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Milben?

Klena

Mäuschenliebhaberin :)
#1
Hallo zusammen,

Ich habe leider ein Problem bei meinen Mausis. Sie kratzen sich relativ häufig und Felix hatte sich bereits das Ohr blutig gekratzt. Direkt zum TA und der meinte, nachdem ich ihm das Bild gezeigt habe: Milben.
Er konnte ihn nicht anfassen, da Felix echt n Schisser ist und gerade Mal so für 1 Sekunde auf die Hand kommt bei Leuten, die er kennt.

Habe unten Mal Bilder angehangen. War Montag beim Tierarzt aber seitdem sind die Haare rund um das eine Ohr etwas zurückgegangen. Der TA hat mir Advocate mitgegeben mit der Dosieranweisung "nicht Mal ein Tropfen ins Fell". Auf der Tüte steht allerdings Prinovox. Denke selber Wirkstoff...

Wann sollte sich das Bild verbessern? Aktuell sieht es eher nach schlechter aus. Habe den Käfig bereits sauber gemacht und die Sachen ausgebacken.
Montag wollte ich noch Mal mit Ardap Flohspray nachbessern, wenn sie Ausgang haben ;)

Nur er ist so stark betroffen. Die anderen kratzen sich hier und da Mal aber ihn hat's scheinbar richtig erwischt. Armer kleiner Kerl... Anbei die Bilder, die das schlimme Ohr zeigen:

rps20190607_084444.jpg
rps20190607_084523.jpg
rps20190607_084502.jpg

Der TA meinte ich solle eine Wund und Heilsalbe über ein Wattestäbchen auftragen aber dafür ist der kleine zu schnell...

Jetzt Mal eine Frage an euch: sieht das für euch typisch nach Milben aus? Die anderen kratzen sich auch aber mehr im Flankenbereich. Das tut er auch aber häufiger ist Ohr, wobei er mit den Pfoten da auch gerne rein geht.
 
#2
hm so ein selektiver befall nur am ohr?, das kenn ich anders... (bin ja aber kein doktor)
ich hatte mal ne truppe übernommen, ca 10 albinos. dort sind verstreut übers ganze fell die haare ausgefallen und die haut hatte genässt und war leicht rot vom kratzen. der tierartzt meinte die milben heften sich nur ans fell und können ohne wirt im käfig nicht überleben, auch die eier nicht. aber man sagt ja vorsicht ist besser als nachsicht.
 

Beere

ausgemaust
#3
Huhu,

bin nicht mehr so in der Materie, seit ich selbst keine Farbis mehr habe... Aber ja, das sind zwar zwei verschiedene Mittel, aber beide mit den gleichen Wirkstoffen. Ob die Dosierung gleich ist, weiß ich nicht, sind wohl beides eigentlich Mittel für Hund bzw Katze.

Dass sich eine Maus nur oder vor allem an den Ohren kratzt, kann durchaus normal für Milben sein. Ich hatte das öfter bei Räudemilben, die dann im Ohr sitzen und da vor sich hin fressen. Auch dass nur ein Tier betroffen ist bzw, stärker als andere betroffen ist, kann sein. Oft ist es so, dass schwächere Tiere damit mehr Probleme haben.

Mich hätte etwas irritiert, dass die Maus ofenbar ausschließlich IM Ohr kratzt. Bei vielen Mäusen sind auch die Ohrmuscheln betroffen und wund, wenn gekratzt wird. Kann aber auch anders sein. Ein guter Tierarzt müsste eine Maus eigentlich auch einfangen und zur Untersuchung passend fixieren können, da gibt es bestimmte Griffe, die man sich auch zeigen lassen kann. Diagnosen anhand von Fotos sind immer schwerer...

Falls du es noch nicht kennst: Hier der Link zum Artikel im Wiki https://wiki.mausebande.com/doku.php?id=farbmaus:milben&
 
#4
Hallo,

auf dem ersten Bild sieht es so aus, als wär auch die Haut auf der linken Seite gerötet, oder täuscht das?

Neben Milben, kommt noch eine Ohrentzündung in frage. Diese kann primär vom äußeren Ohr (Milben, Fremdkörper,..) kommen oder auch mal im Mittel-/Innenohr sitzen und im Rahmen eines Allgemeininfekts (andere Anzeichen wie Kopfschiefhaltung? Niesen? "roter" Augen-/Nasenausfluss?, gesträubtes Fell?, Durchfall?,....) auftreten.

So oder so würde ich wenn es zu machen ist, zusätzlich ein Antibiotikum (zB Enrofloxacin) und ein Schmerzmittel (zB Meloxicam) dazu geben, denn das sieht schon arg wund und etwas eitrig aus. Und wenn es weh tut, wird sie trotz adäquater Milbenbehandlung weiter kratzten. Wenn es primär eine Entzündung im MIttel-/Innenohr ist hilft es (meist) auch.
Wenn es trotz Meloxicam nicht besser wird, kann auch für wenige Tage ein kurzwirksames Cortison probiert werden. Parallel dazu aber weiter Antibiose geben, weil sonst Gefahr einer Allgemeininfektion, weil Cortison als Nebenwirkung das Immunsystem unterdrückt.

Wenn das alles nix hilft, kann es leider eine s.g. Ulzerative Dermatitis entwickeln (hier glaube ich häufiger als "Kratzmaus" bezeichnet), die dann kaum/nicht mehr in den Griff zu bekommen ist :(

Von Salben ist idR abzuraten, weil des klebrige Zeug zusätzlich zum Kratzen/Lecken anregt. Wenn lokal was gemacht werden soll, dann lieber mit Tropfen arbeiten, wobei ich damit im Ohrbereich auch vorsichtig wär, denn du weißt nicht, ob das Trommelfell ganz ist.

Generell muss ich "Beere" zustimmen. Ein Mäuseerfahrener Tierarzt, kommt auch mit scheuen Mäusen klar. Und nichts geht über eine anständige Diagnostik. Vielleicht reicht schon ein Abstrich aus dem Ohr um die Grundursache zu finden und es kann gezielt behandelt werden.

Beste Grüße und gute Besserung für dein Mäusi.
 

Klena

Mäuschenliebhaberin :)
#5
Ok danke für die Antworten.
Ich werde die kommende Woche noch abwarten und sonst noch mal zum TA fahren. Die anderen kratzen sich wie gesagt auch aber Durchfall oder ähnliches haben sie alle nicht. Kopf wird auch nicht schief gehalten und das Fell ist glänzend. Eigentlich ist es echt nur das Kratzen... An den Ohren tritt es vermehrt auf, ist aber sonst auch gerne mal im Flankenbereich zu sehen.
Fressen tun auch alle normal.
Seit der Gabe des Spot Ons letzten Montag ist es jetzt auch nicht mehr so häufig am Kratzen, nur hin und wieder und dann leider wieder am bösen Ohr >.> Mittlerweile sieht die Ohrmuschel nicht mehr blutig sondern mehr rot und nässend aus. Die aufgekratzte Stelle ist jetzt quasi am Gehöreingang.

Eventuell hilft hier ja auch ein Globuli (bspw. Arnica) um die Schmerzen/Entzündung etwas zu lindern. Zucker sollte er ja generell gut annehmen ;) Die anderen Mittelchen habe ich leider nicht hier.
 

Fufu

mausgrau
#6
Hallo Klena,
Entzündungen an der Ohrmuschel und im äußeren Gehörgang sind leider gar nicht so selten. Oft sind das Milben, die sich v.a. im äußeren Gehörgang aufhalten und starken Juckreiz auslösen. Die Maus kratzt sich blutig und durch die Krallen gelangen dann Bakterien in die Wunde und diese infiziert sich. Wie schon erwähnt, kann sich daraus eine sogenannte ulcerative Dermatitis entwickeln, also eine bakterielle Hautinfektion, die immer weiter aufgekratzt wird und zu größeren Wunden führen kann.

Bei Ohrmilben empfielt meine TÄ das Spot-on alle 2 Wochen, insgesamt drei Mal, um die Milben zu vernichten.

Die lokale Behandlung mit Salben ist problematisch, weil es die Mäuse nur noch mehr anregt, das "Zeug" da wieder wegzubekommen, und das Kratzen verstärkt.

Es gibt aber eine sehr wirksame Methode, den Teufelskreis aus "Kratzen - Wunden - Infektion" zu unterbrechen. Man muß den Mäusen einfach die Krallen kürzen. Da sie meist nur mit den Hinterbeinen kratzen, reicht es die Krallen an den Hinterbeinen zu kürzen. Ist nur eine Seite, wie hier ein Ohr, betroffen, müssen auch nur die Krallen am "Kratzbein" gekürzt werden.

Dazu eignet sich eine sogennannte Fadenziehschere, die eine kleine Kerbe hat. z.B. hier: (gibts aber auch über Apotheken, nicht größer als 9 cm!)

https://www.cliniccare.de/fadenzieh...umentarium/instrumente-einzeln/scheren/a-258/

Das Hauptproblem ist, die Maus sicher zu fixieren. Dazu schneide ich in eine Klopapierrolle an einer Seite zwei Aussparungen hinein. Die Maus kommt in die Rolle, das Hinterbein wird am Schenkel in die Aussparung "gehängt" und dann kann man das Füßchen leicht fixieren und die Nägel kürzen.

Das klingt jetzt etwas "brutal", ist aber wirksamer als alle Medikamente, die man der Maus geben kann und auf jeden Fall wirksamer als alles, was man auf die Wunde auftragen kann. Ein AB würde ich zusätzlich trotzdem geben, mit dem Cortison wäre ich zurückhaltend, weil dadurch die Infektion auch schlimmer werden kann.

Leider kann ich hier keine Fotos mehr hochladen, da die Größe nicht mehr automatisch angepaßt wird und ich das Verkleinern der Fotos auf meinem alten PC nicht hinbekomme. Falls Du das machen willst, bitte PN schreiben mit E-Mail-Adresse, dann schicke ich Dir eine pdf.Datei mit Fotos zum Krallenschneiden.
Viele Grüße
Fufu
 
Last edited:

Klena

Mäuschenliebhaberin :)
#8
Hallo ihr lieben,

Mal ein kleines Update meinerseits. Also ich hab das Krallen schneiden Dank @Fufu 's Anleitung durchgeführt. War weniger Widerstand als gedacht aber wendig ist er Trotz seiner Größe enorm ;)

Gebe ihm neben dem Spot On noch Fenistil Tropfen (1-2 je Abend auf ein Keksstück) und Baytril. Hatte vorher nur die Mädels damit behandelt aber gebe das jetzt ins Trinkwasser. Seitdem kratzt er sich deutlich weniger (vor allem am Ohr) und die Mädels auch. Hier und da springt noch Mal jemand weil doch gerade noch was zwickt. Blutig ist es eigentlich nicht mehr außer einer hat groß am Ohr sauber gemacht. Er meldet sich aber wenn's ihm zu viel wird :D

Generell ist der Bereich nach und nach kleiner geworden und die Haare am Rand wachsen auch Stück für Stück wieder nach. Habe Mal ein / zwei Fotos angehangen.

Soweit so gut. Denke wir sind auf einem sehr guten Weg :)
rps20190617_223532.jpg rps20190617_223454.jpg
 

Klena

Mäuschenliebhaberin :)
#11
Muss gleich nochmal zum Tierarzt. Leider hat er angefangen sich neben dem Auge zu kratzen. Dazu kommt dass er jetzt auch wieder vermehrt im Ohr kratzt :(

Bei den anderen beiden sieht es eigentlich gut aus. Nix mehr mit kratzen, aber er springt halt noch manchmal in die Höhe...

Ich melde mich dann nochmal, wenn ich näheres weiß.
 

Klena

Mäuschenliebhaberin :)
#12
So nochmal beim TA gewesen und nochmal Baytril bekommen. Übers Trinkwasser nimmt er das wohl zu wenig aus. Hab hier was von so einer Nitrocare Paste gelesen. Wo bekommt man die?
 
#14
Pasten sind generell schwierig, weil die Maus alles tut, um das Zeug wieder wegzukratzen.
Ich würde die Krallen kontrollieren und außerdem den ganzen Käfig oder das Gehege genau inspizieren, ob Du Milben in Form von kleinen wandernden Pünktchen erkennen kannst. Wenn ja, die Milben mit Tesafilm abkleben (nicht drücken) und auf eine durchsichtige Folie kleben. Dann dem TA mitbringen, der die Milben unter dem Mikroskop bestimmen soll.
Viele Grüße
Fufu
 

Klena

Mäuschenliebhaberin :)
#15
Letzteres hatte ich schon gemacht und nichts erkennen können. Der TA meinte Grabmilben...

Hab jetzt erstmal ne flache schale mit Heilerde reingestellt. Aber alle sind sehr skeptisch und meiden die eher. Und das ohr zu treffen gestaltet sich auch mehr schwer als Recht. Felix umgeht mich jetzt schon, Vertrauen wieder weg...
 
#17
Hallo,
bedenkt - kalkuliert ein, dass es nicht Juckreiz sein muss, der eine Maus veranlasst, an einer Lokalität -zB. am Ohr, im Gehörggang zu manipulieren. Juckreiz und "Kratzen wegen Juckreiz" können Fehlschlüsse sein. Die Maus kann Schmerzen haben. Da die Lokalität mit Drüsengewebe reich bestückt ist (Sekret für Kiefer, Ohren, Nase und Augen) können sich dort auch Tumore entwickeln. Die Zellen der Drüsengewebsarten haben eine überdurchschnittliche Teilungsrate und sind damit leider prädestiniert für Tumorerkrankungen. Dass sich die "wurzeloffenen" Schneidezähne einer Farbmaus beinahe lebenslang regenerieren "können", macht das Gewebe, das sie nährt, zugleich "anfällig" für Krebserkrankungen. mfG
 
Last edited:
#18
... wisst ihr, wo die "wurzellosen" Schneidezähne des Unterkiefers der Maus ihren Ursprung haben? Der ist ganz weit hinten im Unterkiefer - unter und hinter den Molaren - ist ganz in der Nähe der Gehörgänge und Speicheldrüsen - ist quasi im Hals. Das sind genau die Lokalitäten, an denen sich Probleme und Symptome häufen bei unseren Mäusesenioren. mfG
 

Klena

Mäuschenliebhaberin :)
#19
Oh... Ich hoffe nicht. Er ist nämlich keine 6 Monate alt :( auffällig war allerdings, dass die anderen sich auch gekratzt haben, was aber immer weniger wurde durch das Spot On.
 

Klena

Mäuschenliebhaberin :)
#20
So ihr lieben ein kleines Update:

War letzte Woche wieder beim TA, weil es einfach nicht besser werden wollte und noch eine Stelle an Auge und Nase kahl wurde. Bekam eine Salbe mit, die aber aufzutragen, ging nicht, da die Ablenkung mit einem Leckerchen dann nicht mehr interessant genug war im Gegensatz zum Ohrstäbchen...

Also verworfen. Weiterhin bekommt er Baytril, das Spoton (wöchentlich) und morgens und abends Fenistil Tropfen.
Hab dann vor seinen Lieblingsausgang eine Schale mit Heilerde gelegt, die findet er aber gruselig und macht sich extrem lang um da ja nicht reinzulaufen. (Mittlerweile verteilen es die anderen aber ganz gut ;) )

Nase und Auge sind aber mittlerweile wieder zugewachsen *freu*

Hab jetzt so ein Wundspray für Hunde geholt CitoClear. Ausschnitt in Klorolle geschnitten, Finger mit leckerchen rein und wenn Maus drin schnell gesprüht. Das hat auch - leider nur einmal - funktioniert (zu schlau der Kleine *seufz*) Fand er nicht so toll (also vertrauenstechnisch bin ich im negativen Bereich) aber seitdem kein Blut mehr und es wird gefühlt langsam besser. Das Ohr nässt noch etwas aber es ist mehr rosa statt rot. Kratzen tut er auch nicht mehr, nur beim Putzen kommt er dran (und das ist das einzige womit er sich das aufreißt immer wieder)...*pieks* ist aber nur Wundwasser...

Werde Mal schauen, ob ich nachher ein paar Bilder machen und diese hier reinstellen kann. Sein Wesen ist das einer Katze nur gefangen in einer Maus. Schaut mich wortwörtlich mit dem Arsch nicht mehr an (?)

Das Einzige was mir Sorgen macht ist das Nässen... Aber da es direkt am äußeren Gehörgang ist, macht es das schwierig da irgendwie Heilerde oder ähnliches dran zu kriegen... Die Temperaturen sind auch nicht wirklich förderlich...
 
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