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Dauerkrank

#1
Hallo ihr Lieben!

Neue Mäuse, neue Probleme:

Michelle und Molly kamen im Alter von ca 3 Monaten zu mir. Das war vor ca 2 Monaten. Rocky und Trixi waren die Überbleibsel der zuvor plötzlich ausgedünnten Gruppe (Ursache eher in Richtung Raumforderung). Wenige Wochen darauf begann Michelle mit äusserst kräftigem Niesen.

1) Michelle:
Sie nieste wirklich konstant, das waren sicher tausend mal pro 24 Stunden. Kein Ausfluss aus der Nase sichtbar. Aber sie hat mir auch schon ins Gesicht gerotzt, also feucht war es zumindest teilweise schon. Binnen kürzester Zeit machte sich Unwohlsein bei ihr bemerkbar. Sie schlief den ganzen Tag durch, wie ein Stein, ich konnte sie mehrfach kräftig anstupsen und nicht einmal ihre Ohren haben sich bewegt. Sie war wie im Koma. Zwischendurch ging sie fressen und trinken, aber sonst war sie relativ inaktiv.

Von hier an alles in Absprache mit einem mäusekundigen Tierarzt:

Therapie:
  • Baytril -> 1 volle Woche ohne Wirkung
  • Chloramphenicol mit Novalgin -> leichte Besserung.
  • Chloramphenicol mit Metacam und einem Theophillin- Lasix- Mix (TL) -> deutliche Besserung.

Nach insgesamt ca vier Wochen Dauerbehandlung fühlt sie sich wieder pudelwohl, ist sehr aktiv, dauerhungrig, sportlich (Laufrad, Laufteller, klettern, buddeln), schläft zwar immer noch wie ein Stein, aber dafür nicht mehr durchgehend 16 Stunden o.ä. Sie niest weiterhin, sicher ein paar hundert mal am Tag, allerdings eher geblockt und völlig unabhängig von ihrem Aufenthaltsort (Haus, Strohbommel, grosser Stall mit Hanfeinstreu, kleiner Stall mit ausschliesslich Rindeneinstreu, obere Etage ohne jegliche Einstreu, Frisch gemachter Stall ebenso wie 10 Tage alter Stall, etc). Im Grossen und Ganzen niest sie weitaus weniger und auch schwächer und geht durchaus als "Happy- Mouse" durch. Aber sie niest dennoch.

2) Rocky:
Mein dreijähriger kastrierter Mäusemann fing etwa zwei Wochennach Michelle ähnlich an. Allerdings von jetzt auf gleich mit heftigsten Niesattacken, so dass er sogar mehrfach dabei umgefallen ist. Die Nase hat er sich blutig gewischt (er hatte aber auch eine ungepflegte Kralle). ich dachte, das war es jetzt mit ihm.

Therapie:
  • Zunächst Chloramphenicol, danach Baytril, Metacam und TL -> schnelle und scheinbar vollständige Genesung binnen unter 1 Woche.

Leider ist er drei Wochen danach plötzlich verstorben. Er holte sich sein Leckerli, fraß es und Minuten später verstarb er an einem seiner Lieblingsplätze. Die Art des Auffindens lässt darauf schliessen, dass er binnen Sekunden verstorben ist (Herzinfarkt, Schlaganfall, etc). Das lässt sich schwer auf die vermeintlich vollständig abgeheilte Krankheit schieben. ich nenne ihn an dieser Stelle trotzdem, nur für den Fall einer möglichen Kausalkette.

3) Molly:
Kurz nachdem Rocky wieder genesen war, fing Molly mit Schnattern, Niesen und sichtbarem Unwohlsein an; angelegte Ohren, struppiges Fell und ständiges "Husten" - so wirkt es wirklich; ihr ganzer Körper zieht sich zusammen und dann stösst sie einen recht lauten einmaligen Knatterlaut aus. Sie hatte keine für mich merkbaren Schlafphasen mehr, war dauernd wach und dementsprechend beieinander.

Therapie:
  • Chloramphenicol und Novalgin und TL -> keine Besserung.
  • abends Baytril und Metacam und TL-> leichte Besserung.
  • morgens Novalgin und TL, abends Metacam, Baytril und TL -> nochmals leichte Besserung.

Und das ist der aktuelle Status, seit etwa 1 1/2 Wochen.

Sie frisst wie ein Scheunendrescher, dies allerdings nur zwei mal täglich. Sie trinkt ausreichend. In allen Wasserquellen ist Echinazea (6- 8 Tropfen auf 50ml) beigemischt. Sie "hustet" nicht mehr ständig, aber wiederkehrend. Ebenso verhält es sich mit dem Niesen (ebenfalls feucht, aber kein Ausfluss sichtbar). Manchmal stehen die Ohren und das Fell liegt dafür an, manchmal auch wieder nicht. Ein Tag so, der andere Tag ist anders, der Folgetag wieder so wie der erste Tag. Usw. Mittlerweile rennt sie schon davon, wenn sie mich nur sieht. Manchmal auch wieder nicht. Mittlerweile schläft sie allerdings länger und tiefer.

Zusammenfassend: Ich habe eine 5 Monate alte Mäusedame, die in jeder nennenswerten Wachphase von mir geschunden wird (denn die Medikamente nimmt sie unter keinen Umständen freiwillig), der es chronisch schlecht geht, während diese Phasen von wiederkehrenden Lichtblicken unterbrochen werden. Der TA weiss auch nicht weiter, ausser Narkose und Sono, etc, was ich ihr in diesem Zustand nicht zumuten möchte (der TA hält es auch für die ultima ratio). Die Chemibombe um sie über Wasser zu halten, ist auch keine Dauerlösung. Weder physisch, noch psychisch. Ich habe es übrigens auch schon mit einer Reduktion der Medikamente versucht und demnach morgens auf das Novalgin und das TL verzichtet. Die Resultate waren wieder ein Tag so und ein Tag anders. Es lässt sich keine Kontinuität ableiten, unabhängig von meinen Bemühungen.

Endstation Hoffnung -> Forum. Bitte helft meiner lieben Molly, solltet ihr irgendwelche realistischen Tipps und Tricks parat haben.
 
#2
Hallo, normal dosiertes Metamizol wird zwar nicht der Gruppe der Opioid-Analgetika zu geordnet; aber es beeinflusst die Regulation des Blutdrucks. Einzelne meiner kranken Farbratten, die das Mittel gemäß der Dosiervorschrift mal bekamen, hatten nur noch vorsich hin gedämmert und kaum noch wache Phasen. Unter einer lang andauernden Schmerzmedikation mit diesem Analgetikum verhungern solch kleine Patienten, denke ich; sie riechen und schmecken das Essen nicht mehr, haben kaum noch normalen Blutdruck, schlafen immerzu ein.
Wenn man keine Hoffnung mehr hat und denkt, sich von seinen Lieblingen quasi verabschieden zu müssen, ist Metamizol ein Mittel/ ein Weg, das den Abschied leichter macht.

Ich war und bin ein Verfechter der Kortikoide. Etlichen meiner kranken Rattis haben Kortikoide (Dexamethason, Prednisolon) geholfen ... lange. Die anabole Wirkung möchte man doch haben bei kranken alten Patienten. Da Kortikoide diabetogen sein können, habe ich unter den Therapien Blutzucker kontrolliert ... und auch mal Harnzucker ... diese Werte blieben in Ordnung bei meinen Rattis.
Ergründe doch mal, wie deine TÄ zu Kortikoiden stehen.

Zum Echinazea sage ich lieber nichts.

mfG
 
Last edited:
#3
Hallo, normal dosiertes Metamizol wird zwar nicht der Gruppe der Opioid-Analgetika zu geordnet; aber es beeinflusst die Regulation des Blutdrucks. Einzelne meiner kranken Farbratten, die das Mittel gemäß der Dosiervorschrift mal bekamen, hatten nur noch vorsich hin gedämmert und kaum noch wache Phasen. Unter einer lang andauernden Schmerzmedikation mit diesem Analgetikum verhungern solch kleine Patienten, denke ich; sie riechen und schmecken das Essen nicht mehr, haben kaum noch normalen Blutdruck, schlafen immerzu ein.
Wenn man keine Hoffnung mehr hat und denkt, sich von seinen Lieblingen quasi verabschieden zu müssen, ist Metamizol ein Mittel/ ein Weg, das den Abschied leichter macht.

Ich war und bin ein Verfechter der Kortikoide. Etlichen meiner kranken Rattis haben Kortikoide (Dexamethason, Prednisolon) geholfen ... lange. Die anabole Wirkung möchte man doch haben bei kranken alten Patienten. Da Kortikoide diabetogen sein können, habe ich unter den Therapien Blutzucker kontrolliert ... und auch mal Harnzucker ... diese Werte blieben in Ordnung bei meinen Rattis.
Ergründe doch mal, wie deine TÄ zu Kortikoiden stehen.

Zum Echinazea sage ich lieber nichts.

mfG
Danke für deine Zeilen!

Das "Schlafproblem" hatte die mittlerweile (scheinbar und hoffentlich quasi) gesunde Maus = Michelle. Molly hingegen schläft nun - ich nehme an dank Analgesie - überhaupt mal wieder. Wenn ich es mal weglasse, dann ändert es an einem Tag insofern etwas, dass sie wieder struppiges Fell bekommt und sich unwohler fühlt, an anderen Tagen ändert es gar nichts. Hab ich ja schon durchprobiert. Ich habe alles bis auf das AB schon ein paar mal aufeinanderfolgend weggelassen, um zu sehen, ob es überhaupt etwas nützt. Ich kann kein eindeutiges Ergebnis aus diesen "Versuchen" ableiten.

Das hatte ich noch vergessen: manchmal (nicht immer!) klingt es wie ein Lungenödem und sogar eine Lungenfibrose (natürlich in mäusetypisch abgeschwächter Form). Auskultieren bei der TA ergab eine Bestätigung dessen. Wohl am besten mit feinen Stridor und Giemen zu vergleichen. Darum auch Theophillin und Lasix.

Kortikoide: immunsuppressiv, afaik. Wenn das ein Infekt ist, den das quasi nicht vorhandene Immunsystem der Laboris nicht abwehren kann, dann kann das dem Todesstoss gleichkommen, oder? TA meint zwar auch, dass man es versuchen könnte, aber der Ausgang kann ggf auch deshalb negativ sein. Siehst du das anders?
 
#5
So, Zwischenstand:

Molly ist noch immer nicht gesund. Bisher hat nur Kortison angeschlagen, damit war die zumindest etwas aktiver und fröhlicher. Also wurde ein Abstrich nötig. Das Ergebnis ist Mycoplasmose. Da nichts anderes half, haben wir nun Doxycyclin als Depot spritzen lassen.

Die erste Dosis brachte eine Besserung, die 3 Tage hielt. Danach wurde es etwas schlechter, aber nicht ganz so, wie zuvor. Nach 5 Tagen bekam sie die zweite Dosis. Die hielt bis zum 5. Tag, allerdings begann sie da ganz leicht zu knattern. Äußerlich und vom Verhalten war sie aber für ihre Verhältnisse unauffällig. Dennoch, es gab an diesem Tag die dritte Dosis. Seither keine Verbesserung mehr, außer, dass das Knattern zurück ging, man hört sie aber dennoch ganz leicht pfeifen (wie durch die Nase). Sie atmet aber schnell und nicht schwer. Ihr Allgemeinzustand ist aber unverändert "OK" -> Ich weiß nicht, ob sie körperlich nicht ganz fit ist, oder ob sie einen psychischen Schaden von dieser Tortur davongetragen hat. Gut ist sie jedenfalls nicht beieinander, aber schlecht auch nicht. Sie buddelt, frisst, trinkt, nimmt Leckerli, aber so sportlich wie früher ist sie nicht. Bzw sehe ich es nicht, in der Nacht hört man aber beide Damen lärmen. Was Molly da genau macht, kann ich nicht sagen. Jedenfalls schläft sie auch sehr viel tagsüber, während die andere Dame schon zwei mal toben war. Die TÄ sagt, sie weiß nicht mehr weiter. Weiterhin Doxy ginge zwar, aber wie lange ihr Körper das aushält, ist fraglich. Kortison auf Lebenszeit ginge auch, doch psychisch wäre es für sie ungut, immerhin sind es schon 2 Monate.

Was soll ich tun:

Abwarten und hoffen, dass es so bleibt?
Weiterhin Doxy, bzw wie sind die Erfahrungen mit mehrmaliger Depot gäbe?

Da es nicht mehr besser zu werden scheint und ich einen Kastraten habe, der nun ausgestunken hat und die Mädchen nur zu zweit sind, würde ich ihn morgen gerne dazusetzen. Alleine lasse ich ihn keinesfalls, andere Mäuse können ebenso ansteckend sein und die Mädchen brauchen auch Gesellschaft, von daher bleibt mir nichts anderes übrig, als ihn zu vergesellschaften. Das zweite Mädchen übrigens, Michelle, ist natürlich auch infiziert, sie niest aber mittlerweile weniger und ist grundsätzlich sehr gut drauf. Bei ihr hat das Doxy ordentlich angeschlagen, das Dauerniesen ist nicht weg, aber grob geschätzt um 80% zurückgegangen.
 
#6
Hallo Diener,
ich hatte jetzt schon zwei Mal Mäuse, die eine Gebärmuttervereiterung hatten. Das wurde unter Doxy deutlich besser, bei Absetzen trat jedes Mal eine Verschlechterung ein. Da es alte Mäuse waren, haben sie das Doxy als Dauergabe bekommen. Die eine Maus 2 Monate, die andere sicher 3 Monate lang, ehe die Mäuse dann gestorben sind. Das Doxy wurde von beiden erstaunlich gut vertragen.

Darf ich fragen, mit welcher Methode die Mycoplasmen diagnostiziert worden sind?

Ich würde das Doxy erst einmal weiter geben und sehen, ob es sich noch verbessert. Dann kannst Du ja einen Auslaßversuch machen. Ich meine aber mich zu erinnern, daß man es alle 3 Tage geben soll.
Viele Grüße
Fufu
 
#7
Hallo,
unter Narkose mit einem Tupfer und dann zur Analyse.
Naja, alle 5 Tage - 100mg/kg, die Literatur spricht sogar von 7 Tagen subkutan - zum TA ist halt sehr stressig für die Mäuse. Aber wenn nichts anderes übrig bleibt...
Heute ist Molly wieder schlechter drauf, das Knattern nimmt temporär wieder zu.
 
#9
Ich kann nur mündliche Infos von meiner TÄ weitergeben, nachdem das Mittel v.a. bei Kaninchen und dort mit Erfolg eingesetzt wird. Mäusen habe ich es auch schon gegeben. Es ist etwas mühsam, das Mittel nach Anrühren haltbar zu machen. Man kann (sinnvoll) es in 1 ml-Spritzen aufziehen und einfrieren und dann bei Bedarf wieder auftauen. Wie bei Doxy.
Viele Grüße
Fufu
 
#12
Hallo zusammen

Wegen dem Schlafen tagsüber: das ist eigentlich ganz normal, weil Mäuse nachtaktiv sind.

Bei jeder Krankheit und Auffälligkeit würde ich zuerst Kokosöl und Baumnüsse probieren. Das hilft, Parasiten auf natürliche Weise loszuwerden.

Ich lege meinen Mäusen auch immer diverse Heilkräuter: Kamille, Spitzwegerich, Löwenzahn, Mariendistel, Schlangenkraut, Arnika, ... auf ein Teller. Die Mäuse lernen selbständig, was ihnen gut tut.

Weiss jemand ein Biomittel gegen Haarausfall (Läsuren) ums Schnäuzchen rum?

Lieber Gruss
 
#13
Mittlerweile ist Molly auf einer täglichen Kortisondosis, die eigentlich nur für den Akutfall gedacht ist. Mit dieser Dosis ging es ihr bisher nicht schlecht. Seit ein paar Tagen ist sie trotzdem wieder sehr schlecht beisammen. Kurz bricht sie immer wieder aus ihrer Misere aus und stolziert energiegeladen herum, aber meist leider nicht. Das wurde wenige Tage nach der letzten Stallreinigung so schlecht. Zwar dasselbe Einstreu, aber manchmal riecht es schimmelig, dann nehme ich es natürlich nicht. Heißt also, das Einstreu unterliegt Qualitätsstreuungen, es handelt sich um Hanfstreu. Alle anderen Streuarten habe ich längst probiert, damals ohne jeglichen Erfolg, auch reine Rinde. Vielleicht war diesmal etwas nicht ok, das ich nicht wahrnehmen konnte. Also habe ich alles entfernt, sie sitzt seit gestern 21:00 auf nackter Küchenrolle. Es bessert sich aber nichts.

Frage: Wie lange dauert es erfahrungsgemäß, bis das Entfernen etwaiger Allergene Wirkung zeigt? Beim Menschen geht es sehr schnell, aber diese Erkenntnis sagt ja nicht zwingend etwas über Mäuse aus.

Danke für die Hilfe, auch bisher.
 

Anna

Körnergeber seit 2005
#14
Wie geht es Molly mittlerweile?

Bin mittlerweile ein Fan von Verneblern bei Atemwegserkrankungen. Hast du es schon mal damit versucht?
 
#15
Es geht ihr seit 3 Tagen wesentlich besser, ich hab aber auch wieder mit Baytril begonnen, diesmal mit einer höheren Dosis und die scheint zu wirken. Kortison hab ich nun halbiert. Hoffentlich geht diesmal etwas weiter.

Vernebler? Nein, wie kommt denn das effektiv an? Da muss ich sie ja auch separieren und da kann ichs ihr gleich in den Mund geben, ohne dass sie dann das ganze Zeug schlecht dosiert und ins Fell bekommt. Oder wie machst du das, übersehe ich da etwas? Wenn es etwas Schonenderes als die orale Zwangsgabe gibt, das gut dosierbar, effektiv und unschädlich für die anderen ist, dann bin ich für jeden Hinweis dankbar :) Und was vernebelst du überhaupt konkret? Ich hab für Molly einen superduper Luftbefeuchter (kein Ultraschall) angeschafft, der macht es im Allgemeinen grundsätzlich etwas besser. Luftqualität ist ja auch wichtig. Und bei ihr ist es die Nase, die ist zu, sie riecht dann nichts, orientiert sich schlecht und ist deshalb unglücklich. Kortison gegen Sekretion und das Anfeuchten der Luft auf ca 60% haben ihr sehr geholfen, bis zum letzten Einbruch halt und den versuche ich mit AB zu bekämpfen. Sie niest nun weniger, schwächer, trockener, gibt keine Atemgeräusche von sich und ist relativ wuselig unterwegs. Ich mach mir nur geringe Hoffnung, denn warum soll es jetzt dauerhaft wirken und früher nicht, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
 

Anna

Körnergeber seit 2005
#16
Das freut mich, dass es ihr besser geht :)

Ich setze die betroffenen Mäuse für etwa 10 bis 15 Minuten in eine TB und lasse sie über den Vernebler inhalieren. Die Box decke ich dabei mit Tüchern ab. Meistens bekommen sie nur Kochsalzlösung (NaCl) zum Inhalieren, in schwereren Fällen zusätzlich Salbutamol (zum Erweitern der Bronchien).

Du hast halt ne Maus, die anfällig für Atemwegsinfekte ist. Das wird sie wohl auch dauerhaft sein und es wird mal bessere und mal schlechtere Tage geben. Du musst sie halt im Blick haben und wenn es wieder bei ihr schlimmer wird mit AB behandeln. Aber das tust du ja jetzt auch :)
Ich drücke auf jeden Fall die Daumen, dass ihr euren Weg findet.

Liebe Grüße
Anna
 
#17
Argh... ich verzweifle. Liegts nun am Kortison, oder plötzlich doch am Baytril, oder am Theophylin, oder am Metacam... manchmal geht's ihr ein paar Tage gut, dann wieder schlecht. Daraufhin beginne ich mit 2 Medikamenten, es wirkt, ich will wissen welches nun die Wunderheilung verursacht, setze dafür eines ab und es ist immer ein anderes, bzw setzt ein Erfolg erst beim Umschwung auf ein anderes ein. Also wirkt nun keines, oder nur das Eine in Kombination mit dem Anderen, oder hat sie mehrere Krankheiten, etc...

Was ich aber weiß: Staub ist schlecht für sie. Je weniger Staub, desto schwächer die Symptome. Nun sitzt sie SCHON WIEDER auf nackter Küchenrolle mit Baumwollschnipsel. Ich habe normale Einstreu versucht, Hanf, Leinen, Rinde und sogar die harten Holzpellets, die eigentlich nur Unterstreu sind. Es dauert zwischen 12 Stunden und 3 Tagen bis sie wieder Symptome zeigt. Fällt euch ein Nistmaterial ein, das erstens auch realistisch erhältlich ist, zweitens auch mauswürdig ist und drittens GAR NICHT staubt?

Und Johnny kratzt sich wund, der ist schon ganz kahl an bestimmten Stellen, ZWEI Abstriche haben wir schon machen lassen, kein Pilz o. dgl., Stronghold ändert nichts daran, Kortison auch nicht... Diese Gruppe ist wirklich nur noch arm...
 

FrauHotzenplotz

Handwerkerin für alle Felle
#18
Hallo,

vielleicht könntest du es mal mit diesen Safebed Papierflocken probieren? Wir haben diese bei unseren Rennmäusen unter die Hanfstreu gemischt, damit die Gänge besser halten. Also buddeln geht darin auf jeden Fall und stauben tut die gar nicht unserer Ansicht nach.

Schöne Grüße
 
#19
Die hab ich jetzt gerade mit der Küchenrolle drin, momentan aber nur in den Ecken, da die Mäuse sonst nur noch versinken. Richtig buddeln können sie da nicht und hygienisch ist es auch nicht wirklich. Aber besser als nichts. Ein Reptilienstreu hab ich heute auch gekauft, das sind im Prinzip nur ganz kleine Holzplättchen. Nochmal zum Safebed: wie schaffst du es, dass sie sich darin nicht ganz verlieren? Das ist ja kuschelweich und instabil, zudem werden meine Mäuse dadurch zu gut getarnt, fürchte ich ^^
 
#20
Safebed eignet sich überraschend gut für Gänge. Meine Krankentruppe hat das damals geliebt und auch später noch untergemischt bekommen. Ich würd es also ruhig mal testen :) gibt es wohl auch in bunt meine ich mal wo gelesen zu haben

Bezüglich des Kratzen...hast du mal Silberwasser zum abtupfen der Haut probiert ?
 
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