• Unser Mausebandekalender kann jetzt bestellt werden.

    Der Kalender wird gedruckt werden, die Anzahl steht durch die bisher erfolgten Vorbestellungen fest. Zukünftige Bestellungen können nur noch berücksichtigt werden, so lange der Vorrat reicht. Wer also auf jeden Fall einen oder mehrere abbekommen möchte, sollte sich beeilen :) Stand 20.11.2020: es suchen noch 23 Kalender ein neues Zuhause.

    Auch ein paar Postkarten und 3 Mousepads (auch hier Stand vom 20.11.2020) aus dem letzten und vorletzten Jahr suchen noch ein schönes neues Zuhause.

    Hier geht es zum Info-Thread.

Schokolade- Info

Lasiusniger

Körnchengeberin
Staff member
#21
Soweit ich weiß, ist Theobromin gering toxisch für Mensch, Ratte und Maus. Sprich es kann bei zu hoher Dosierung zu Problemen führen und wann diese Dosierung erreicht ist, müsste man selbst anhand der Schokolade und des Tieres ausrechnen.
Im Gegensatz zu Hunden und Katzen können sie es aber wohl verstoffwechseln, so dass es sich nicht anreichert.

Wenn man es in der Rattenhaltung sogar als "Medikament" verwendet, würde das für mich bedeuten, dass sich schon geringe Schokoladendosen merkbar auf den Tierorganismus einwirken - und da wird es für mich persömlich dann heikel: ist sicher, dass mein Tier ein gesundes Herz hat? Dass die Organe, die für den Stoffwechsel zuständig sind, einwandfrei arbeiten und das Theobromin wie bei einem gesunden Tier abbauen? Sprich: inwieweit ist das Risiko für mich kalkulierbar?
Und wie wirkt es sich auf das Tier aus? Wirkt es nur ruhig wegen der entspannten Muskulatur? Oder geht es ihm damit wirklich besser? Psychisch?
Eine Ratte kann die Tierärztin noch einigermaßen gut abhören. Aber bei einer Farbmaus schlägt das Herz von Haus aus schon so schnell, dass die menschliche Aufnahmefähigkeit überfordert ist. Ultraschall kann man bei normalen Praxisausstattungen komplett vergessen.

Kurz: ich bin da sehr skeptisch.
Ich lasse/ließ meine Heimtiere aber bei Schnupfen öfter inhalieren. Das klappt sehr gut und sollte es dem tier damit nicht besser gehen, kann man es sofort wieder aus der Situation nehmen und muss nicht warten, bis eine unerwünschte Wirkung von alleine abklingt.
 
#22
Soweit ich weiß, ist Theobromin gering toxisch für Mensch, Ratte und Maus. Sprich es kann bei zu hoher Dosierung zu Problemen führen und wann diese Dosierung erreicht ist, müsste man selbst anhand der Schokolade und des Tieres ausrechnen.
Im Gegensatz zu Hunden und Katzen können sie es aber wohl verstoffwechseln, so dass es sich nicht anreichert.

Wenn man es in der Rattenhaltung sogar als "Medikament" verwendet, würde das für mich bedeuten, dass sich schon geringe Schokoladendosen merkbar auf den Tierorganismus einwirken - und da wird es für mich persömlich dann heikel: ist sicher, dass mein Tier ein gesundes Herz hat? Dass die Organe, die für den Stoffwechsel zuständig sind, einwandfrei arbeiten und das Theobromin wie bei einem gesunden Tier abbauen? Sprich: inwieweit ist das Risiko für mich kalkulierbar?
Und wie wirkt es sich auf das Tier aus? Wirkt es nur ruhig wegen der entspannten Muskulatur? Oder geht es ihm damit wirklich besser? Psychisch?
Eine Ratte kann die Tierärztin noch einigermaßen gut abhören. Aber bei einer Farbmaus schlägt das Herz von Haus aus schon so schnell, dass die menschliche Aufnahmefähigkeit überfordert ist. Ultraschall kann man bei normalen Praxisausstattungen komplett vergessen.

Kurz: ich bin da sehr skeptisch.
Ich lasse/ließ meine Heimtiere aber bei Schnupfen öfter inhalieren. Das klappt sehr gut und sollte es dem tier damit nicht besser gehen, kann man es sofort wieder aus der Situation nehmen und muss nicht warten, bis eine unerwünschte Wirkung von alleine abklingt.
Natürlich sollte man Unsicherheiten immer möglichst mit einem Tierarzt abklären und bei Gabe von Hausmittelchen jeglicher Art aufs Maß achten - einen Riegel Schokolade in den Käfig legen soll da nicht der Richtwert sein. Mit dem Theobromin ist es letztlich wie mit anderen Mitteln auch: die Dosis macht das Gift. Siehe Knoblauch, Zimt, Ingwer und Co - solang man die mit Kopf anwendet, überwiegen die positiven Eigenschaften und können dem Tier helfen. Insbesondere, wenn man sich da mit dem Tierarzt abspricht. Eine ordentliche Untersuchung ist immer angebracht. Nun ist es aber leider so, dass das mit der Verfügbarkeit eines (fähigen und solch kleine Tiere überhaupt annehmenden) Tierarztes an vielen Orten zu vielen Uhrzeiten ja eher die Suche nach der Nadel im Heuhaufen ist. Und da ist mir persönlich eine gewisse Notfall-Heimapotheke sehr wichtig - denn zu oft kann man in eine Situation geraten, wo "warten, bis der Doc auf hat" zu lange dauert und da möchte ich meinen Tieren akut helfen. Dafür gibt es milde Helferlein und welche, die vorsichtiger anzuwenden sind, und wie bei jedem Medikament natürlich auch welche, wo man abwägen muss. Bitterschokolade ist eines dieser Helferlein, die man nicht vorbeugend von Tag zu Tag anbietet, sondern eher eines, das entweder begleitend in Absprache mit dem Doc gegeben wird oder, die Risiken abgewogen, als Notanker dienen kann. Dabei wird sie nicht als Medizin gehandhabt, wie du schreibst, sondern als unterstützendes Hausmittel. Die heilt nicht, aber sie hilft, Symptome zu lindern. Wenn dir dein Tier gerade um Luft ringt und du keinen Doc erreichst, musst du abwägen, ob das Risiko, dass dein Tier ein fingernagelgroßes Stück Schokolade nicht verträgt höher ist als der mögliche Nutzen, dass dein Tier besser Luft bekommt und sich etwas beruhigt. Wie gesagt, Ratten verstoffwechseln das Zeug ähnlich gut wie wir und wenn man als Mensch keine Palette davon auf einmal verputzt und der Ratte da nicht mehr als ein ein halbes Stück auf einmal hinlegt, überwiegt der positive Effekt. Die können das verarbeiten. Und das mit dem Herzen etc schrieb ich, um zu verdeutlichen, wie nützlich es sein kann. Wenn du Schokolade isst, tut dir nicht plötzlich das Knie nicht mehr weh, aber sie enthält Stoffe, die ähnlich eben auch in Medikamenten gefunden werden (wie Heilpflanzen auch), deshalb verzichtet man darauf, wenn das Tier solche Medikamente bereits bekommt. Das wiederum ist aber auch bei Heilpflanzen und rezeptfreien Medikamenten etc der Fall, sogar bei einfachem Tee, es gibt immer Kontrapunkte und Wechselwirkungen.
Wer keinen Tierarzt hat, dem er in der Beratung dazu vertraut und/oder sich den Umgang mit einem Hausmittel nicht zutraut, sollte es vielleicht eher nicht anwenden. Bitterschokolade ist nur eine Option von vielen, die kann, aber nicht muss. Ich persönlich habe gute Erfahrungen damit gemacht. Es geht mir auch nicht darum, sie als Wundermedizin für jeden Apothekerschrank anzupreisen, ich möchte nur klarstellen, dass sie nicht pauschal giftig für alle Tierarten ist. Bei Hund und Katze hat sie definitiv nichts zu suchen, bei Mensch und Ratte kann sie hilfreich sein, in jedem Falle muss man sich sicher sein, was die jeweilige Art verträgt, wieviel davon und was dagegen sprechen könnte. :) Nie etwas auf Verdacht geben ohne sicher zu sein, dass es sicher ist.

Und wie gesagt: meine Erfahrung bezieht sich nur auf Ratten. Ich habe keine hilfreichen Quellen für Hamster gefunden, deshalb würde ich es da auch nie anwenden, und bei Mäusen habe ich auch keine Informationen darüber. Ich habe keine Ahnung, auf welcher Seite Mäuschen bei dem Thema stehen und würde deshalb Schokolade auch nicht bei meinen Mäusen anwenden, bevor ich dazu sichere Informationen habe. Ich wollte es trotzdem erwähnen. 🙂

Also: bitte nicht nachmachen, wenn man nicht sicher ist. Habe keine Infos über Mäuse zu dem Thema.

Danke für deine Gedanken dazu auf jeden Fall. Sorry, dass es so lang geworden ist.
 
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