"Bauchwassersucht"? Wurmbefall!

nonin

Mäusesenioren-Liebhaberin
Staff member
#61
Moni lieben Dank für deine ausführlichen Infos - hilft mir sehr weiter!
Ich frage die TA wegen dem Bene Bac und sage ihr auch, wie dein TA dosiert und in welcher Taktung. Ich gehe nicht davon aus, dass sie darauf blöd reagiert, wenn sie schon sagt, dass sie sich auch bei Kollegen schlaumacht.
Und vielleicht kommen ja auch noch andere Behandlungserfahrungen...

Ich werde den Stall auch lieber täglich reinigen und das Einstreu durch Küchentücher und Klopapierschnipsel ersetzen. Kolle und Lia sind eh keine Buddler - deshalb muss ich glücklicherweise auch nicht viel im Gehege rumwühlen, wenn ich die beiden rausholen muss - wegen der Flugeier.
Ein bisschen am Klopapierberg des Schlafhäuschens zuppeln ... Lia latscht jedes Mal treudoof in die Weidenröhre, die ich hinhalte. Kolle muss manchmal in einer Ecke eingezingelt werden, aber er kapiert immer schnell, dass er eh keine Chance hat.
Sie rennen viel rum und klettern, klettern fällt ohne viel Inventar leider für ein paar Tage weg, Sandbad auch weg oder? Ein Laufrad braucht es wohl, aber bei der Grundfläche 140 x 70 kommen sie schon eine Woche klar -
Blöd ist, dass ich nächste Woche ab Mittwoch für 5 Tage weg bin und das kann ich nicht verschieben. Mein Mann kann die Mäuse zwar versorgen, aber jeden Tag alles reinigen will ich ihm nicht aufdrücken. Und die Medigabe müssen wir auch zu zweit machen ... ich muss ich nochmal überlegen, wie das am Besten passt. Aber vielleicht schlägt die TA ja auch eine andere Taktung vor.

Am Wichtigsten ist im Moment, dass Kolle sich erholt, ihm jetzt auch noch diesen ganzen Stress zuzumuten, finde ich wirklich suboptimal.
Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass es ihm wegen der Würmer so schlecht geht.
Lia hat mit Beginn der Symptome knapp eine Woche gebraucht, bis es aufwärts ging. Entweder lag die rasche Besserung am AB (das hat sie allerdings erst nach 5 Tagen bekommen) oder das ist der Verlauf der Krankheit an sich. Bei Kolle hat das AB anscheinend nicht geholfen, er hat es ja schon am ersten Tag der Symptome bekommen, er war genau 6 Tage hinter Lia, bis es bei ihm losging. Und jetzt hängt er immer noch so rum nach 6 Tagen. Aber heute hat er immerhin ein bisschen was gefressen. Schon seltsam, das alles.

Ok, dann brauchen wir also einen Dampfreiniger im Haushalt, einen kleinen, wir haben keine große Wohnung ... falls ich niemanden finde, der so ein Teil hat. Aber ich habe niemanden im Freundeskreis, der je dieses Wort benutzt hat... *denk*
 
#62
Moni lieben Dank für deine ausführlichen Infos - hilft mir sehr weiter!
Ich frage die TA wegen dem Bene Bac und sage ihr auch, wie dein TA dosiert und in welcher Taktung. Ich gehe nicht davon aus, dass sie darauf blöd reagiert, wenn sie schon sagt, dass sie sich auch bei Kollegen schlaumacht.
Und vielleicht kommen ja auch noch andere Behandlungserfahrungen...

Ich werde den Stall auch lieber täglich reinigen und das Einstreu durch Küchentücher und Klopapierschnipsel ersetzen. Kolle und Lia sind eh keine Buddler - deshalb muss ich glücklicherweise auch nicht viel im Gehege rumwühlen, wenn ich die beiden rausholen muss - wegen der Flugeier.
Ein bisschen am Klopapierberg des Schlafhäuschens zuppeln ... Lia latscht jedes Mal treudoof in die Weidenröhre, die ich hinhalte. Kolle muss manchmal in einer Ecke eingezingelt werden, aber er kapiert immer schnell, dass er eh keine Chance hat.
Sie rennen viel rum und klettern, klettern fällt ohne viel Inventar leider für ein paar Tage weg, Sandbad auch weg oder? Ein Laufrad braucht es wohl, aber bei der Grundfläche 140 x 70 kommen sie schon eine Woche klar -
Blöd ist, dass ich nächste Woche ab Mittwoch für 5 Tage weg bin und das kann ich nicht verschieben. Mein Mann kann die Mäuse zwar versorgen, aber jeden Tag alles reinigen will ich ihm nicht aufdrücken. Und die Medigabe müssen wir auch zu zweit machen ... ich muss ich nochmal überlegen, wie das am Besten passt. Aber vielleicht schlägt die TA ja auch eine andere Taktung vor.

Am Wichtigsten ist im Moment, dass Kolle sich erholt, ihm jetzt auch noch diesen ganzen Stress zuzumuten, finde ich wirklich suboptimal.
Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass es ihm wegen der Würmer so schlecht geht.
Lia hat mit Beginn der Symptome knapp eine Woche gebraucht, bis es aufwärts ging. Entweder lag die rasche Besserung am AB (das hat sie allerdings erst nach 5 Tagen bekommen) oder das ist der Verlauf der Krankheit an sich. Bei Kolle hat das AB anscheinend nicht geholfen, er hat es ja schon am ersten Tag der Symptome bekommen, er war genau 6 Tage hinter Lia, bis es bei ihm losging. Und jetzt hängt er immer noch so rum nach 6 Tagen. Aber heute hat er immerhin ein bisschen was gefressen. Schon seltsam, das alles.

Ok, dann brauchen wir also einen Dampfreiniger im Haushalt, einen kleinen, wir haben keine große Wohnung ... falls ich niemanden finde, der so ein Teil hat. Aber ich habe niemanden im Freundeskreis, der je dieses Wort benutzt hat... *denk*
 
#63
Im großen ganzen habs ich´s auch so wie Moni gemacht.

Desinfektion der Behausung (glücklich wer ein Aqua hat) mit Sagrotan oder Bactazol vor allen in den Ecken und lange Zeit einwirken lassen, mit kochendem Wasser oder Dampfreiniger ausspülen/aussprühen, austrocknen und gut auslüften lassen. Zwangsläufig müssen die kleinen Mauszwackel vorübergehend ein anderes Quartier beziehen und das wiederum muss dann auch gründlichst desinfiziert werden.

Das Panacur, ein Tröpfchen, hab ich auch auf Haferflocken antrocknen lassen und dann jeder Maus ins Pfötchen gegeben - so hab ich das Mittel stressfrei geben können.

Wünsch deinen beiden Patienten gute Besserung
 

nonin

Mäusesenioren-Liebhaberin
Staff member
#64
Danke auch dir für die Infos!
Leider habe ich trotzdem noch ein paar Fragen:

Nussi, waren es bei dir auch zwei Intervalle mit Pause dazwischen?
Warum wird das so gemacht?
Gilt das dann als eine Behandlung oder sind das zwei hintereinander eng getaktete Behandlungen? Ich frage deshalb, weil die Stallreinigung am Ende der Behandlung erfolgen soll.

Und die wichtigste Frage: Wie ging es den Mäusen vor, während und nach der Behandlung?

Eine Dampfente wird doch nicht angeschafft ... mir ist klargeworden, dass dieses Teil richtig Wasser versprüht und das geht räumlich nicht - das könnte ich nur im Bad machen und da krieg ich den Stall nicht rein, schon die Tür ist zu eng und der Raum selbst nicht viel größer - so eine richtig gemütliche kleine Altbauwohnung eben. *heilig*
Der Rest der Wohnung ist mit geölten Dielen ausgelegt, da kann ich nicht alles unter Wasser setzen. So bleibt mir nur Schrubben mit heißem Wasser. Danach föhne ich die Ecken und bügel die Flächen.

Und noch zwei Fragen aus "Wurmperspektive":
Wisst ihr, wie lange die Eier zum Schlüpfen brauchen? Und ich nehme an, die geschlüpften Würmer brauchen dann zeitnah einen Wirt, damit sie nicht sterben? Habt ihr dazu einen Zeitplan?
Ich habe eine riesige Weinrebe, die kriege ich nicht in den Backofen rein. Deshalb habe ich überlegt, ob es hilft, wenn ich sie einmal heiß abdusche und dann für eine Zeit auf dem Dachboden in ein Tuch gewickelt lagere, bis die Würmer geschlüpft und dann gestorben sind.
 
Last edited:
#65
Nur ganz kurz, da ich jetzt Feierabend habe.

Nussi hatte es mal erwähnt, bei ihr war es nur ein Durchgang, d.h. aufgrund des geringen Befalls wurde nur einmal behandelt, wahrscheinlich die 5 Tage. Und zur absoluten Sicherheit wird es normalerweise nach der Pause nochmals gemacht, damit auch wirklich die allerletzten Eier vernichtet sind.

Ich habe eine riesige Weinrebe, die kriege ich nicht in den Backofen rein. Deshalb habe ich überlegt, ob es hilft, wenn ich sie einmal heiß abdusche und dann für eine Zeit auf dem Dachboden in ein Tuch gewickelt lagere, bis die Würmer geschlüpft und dann gestorben sind.
Die Eier sterben ohne dein Zutun erst nach ca. 6 bis Wochen, ob einmal heiß abduschen genügt? Kommt das Wasser auf ca. 80 bis 100 Grad oder der Fön? Ich kann es mir nicht vorstellen. Mit Bügeleisen kommst du nicht überall so hin wie es sein sollte.

Deshalb wurde von mir damals viel entsorgt, auch wenn mir das Herz geblutet hat.

Bei meinen Rennern konnte ich überhaupt nichts vor und während der Behandlung feststellen. Keinerlei Anzeichen, dass es ihnen durch die Behandlung schlecht ging.

@nonin Ich verstehe, dass du dir hier große Gedanken machst, aber es ist wirklich so, wenn du das in den Griff bekommen möchtest, du solltest 2 Durchgänge machen mit 5 Tagen. Wenn du jetzt noch wartest, wird es immer schlimmer, denke daran, wieviel hundert, manche Wurmweibchenarten, auch tausende von Eiern legen können. Dann ist es in Kürze ein massivster Befall.

Machst du es mit jeweils 3 Tagen, besteht die Gefahr, dass doch noch nicht alles vernichtet ist und kannst mit der Behandlung nochmals beginnen.

Es ist alles ziemlich ätzend, ich war in derselben Situation und ich habe mich dermaßen verrückt gemacht wegen diesen Eiern. Ständig Kopfkino, wo sie alles hängen könnten, den Gegner nicht zu sehen ist richtig bescheiden.

Außer Hitze geht auch Chemie, das möchtest du nicht. Ich hatte da nicht mehr lange überlegt und Isoprophylalkohol in der Apotheke besorgt.
 
#66
Ja, auf Grund des geringen Befalls hatte ich nur einen Durchgang gemacht. Ich hatte aber in der Vergangenheit auch schon einen Befall, bei dem ich 4 Gruppen gleichzeitig behandelt habe und da habe ich auch 2 Durchgänge im Abstand von 5 Tagen gemacht.
Ich hatte eine neue Maus geholt und hatte vorsorglich eine Kotprobe machen lassen mit pos. Befund. Der TA hat dann für alle eine Behandlung verordnet - wegen leichter Übertragbarkeit. Gesundheitlich war den Mäuschen eigentlich nichts anzumerken, auch nicht während und nach der Behandlung. Nur bei den Kokzidien hatte ich gesundheitliche Veränderungen.
Die regelmäßige Reinigung ist wichtig, damit die Mäuse keine Eier, die evlt. auf dem Fressen landen, wieder zu sich nehmen und der Krislauf wieder von vorne losgeht.

Wenn du die Weinrebe unbedingt behalten willst, würde ich die in einen großen Müllsack stecken und ein paar Monate drin lagern, evtl. wenn gut warm ist den Müllsack in die Sonne legen. Oder du behandelst die Weinrebe mit einem entsprechendem Mittel, tütest sie ein und säuberst sie nach ein paar Wochen unter fließendem Wasser.

Ist wirklich doof die Lage - aber du schaffst das (y)
 

nonin

Mäusesenioren-Liebhaberin
Staff member
#67
Ihr seid so lieb! *knuddel*
... Kolle hat gestern abend Durchfall bekommen, frisst so gut wie gar nichts mehr und nimmt rasend schnell ab. *angst*Ich mache mir gerade solche Sorgen, wenn das so weitergeht, stirbt er mir unter den Händen weg.
Seltsamerweise geht es ihm "emotional" gar nicht so schlecht - soweit ich das beurteilen kann. Er ist öfter wach als in den letzten Tagen und wirkt auch immer ganz interessiert, wenn ich ihm was zu Fressen anbiete. Aber oft dreht er dann ganz schnell den Kopf weg oder mümmelt einen Moment und lässt dann alles liegen.
Hat das AB seinen Darm so zerschossen? Oder sind das die Würmer? Aber Lia ist topfit und es wäre doch seltsam, wenn er komplett verwurmt wäre und bei Lia viel weniger gelandet ist?

Ich warte gerade auf einen Rückruf von der TA, wir hatten gestern abend schon darüber gesprochen und müssen heute eine Entscheidung treffen, welche Behandlungsform hier schonender ist.
Panacur belastet den Darm akut mehr als Ivormectin (wobei die TA sagte, dass sie nicht direkt dieses Präparat nehmen würde, da gibt es mittlerweile "weiterentwickeltere" auf dieser Basis) und muss nur einmal gegeben werden. Wie ein Flohmittel bei Katze oder Hund, es wird über die Haut aufgenommen. Nachteil: Es belastet den ganzen Körper und nicht nur den Magen-Darmtrakt.
 
#68
Oh, das tut mir so so so leid, das erinnert mich an eine ähnliche Situation mit meinem Anton. Es war ein Samstag Morgen und da ging bei ihm dann gar nichts mehr, er lag nur noch an einer Stelle und hat sich nicht mehr gerührt, gefressen zuvor auch nicht mehr. In der Tierklinik wurde eine eitrige Mittelohrentzündung festgestellt.

Konnte die Tierärztin wirklich alles andere ausschließen, was über Untersuchungen an Rennern überhaupt möglich ist. Viel ist es leider nicht :cry:

es wäre doch seltsam, wenn er komplett verwurmt wäre und bei Lia viel weniger gelandet ist?
Ähnliches hatte ich mich auch bei einer Pilzmaus gefragt, ein Farbmausmädel hatte Pilz und wurde zur Kratzmaus, das ich nicht in den Griff bekommen habe, die restlichen Mäuse der Gruppe hatten keinerlei Anzeichen. Das sei auch eine Sache des Immunsystems, so wurde es mir erklärt.

Wenn der Wurmbefall bei Kolle stärker sein sollte als bei Lia, es kann ja auch sein, dass Kolle den Wurmbefall schon viel länger hat und irgendwann dann Lia. Ob der Wurmbefall bei Kolle tatsächlich stärker ist als bei Lia kann nur durch getrennte Kotproben festgestellt werden und ändert nichts an der Situation, dass dennoch Kolle und Lia behandelt werden müssen.

@nonin Ich wünsche Kolle und Lia sehr, im Moment vor allem Kolle, daß sie es packen und ihr eine passende Behandlung findet. Ich hoffe nicht, dass es sich um Stronghold handelt, das hier gemeint ist.
 

Nagerchen

Equiden- und Mäuseheim :)
#69
Hallo nonin,

hab' bisher nur mitgelesen und mitgefiebert, da ja von der Farbi- und nicht Rennerfraktion... ;) Dieses Auf und Ab manchmal gekoppelt mit nur unzureichenden Diagnosemöglichkeiten bei den Kleinen zehrt manchmal ganz schön... *knuddel*
Möchte kurz was zu Entwurmungsmitteln anmerken (wohlgemerkt, habe da nur Erfahrungswerte für Farbis!):
- Stronghold: kann wohl bei bestimmten Wurmarten auch angewendet werden, müsste auf dem Beipackzettel im Internet zu finden sein
- Panacur: "zerschießt" wohl nicht nur den Darm, sondern belastet den gesamten Organismus (lt. Angelus), ich mein auch die Leber. Habe es selber noch nicht angewendet, aber mal 3 Mäuse von privat übernommen, die kurz zuvor damit oral behandelt worden waren, davon eine sehr alte. Bei einer der jüngeren wurde ein paar Wochen später eine vergrößerte Leber festgestellt, und sie verstarb kurzfristig, aber k. A., ob dies nun im Zusammenhang stand. Sie sah, als sie zu mir kam, etwas plusterig aus, war aber bei der Vorbesitzerin TA-mäßig gescheckt worden. Das Ömchen hatte alles gut verkraftet (und die hatte wohl den stärksten Wurmbefall bzw. jenen wohl auch in die Gruppe mitgebracht) und starb ein paar Monate später friedlich an Altersschwäche. Die dritte, Fundtier ungewisser Herkunft, aber wohl noch recht jung, war generell recht anfällig, hatte immer mal mit Infekten zu tun, später Bauchwassersucht, war aber immer munter und agil dabei, starb dann tragischerweise bei einer Injektion beim Tierarzt, noch gar nicht alt. Ich meine, es gibt bei Panacur auch verschiedene Dosierungen für unterschiedliche Tierarten.
- Ivomec: habe ich selber bei nachweislich befallenen Mäusen angewendet (waren direkte Nachkommen von im Schrebergarten aufgegriffenen), hatte hierzu mit Angelus regen Kontakt. Eingesetzt wurde die Injektionslösung ?? %ig, aber als Spot on(!), und zwar sehr(!) stark verdünnt! Es gab 3 Behandlungen im Abstand von x Tagen. Da die Mäuse frisch zu mir gekommen waren, befanden sie sich eh noch im Quarantänebecken, welches nach jeder Behandlung gesäubert und mehrfach mit kochendem Wasser ausgespült wurde. Inventar gab's entweder aus Pappe und wurde dann jedes Mal erneuert bzw. Anderes wurde ausgebacken. Nach Abschluss wurde auch kein Befall mehr nachgewiesen. Es waren 2 propere Mäusejungs jüngeren Datums. Beide wurden recht alt, 2 bzw. mehr als 2,5 Jahre. Bei und nach der Behandlung waren keinerlei Auffälligkeiten festzustellen, und ich habe sie mit Argusaugen beobachtet... (Die detaillierten Daten hab' ich jetzt nicht im Kopf, aber hoffentlich irgend wo aufgeschrieben...)

Auf Angelus Seite befanden sich mein ich zumindest mal Informationen zu Wurmbefall und verschiedenen Behandlungsmethoden. Vielleicht kannst Du sie hier auch mal gezielt ansprechen? Meiner Tierärztin war z. B. das mit der richtigen Anwendung von Ivomec nicht bekannt. Bei falschem Einsatz ist es da aber wohl durchaus schon zu Todesfällen gekommen. Meine, es gibt hier im Forum auch was dazu... und/oder im MB-wiki... (gibt es das noch?) :unsure:

Welches AB hatte Kolle denn bekommen? Eigentlich widerspricht das doch meinen Erfahrungswerten und dem, was meine Tierärzte sag(t)en, dass AB kurzfristig den Darm so sehr stark belastet, aber vllt. in Kombi mit dem Wurmbefall doch möglich, v. A. wenn er evtl. sehr stark ist? Die Tiere die ich mit Befall hatte, hatten z. B. gar keine Symptome, ich hatte aus einem Bauchgefühl heraus testen lassen bzw. weil noch getrennt von ihnen (Jungs waren noch in Kastraquarantäne) 4 Mädels aus dem gleichen TH mitkamen, welche etwas struppig wirkten; bei ihnen wurde allerdings bei zweimaliger Testung kein Befall festgestellt... Bei den Mäusen, die frisch behandelt zu mir kamen, war wohl durch schleimüberzogenen Stuhl aufgefallen, dass etwas nicht stimmte, Durchfall war wohl auch da keiner.

Ich wünsch' den Rennerchen jedenfalls alles Gute und drück die Daumen, dass v. A. auch Kolle wieder fit wird!
 

Lasiusniger

Körnchengeberin
Staff member
#70
Klar gibt es das Wiki noch. Es ist jetzt den einzelnen Bereichen zugeordnet. Schau in "Rennmäuse": https://forum.mausebande.com/index.php*freu*

Für eine reine AB-Folge mag ich Kolles Zustand nicht halten. Unter Farbmäusen hat man immer mal wieder Kandidaten, die so nah an einer Lungenentzündung siedeln, dass sie immer wieder Baytril bekommen müssen. So schnell haut das den Darm normalerweise nicht kaputt. Und auch als reine Wurmbefallfolge wäre mir sein Zustand zu schnell gekippt. Ein Wurmbefall schwächt, manchen Tieren mit einem guten Immunsystem merkt man zwar nichts an, aber bei größerem Befall kann es durchaus zu stumpfem Fell, Abgeschlagenheit, Abmagern und/oder Trommelbauch kommen. Nur nicht so schnell und dann würde der Bauch auch nicht unter AB kleiner werden, sondern erst nach Behandlung des Wurmbefalls.
Da stimmt irgendetwas anderes noch zusätzlich nicht.

Hoffentlich findet ihr etwas, das ihm hilft. Ein Mist aber auch, dass man von Mäusen kein großes Blutbild machen kann *knuddel*
 

Nagerchen

Equiden- und Mäuseheim :)
#71
Lasiusniger, werde dann mal bei Gelegenheit nach dem wiki schauen... :)

Zu Durchfall fällt mir noch ein, vllt. Elektrolyt-Glucose-Lösung zum Trinken anbieten? Habe hier z. B. Oralpädon (welches ich bisher aber hauptsächlich bei Mäusen angewendet habe, die mit Entwässerungsmittel behandelt wurden, um das vermehrte Ausscheiden wertvoller Mineralien auszugleichen).
 
#72
Oh je, gar nicht gut.
Bei Durchfall fällt mir Dysticum (Pulver) ein. Das das AB allein den Darm so geschädigt, glaube ich auch nicht.

Ich drück für Kolle die Daumen.
 

nonin

Mäusesenioren-Liebhaberin
Staff member
#74
... ihr seid toll ... *knuddel*

Und ich kann eine vorläufige Entwarnung geben:
Dem kleinen Patienten geht es heute schon etwas besser!
Die TA hat Kolle gestern noch einmal sehr gründlich untersucht, abgetastet und die Zähne gecheckt... es gibt nichts Auffälliges weiterhin. Kolle war glücklicherweise nicht dehydriert wie ich befürchtet hatte - vermutlich auch ein Grund, dass er trotz des enormen Gewichtsverlust recht aktiv war. Wir haben Elektrolytlösung, Critical care und RodiCare Senior mitgenommen und ihm diesen flüssigen Brei gestern mehrmals mit der Spritze eingegeben. Abends hat er auch schon ein paar Nüsse und Körner gefressen und sein Kot bekommt auch wieder langsam eine Form. *bitte*

Und die beiden haben gleich in der Praxis die erste Dosis Panacur bekommen - mir waren mehrmalige Gaben lieber, bei Ivomec hatte ich Sorge, dass es Kolle mit so einer höheren Einmaldosis weghaut. Ich bin jetzt bis Sonntag mit Medis versorgt, Montag telefonieren wir und entscheiden, je nachdem, wie es beiden geht, ob wir auf 5 Tage erhöhen (und dann evtl. nur einen Durchlauf machen) oder ob ich dann 3 Tage pausiere und dann nochmal Tage gebe.

Zu euren Überlegungen und Fragen:
Kolle hat Baytril bekommen, also nichts Besonderes.
Es ist schon irgendwie schwer einzusortieren, ich habe darüber auch wiederholt mit der Ärztin gesprochen ... ich könnte mir auch vorstellen, dass die Kombi AB und Würmer für diesen fiesen akuten Zustand verantwortlich ist.
Allerdings ging es Lia 6 Tage vor Kolle so schlecht, dass ich dachte, sie stirbt jeden Moment - so schlimm war der Anfang der Erkrankung bei Kolle nicht. Und Lia hat sich komplett erholt, obwohl sie erst nach ein paar Tagen AB bekommen hat, es ging schon vorher leicht bergauf. Ganz anders der Verlauf bei Kolle.
Letztendlich wird es vermutlich keine befriedigende Erklärung geben - schön wäre, wenn die beiden noch eine gute Zeit miteinander verbringen könnten!

Seit gestern hocken sie im 100 x 50 er Aqua, einen Teil der Stalleinrichtung habe ich gleich in die Tonne gekloppt, der Rest wurde schon gestern geschrubbt und gebacken und im Augenblick habe ich auch noch "ein Blech im Ofen". :)

Daumendrücken ist willkommen! *knuddel*
 

nonin

Mäusesenioren-Liebhaberin
Staff member
#77
Kolles Köttel sind zwar immer noch nicht wieder fest, aber immerhin schon "in Form". Er hat seit Freitag nicht weiter abgenommen, sondern sogar 1g zugelegt.
Ich habe jetzt nämlich das geniale Päppelbreirezept, den frisst auch Lia sehr gerne: Critical Care, Dinkelbabybreiflocken, eine Prise Chlorella und Spinatpulver (aus den Beständen meines "Päppelbreis" :)) mit der Elektolytlösung zu einem festen Brei verrühren.
Einen Teil habe ich zu kleinen Kugeln geformt und auf der Heizung getrocknet, diese Kugeln mögen sie auch sehr gerne. Die einzelnen Zutaten lassen sich sicher variieren, aber dieses viele grün scheint beiden gerade gutzutun.
Lia geht es weiterhin gut!

An die Kügelchenversion habe ich mich erinnert, weil ich meinen alten Kaninchenrammler Paul mit Critical Care in seinem letzten Lebensjahr gepäppelt habe. Er ist fast 10 Jahre alt geworden, aufgrund mehrfacher Ecuniculi-Schübe und der damit verbundenen AB-Gaben hatte sein Darm sehr gelitten und er bekam schnell Durchfall. Und weil er und seine Partnerin 24-Stunden-Freilauf in der gesamten Wohnung hatten, war ich sehr froh, dass es damit ganz gut klappte, die Köttel in Form zu halten.

Zu Fibreplex als Alternative:
Bird Bene Bac wird noch immer zur Darmunterstützung empfohlen, mir das letzte Mal vor zwei Wochen. Bitte frage mal deine TA, wie es sich heraus gestellt hat, das Bird Bene Bac nicht viel nützt. Mir geht es nur darum, dann kann ich mir diese Kosten sparen. Wenn ich bedenke, für vier kleine Tuben zahle ich jedes Mal um die 12 Euro und das für nichts. Wäre blöd...
Wie ich schon vermutet habe, hat meine TA diese Info aus England. Sie hat dort lange Jahre praktiziert und ihrer Aussage nach ist der Forschungsstand ein ganz anderer - dagegen sein Deutschland fast mittelalterlich. Auch der Austausch mit Kollegen ist viel intensiver.
Deshalb wollte sie auch wegen der Wurmbehandlung Rücksprache halten - ob es zu Ivormectin neuere Forschungsergebnisse gibt, die sie noch nicht mitbekommen hat. Und nicht, weil sie sich mit Wurmbehandlung nicht auskennt.

Und ein Letztes: Kolles und Lias Stall haben wir heute zerlegt. :( Mir ist klargeworden, dass ich ihn nicht so reinigen kann, wie es nötig wäre. Ein paar gute Teile heben wir auf, die können irgendwann wieder zum Einsatz kommen. Zum Glück habe ich ja den zweiten Stall, da können die beiden nach überstandener Behandlung erstmal einziehen.
Und für die tolle große Weinrebe habe ich auch eine Lösung gefunden ... die zersäge ich in zwei backofenkompatible Teile. *heilig*
 
Last edited:
#78
Freut mich das Kolle auf dem Weg der Besserung ist :giggle:
Das Rezept für Päppel-Kügelchen ist interessant, muss ich mir merken.

Ist schon ein riesen Akt mit der Reinigung und bei Holzunterkünften bin ich skeptisch ob man das so richtig clean bekommt.

Ist eignetlich das Bird Bene Bac das gleich wie das Bene Bac Gel? Mir wurde vom TA immer das Gel empfohlen. Wenn ja, womit kann man die Darmflora denn wieder aufbauen?

LG und weiterhin viel Erfolg
 
#79
So, wie ich es verstanden habe, nützt anhand neuester Studien Bene Bac (Bird Bene Bac und wahrscheinlich dann auch Bene Bac Gel, soweit gleiche Inhaltstoffe) überhaupt nichts.

Ob das von @nonin genannte Fibreplex die Darmflora bei Rennmäusen wieder aufbaut? Fibreplex habe ich nur im Zusammenhang mit Kaninchen gefunden und ob hier auch wirklich die guten Dambakterien aufgebaut werden?

@nonin Ok, die Forschung in England ist viel weiter als in Deutschland und das ist dann in dem Fall gut, dass deine Tierärztin Kontakt zu Tierärzten dorthin hat. Nur leider weiß ich dennoch nicht, WARUM Bene Bac nichts nützen soll. Um das geht es mir, was mich brennend interessiert.
Kannst du bei deiner Tierärztin nochmals nachfragen, WARUM Bene Bac nichts nützt und vielleicht kann sie auch die Quelle angeben, woraus das hervor geht.

Im Gespräch zwischen dir und deiner Tierärztin war auch, dass es zwischenzeitlich weniger belastende Präparate gibt, welche über die Haut aufgenommen werden. Warum wurde das nicht gemacht und letztendlich doch mit Panacur behandelt. Ich möchte auf keinen Fall hier jemanden zu nahe treten, das interessiert mich nur, ob es tatsächlich andere und vor allem weniger belastende Behandlungen gibt und ein Großteil der Tierärzte auf dem Holzweg sind.
Ein Mist aber auch, dass man von Mäusen kein großes Blutbild machen kann *knuddel*
Großes Blutbild anhand der geringen Menge wahrscheinlich nicht, aber vielleicht reicht auch ein normales Blutbild aus. Leider können das nur wenige Tierärzte, ich weiß nicht einmal, ob das meine Tierärzte können. Muss ich mal fragen...

Was jetzt im Moment das Wichtigste ist, Kolle und Lia geht es besser und das ist ganz ganz toll, das freut mich sehr (y)

Ich wünsche euch, dass die Kotuntersuchung nach dem ersten Durchlauf egativ ausfällt und kein zweiter Durchlauf mehr notwendig ist(y)(y)(y)(y)
 
#80
Nachtrag zu Bene Bac und Fibreplex:

Dazu habe ich aus dem Internet die Inhaltsstoffe rauskopiert. Anhand der Inhaltsstoffe zu Bene Bac kann ich mir nicht vorstellen, dass die Zuführung von Bakterienkulturen überhaupt nichts nützen soll. Bei Bene Bac ist Zucker mit dabei, dafür bei Fibreplex 52 % Rohfett.

Deshalb bin ich auf die Antwort der Tierärztin gespannt, warum Bene Bac nichts nützen soll und anstatt dessen Fibreplex verabreicht wurde.




Bird Bene Bac = Bene Bac Gel (Pulverform oder Gel)

Wirkstoffe in 1 g Pulver:
Lactobacillus fermentum, gefriergetrocknet, ATCC Nr. 14931, Lactobacillus casei, gefriergetrocknet, ATCC Nr. 7469, Enterococcus faecium M-74, gefriergetrocknet, ATCC Nr. 19434, Lactobacillus plantarum, gefriergetrocknet, ATCC Nr. 14917, Lactobacillus acidophilus, gefriergetrocknet, ATCC Nr.4356, Pediococcus acidilactici, gefriergetrocknet, ATCC Nr. 25740, Bifidobacterium bifidum, gefriergetrocknet, ATCC Nr. 15696, entspr. insgesamt 25 Mio. KBE*/g (*= Kolonie-bildende Einheiten).

Sonstige Bestandteile:
Fructooligosaccharide, Maltodextrin, Glucose, Natrium-Aluminiumsilicat.

Bene-Bac Gel besteht aus lebenden, gefriergetrockneten Bakterienkulturen, die auch natürlich im gesunden Dickdarm vorkommen.
Diese Darmbakterien sind für einen normalen Ablauf der Verdauungsvorgänge notwendig.

Sie bilden Milchsäure und sorgen so für ein optimales Milieu.
Zusätzlich unterdrücken die in Bene-Bac Gel enthaltenen Bakterien das Wachstum schädlicher Bakterien im Darm.



Fibreplex für Kaninchen

Fibreplex für Kaninchen ist eine faserreiche Formulierung in Pastenform. Dadurch versorgt Fibreplex mit einer schmackhaften, leicht zu verabreichende zusätzliche Quelle diätischer Fasern und verbessert damit die normale Fermentationsaktivität im Dickdarm.


Zusammensetzung:
Sojaöl, Inulin, Fructo-oligosaccharide (Preplex Präbiotikum)

Zusatzstoffe:
Saccharomyces cerevisiae (NCYC Sc47) E1702 [2 x 1010 KBE/kg] (Probiotikum), Gummi arabicum (Preplex Präbiotikum)

Inhaltsstoffe:
Rohprotein 1%
Rohfett 52%
Rohfaser 1%
Rohasche 3%
Natrium <0,05%

Zusätzliche Informationen:
34% diätetische Faser (Ballaststoffe)
 
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