicht gekuckt habe, dorthin umgezogen. Glücklicherweise ist sie im Vergleich zu gestern nicht dicker geworden. Sie hat auch gepinkelt und ein paar Nüsse gefressen. Aber sie kneift die Augen zusammen und man hört ein Rasseln in der Lunge - vermutlich Wasser.
Dann ist sie ganz schnell wieder im Schlafnest verschwunden...

Und jetzt habe ich lange mit einer Freundin telefoniert und auch mit meinem Mann gesprochen....
Ich bringe es nicht übers Herz, Lia aus dem Schlafhaus zu klauben, sie mit Kolle zusammen oder alleine in eine TB zu packen, zur Tierklinik zu fahren und sie dort in diesen Klinikräumen im grellen Licht von einem fremden TA einschläfern zu lassen. Weil nichts anderes wird er vermutlich vorschlagen - eine Behandlung gegen was auch immer erscheint mir in diesem Stadium aussichtslos.
Es hat nichts damit zu tun, dass ich Lia nicht gehen lassen kann - im Gegenteil, ich wünsche ihr, dass sie es bald geschafft hat.

Es ist dieses Setting, dieser Stress, der mit dem Abkürzen des Sterbens verbunden ist. Lia lässt sich so ungern halten, sie würde sich vermutlich bis zuletzt wehren und das finde ich nicht fair. Auch Kolle wünsche ich diese Erfahrung nicht, entweder kommt er mit und ist damit dieser ganzen Aktion ausgesetzt, an deren Ende er mit einer toten, durch die Medikamente fremd riechenden Lia konfrontiert ist. Oder Lia fährt alleine, sie ist plötzlich weg und er kriegt sie nachher tot und genauso komisch riechend zurück.
Wenn meine TA greifbar wäre, würde ich vielleicht anders entscheiden, ich weiß, dass sie sich alle Zeit der Welt nimmt und diese Situation so sanft wie möglich gestalten würde. Aber zu ihr kann ich erst morgen früh, das lässt sich nicht ändern.
Wenn Lia morgen noch lebt, werde ich ihr den Transport schon zumuten, dann hat sie lange genug alleine gekämpft und vielleicht hat die TA doch noch eine Idee, wie man behandeln könnte.

Vielleicht könnt ihr meine Entscheidung nicht nachvollziehen - mir ist bewusst, dass ich damit in Kauf nehme, dass die letzten Stunden (oder Minuten) für Lia auch mit Stress und Angst verbunden sind. Und trotzdem fühlt es sich richtiger an.

Meine TA hatte mir noch den Vorschlag gemacht, ein Globoli Arsencum album in einer kleinen Menge Wasser aufzulösen. Sie sagte, "das kann Tieren manchmal bei der Entscheidung helfen". Es tötet sie nicht, aber wenn das Sterben ansteht, kann diese Gabe ein bisschen helfen, den Weg zu gehen. So ungefähr hat sie sich ausgedrückt.
Ich habe Lia das Wasser vorhin angeboten ... nee, sie hat sich entschieden weggedreht und mir stattdessen die Nüsse aus der Hand gerissen. Dann ist das so. :)
 
Last edited:

trulla

Krabbeltier
Staff member
#19
Ach je, ich habe das schon befürchtet. Bei Yuna war es ganz ähnlich. Ich habe vorher auch keine Anzeichen bemerkt. Ich hatte sie tagsüber nicht gesehen und am nächsten morgen kam sie aus dem Haus und sah so ähnlich aus wie Lia. Das ging soo schnell und ich habe vorher überhaupt nichts bemerkt :( Sie hatte auch einen dicken Bauch, war aufgeplustert und kaum aktiv. Leider war sie ja zu dem Zeitpunkt allein, weil kurz vorher Yuki verstorben war. Ich bin dann noch mit ihr zum Tierarzt, aber es war schon zu spät und sie hat dort eine Spritze mit überdosiertem Schlafmittel bekommen. Mir kam es recht friedlich vor, sie ist ganz langsam weggedämmert. Aber es stimmt, dass das leider nicht immer so einen friedlichen Eindruck macht und daher kann ich deine Entscheidung verstehen.

Du brauchst dir wirklich keine Vorwürfe machen. Zum einen können unsere Tiere ihre Krankheiten wirklich lange und gut verbergen und zum anderen gibt es einfach auch Krankheiten gegen die wir machtlos sind und die einen wahnsinnig schnellen Verlauf haben. Es ist irgendwie immer besonders tragisch, wenn es so unerwartet ist und wenn es das lang ersehnte Glück für eine andere Rennmaus war *seufz*
 

nonin

Mäusesenioren-Liebhaberin
Staff member
#20
Auch dir ein großer Dank, deine Rückmeldung hilft mir - auch wenn ich das Standing zu dieser Entscheidung habe, es tut trotzdem gut, wenn andere sie auch nachvollziehen können.
 
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