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Fragen zu neuen Rennmäusen

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An dieser passenden Stelle mal eine Frage zum verhalten von Rennern im Winter: Haben Rennmäuse so etwas Ähnliches wie einen Wintermodus?

Schlagartig von einem Tag (bei mir am Dienstag) auf den Anderen haben meine Mäuse ihr Verhalten geändert. Sie sind tagsüber fast nur noch "unterirdisch" aktiv. Sie fressen weniger, sind extrem scheu und schlagen manchmal sogar Alarm (Füßetrommeln), wenn ich dem Gehege zu nahe kommen. Selbst Speedy nimmt nur, wenn überhaupt, zögerlich einen Leckerlie an und verschwindet dann sofort, ohne den Nächsten zu holen, wie sonst.
Andererseits lassen sie es in den Nächten so richtig krachen. Ich sehe es am Chaos im Gehege und vor allen im Sandbad, wo wohl sehr ausgiebig getobt wird. [...]

Das ist eine sehr gute Frage. Wir haben ein ähnliches Verhalten beobachtet. Zwar glaube ich nicht, dass unsere Chaoten weniger fressen, doch sind sie tagsüber deutlich seltener zu sehen als noch vor Wochen. Es kommt vor, dass sie sich den ganzen Tag über gar nicht zeigen.
Ich hatte auch schon vermutet, dass sie ihre Aktivitäten bedingt durch die Jahreszeit herunterschrauben um Energie zu sparen, da das Futterangebot im Winter tendenziell geringer ist. Aber warum sollten sie dann gerade des Nachts aktiv werden? Ich vermute, dass es auch in der Steppe nachts besonders kalt ist im Vergleich zum Tage.
Unsere beiden haben erst vor wenigen Tagen angefangen ausgiebig Terraforming zu betreiben, ich hatte es auf diesen Umstand geschoben, dass wir sie kaum noch zu Gesicht bekommen.
Dass sie ängstlicher geworden sind kann ich hingegen nicht bestätigen. In ihrem Verhalten uns gegenüber sind sie unverändert neugierig und aufgeschlossen - wenn sie dann mal kommen.

Spannendes Thema.
 

Tobo

Tobo
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Ich finde das Thema auch sehr spannend, denn im ersten Moment hatte es mir einen gehörigen Schreck eingejagt. Die Ängstlichkeit bei meinen Mäusen kann tatsächlich an dem Eingriff wegen der 2 Töchter liegen. Heute war Speedy (Mutter) schon etwas "mutiger". Mehr oder weniger sind die "Kleinen" (übertreffen fast die Mutter) so neugierig wie sonst auch.

Sie buddeln halt nur noch rum und betreten tagsüber die oberen Etagen gar nicht mehr.
Übrigens: "Terraforming" finde ich einen sehr treffenden Begriff. Das geschieht bei mir so ziemlich jede Nacht. Ganz im Gegenteil mache ich mir Sorgen, wenn das mal nicht passiert.

Ich meine: Fledermäuse halten sogar Winterschlaf. Ich könnte mir schon vorstellen, dass es einen deutlich erkennbaren Unterschied zwischen Sommer und Winter gibt. Das sollten Neulinge wie ich wissen, denn wenn das so plötzlich passiert, denkt man ja zuerst daran, dass sie krank sein könnten.
 

nonin

Mäusesenioren-Liebhaberin
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Ich erlebe hier auch, dass die Mäuse in der dunklen kalten Jahreszeit mehr pennen und weniger aktiv sind. Ich denke, das hängt auch mit kürzeren Tageslichtphasen und den von BlutenderJ3rry genannten Gründen zusammen.

Dieses Verhalten ist sinnvoll und Menschen tun das das doch auch - soweit es ihnen möglich ist. Ich zumindest bin im Winter deutlich weniger unternehmungslustig und mummel mich lieber öfter bei Tee und Kerzen zuhause ein. ;)

So plötzlich und deutlich erlebe ich die energetische Veränderung bei meinen Tieren allerdings nicht und eine vermehrte Ängstlichkeit ist mir auch nicht eingefallen - und es ist auch von Tag zu Tag unterschiedlich.

Das sollten Neulinge wie ich wissen, denn wenn das so plötzlich passiert, denkt man ja zuerst daran, dass sie krank sein könnten.
Zur Beruhigung: Das geht nicht nur Neulingen so. :D
Auch ich muss den Zusammenhang erst erinnern und denke im ersten Moment, dass etwas nicht in Ordnung ist. Kolle hat heute morgen nämlich auch deutlich länger gepennt als sonst und kam gar nicht, um seinen Frühstückskürbiskern zu holen. *Angst*
Und dann war ich ganz froh, dass ich gestern abend eure Beiträge gelesen hatte!
 
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Tobo

Tobo
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Danke nonin. Das beruhigt schon mal. Die Ängstlichkeit verliert sich auch langsam. Sie sind jetzt halt nur eher Maulwürfe als Mäuse. Aber das macht sie ja nicht weniger interessant.
Meine Speedy riskiert für Kürbiskerne ihr Leben! Selbst wenn sie aus Erfahrung (Geschlechtersondierung oder jetzt die Vermittlung von 2 Töchtern) etwas verängstigt ist, kommt sie fast auf die Hand und lässt sich kraueln, um die Kürbiskerne zu bekommen. Damit kann ich sie ganz gut bestechen. Die Kids allerdings trauen mir nicht und nehmen keine Kerne an.
 

SuiTo

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Eine Frage. Ist leichtes Dominaz-Gehabe normal bei Rennmäusen? Habe die letzten Tage beobachtet wie Willow ihre Partnerin hin und wieder dominiert hat, also bestiegen hat und am Hinterteil schnüffelt. Gab kein Gerangel oder so und Buffy hat das auch still über sich ergehen lassen.
 

Tobo

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Hallo SuiTo,

dazu steht was in der Wiki bei Rennmäusen - Verhalten - Dominanz...

Soweit ich das verstanden habe, versuchen sie auch gleichgeschl. zu besteigen, wenn eine hitzig wird, was ich in dem Alter aber noch ausschließe (weiß aber nicht genau).

ABER: die Graue war auch bei mir sehr dominant. Das kennt die Schwarze und nimmt es als gewohnt hin. Mache dir da mal keine Sorgen.
 

trulla

Krabbeltier
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Hallo SuiTo,

wie alt sind sie jetzt? So um die 14 Wochen? Da kann das schon losgehen mit der Hitze würde ich sagen. Wenn es nach wenigen Tagen wieder vorbei ist, dann wird es wohl so sein. Ansonsten kann es tatsächlich auch was mit Dominanz zu tun haben, ist aber normal, solange sonst alles friedlich ist =) Die Konstellation kann übrigens auch mal wechseln.

Gruß trulla
 

SuiTo

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Mittlerweile nehmen die zwei gerne Leckerlies aus der Hand an und gestern war Buffy auch auf meinem Arm und ist rumgekrabbelt. ^^
Allerdings habe ich immernoch ein wenig Angst davor, dass sie mir aus dem Käfig hopsen. Sie kommen auch bei jeder Fütterung sofort angerannt und warten auf das Futter vorm Gitter. Schupse sie mittlerweile schon immer etwas weg, damit sie nicht auf die Idee kommen die Höhe auszutesten. :D

Ich würde Ihnen gerne Auslauf anbieten, die Möglichkeit einen gesicherten Auslauf zu bauen habe ich, aber ich habe etwas bedenken. Sie sind ja nun doch bald in der Flegelphase und ich will nicht, dass sie sich dadurch vielleicht zerstreiten. Hat damit jemand Erfahrung?
 

Tobo

Tobo
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Hallo SuiTo,

es freut mich, dass es den Beiden so gut geht.

Ich würde das mit dem Auslauf nicht machen. Wir haben da zu menschliche Massstäbe: so ein echtes Mausrevier ist in der Natur erstaunlich klein. Sie benötigen die "Freiheit", die wir uns immer vorstellen, nicht. Dein Gehege ist ja den Beiden angemessen.
Wenn sie in ihrer Neugier und Zutraulichkeit nicht nachgelassen haben, oder sie gar größer wird, dann fühlen sie sich "mäuschen"-wohl.

Ich habe auch immer Bedenken, dass sie sich langweilen könnten oder so, aber das sind halt zu menschl. Vorstellungen, die einer Maus schnuppe sind.
 

Tobo

Tobo
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Ach so: wegen dem Raushopsen.

Bei mir haben sie kein Bedürfnis, das Gehege zu verlassen. Der Vater war mir mal ausgebüchst.
Wenn es passiert, dann gilt: RUHE bewahren.

Das Mäuschen hat viel mehr Angst wie du! Mit einem Leckerlie bestechen, ist wohl das sinnvollste. Es reicht aber auch nur, es ganz langsam zu packen. Letztendlich will es von selbst zurück in die Gebiete, die es kennt; also das eigene Gehege.
 

nonin

Mäusesenioren-Liebhaberin
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Ich würde das auch nicht riskieren mit Auslauf, es ist riskant für die Dynamik der beiden, besonders in der Flegelphase. Und auch grundsätzlich, weil die Bedürfnisse unterschiedlich sind, der eine will vielleicht raus, der andere weniger, wodurch Unruhe und Territorialansprüche entstehen können.
Außerdem wollen sie dann vermutlich jeden Tag raus, was auch für dich Stress bedeuten würde.

Wegen des Runterspringens: Vielleicht kannst du zur Sicherheit eine Decke vor den Stall legen, wenn du fütterst?
Oder gibt es eine Möglichkeit, die Etage(n) am Rand zum Gitter mit irgendwas "abzusperren", damit sie nicht bis ganz nach vorne können?

Nach meiner Erfahrung sind die meisten Renner schon vorsichtig und hüpfen nicht einfach ins Ungewisse, aber verlassen würde ich mich nicht darauf. :D
 
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