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Optimaler Rudelzuwachs? (Anfängerfrage)

#1
Liebe Mäuseexperten,

In ein paar Tagen starte ich als Neuling in die Mäusehaltung. Ich übernehme zwei Farbmäus-Mädels von privat, die wegen Umzug (oder einer Ausrede, wer weiss) beim Vorbesitzer ausziehen sollen. Und hier lest ihr auch schon meinen springenden Punkt: sie sind nur zu zweit und kennen es leider nur so. Natürlich möchte ich ihnen gerne eine artgerechte Gruppe ermöglichen, deshalb werde ich mich nach weiteren Tieren umsehen (Mädels). Ich habe mich in die Integrationsmethoden bereits eingelesen, und da ich schon einige Erfahrung mit der Integration von Ratten habe (ich halte bisher Farbratten und Goldhamster), werde ich das auch bei den Mäusen überlegt angehen. Zwei Fragen habe ich mir durch mein Reinlesen aber noch nicht beantworten können, da könnt ihr mir bestimmt weiterhelfen.

1.
Ist es für die Mäuse stressfreier...
Das bereits feststehende Schwesterpaar (kommt mitsamt alten Käfigs) nach Ankunft direkt ins neue, schöne Gehege von mir einziehen und sich dort einleben zu lassen; danach den zweiten Trupp Tiere zu suchen und nach deren Einlebezeit erst die Integration zu beginnen; während der Integration das schöne Gehege ordentlich zu schrubben; damit das fertige Rudel nach Inti in das schöne Gehege ziehen kann, wo erst das Schwesterpaar drin lebte...
ODER
Das neue, schöne Gehege noch von keiner der beiden Gruppen beziehen zu lassen, damit es nach keiner der Parteien riecht; stattdessen erst den zweiten Trupp Tiere zu suchen; direkt nach Quarantäne die Integration durchzuziehen, damit alle auf einmal als fertiges Rudel, nach der Inti, ins schöne, neutrale Gehege ziehen können, in dem vorher noch keine Mäuse wohnten?

(Das Schwesterpaar kommt mitsamt dem Hamsterknast, in dem sie bisher lebten. Deshalb würde ich sie eigentlich gern gleich ins neue Gehege von mir setzen, aber dann macht es ihnen vielleicht mehr Stress, wenn sie dort zur Integration nach Quarantäne gleich wieder raus müssen und ich muss das Gehege dann für das fertige Rudel wieder intensiv schrubben.)

2.
Das Schwesterpaar ist ca. 1 Jahr alt.
Soll ich ihnen als Gesellschaft ähnlich alte Mädels suchen oder möglichst junge? Ist es einfacher, Jungtiere zu ihnen zu integrieren oder welche im selben Alter?

Ich möchte bei Mädels und bei einer Kleingruppe bleiben. Also gerne nur vier, maximal fünf Tiere. Ich habe bei meinen Farbratten bereits große Rudel und möchte bei den Mäusen nur einen kleinen Mädelstrupp halten. Deshalb würde ich zu den aktuell 2 Mädels (ziehen in ein paar Tagen ein) gerne noch zwei bis maximal drei weitere Mädels suchen. Männchen möchte ich als Anfänger noch nicht, wenn ich mit den Mäusen vertrauter bin, kann ich immernoch überlegen, ob ich es mit einem Kastraten im Trupp versuche, aber im Moment bevorzuge ich wirklich die Mädels.

Vielen Dank im Voraus 🐀
 
Last edited:

Lasiusniger

Körnchengeberin
Staff member
#2
Hi,

schön, dass die Mädels bei dir ein gutes Zuhause bekommen.

1) Ich würde sie separat im alten Zuhause halten, weil sie dieses kennen. Das dämpft den Umzugsstress zu einem neuen Halter (fremde Gerüche, fremde Geräusche, fremder Rhythmus im Haushalt...) etwas. Wenn der Hamsterknast um die 50cm*30cm oder mehr hat halte ich das für zwei Mäuse und wenige Wochen für vertretbar.
Parallel neue Mäuse suchen, diese auch separat halten, Quarantäne für ein paar Wochen ist immer eine gute Idee. Nach der Quarantäne kann man noch einzwei Wochen dranhängen und täglich ein bisschen bepieselte Streu oder Einrichtung hin und her tauschen, damit sie sich schon einmal daran gewöhnen - diese Methode ist bei manchen Rattenhalter umstritten, wenn ich mich richtig erinnere, weil sie befürchten, dass das eher für Frust sorgt: fremder Geruch, aber eine direkte Interaktion unmöglich -> Eindringling im Revier. Ich mache es gerne so, damit sie 1. bei der richtigen VG nicht ganz so hochkochen und 2. schon ein bisschen die fremden Krankheitskeime kennengelernt haben.
Dann VG-Start (Badewanne lasse ich aus, bei Farbmäusen muss man auch nicht wie bei Ratten echten Beschädigungskämpfe erwarten. Maximal kommt es zu Vertreibungsjagden und Bissen in den Po, denen man aber durch eine langsame VG auf Mini-Raum gut vorbeugen kann) mind. 24 Stunden in Transportbox, dann Plastikbox oder altes Aquarium, dann weiter.

2) Hmmmm. Ich persönlich empfehle gerne den Anfang mit 6-8 Mäusen. Farbmäuse sind wirklich fragil in ihrer Gesundheit (Ratten sind dagegen echte harte Socken) und es kommt nicht sooo selten vor, dass sie schon mit einem Jahr oder eineinhalb sterben. Ich habe es auch schon gehabt, dass halbjährige augenscheinlich gesunde Tiere von einem Tag auf den anderen tot im Gehege lagen. Da vier Mäuse Untergrenze für eine brauchbare Gruppe ist (eigentlich leben sie im Familienverband zu noch viel mehr Exemplaren), wärst du bei nur vier-fünf Tieren, von denen mindestens zwei schon älter sind, schnell wieder vor einer VG. Farbmäuse haben auch keinen Eigengeruch und wenn man die Käfigreinigung nicht übertreibt und nur nach Bedarf moderat putzt, markieren sie auch nicht übermäßig viel. Normalerweise riecht man Farbmäuse im Gegensatz zu Ratten nicht im Zimmer, solange man die Nase nicht wenige Zentimeter vor ihre Markierstellen hält. Selbst meine 23er Bande war für Besucher erst wahrnehmbar, wenn diese wirklich direkt mit der Nase schon im Käfig waren und nach ihnen gesucht haben. Also falls du des Geruchs wegen nur so eine kleine Gruppe planst, kann ich dich wirklich beruhigen :) Ratten sind dagegen echt Stinker :D (Wobei ich nur potente Rattenjungs hatte, ich weiß nicht, ob die Mädels weniger riechen).
Alterstechnisch werden deine gerade im schwierigen Alter sein. Das ist bei den Mädels so ungefähr von einem halben bis zu einem Jahr, danach werden sie wieder milder. Kiddies lassen sich gut vergesellschaften, Senioren (alles was deutlich über einem Jahr alt ist) auch. Im schwierigen Alter sind die VGs etwas stressiger und ziehen sich mehr in die Länge, aber dass man Exemplare hat, die man nicht vgt bekommt, ist extrem selten. Irgendwie raufen die sich schon zusammen.
Kastraten sind sehr gut als Ruhepole, wenn sie früh kastriert wurden. Sie werden aber gerne von mittelalten Mädels unterdrückt. Wenn du Kastraten bekommen kannst, nimm sie ruhig, sie sind einfacher in der VG als mittelalte Mädels. Farbmausjungs müssen immer kastriert werden, es ist nicht wie bei den Ratten, wo man sie auch als potente Jungsgruppe halten kann. Man kann ihnen die OP also nicht ersparen.
Kurz: ich würde schauen, was ich so im Umfeld aus vertretbaren Quellen (Tierheime, Pflegestellen, Privathaltungsaufgabe) bekommen kann und mengentechnisch zu zweidrei Mäusen mehr nicht nein sagen, um bestehende Gruppen nicht zu trennen.

Was hast du denn als Domizil geplant? Baust du selbst?
 
#3
Danke erstmal für die schnelle Antwort! :)

1)
Du wärst also auch eher für die von mir bevorzugte Idee, das Endgehege dann erst von der fertig zusammengeführten Truppe beziehen zu lassen? Schien mir auch praktischer. Aber bei beiden Parteien derweil Streu tauschen, klingt nach einem Plan. Ja, in den meisten Rattengruppen wird das nicht gerne gesehen, ich versuche das aber immer situationsbedingt zu betrachten, da die Tiere und Situationen eben auch individuell sind und DIE EINE Integrationsmethode nicht unbedingt für alle Individuen funktionieren muss. Mir scheint das mit dem Streutausch für die Mäuse schon hilfreich zu sein, nach dem was ich mir bisher durchgelesen habe.

2)
Tatsächlich ging es mir hierbei nicht hauptsächlich um den Geruch, sondern um meine Kapazitäten. Ich hatte mich auch extra vorher erkundet und allgemein ist ein Vierertrupp Mädels als schönes Anfängerrudel empfohlen worden, darauf hatte ich mich jetzt eigentlich eingestellt... Mehr als fünf sind mir gerade einfach zu viele Tiere. Ich bin bereits mit großen Farbrattenrudeln und einem Hamstergehege gut ausgelastet und möchte ja auch für alle Tiere genug Ressourcen haben, sprich Zeit, Geld, Platz. Ich kann die empfohlene Grundfläche für ein kleines Rudel bieten, dann aber erstmal nur in die Höhe bauen (vorerst werde ich das alte Hamstergehege nutzen und ein Käfigteil mit Holzebenen oben aufsetzen, so dass Buddeln und Klettern möglich ist, später werde ich umstellen), das ist dann für vier Tiere in Ordnung, aber wäre mir für deutlich mehr Tiere zu klein. (Beim Geschwisterpaar muss ich eh aufpassen, die nicht direkt zu überfordern, die wohnen in so 'nem Winzding beim Vorbesitzer.) Ich möchte mir als Anfänger auch nicht zu viel auf einmal vornehmen und eigentlich nicht direkt eine größere Gruppe anschaffen. Da muss ich auch das Gesamtbild im Blick behalten, damit ich allen meinen Tieren gerecht werden kann. Ehrlich gesagt wurde auch von den befragten Haltern bisher gesagt, meine angestrebte Gruppengröße wäre in Ordnung. :(
Zu deiner Aussage mit dem Eigengeruch... Hmm, ehrlich gesagt sind meine Erfahrungen da eher andersrum. 😁 Ich halte u.a. zwei große Trupps Rattenböckchen und eine kleine Gruppe Rattenmädels (anderer Raum) und finde, Mäuse riechen viel schlimmer. Tatsächlich sagen viele Rattenhalter, Mäuse riechen deutlich mehr. 🤣 Vielleicht ist das einfach Ansichtssache und bei beiden Arten wird die Haltung eine riesige Rolle beim Geruch spielen. Besonders Mäuseböckchen finde ich persönlich aber schon derbe intensiv, da schnupper ich lieber an meinen großen Rattenkerlen, auch die kastrierten Mäusejungs waren da nicht wirklich besser. 😶 Eventuell steige ich, wie gesagt, später noch mit Kastraten ein, aber erstmal nicht. Ich bin bei Mäusen noch am Anfang und möchte mir nicht die schwierigeren Tiere zuerst ins Haus holen und mich damit überfordern, das kann ich machen wenn ich mehr Erfahrung habe. Und in absehbarer Zeit stehen die Mäuschen im Schlafzimmer, da ist mir die mildere Duftvariante auch wirklich angenehmer.
So richtig weiss ich aber nun trotzdem nicht, welches Alter zu den Mädels passt. Wenn meine gerade eher im schwierigen Alter sind, soll ich dann lieber Kiddies oder Senioren dazuholen? Eine mögliche Quelle in der Umgebung hat gerade Tiere zwischen 1 und 3 Monaten abzugeben, aber die würden ja dann auch in absehbarer Zeit in die schwierigere Phase rutschen. Senioren werden wohl schwerer zu finden sein, Babys wiederum wären auch verfügbar. Meine Freundin, die bereits lange hält, sagte wiederum, das gleiche Alter wäre am besten. Da scheinen die Meinungen ziemlich auseinander zu gehen. :(
 
#4
Zu deiner Aussage mit dem Eigengeruch... Hmm, ehrlich gesagt sind meine Erfahrungen da eher andersrum
Das bezieht sich ausschließlich auf meine bisherigen und jetzigen Farbmausgruppen:

Ja, Farbmäuse haben einen gewissen Eigengeruch und ja sie riechen in manchen Fällen je nach Reinigung kann es stinken, das bringt Urin und Kot mit sich. Was den Eigengeruch betrifft, das ist mir bisher nie aufgefallen. Doch seit wenigen Wochen habe ich eine Kastratengruppe bei mir und vor zwei Wochen kamen sie in den unteren Bereich (Glasbecken) ihres künftigen Mäuseheims. Bereits nach 3 Tagen musste ich feststellen, dass es leicht riecht, als ich mich darüber gebeugt habe, ein ganz bestimmter nicht zu beschreibender Geruch, aber nicht nach Urin und Kot. Mir selbst hat das nichts ausgemacht und ich muss gestehen, diesen Geruch mag ich. Wenn es eben nicht zu heftig wird. Ich mag auch ganz ganz leichten Käfiggeruch, es darf nur nicht nach Pipi riechen.

Interessanterweise riecht es von Gruppe zu Gruppe unterschiedlich stark, auch wenn die Gruppengröße nicht all zu sehr abweicht.

Bei Farbmäusen sollte auf jeden Fall das aus Holz bestehende Inventar vorab behandelt werden und das Streu der Pipiecken regelmäßig ausgetauscht werden.

Wenn nicht regelmäßig gereinigt wird, vor allem das Inventar, dann wird es je nach Gruppengröße früher oder später anfangen zu müffeln. Das Streu sollte nicht auf einmal ausgetauscht werden.

Bei 4 Mäuschen dürfte das nicht so schnell der Fall sein, doch ich rate auch dazu, soweit machbar (Schlafzimmer), noch 2 Kastraten dazu.


Wenn dir das zu viel ist, wäre es für dich auch denkbar, die zwei Mädels in einem neuen Zuhause unterzubringen? Zwei Mädels können immer untergebracht werden und sei es bei mir. Kommt eben darauf an, wo du wohnst.

Moni

P.S.: Nicht alle Mäuse riechen oder stinken, bei meinen Rennmäusen ist das völlig anders.
 

Micelover

Mäuseverrückt
#5
Huhu, also ich kann nur alles unterstreichen was Lasiusniger schon gesagt hat, auf jedenfall würde ich die Gruppe zuerst einmal in einem kleineren Käfig haben und erst dann umsiedeln wenn sie vergesellschaften sind:)

Tatsächlich ging es mir hierbei nicht hauptsächlich um den Geruch, sondern um meine Kapazitäten. Ich hatte mich auch extra vorher erkundet und allgemein ist ein Vierertrupp Mädels als schönes Anfängerrudel empfohlen worden, darauf hatte ich mich jetzt eigentlich eingestellt... Mehr als fünf sind mir gerade einfach zu viele Tiere.
Eine Gruppe aus vier mädels (idealerweise empfehlen wir hier min. 1 kastraten um Ruhe in die Gruppe zu bringen) ist ja auch nicht schlecht, aber leider geht es bei den Nasen wirklich schnell und schon sitzt man nur mit 3 Tieren da und muss wieder neu Vergesellschaften - ich hab letztes Jahr auch mit der mäusehaltung angefangen und hatte das Glück gleich einen 6er Trupp zu kriegen, allen Mäusen wird man trotzdem gut gerecht (wobei der Großteil den Menschen sowieso ignoriert bzw. nur als Leckerliautomat sieht^^). Wenn es dir also möglich noch drei oder vier weitere Mäuse aufzunehmen mach dass, wenn nicht ist es aber auch okay.

Und was ich dir wirklich, wirklich ans Herz legen kann sind Kastraten! Du hast dich ja anscheinend schon gut informiert und rausgefunden dass man unkastrierte Böcke nicht halten kann und im Internet steht wahrscheinlich dass diese Gruppen nichts für Anfänger sind (was übrigens Schwachsinn ist weil man Böcke als Anfänger genauso gut artgerecht zusammenhalten kann wie als langjähriger mäusehalter, nämlich garnicht). Wenn sie kastriert sind verlieren sie jedoch dieses aggressive zu böcken und man kann sie ganz gewöhnlich mit anderen Kastraten zusammenhalten und vergesellschaften wobei man da dann auch schauen muss ob die Gruppe harmoniert, gibt einen (oder 2,3,etc.) Kastraten hingegen in eine weibchengruppe bringen diese Ruhe mit sich mit und sind gerade in einer Vergesellschaftung gerne gesehen. Wenn du hier die Vergesellschaftungsbeiträge durchliest wirst du sehen dass wir immer wieder Kastraten empfehlen weil sie einfach ruhe und Gleichgewicht in eine gruppe bringen - eine Mädelstruppe geht natürlich auch aber harmonischer (und damit während einer Vergesellschaftung einfacher) ist es mit einem Kastraten:)


Wenn meine gerade eher im schwierigen Alter sind, soll ich dann lieber Kiddies oder Senioren dazuholen?
Ich bin für jüngere oder "Mittelalte" (ca. um 6 Monate herum), am besten du holst dir diese aus einer Pflegestelle dann können sie dir auch gleich passende Mäuse für deine Gruppe geben und dir bei deiner Vergesellschaftung helfen.

LG, mice
 
#6
Guten Morgen :)
Ich kann das mit dem Zitieren noch nicht, deshalb antworte ich einfach auf alle beide.

@moni
Ja, ich weiss, was du meinst, mit dem Geruch. Ich meine auch nicht Pipi- oder Uringeruch, sondern einfach Mausgeruch. Vielleicht sind da alle Nasen unterschiedlich (empfindlich), ohne das negativ zu meinen, aber ich persönlich rieche halt einfach "ah, Maus". Das ist je nach Stärke okay, kommt aber immer drauf an, Urin und Co mischt sich da dann nur unter. Bei meinen Ratten ja auch. Einen Eigengeruch haben sie eigentlich alle, der wird aber sehr unterschiedlich wahrgenommen. Ratte riecht nach Kaninchen mit Getreidefeld und Hundekäsepfote und Popcorn... 🤣

Tatsächlich ist das Hamstergehege aus Holz mit Glas vorn und Voliendraht oben (der dann zwecks Verbindung zum aufgesetzten Käfiggitter raus kommt) - es wurde zwar mal vorbehandelt, aber ich streiche es innen nochmal mit Sabberlack, damit nicht so viel ins Holz zieht. Ich nehme an, der übliche auf Wasserbasis mit DIN für Kinderspielzeug geht auch für Mäuse? Den hab ich noch von den andern Tieren da.

Die Mädels woanders hinzugeben, wäre jetzt irgendwie nicht der Sinn der Sache... Ich hole sie ja extra zu mir, richte ihnen ein schöneres Gehege ein und sehe mich nach Rudelmitgliedern um. Ich möchte nur kein großes Rudel und es bringt nichts, 6-9 Tiere zusammenzupferchen, wo Platz für maximal 4-5 Tiere ist. Dann haben die Tiere nichts gekonnt, wieder auf zu engem Raum zu sitzen wie jetzt noch bei den Vorbesitzern, wo sie nichts kennenlernten, nicht mal Platz.

@mice
Ich hätte zB die Möglichkeit, einen Trupp aus 1x 3 Monate und 2x 1,5 Monate aufzunehmen.
 
#7
Nachtrag:
Ich kann dort, wo es die jüngeren Mädels gibt, mal fragen, ob die eines der jungen Böckchen vielleicht für mich kastrieren lassen können. Bei unserm Tierarzt möchte ich das ungern machen lassen.
 

Micelover

Mäuseverrückt
#8
Ein 5er Trupp wär ja was tolles wenn das für dich geht - im besten Fall mit einem Kastraten dabei:)
Von wo würdest du denn die Mäuse holen? Wenn die dort unkastrierte Böcke vermitteln (und es nicht gerade ein mäuseunkundiges TH ist sondern ein "Züchter") dann würd ich die ehrlicherweise nicht unterstützen, viele tolle pflegestellen haben momentan ganz viele Mäuschen und wir würden sicher was passendes für dich finden. 1x 3 Monate alt und 2x 1,5 Monate alt klingt auf jedenfall passend!

LG, mice
 

Lasiusniger

Körnchengeberin
Staff member
#9
Hm, ich weiß nicht, ob ich meine Wahrnehmung brauchbar erklärt bekomme, aber ich versuche es: Bei Ratten riechst du den Kot und ihr Fell hat einen deutlich wahrnehmbaren scharfen Eigengeruch. Bei Farbmäusen riechst du, wenn überhaupt, nur die Urinmarkierungen. Farbmauskäfige riechen dann, wenn ihre Pinkelstellen und Markierstellen nicht richtig gereinigt werden. Laufräder stinken zum Beispiel sehr gerne. Oder aber wenn du die Markierstellen mit scharfen Reinigungsmitteln putzt, dann markieren die Mäuse direkt massiv drüber, was dann auch wieder müffelt. Vollreinigungen sind auch "schlimm" - dadurch werden die Tiere sehr verunsichert und markieren massiv den gesamten Käfig neu. Wird mit Augenmaß geputzt, dann nimmst du eine Großgruppe nicht wahr.
Ratten hatte ich immer nur maximal drei gleichzeitig über viele Jahre lang und die hast du dagegen immer gerochen, auch direkt nach Komplettreinigung und auch immer schon im Flur.
Trotzdem sind beide Tierarten toll *freu*

Was für Maße hat dein geplanter Käfig denn?
 

Fluse

Pflegestelle
Staff member
#10
Hallo und auch von mir ein herzliches Willkommen in der Mausebande :)

So wie ich das verstehe, möchtest du dich selbst nicht überfordern und auch für alle Mäuslein genug Zeit haben. Ich finde es gut, dass du bedacht an die Sache herangehst und gut überlegst, was du dir zutraust und was eventuell nicht mehr.

Dass Kastraten schwieriger sein sollen, ist sicher eine Aussage von "früher". Noch vor ein paar Jahren wurden Jungs beispielsweise erst später kastriert als heute, da waren sie dann also schon bockiger und haben sich als Gruppe schon gestritten oder sogar zerstritten, sodass sie einzeln sitzen mussten. Kastriert wurden sie dann zwar auch ruhiger, waren aber doch immer noch bockiger und konnten teilweise nicht mit anderen Kastraten vergesellschaftet werden. Das ist inzwischen anders. Viele Jungs werden früh kastriert, noch bevor sie sich bös zanken und schlechte Erfahrungen miteinander machen können. Die Hormone sind dann auch noch nicht soweit, dass sie die Jungs streitlustig machen. Diese Kastraten sind normalerweise superlieb, lassen sich mit anderen Kastraten vergesellschaften und sind sehr umgänglich. Eigentlich sollte kein Kastrat mehr diesen typischen Böckchen-Moschus-Geruch verbreiten. Oder es war ein Halbkastrat? Kastraten riechen nicht stärker als Weibchen, eben wegen den Hormonen.

Generell sagt man inzwischen, dass Vergesellschaftungen unter Mädels schwierig sein können, eben weil sie zickig sind. Mädels sind dominant, Kastraten sind da üblicherweise anders. Auch da gibt es dominantere Exemplare, aber auch die sind dann meist erst später kastriert worden. Die harmonischste und sicherste Vergesellschaftung ist, wenn man eine Gruppe Kastraten und eine Gruppe Mädels miteinander vergesellschaftet, die verwandt sind. Da geht eigentlich nix schief. Direkt danach würde ich eine Gruppe Kastraten + eine Gruppe Mädels einstufen. Mit Kastraten machst du es dir nicht schwerer, sondern sogar leichter.

Deine Bezugsquelle, ist das ein Züchter/Vermehrer? Klingt mir so, als wäre da bewusst vermehrt worden. Bei ungewollten Würfen wäre der Altersunterschied nicht so groß. Und wäre es eine Haltungsaufgabe relativ kurz nach dem Kauf, gäbe es nicht unkastrierte Jungs und Mädels. Und wenn doch, könnten die Mädels schwanger sein. Fühl der Person bitte gründlich auf den Zahn, bevor du dich womöglich doch überforderst, weil du das falsche Geschlecht verkauft bekommst oder bereits trächtige Mädels. Farbmausmädchen können mit ca. einem Monat bereits schwanger werden.

Das Alter selbst spielt bei deiner Konstellation weniger eine Rolle. Mit einem Jahr könnten im Grunde alle Altersstufen dazu. Sie sind noch fit und aktiv, sodass junge Mäuse sie nicht überfordern dürften. Sie sind aber selbst nicht mehr so jung, dass alte Mäuse ihnen zu langweilig und zu ruhig wären. Gleichaltrige Mäuse gehen natürlich auch, wobei du da bedenken solltest, dass sie dann eventuell alle in einem ähnlichen Zeitraum sterben könnten. Man weiß bei Mäusen nie, wie alt sie tatsächlich werden, aber ich würde zumindest davon ausgehen, dass du dann eine kleine Sterbewelle hast, wenn sie alle gleichalt sind.

Als Bezugsquelle kann ich auch am ehesten Pflegestellen empfehlen. Pflegestellen, die sich auf Farbmäuse spezialisiert haben, können dir am ehesten die passende Gesellschaft nennen und eventuell auch vermitteln. Dort sind die Geschlechter korrekt bestimmt, die Mäuse werden nur gesund vermittelt und du bekommst üblicherweise direkt auch Beratung zur Vergesellschaftung bzw. kannst dich bei Fragen oder Problemen eigentlich jederzeit melden und Rat oder Hilfe bekommen.
Tierheime sind natürlich auch unterstützenswert, sie leisten viel und haben nur begrenzte Ressourcen. Da musst du dann aber selbst schauen, ob die Geschlechtsangabe stimmt und ob die Mäuse gesund sind. Das hängt sehr vom Tierheim ab, manche kennen sich da super aus und sind mäuseerfahren, andere sehen Farbmäuse 1x in 20 Jahren als Pfleglinge und kennen sich dann entsprechend schlechter aus.
Haltungsaufgaben oder Abgaben von privat nach ungewollten Würfen sind an sich auch völlig in Ordnung, nur musst du hier auch genau hinschauen, ob das Geschlecht stimmt, ob sie gesund sind und welche Tiere da wie mit wem zusammensaßen, weil auch da eventuell schwangere Mädels abgegeben werden könnten. Oft aus Unwissenheit oder weil bei der Geschlechtertrennung ein Fehler unterlaufen ist.
Züchter und Vermehrer empfehlen wir hier nicht, einfach schon deshalb, weil es bereits zu viele Mäuse gibt, die ein neues zu Hause suchen und da nicht noch mehr in die Welt gesetzt werden brauchen. Es kommt immer wieder vor, dass Mäuse aus "falschen" Bezugsquellen gekauft werden und so der nächste Notfall entsteht. Ich bin selbst Pflegestelle und habe schon einige Notfälle erlebt und aufgenommen. Meist beginnt es ganz harmlos mit dem Kauf im Zooladen oder beim "Züchter"/Vermehrer. Deshalb die dringende Bitte, dir in jedem Fall die Geschlechter anzuschauen, egal woher du deine Mäuse beziehst.

Liebe Grüße,
Sabrina
 
#11
Huhu nochmal :)

@Lasiusniger
Also, bitte nicht falsch verstehen, ich will dir das absolut nicht absprechen. Aber ich denke, jeder nimmt unterschiedliche Sachen intensiver wahr. Ich hab zwar selber erst ab morgen Mäuse, aber habe schon Mäuse besucht - die haben genauso einen Eigengeruch wie jedes andere Tier, auch Ratten, Katze, Hund, Kaninchen, Meerschweinchen, auch sauber. Klar, hauptsächlich riecht man, entsprechend Reinigung, Markierung etc, Kot und Urin, definitiv. Aber nicht nur. Ein Tier riecht immer auch einfach... nach Tier. Mäusekot und Mäusepipi riecht anders als Mäusekörpergeruch. Letztlich verbindet sich das und dann kommt es auf Ernährung, Pflege, Reinigung an, wie sehr man die Tiere insgesamt im Raum wahrnimmt, ob man Mäusepipi riecht oder eben einfach nur Maus. Aber Maus riecht nach Maus wie Ratte nach Ratte. Wie genau sie riecht, da spielt unheimlich viel mit rein, zumindest ist das bei Ratten so, sicher auch bei Mäusen. Ich war bei Leuten mit 5 Ratten, wo ich gerne geflüchtet wäre, und bei Leuten mit 30 Ratten, wo nichts stinkt. Zum Vergleich: meine 20+ Rattenböckchen (Vollböckchen hauptsächlich!) riechen deutlich angenehmer als so manch Mäusepaar, was ich in der Nase hatte. Einige meiner Ratten riechen so angenehm, da halte ich durchaus mal die Nase dran und nehm einen ordentlichen Zug. 😁 Das Gesamtduftergebnis hängt von so vielen Faktoren ab... Aber "Tier" riecht man immer, und ob man den tierspezifischen Geruch dann wieder mag, ist wieder was anderes. Ich empfinde Mäuseeigengeruch persönlich als intensiver als Ratteneigengeruch, beide intensiver als zB Meerschweinchen, wobei die auch wieder ganz anders riechen als Kaninchen und den am wenigsten wahrnehmbaren Eigengeruch empfand ich bisher bei Hamstern. Also, ich verstehe dich, und glaub dir deine Empfindung, aber ich glaube das empfindet man ganz unterschiedlich. Aber wie gesagt: da spielt auch viel eine Rolle. Ich hab Rattenpärchen übernommen, da war ein Pferdestall angenehmer, und entspannt bei Züchtern gesessen, wo man sich an keinerlei unangenehmem Geruch stören konnte.
Also, ich empfinde keinen deutlich scharfen Eigengeruch bei Ratten, im Gegenteil. Außer bei unpassendem Futter (soll absolut kein Vorwurf sein, ich meine nur, dass das EXTREM viel ausmacht). Ratte ansich riecht eigentlich einfach nur leicht nach Nagetier, bisschen "wärmer", wie Allesfresser halt irgendwie anders riechen als reine Pflanzenfresser, bisschen süß, nach Popcorn und Hundekäsepfote, aber nur leicht. Stechend oder scharf sollten sie nicht riechen.

Vielleicht hatte ich auch einfach Pech bisher und die Mäuse, die ich besuchte, wurden einfach nicht optimal gehalten und haben deshalb intensiver gerochen, als sie sollten, das ist auch möglich. Ich habe da zugegeben bisher nicht drauf geachtet, weil ich mich mit Mäusehaltung nicht auskannte. Vielleicht wird es bei meinen Mädels ja dann lieblicher. 😁

Aber danke auf jeden Fall für deinen Einblick, ich finde es interessant wie man das so wahrnimmt. Sorry wenn meine Ausführung etwas lang wurde, ich versuch das manchmal zu genau zu formulieren und dann artet es aus. 😅

Sollte ich also hauptsächlich Pipiecken entfernen und mit etwas frischem Streu auffüllen?

Kann ich das Laufrad mit Sabberlack streichen oder wird es dann zu glatt?

Kann ich zur Reinigung wie gewohnt Biodor Animal oder Essigwasser nehmen, wenn mal was abgespült werden muss?

Und da ich gerade dabei bin: für meine Ratten und Hamster bestelle ich Futter online oder mische selbst; sind Mixerama, Futterkrämerei, Shortys, Futterparadies und Co auch für Mäuse die richtigen Bezugsquellen? Oder mischen Mäusehalter auch gern selbst (bei Ratten liest man das oft, dagegen machen Hamsterhalter das irgendwie garnicht). Ich habe erstmal Übergangsfutter da und würde bei der nächsten Bestellung was Passendes ordern oder bei der nächsten Mischaktion mit mischen.

Liebe Grüße und sorry für den langen Text
 
#12
Ein Tier riecht immer auch einfach... nach Tier. Mäusekot und Mäusepipi riecht anders als Mäusekörpergeruch
Ja, dieser eigenartige Eigengeruch der Farbmäuse hat absolut nichts mit dem Geruch von Mäusepipi oder Mäusekot zu tun. Dazu halte ich zwischenzeitlich auch schon lange genug Farbmäuse, um das beurteilen zu können. Doch mit nichts was ich kenne, könnte ich den Geruch beschreiben.

Das allererste Mal habe ich ihn wahrgenommen, als ein frisch kastrierter Bub bei mir saß und ich dachte damals, es sei noch Rest vom Bock. Vor zwei Jahren habe ich 6 Mädels bei mir aufgenommen und auf der Fahrt nachhause genau dieser Geruch, hatte also nichts mit Bock zu tun. Und seither nehme ich ihn jedes Mal wahr, wenn ich neue Mäuse bei mir aufnehme. Sobald sie in ihr Mäuseheim umziehen, ist alles weg. Ich kann dann diesen Eigengeruch nicht mehr riechen, als ob da nichts wäre.

Deshalb war ich auch lange Zeit der Meinung, es gibt keinen Eigengeruch bei Farbmäusen und habe diese Meinung fleißig nach außen hin vertreten.

Zwecks Futter, wahrscheinlich sind sie alle gut. Ich kann nur für mich sprechen und weiß das auch von vielen Rennmaushaltern, Futterkrämerei ist sehr gut und kann immer ohne Bedenken empfohlen werden. Bei mir ist es eine Fertigmischung für Farbmäuse, denn ich habe keine Lust, jeden Monat für 10 kg Farbmausfutter ausreichend die Einzelkompomenten einzukaufen und richtig zu mischen. Und dann das Übliche, was sonst noch im Streu verteilt werden kann.

Pipiecken kannst du handhaben, wie du möchtest. Entweder mit daneben liegendem Streu bedecken oder neues Streu, bei mir ist das unterschiedlich. Zu Reinigung kann ich gar nicht so viel sagen, denn da ist in meinen Mäuseheimen einiges aus Holz und meist mit einer Oberfläche, die selbst mit Sabberlack schlecht zu streichen ist. Ansonsten viel Korkröhren, die müssen geschrubbt werden und können mit Effektiven Mikroorganismen behandelt werden, das nimmt größtenteils den Geruch raus.

Laufrad kannst du gut mit Sabberlack einstreichen, das wird den Mäuschen nichts ausmachen. Es gibt auch diese Laufräder aus Kunststoff, damit kommen Farbmäuschen auch ganz gut zurecht.
 
#13
@moni
Genau, das meine ich. 😁
Habe die Mäuschen heute geholt, mein ganzes Auto riecht nach Maus. 🤣 Aber die haben auch alle kein tolles Futter bekommen, mal sehen wie sich das einpegelt. Trupp Eins saß jetzt eine ganze Weile am neuen Futter von mir, obwohl das Gewohnte auch im Käfig war, scheint zu schmecken. Trupp Zwei zieht gleich von TraBo in Übergangskäfig und bekommt dann auch neues Futter. Ich hab erstmal eine aufgepeppte Zooladenmische als Kompromiss (besser als das, was es jeweils vorher gab) und bei der nächsten Bestellung für Ratten und Hamster bekommen auch die Mäuse online-Futter.
Bietet ihr all you can eat oder portioniert an?

Morgen streiche ich Laufrad und Ecken vom Hamstergehege.
 
#14
@Fluse

Tut mir leid, deins hab ich ja garnicht beantwortet.
Die beiden älteren Mädels (6-12 Monate, nicht hundertprozentig sicher) stammen aus privater Haltungsaufgabe. Interesseverlust des Teenagers und Umzug trafen da aufeinander, die Mutti hat deshalb nach einem neuen Zuhause gesucht und war sehr froh, dass sie in gute Hände kamen. Die Haltung war nicht besonders, aber ein typischer Fall von Fehlberatung. Hier wurde für die Tiere ein schönes Heim gesucht und sie wurden mir mit sämtlichem Zubehör übergeben, ohne dass sie etwas dafür wollten. Ich habe mich für diese Tiere entschieden, weil sie mit dem Alter schwerer zu vermitteln sind, damit sie sich niemand als Futtertier holt und damit die beiden eine Chance auf Gesellschaft bekommen. Und weil sie bei mir in der Nähe waren.
Als Rudelerweiterung habe ich mich nun für drei Mädels mit Option auf einen Kastraten zum späteren Zeitpunkt entschieden.

Auch ich bevorzuge Notfellchen und Co und wenn ich aktiv suche, sieht das normalerweise so aus: Privatabgaben in der Umgebung via Kleinanzeigen und Co, bei denen ich vorher immer einige Infos einhole und hinterfrage, Tierheim, Nothilfen/Pflegestellen, dann Zuchten. In den Tierheimen hier in der Gegend sieht es aber leider (bzw. ist das ja eigentlich eher gut) meist mau aus mit allem was kleiner als ein Meerschweinchen ist, tatsächlich habe ich da einige auf der Liste und frage abundzu auch direkt an. Fiel deshalb aktuell weg. Pflegestellen und Co habe ich in meiner Umgebung leider nicht gefunden, hatte extra geschaut. Abundzu schaue ich dann auch weiter weg und fahre ein Stück, durch verschiedene persönliche Umstände sollte es diesmal aber in meiner näheren Umgebung sein - und da ich den Mädels zeitnah ein Rudel ermöglichen möchte, wollte ich auch nicht warten, bis es mir wieder möglich ist, mich weiter weg umzuschauen.

Deshalb habe ich mich beim Rudelzuwachs für eine kleine Hobbyzucht in der Umgebung entschieden. Ich habe sie mir vorher angesehen und mich mit der Dame unterhalten, die mir viele Fragen lieb beantwortet und mich mit Tipps und Tricks versorgt hat. Ich habe mir einiges angehört, bevor ich mich entschieden habe. Die Dame hat üblicherweise nur 1-2 Würfe zeitgleich und gibt die Tiere nicht einzeln ab, berät über mögliche Konstellationen und informiert über Böckchen, die sie von ihrem Tierarzt kastrieren lässt. Die hat mir auch gute Tipps für die Integration gegeben, die zu denen die ich online fand passen, also mit der entsprechenden Vorgehensweise und Warnungen.

Leider kastriert ihr Doc erst ab 3 Monaten - auch meiner würde es nicht eher machen. Da die Mädels bald Gesellschaft bekommen sollen, habe ich mich deshalb erstmal nur für weitere Mädels entschieden, da die Dame im Moment nur Böckchen mit 1,5 Monaten aus einem Wurf hat. Ich habe mir jedoch eins davon erstmal reserviert, mit der Option, dass wir zum passenden Zeitpunkt schauen, wie es mit meinen Mädels läuft und dann entscheiden, ob er (dann als Kastrat) dazu darf.

Zwei der Mädels sind aus dem gleichen Wurf wie das Böckchen, also ca. 1,5 Monate (habe das Geburtsdatum), das dritte ist aus einem alten Wurf und musste noch etwas bleiben, sie ist 3 Monate und die einzige die älter war. Soll heißen, die Dame hatte dort nicht zig verschieden alte Würfe rumlaufen, sondern einen plus das ältere Mädel. :)

Die Geschlechter wurden alle rechtzeitig getrennt und nochmal kontrolliert.

Ich kann mich dort auch jederzeit melden, wenn ich Fragen habe oder wie die Inti läuft.
Also haben wir jetzt diese Konstellation:

Trupp Eins
  • 2x 🚺 weiblich, 6-12 Monate
Trupp Zwei
  • 1x 🚺 weiblich, 3 Monate
  • 2x 🚺 weiblich, 1,5 Monate
evtl. später
  • 1x 🚹 Kastrat, aktuell 1,5 Monate
 
#15
Hallo nochmal!
Danke nochmal für eure Tipps.

Gibt es eine gute Übersicht zur Körpersprache der Mäuse, die mir während der Integration zur Einschätzung helfen kann?

Kann es sein, dass die Mädels der neuen Umgebung wegen jetzt besonders viel markieren? Ohne Mist, meine ganze Wohnung riecht nach ihnen, wenn man reinkommt. Habe extra nicht saubergemacht. Sie sind echt Zucker, aber ich bin das Odeur noch nicht gewohnt. 😁 Ich habe den Käfig der Großen so gelassen und die Kleinen sind in den vorübergehenden Käfig mit ein wenig frischem Streu und viel gebrauchtem Streu gezogen (habe mir gebrauchtes in der Transportbox mitgeben lassen). Habe noch nichts gesäubert. Wird sich das noch etwas legen? Sie haben ja gerade auch viel Umstellung.

Kuschelzeug... Meine Ratten haben Hängematte und ähnliche Kuschelsachen. Ich hab gelesen, solang sie keine hartnäckigen Zerstörer sind, darf ich die auch für die Mäuse verwenden. Soll ich damit bis zum Endgehege warten oder schon jeder Partei eine Hängematte anbieten? Wenn jetzt schon, soll ich diese Teile dann später dem fertigen Rudel so anbieten, wie sie aktuell riechen, oder bilden sich dann Konflikte (weil Hängematte A nach Gruppe 1 riecht und Hängematte B nach Gruppe 2 und die Tiere schon nach Gruppe 1+2 neuer Rudelgeruch), also vorm Endgehege nochmal waschen auch wenn nicht wirklich dreckig?

Futter: Gruppe 1 frisst es super, saßen am ersten Tag bereits im neuen Futter obwohl das alte noch eine Weile im Käfig stand. Gruppe 2 kann ich aber so garnicht einschätzen, ob sie das gut fressen. Gesehen habe ich sie dabei nicht und es sieht kaum weniger aus. Aber die sind auch noch jung und bin andere Dimensionen gewohnt. Ich kann nicht einschätzen, ob sie genug davon fressen, wie mache ich das am besten? Bei Ratten ist es so, dass die Heranwachsenden gefühlt das Fünffache von dem verputzen, was die erwachsenen Tiere verputzen. Ist das bei Mäusen anders? Fressen sie einfach so wenig? Die 1,5monatigen wachsen doch eigentlich noch. War die Futterumstellung zu hart? Die haben direkt mein Futter bekommen. Andererseits werden sie mir kaum vorm vollen Napf verhungern. Gemüse und frische Kräuter sind verputzt. Habt ihr Tipps für mich? Oder mache ich mir nur zu viele Sorgen, weil ich andere Futtermengen gewohnt bin?
 
#16
Anbei mal die Mäuschen.
Anmerkung: die kleinen sitzen auf den Bildern in der Transportbox, die Großen in dem Käfig der dazu war, insbesondere das kleine Laufrad wird natürlich entsorgt.
Dazu mein vorübergehendes Futter (wie gesagt wird später noch online was Tolles bestellt, aber im Moment ist es schonmal ein guter Schritt weg von dem Zeug was zumindest die Großen vorher hatten).

cremefarbene Flecken: Nandalee, 1,5M
mehrfarbige Flecken: Noroelle, 1,5M
helles agouti mit weißem Streifen: Ganda, 3M
milchkakaofarbene Flecken: Emerelle, 6-12M
schwarz: Alathaia, 6-12M

Emerelle scheint mir etwas speckig.
 

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Lasiusniger

Körnchengeberin
Staff member
#17
Off Topic:
Mir ging es nur deshalb um den "Geruch", weil ich ausschließen wollte, dass du aus Angst vor Mäusegestank nur vier Mäuse aufnimmst. Farbmäuse haben diesbezüglich einen schlechten Ruf, der nicht gerechtfertigt ist (solange es nicht um unkastrierte Männchen geht, die müffeln wirklich). Drei Ratten müffeln einfach mehr als zwanzig Mäuse. Zumindest bei gleicher Haltung auf der gleichen Streu mit einem ähnlichen Reinigungsintervall. :LOL:
 
#18
Off Topic:
Mir ging es nur deshalb um den "Geruch", weil ich ausschließen wollte, dass du aus Angst vor Mäusegestank nur vier Mäuse aufnimmst. Farbmäuse haben diesbezüglich einen schlechten Ruf, der nicht gerechtfertigt ist (solange es nicht um unkastrierte Männchen geht, die müffeln wirklich). Drei Ratten müffeln einfach mehr als zwanzig Mäuse. Zumindest bei gleicher Haltung auf der gleichen Streu mit einem ähnlichen Reinigungsintervall. :LOL:
Guter Gedanke. Kann ich mir auch vorstellen, dass das bei vielen Leuten der Hauptgrund ist (also nur vier, weil's riecht). Das ist es bei mir eher nicht. Ob in einem ausreichend großen Gehege vier oder acht sind macht bei richtiger Pflege geruchstechnisch nicht viel Unterschied.
Aaaber: nein, genau andersrum 🤣 - drei Mäuse riechen mehr als zwanzig Ratten. Ratten sind größer, Mäuse riechen aber intensiver. Ich war auch wirklich noch nirgends, wo die Mäuse unauffällig gewesen wären, und es waren immer recht wenige.
Aber wie gesagt, ich kann nicht ausschließen, dass ich bisher vielleicht nur Mäusehaltungen erlebt habe, in denen der intensive Geruch durch falsche Haltung/Futter/Reinigung entstand und die bei besserer Haltung auch angenehmer gerochen hätten - das weiss ich nicht, da kann ich nur abwarten, wie es sich nun bei meinen fünf Mädels einpegelt. Ich HOFFE aber echt, dass es sich einpegelt - aktuell ziehe ich mein Rattenzimmer (über 20 Böckchen, nur die Minderheit kastriert) dem Mäusezimmer vor. Letztere hab ich schon im Flur gerochen, und die sind nur fünf Mädels... Aber ich gehe davon aus, einiges pegelt sich später noch ein. Wie du siehst, hab ich mich ja trotz dieser Vorahnung für die Mäuschen entschieden. 😁
 
#20
Ach Gott sind die süß:love:
Das laufrad würd ich übrigens sofort entsorgen das brauchen die Nasen nicht und davon kriegen sie nur doofe rückenschmerzen. Ich muss ja ehrlich sein und sagen dass ich die mausels garnicht rieche, richtiges Streu (zB. Hanf) ist wichtig und wenn man dann nur alle 3-4 Wochen 1/3 sauber macht (natürlich je nach dem wie groß der Käfig ist) markieren die Mäuse nicht wirklich nach.
Das Stroh kannst du an sich verwenden aber meine mochten es nicht besonders^^
 
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