• Mausebande-Kalender 2019
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Ist meine kranke Maus "austherapiert"?

CaptainC

Mausbesitzer Level 2
#1
Hallo ans Forum!
Ich habe jetzt schon häufiger von meiner Schnupfenmaus Tröti geschrieben und war vor den Feiertagen noch ein letztes mal beim Tierarzt. Leider fällt keinem Tierarzt mehr ein, was man noch mit meiner verschnupften Maus machen könnte, und darum stellt sich mir jetzt die Frage, ob ich noch irgend etwas versuchen kann oder sie einfach in Ruhe lassen sollte.

Aber von Anfang an, das ganze zieht sich jetzt schon über zwei Monate:
Tröti kam schon mit leichtem Schnupfen zu mir. Tierarzt Nummer 1 gab Zylexis, welches nicht gewirkt hatte. Etwas später gab der gleiche Tierarzt dann ein AB (Enrofloxacin), ohne Effekt. Tröti wurde irgendwann sehr matt und schwach, der Schnupfen blieb, also ging es zu Tierarzt Nummer 2, welcher Cortison spritzte und ein zweites AB (Zithromax/Azithromycin) mit gab. Das schlug sehr gut an und sie wurde innerhalb von zwei Tagen wieder ziemlich fit. Nachdem das AB dann irgendwann abgesetzt wurde ging es Tröti so gut wie noch nie. Sie baut, frisst, kuschelt mit den anderen, läuft im Rad und ist besser drauf als zu Beginn ihrer Krankheit, und das schon sehr lange, also wirkt der Zustand stabil.
Nur die Atmung... die Atmung ist eine absolute Katastrophe. Sie wirkt nicht so, als würde sie darunter leiden, aber es klingt wirklich furchtbar, darum habe ich mal ein Video gemacht. Bitte nicht erschrecken, sie ist eine ansonsten sehr glückliche Maus, klingt aber wie eine Eisenbahn. (Meine Hand ist mit drin, weil sie dann am aufgeregtesten schnuppert und man die Atmung am deutlichsten hört. Im Schlaf ist sie ruhiger)

Alle ABs wurden in ausreichender Dosis und lange genug verabreicht, daran kann es also eigentlich nicht liegen und Resistenzen sollten sich auch keine gebildet haben können :( Neben den ABs gab es noch Vitamintropfen, Bisolvon und Tee, außerdem später dann wegen dem deutlich aufgeblähten Bauch noch Sab Simplex und ein bisschen Öl, was aber nichts verändert hat.
So wie im Video klingt sie jetzt seit Wochen gleichbleibend, zeigt aber ansonten keinerlei Krankheitssymptome. Trotzem bin ich dann also noch mal zu Tierarzt Nummer 3 gerannt, welcher mit nur angeboten hatte, noch ein drittes AB zu probieren, ohne natürlich genau vorhersagen zu können, ob das etwas ändern würde. Er würde das auch nur machen, wenn ich persönlich drauf bestehen würde. Da es ihr aber nach Absetzen des letzten ABs so gut ging, bin ich etwas zwiegespalten und würde sie nur sehr sehr ungerne noch mal mit ABs zudonnern.

Darum meine Frage hier ans Forum, was eure Meinungen zu meiner kleinen Schnupfenmaus sind und ob ich sie lieber einfach in Ruhe tröten lassen sollte oder ob man noch etwas machen kann. Ich bin sehr offen für Alternativen wie Tee inhalieren oder die Gabe von bestimmten Kräutern/Pflanzen zum Futter, falls es da noch Möglichkeiten gibt. :)

liebe Grüße
~CC
 
#2
Hallo CaptainC,
leider kann ich Dein Video aus irgendwelchen Gründen nicht ansehen.
Kannst Du erfragen, welches AB der TA Nr. 3 geben wollte?

Das ist immer eine schwierige Frage. Es gibt einfach Mäuse, bei denen bekommt man das Schnattern, also die Bronchitis nicht mehr wieder weg. In der Regel probiert man dann noch ein 3. AB (ich würde hier Doxycyclin empfehlen) und schaut, ob das hilft. Wenn nicht, dann läßt man die Maus mit der Verschleimung leben. Oft geht es den Mäusen trotzdem erstaunlich gut. Wichtig ist nur, die Maus sehr genau zu beobachten und im Falle einer Verschlechterung erneut ein AB zu geben. In Deinem Falle würde ich das Zithromax wählen, weil das schon mal geholfen hat.

Zeichen einer Verschlechterung wären neben einer ungewöhnlichen Verstärkung der Atemgeräusche außerdem Bewegungsunlust, Freßunlust, gesträubtes Fell, tränende Augen, Buckelbildung und Zeichen von Atemnot. Die Atemnot erkennt man an einer Flankenatmung, die sich zu einem richtigen "Pumpen" verstärkten kann und im Extremfall zu einer Maulatmung führt (die Maus öffnet beim Atmen das Mäulchen). Falls Zeichen von Atemnot zu beobachten sind, müßte auch außerhalb der Sprechzeiten ein TA aufgesucht werden. Oft hilft dann Prednisolon zusätzlich zu dem AB, das in diesem Falle zunächst einmal gespritzt werden sollte.

Da Deine Maus wohl schon unter Blähungen gelitten hat, würde ich eher dazu raten erst einmal kein weiteres AB zu geben, sondern die Darmflora wieder aufzubauen, z.B. mit Benebac-Gel . Entweder 4x1g für ca. 6 Euro oder gleich 15 g für 16 Euro, jeweils plus 3 Euro Versand https://www.medpets.de/benebac+pets/?gclid=EAIaIQobChMIhKzcoJHV3wIVjeJ3Ch2ZMgHLEAQYBCABEgILYPD_BwE und das Mäuschen gut zu beobachten.
Liebe Grüße
Fufu
 

CaptainC

Mausbesitzer Level 2
#3
Danke für die schnelle Antwort Fufu! Vielleicht geht der Direktlink zum Video: vimeo.com/309543037 ?
Ich habe sie immer sehr gut im Auge, weil sie einfach meine Sorgenmaus ist. Bene-Bac wird sofort bestellt, das ist eine gute Idee. Ich würde sehr gerne erst mal ihren Darm in Ordnung bringen, vorallem weil ich mir gut vorstellen könnte, dass der Blähbauch das Atmen nicht gerade leichter macht.
So schlimm, dass sie ihr Mäulchen zum Atmen öffnen musste, war es noch nie, aber bevor das Zithromax angeschlagen hatte, hat sie wirklich quasi tagelang starke Flankatmung gehabt und nichts wollte helfen :( Beim zweiten Tierarzt war ich eigentlich zum Einschläfern mit ihr angemeldet, weil sie apathisch im Käfig lag und augenscheinlich Schmerzen hatte... Zum Glück haben wir uns noch umentschieden, das war echt knapp. Darum werde ich aber definitiv aufpassen, dass es nicht mehr so weit kommt.
Ich sage bescheid, wenn es etwas Neues gibt.
lg
 

Brokat

2
Staff member
#4
Hallo,

die Maus klingt ja wirklich übel. Verständlich, dass du so besorgt bist. Ich hatte auch schon Mäuse, die dauerhaft geschnattert haben, aber so schlimm kenne ich das nicht...
Bisher ist ja alles richtig gelaufen. Bene Bac klingt nach einem guten Plan, weil die Antibiotika die Darmflora doch sehr beanspruchen. Von daher würde ich wohl vor dem nächsten AB erst einmal eine "Darmkur" einschieben. Einen Versuch wäre Doxycyclin auf jeden Fall wert. Wenn das nicht hilft, hilft nichts.
Ansonsten kannst du es unterstützend natürlich mit pflanzlichen Mitteln und Homöopathie versuchen. Erlaubt ist, was anschlägt und zumindest lindert. Wir hatten auch mal die Diskussion, dass man Mäusen tatsächlich etwas Schokolade geben kann. Das enthaltene Theobromin, was für die meisten Tiere giftig ist, kann bei Mäusen und Ratten die Atemwege weiten und wird auch gut vertragen. Vielleicht meldet sich mal jemand, der das über längere Zeit ausprobiert hat?

Viel Glück und Erfolg jedenfalls für die weitere Behandlung!
 

CaptainC

Mausbesitzer Level 2
#5
Hallo Brokat!
Ja sie klingt wie eine Maus-Lokomotive, wenn sie wach und unterwegs ist kann ich das schon von weitem hören x__x Aber dann habe ich für demnächst ja mal einen Plan. Erstmal gibts jetzt Bene-Bac und dann werde ich dem Tierarzt Doxycyclin besprechen, außer es kommt etwas dazwischen. Denn ich denke schon, dass die Atemgeräusche immer in irgendeiner Form da bleiben werden, aber sie niest ja auch ständig.. Wäre schon schön, wenn man wenigstens das in den Griff kriegen würde. Ich bleibe aber dran!

Was Schokolade angeht bin ich aber seeeeeeeehr skeptisch, da bräuchte ich schon ein paar richtig gute Quellen mit Dosierungsanleitung und allem Pi Pa Po, sonst ist mir das zu riskant o_O
lg
 

Brokat

2
Staff member
#6
Das klingt doch nach einem guten Plan für die nächsten Schritte.

Ich habe jetzt ein paar Mal nach unseren Diskussionen zum Thema Schokolade gesucht und leider nichts gefunden. Ich finde zwar Links, aber die Seiten dazu werden nicht angezeigt. Es ist völlig okay, dass du nicht einfach rumprobieren möchtest. Vielleicht stoße ich ja doch noch auf die richtige Seite...

Nachtrag:
Ich habe wirklich nichts weiter gefunden, würde also auf Schokolade verzichten. Dafür habe ich diesen Thread entdeckt, der dir vielleicht hilft... :)
https://forum.mausebande.com/index.php?threads/mäusehusten.40112/
 
Last edited:
#7
Theobromin regt die Harnausscheidung an und entspannt die Eingeweidemuskulatur, auch in den Bronchien, was zu einer Erweiterung der Bronchien führt. Zusätzlich steigert es die Herzkraft (wäre günstig bei Herzschwäche). Bei Überdosierung kann es zu Herzrasen (Tachycardie) und zu Zittern kommen, beim Menschen sind Kopfschmerzen und Schweißausbrüche beschrieben worden. Ich fürchte, das Problem ist die Frage nach der richtigen Dosierung. Das stelle ich mir jetzt schwierig vor, da auf der Schokoladenpackung die Menge des enthaltenen Theobromin sicher nicht aufgeführt ist und es ist anzunehmen, daß dessen Gehalt wahrscheinlich nicht bei jeder Schokolade gleich ist.

Alternativ kann man die Atemwege bei akuter Atemnot auch durch Theophillin erweitern, das wäre dann einfacher zu dosieren. Das würde ich aber auch nicht dauerhaft geben, sondern eher im Notfall (akute Atemnot).
Liebe Grüße
Fufu
 

CaptainC

Mausbesitzer Level 2
#8
Da ich nicht viel Zeit habe ein mal kurz ein schnelles Update: Nach ein paar Tagen bene-bac ist meine kugelrunde Tröti plötzlich rank und schlank! Der dicke Blähbauch ist fast vollständig weg :) Das war wohl mal dringend nötig!
 
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