• Mausebande-Kalender 2019
    Auch während der Forums-Rettungs-Aktion waren wir fleißig: Der Kalender und die Mauspads wurden fertig gestaltet und wird sich in wenigen Tagen endlich auf den Weg zu euch machen.
    Spontan Lust bekommen? Akute Geschenke-Ideenlosigkeit? Einige Restexemplare sind noch zu haben.
    hier findet ihr alle Infos für eure Bestellung.
    Beeilt euch - es sind nur noch 20 Kalender, 6 Jahresposter und 28 Mauspads verfügbar.

Erste (unfreiwillige) VG steht an...

#1
... die ich eigentlich nicht machen wollte.. wollte nicht gleich VGn, aber manchmal hat man keine Wahl.

Um mal die Geschichten erstmal zu erzählen: Manche von euch wissen vielleicht schon aus meinem Eigenbau-Thread das ich schon fleißig am vorbereiten war für meine zukünftigen Renner.
Der Aufbau ist noch nicht ganz fertig, aber den brauch ich eh erstmal die ersten Wochen noch nicht. Dachte mir also das sich schon mal zwei Rennmäuse einleben können.

Hab alle Tierheime abgegrast in der Gegend und nichts gefunden, dann bin ich durch Zufall darauf aufmerksam geworden das ein paar Straßen von mir entfernt jemand hobbymäßig Renner züchtet. Sprich in unregelmäßigen Abständen imma mal welche abgibt.
Ok, kontaktiert und mal geredet.
Ist ein sehr netter Mann gewesen der mit Begeisterung über seine Mäuse geredet hat, klare Vorstellungen von ihrer Unterbringung hatte und auch was das Futter angeht nachgefragt hat, Renner nur Paarweise abgibt und darauf achtet das sie lang genug bei der Mutter bleiben dürfen, Renner hausen in Aquarien in denen sie buddeln dürfen und gefüllte Eierkartons zur beschäftigung bekommen und so weiter und so fort.
So weit so gut, hat mir gefallen und ich hab auch die Zusage für ein Geschwisterpaar bekommen das er gerade hatte. Zwei weibchen, 3 Monate alt.

Nur LEIDER ist am Tag als er sie für mich vorbereitet hatte zum abholen eine davongehüpft und hinter die Küchenmöbel. Dort hat sie leider kurz darauf in das Kabel des Kühlschranks gebissen und war dann tot :(
Ich hatte dann noch die eine Maus übrig und hab beschlossen sie zu nehmen. Beim Züchter wäre sie auch erstmal allein gesessen weil die anderen Geschwister Böckchen sind und die bereits (natürlich) alle getrennt waren.
Er sagte aber das er in ein paar Wochen nochmal einen Wurf hat der dann bereit für ein neues Zuhause ist von dem er mir ein Weibchen geben würde als Gesellschaft.

Jetzt hab ich also meine Einzelmaus die ich so gut es geht beschäftige über die nächsten 4 wochen....
Eigenlebt hat sie sich schon gut.

Ich denke jetzt über die VG nach. Ist zwar noch paar Wochen hin, aber ich muss mich ja auch vorbereiten ;)
Da hab ich dann meine 4 Monate alte maus und nen kleinen Frischling.
Beide also noch jung.
Weiß nicht ob das die Sache besser oder schlimmer macht. Kommt vielleicht auch auf die Mäuse an. Gibt's da was besonderes zu beachten wenn zwei Jungspunde aufeinander treffen? (außer, dass es später vielleicht nochmal Gezanke geben kann wenn sie 'erwachsen' werden).

Meine Frage jetzt an die Experten hier die schon VG erfahrung haben: Wie stell ich das denn am besten an?
Ja, ich weiß, Trenngitter.
Das hab ich auch schon. Hatte ich bereits vorbereitet nur für den Fall das... (Zu Glück, muss ich jetzt sagen).

Meine Fragen ganz speziell ist jetzt das vorgehen wenn ich dann die zweite Maus bekomme. Also angefangen bei den ganz grundlegenden Dinge wie der Streu.

- 1) Neu - Neu:
Nehme ich die streu der Einzelmaus komplett raus und geb ihr für die VG neues? (der neuen Maus dann auch neues Streu)
- 2) Alt - Alt:
Trenn ich das Aqua einfach in der Mitte und lasse der Einzelmaus ihre gewohnt riechende Streu & geb der neuen auch was davon damit sie schon mal 'Geruch annimmt?
-3) Alt - Neu:
Oder eher Einzelmaus gewohntes Streu und der neuen Maus neue Streu?

Was haltet ihr für das sinnvollste?


- Einstreuhöhe für die VG?
Ich hab schon gesehen das manche sehr viel Streu nehmen damit die Mäuse sich beschäftigen können und weniger Frust schieben.
Andere sagen wenig Streu damit die Mäuse sich miteinander beschäftigen.
Steigert weniger Streu wirklich das interesse an der anderen Maus? Ich will die Mäuse so wenig wie möglich Stressen, also frage ich mich wie ihr das immer so macht.


- Macht ihr dann einmal am Tag etwas Streu austauschen und Sandbad oder reicht wenn man eines der beiden Dinge tauscht?
Ich will die Mäuse nicht fangen und auf die Seite der jeweils anderen setzten, das halte ich für zu stressig. Die werden da nicht brav mitmachen und rumgescheucht bis ich sie habe kommt nicht in Frage.
Meine Einzelmaus kommt zwar auf die Hand, aber eher unregelmäßig und herrumtragen mag sie wharscheinlich nicht. Also tendiere ich eher zum Streutauscht. Ist einfacher.


UND sagen wir mal die VG glückt erstmal, gebt ihr den frist zusammen gelassenen Mäusen erstmal zusammen eine Hälfte des Aquas? Oder etwas mehr?
Meins ist 120 lang und ich würde da drin auch gleich VGn.

Für den Rest würde ich vorgehen wie bei meine Farbis damals: Wenn sie brav sind entweder mehr Platz, einen Gegenstand (zu anfang nur "konfliktarme") oder mehr Streu pro Tag bzw alle paar Tage, je nach Betragen.


Entschuldigt die vielen Fragen, aber ich hab noch nie Renner VGt ^^°°°
Bitte um Hilfe und danke schon mal für die Antworten.
Ich wollte mich einfach bevor es los geht mal bei Leuten erkundigen die das vielleicht schon mehrere male gemacht haben.
Ich bin ja genauso ein Frischling wie die zweite Maus die ich bekommen werde.
 

nonin

Mäusesenioren-Liebhaberin
Staff member
#2
Traurige Vorgeschichte ... aber so ist das manchmal. *traurig*

Ich habe selbst noch keine Jungtier-VG gemacht, daher kann ich nur das wiedergeben, was ich von anderen gelesen habe.
Aber eigentlich brauchst du die zwei gar nicht tagelang getrennt lassen. Ich würde sie schon ein paar Stunden oder eine Nacht ans Gitter setzen, damit beide einen Moment Zeit haben, sich zu orientieren. Und da kannst du die Kleine ruhig schon in das Einstreu der Älteren setzen. Weil es nur um ein paar Stunden geht, ist die Einstreuhöhe nicht so wichtig.
Einen Seitentausch würde ich gar nicht machen, das bringt nur Unruhe rein. Außer du hast das Gefühl, dass sie etwas länger brauchen am Gitter, dann würde ich vielleicht einmal tauschen, um zu schauen, wie sie reagieren.

Wie du nach der "Orientierungsphase" weitermachst ... *grübel* Wie gesagt, ich habe noch keine Erfahrung mit Jungtieren.
Aber grundsätzlich ist es sicher nicht schlecht, die beiden in einem "neutralen Raum" zum ersten Mal zusammenzusetzen. Das muss nicht unbedingt ein anderes Aqua sein, vielleicht reicht es, eine Seite des Trenngitters neu einzustreuen und die beiden dort zusammenzusetzen und da würde ich die Seite deiner älteren Maus nehmen, sie kennt dich bereits und wird mit einer kurzen "Wartezeit" in einer TB weniger Stress haben als der "Frischling").

Und ansonsten ist es wie bei den Farbis... mehr Platz nach und nach, je nachdem wie gut sie sich verstehen.

Es kommt ja immer sehr auf die einzelnen Charaktere an, daher ist das Vorgehen bei meinen VGs jedesmal ein bisschen anders, aber ich glaube nicht, dass deine VG besonders schwierig sein wird.
Beide werden froh sein, das da wieder ein Artgenosse ist und wenn du mit Farbis Erfahrung hast, wird dir das, obwohl es diesmal Renner sind, beim Lesen der Mausekommunikation helfen! *Daumenhoch*
Mal schauen, was die anderen sagen.
 
Last edited:

Brokat

2
Staff member
#3
Hey,

eine Rennmausexpertin bin ich wirklich nicht, aber ich hatte ein ganz ähnliches Problem.

Meine Mäuse waren damals etwa sechs Monate und etwa acht Wochen alt. Der Solo hat schon deutlich gezeigt, dass ihm die Einsamkeit schwer zu schaffen macht...
Ich habe den Kleinen über Nacht in benutzte Einstreu gesetzt und die beiden am nächsten Tag zusammen in die Badewanne gelassen. Der Solo war einfach nur froh, eine andere Maus zu sehen, der Kleine war noch ein wenig schüchtern... Nach der Badewanne haben sie einen Tag in der Transportbox verbracht und sind dann in einen abgetrennten Teil ihres Geheges gezogen. Dieses habe ich nach und nach eingerichtet und vergrößert. Damit war das eigentlich schon erledigt... Das ist natürlich kein korrektes Vorgehen, hat aber in dem Fall funktioniert.

Viel Erfolg jedenfalls! =)
 
#4
Erfahrung mit einer Renner VG hatte ich bisher nur einmal, da ging das gerade mal 4 Stunden nach dem Ziehen des Trenngitters gut und dann konnte ich die Zwei auch nicht mehr zusammen bringen.

Mein Renneropa von damals 3,5 Jahren sollte einen neuen Partner bekommen und dann in einem neuen Zuhause sein verbleibendes Mäuseleben geniessen können. Einen älteren Partner konnte ich für ihn nicht finden, deshalb habe ich mich nach mehreren Monaten dazu entschlossen, er soll ein Jungtier bekommen, was aber zu dem damaligen Zeitpunkt nur über den Züchter ging. Bei der VG war ich selbst zugegen, es war so etwas wie eine Blitz-VG und ich konnte mit ihm und den zwei Jungtieren mit 10 und 12 Wochen am selben Tag wieder nachhause fahren.
Auf diese VG möchte ich gar nicht weiter eingehen, jedenfalls hat es mit den Dreien mit zum Tod meines Renneropas super gut geklappt. Warum ich das erwähne, nur um zu untermauern, eine VG mit Jungtier/en ist viel einfacher und verläuft fast immer gut. Bei adulten Rennern heißt es 50 : 50.

Für die User des Forums und die stillen Mitleser, bei Dreiergruppen ist das Risiko auf Streitigkeiten weitaus höher als bei einem Rennerduo. Das ist mir bekannt, dennoch habe ich mich zu diesem Schritt entschlossen gehabt.


Einer dieser beiden Jungtiere ist kurze Zeit nach dem Tod von meinem Renneropa ausgebüchst, blöderweise habe ich ihn erst nach drei Wochen wieder einfangen können und die zwei Jungs konnte ich nicht mehr zusammen bekommen, das war die zu Anfang erwähnte VG. Und nun komme ich zu deiner Frage zwecks VG mit Jungtier, das ist wirklich um einiges einfacher als eine VG von adult und adult.

Meine zwei Jungs Aynur und Tengis haben auch jeweils ein Jungtier als Partner bekommen, sie wurden an das Trenngitter mit dem Jungtier gesetzt und das dauert dann 1 bis 2 Tage, bis das Trenngitter gezogen wird. Da müssen nicht die Tiere jeweils auf die andere Seite gesetzt werden, das bedeutet für sie mehr Stress, als wenn nur das Streu bzw. Weidenbrücke, Laufrad etc. gewechselt wird. Das Streu sollte nicht so hoch sein, erst später wird das Streu nach und nach dazu gegeben, wenn sie dann als Gruppe zusammen sitzen.

Genau so verhält es sich mit der Fläche und Inventar, den Tipp habe ich bekommen, Fläche und Inventar im Wochenrhythmus abwechselnd. Ähnlich wie bei Farbmäusen, so wie du auch schon geschrieben hast. Und wenn ich so überlege, so ganz habe ich mich nicht an den Wochenrhythmus gehalten. So ein ganz kleines bisschen habe ich es doch beschleunigt...

Falls das Jungtier anfangs noch etwas ängstlich ist und flüchtet, kann auch die Weidenbrücke etwas herunter gedrückt werden. So kann sich das Jungtier unter der Weidenbrücke z.B. verstecken.

Das einzig Blöde bei einer VG mit einem Jungtier. Irgendwann kommt die Flegelphase und da kann es nochmals krachen, ist mir oder vielmehr bei einer meiner Rennmausgruppen auch passiert und am Ende habe ich jetzt drei Rennmausgruppen.

Gruß
Moni
 
#5
Kurze Frage: Hast du sie schon bei dir und warum hätte sie nicht bei Mama bleiben können bis zur VG?
Ein so junges Tier schon alleine sitzen zu lassen, ist eher suboptimal (und ungewöhnlich). *seufz*
 
#6
Danke für die interessanten Antworten erstmal!
Das hilft mir schon mal etwas weiter. Natürlich bin ich weiterhin offen für Tipps und Meinungen =) Immer her damit! :D

Das adulte Tiere schwieringer sein sollen hab ich immer wieder gelesen. Trotzdem macht man sich natürlich so seine Gedanken. Ich hoffe die Mäuse können sich gut leiden.



@scrabble: Das Geschwisterpaar war bereits in einem eigenen Aqua, bereit abgegeben zu werden. Die hatten also schon ihr eigenes Reich. War ja eigentlich auch nicht geplant das die eine Selbstmord begeht >-> Hätte alles so schön sein können.... ist wirklich einfach dumm gelaufen.
Der Züchter hatte die in Kleinanzeigen drin, schon zwei Wochen. Ja, sicherlich wäre das günstig gewesen wenn sie bei der Mama hätte bleiben können, aber da sie schon ausgezogen waren...
Naja, wieso er sie nicht gelassen hat bis zur Abgabe und schon vorher in ein eigenes Aqua? Frag mich nicht, da hab ich ehrlich gesagt noch nicht drüber nachgedacht. Also auch nicht gefragt. *grübel*
 
Last edited:
#7
Solltest du vielleicht mal noch fragen... Wie gesagt, ist eher ungewöhnlich und ohne triftigen Grund wäre das für mich ein Ausschlusskriterium. Die Eltern hast du gesehen?
 
#8
Ja, hab ich. Sahen gesund und munter aus. Also optisch von Unterbringung und Mäuse her erstmal nichts zu bemängeln (zum TA geschleppt hab ich sie natürlich nicht ;) ist also nur der reine äußere Eindruck).

Mein eines Mäuschen ist sehr aktiv, frisst gut, trinkt, ist neugierig, hat schönes Fell und klare Augen. Ist immer schön am buddeln und hat eine Vorliebe für Leinsamen entwickelt ^^
Bisher nichts zu beanstanden.
Kann also soweit erstmal nichts negatives berichten.
 
Last edited:
#9
Nochmal zurück zum Thema:
Ich hab weiter rumgelesen und bemerkt das manche auf neutralem Raum VGn. Also eher so, wie ich das mit den Fabis immer gemacht hab.
Heißt: Sich fremde Mäuse in die Badewanne oder andere Unterbringung (kleines Aqua oder eine Duna) mit neuer, unbenutzer Streu. somit gibt es für keine der beiden Parteien einen Revieranspruch, da es nach niemandem riecht.

Dies scheint aber nicht die Methode zu sein die generell empfohlen wird. Die meisten scheinen mit Trenngitter zu VGn.

Ich würde mich das auch nicht trauen, nach allem was ich zuvor im Wiki etc über Renner VGs gelesen hab (also ohne Gitter und die Mäuse gleich aufeinandern loslassen).
Ich hab mein Trenngitter (doppelt vergittert) ja schon gebaut und hab eigentlich vor es auch zu benutzen. Mich würde nur interessieren ob das nicht eine sehr riskante Methode ist mit der man sich gleich alles versauen kann und ob das mit Rennern überhaupt Sinn macht.
Eine Badewanne würde ich in betracht ziehen, aber so gleich von Anfang an? Man zieht ja alle Methoden in betracht, aber meine Sorge das es schief geht ist schon recht groß. (vielleicht spinn ich aber auch nur immer vor der ersten VG, das war bei den Farbis auch so ^^°°°)


Außerdem, nur um zu sehen was sie mir sagen, hab ich auch in der Zoohandlung neulich nachgefragt was die zum Thema VG sagen würden. Denn da hab ich schon zu Farbis die lustigstens Sachen gehört ^^ War also wieder nur reines Interesse von mir, weil ich den Blödsinn so gern höre xD
Dort hat mir die nette aber etwas besorgte Dame gesagt das sie Weibchen in einer VG keine große Chance gibt. Die Männchen seien "wesentlich toleranter" (ihre Worte) wenn es darum ging einen neuen Artgenossen zu akzeptieren.
Ich dachte mir nur "OK.. oO".
Und ich war bisher der Meinung das es von den Mäusen selbst abhängt, nicht unbedingt vom Geschlecht.
Haben wir wieder was gelernt!

Naja, das war nicht besonders hilfreich aber trotzdem interessant. Dachte mir hinterher nur "Wie gut das es keine Männchen-VGs gibt die schief gehen, weil die ja so tolerant sind" ^^d . Super Kommentar von der Frau. Wenn das stimmen würde, hätten viel Rennmaushalter keine Probleme.

Es geht bei den Weibchen zwar manchmal zickiger zu, dass kenne ich schon, aber da gleich zu sagen das die schlecht zu VGn sind find ich etwas hochgegriffen. Da fällt mir auch weiter nichts dazu ein. o.o
 
#10
Erstmal: Glückwunsch zum geretteten Forum =) Das freut uns glaub ich alle das es doch noch geklappt hat!

Dann komme ich mit konkreten Angaben zurück zu meinem Thema:
Nach nun langer Suche, und systematischem abklappern seriös wirkender Privatleute, konnte ich nun endlich jemanden finden der eine einzelne Maus für mich hat.
Die ist aber auch 5 Monate alt. Heißt also das ich in der VG zwei Flegel haben werde. Ist vermutlich nicht die beste Ausgangssituation, aber es ist die die ich habe. Bin gerade einfach nur froh überhaupt endlich mal Erfolg gehabt zu haben, da ist man dann auch nicht mehr groß wählerisch *seufz*
Ich geh erstmal ganz ruhig and die Sache ran. Bin jetzt natürlich offen für Erfahrungsberichte, Ratschläge etc was die Bengel angeht ;) Vielleicht weiß ja jemand was.

Zur konkreten Gehegesituation: Ich werde im gereinigtem Endbecken VGen, das natürlich mit Trennwand und Trenngitter unterteilt wird.
Das Becken ist 120x50, das Trenngitter ist ein doppeltes (hab das zur Vorsicht gleich so gebaut).
Würdet ihr eine Verkleinerung auf 80x50, also dann 40x50 für jede Maus noch für zu groß halten? sollte ich das noch kleiner machen?
Würde auch jeder Maus erstmal ein Laufrad reinstellen damit sie sich etwas abreagieren können die erste Zeit... Stress ablaufen und so. Das würde natürlich rauskommen wenn sie sich dann mal begegnen.
Die Varianten davon was und wie viel bei einer VG auf jede Seite gegeben werden variieren von "gar nichts bis auf Wasser & Futter ans Gitter + Paprollen" bis hin zu "Laufrad, Sandbad, Wasser, Nistmaterial, Heu, Küchenrollen und Futter ans Gitter". Also irgendwo zwischen alles rein oder eigentlich nichts, nachdem was ich gelesen habe. Die Ansichten dazu scheinen eher unterschiedlich zu sein - oder hängt das vom Alter der Mäuse ab bzw dann auch der Dauer der VG? Ich persönlich würde sagen das man irgendwo nen Mittelweg finden sollte?? Zu viele "extras" lenken vielleicht zu sehr von der anderen Maus ab.

Die Maus wird vermutlich im laufe der kommenden Woche einziehen, der Tag steht noch nicht fest weil die Besitzerin erst noch schauen muss an welchem Tag sie am besten Zeit hat.
 

trulla

Krabbeltier
Staff member
#11
Hallo Vinya,

ich finde es sehr gut, dass du dich gegen einen Züchter entschieden hast!
Das ist halt leider wirklich kein Quatsch, dass die meisten Züchter einfach nicht unseren Ansprüchen bzw. eigentlich ja eher den Ansprüchen der Tiere genügen. Dein Beispiel belegt das wieder nur zu gut (wegen der zu frühen Trennung der weiblichen Jungtiere meine ich)... Aber das Thema ist ja jetzt abgehakt und gern untersützen wir dich beim nächsten Mal bei der Suche! Eigentlich haben wir noch immer eine Lösung gefunden, die ohne Zoohandlung und Züchter auskommt. Ja, es dauert manchmal und ist mit einigen Mühen verbunden, aber es lohnt sich am Ende und den Tieren hat man was Gutes getan.

Dein 120er ist perfekt für ein Trenngitter, da brauchst du nichts zu verkleinern :) 60x50 ist super und da bekommst du dann auch bequem die Laufräder unter und sie können sich trotzdem noch bewegen. Ich persönlich finde vor allem wichtig, dass sie etwas haben wo sie ihren Stress abbauen können. Also Laufrad ist super, genauso wie Nagematerial und/oder Papprollen. Auf Häuschen würde ich tendenziell eher verzichten, aber das kommt drauf an wie sehr sich die Mäuse gegenseitig stressen mit ihrer Anwesenheit. Dafür aber schön Streu und Heu, damit sie sich ein Nest bauen können. Ich würde sie auch gar nicht zu lange am TG lassen. 2, 3 Tage und natürlich schauen was sie für einen Anschein machen, wenn sie aggressiv wirken lieber noch länger, wenn sie ruhig und interessiert sind, dann gern auch kürzer.
Ein Patentrezept gibt es nicht, das muss man wirklich von Maus zu Maus anpassen und sehr flexibel sein. Das erfordert natürlich einiges an Erfahrung, damit man die Situation richtig einschätzen kann. Die hast du natürlich nicht, aber das macht nichts, dafür sind wir ja da :). Also gern immer Fotos oder auch mal kurze Videosequenzen posten und viel erklären/beschreiben. Dann können wir dir denke ich ganz gut helfen. Und auch da wird es so sein, dass du unterschiedliche Meinungen hören wirst. Da musst du dann einfach auch auf dein Bauchgefühl hören und etwas "rumprobieren". Das wird schon! 5 und 5 Monate finde ich gar nicht sooo verkehrt. Aber das dicke Ende kommt dann natürlich in ein paar Wochen/Monaten. Muss man dann schauen wenn es so weit ist. Ein Schritt nach dem anderen.

Viele Grüße
trulla
 

nonin

Mäusesenioren-Liebhaberin
Staff member
#12
Schön, dass du eine potentielle Partnerin gefunden hast - ohne auf einen Züchter zurückgreifen zu müssen. Und mit der Planung bist du ja auch gut weitergekommen. (y)
Trulla hat ja schon eine Menge gesagt. Gegen eine Phase am Trenngitter spricht überhaupt nichts, gerade bei Mäusen, die man noch nicht kennt und vorallem nicht in Gemeinschaft mit einem Artgenossen, hilft das Beobachten "mit Schutz für die Tiere". Und das Becken ist groß genug dafür. Es gibt wirklich kein Rezept, wie lange die Tiere am Gitter sitzen sollen - wie trulla sagt, es kommt auf das Verhalten der Mäuse an. Aber länger als eine Woche sollte es nur in Ausnahmen sein.
So handhabe ich es auch mit dem Seitentausch. Bei aufgeregten, scheuen, unsicheren Mäusen würde ich nicht jeden Tag tauschen, diese Tiere brauchen erstmal Ruhe und Sicherheit.
Und die neue Maus, die bei dir einzieht, braucht ja auch einen Moment, um die neue Umgebung mit den Geräuschen und Gerüchen kennenzulernen - plus neuer Artgenossin.
Wie du dann den ersten Kontakt ohne Gitter gestaltest, können wir hier gerne nochmal überlegen. Ich persönlich würde sie nicht in dem Trenngitterbecken zusammensetzen, sondernin einem neutralen Raum wie Badewanne oder einen abgeteilten Bereich eines Zimmers. Manchmal brauchen die Mäuse ein paar kürzere Begegnungen, bis sie sich zusammenfinden.
Wenn die Spannung sehr hoch ist, finde ich es besser, die Begegnung nach einer Zeit zu unterbrechen, die beiden wieder in ihre Gitterabteile zu setzen und dort erstmal zur Ruhe kommen zu lassen.Eine VG ist sehr anstrengend und wenn man die Mäuse überfordert, kommt es manchmal auch zu Streitereien, weil eins der Tiere "die Nerven verliert". Das lässt sich mit der Etappenmethode vermeiden.
Wenn sie sich schnell zusammenfinden, braucht man sie natürlich nicht nochmal trennen.
Aber da es sowieso ganz gut ist, die erste Begegnung nicht alleine zu machen, könnte "dein Partner" das VG-Becken zwischendurch vorbereiten (kleinerer Bereich, neues Einstreu), während du die Tiere im Blick hast.
Aber das ist ja noch Zukunftsmusik, erstmal viel Freude beim Empfangen der kleinen Mausfrau!!! :giggle:
 
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