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Seit Kurzem Vielzitzenmäuse: Fragen zur Haltung

#1
Wir haben eine Vielzitzenmaus gerettet, ihr einen Kumpel besorgt und nun leben die beiden männlichen Mäuse bei uns seit 4 Tagen zusammen im Käfig und verstehen sich (noch) super. Sie pinkeln alles voll, stinken arg und werden sich wahrscheinlich auch bald streiten, weil sie nicht kastriert sind und wir wollen das auch ehrlich gesagt nicht machen. Ich empfinde das als Grenzüberschreitung und Vertrauensbruch, zumal Gonzo (die gerettete Maus) zu genüge traumatisiert ist. Lieber würden wir die beiden gemeinsam in der schönen Natur freilassen, da sie auch die ganze Zeit ausbüchsen wollen. Sie werden von Tag zu Tag zutraulicher, beißen aber unberechenbar.

Ist das also eine gute Idee, sie freizulassen und könnten sie überleben, wenn sie auf sich allein gestellt wären oder sollten wir die beiden kastrieren und einen noch viel größeren Käfig besorgen, damit es so "artgerecht" wie möglich ist und ihnen das "beste" Leben bieten das uns möglich ist? Liebe Grüße
 
#2
Hallo, lässt man sie einfach frei, ist das ihr sicherer Tod !!!! Die ganzen Nachzuchten egal ob VZM,Farbmäuse etc haben draussen keine Chance, so was wäre Tierquälerei. Sie können mit den Temperaturen nicht umgehen, finden kein Futter.
Könnt ihr nicht versuchen, sie vielleicht an Mäusekenner zu vermitteln, die auch bereit wären sie kastrieren zu lassen und sie in eine Gruppe zu integrieren? So hätten sie ein Mäusegerechtes Leben vor sich.
Aber bitte auf keinen Fall aussetzen.
 

CaptainC

Mausbesitzer Level 12
#3
Hallo,
das ist leider etwas falsch gedachte Tierliebe (also Freilassen=toll; Kastration=Vertrauensbruch). Vielzitzenmäuse sind unglaublich soziale Tiere, die große Gruppe LIEBEN. Für diese Mäuse gibt es nichts schöneres als sich zu einem riesigen Haufen zusammen zu kuscheln. Ich schließe mich Canada an und würde vorschlagen, dass ihr die beiden an jemanden mit guter VZM Erfahrung vermittelt, der ihnen vielleicht auch ein schönes großes Harem mit Weibchen bieten kann, wenn die Kastration geregelt ist :) VZM neigen leider zum beißen und sind kleine Ausbrecherkönige, es sind wirklich nicht die einfachsten Mäuschen in der Haltung. Ich finde es toll, dass ihr den kleinen Gonzo gerettet habt, aber auch wenn man sehr an einem Tier hängt, muss man sich manchmal dazu entscheiden es an jemanden abzugeben. Zum Wohle der Kleinen *Maus*
Haustiere sollte man bitte bitte in keinem Fall einfach in die Natur aussetzen, egal ob Maus, Vogel, Fisch oder Katze. Die Verhungern, erfrieren, werden überfahren oder einfach vom nächsten Beutegreifer geholt (und wenn nicht, dann versauen sie das einheimische Ökosystem, weil sie da einfach nicht rein gehören).
 

Micelover

Mäuseverrückt
#4
Bitte nicht freilassen!
Das sind genauso wie Farbmäuse domestizierte Tiere und es ist Strafbar diese einfach auszusetzen!

Du kannst die Tiere einer Pflegestelle vermitteln, das mäuseasyl kennt sich zum Beispiel super mit diesen Tieren aus, dort würden sie auch ein gutes Zuhause kriegen.
Wenn du due Tiere behalten willst dann benötigst du einen Käfig von min. 100x50x100cm und du benötigst auf jedenfall noch 3-4 weitere Nasen da Vielzitzen das "Stapeln" lieben,also min. 5-6 Mäuse. Die Männchen müssten Kastriert werden und du kannst dann Weibchen hinzutun, aber das hast du ja eh schon erkannt.
Wie leben die Mäuse denn jetzt gerade?
Es wundert mich sehr das du sagst sie würden stinken denn eigentlich sind sie für einen recht neutralen Geruch bekannt.

Ich vermute auch das dein Käfig zu klein ist denn eig. sollten sie nicht dauernd ausbrechen wollen, willst du uns mal ein Foto vom Käfig schicken?

Wenn du dich entscheidest die Mäuse zu behalten dann lese dir bitte dass hier durch:
https://das-maeuseasyl.de/arten/vielzitzenmaus/

Ich empfinde das als Grenzüberschreitung und Vertrauensbruch, zumal Gonzo (die gerettete Maus) zu genüge traumatisiert ist.
Was heißt zunüge traumatisiert?
Und wieso wäre eine Kastration ein Vertrauensbruch? Die Maus muss schließlich Kastriert werden um glücklich weiter zu Leben, zumal sie durch die Kastration ja auch nicht das Vertrauen an euch verliert.

Ich bin mir sicher die Idee des freilassen war gut gemeint aber es ist der falsche Weg ein Tier einfach in der Natur auszusetzen.
Die würden in der Natur nicht überleben...

LG, micelover
 
#5
Alles klar, danke für die zahlreichen Antworten. Wir werden sie nicht freilassen! Die Überlegung ist sie nun zu besseren Haltern zu geben oder eben selbst bessere Halter zu werden. Der Käfig ist derzeit 100x50x100cm mit 3 Ebenen aus Holz. Diese werden bepinkelt. Ist das normal? Ganz unten ist Chipsy Super Streu darüber Hanfstreu. Ein (momentan noch) Plastik Laufrad (wird auch als Toilette benutzt) ein paar laufröhren aus Holz, ein kleines Holzhaus, viel Stroh/Heu und viel Nistmaterieal in den Ecken zum bauen. (Das wird auch gut und gern verwendet.) Auf Ebene 2. befinden sich 2 kleine Näpfe mit Wasser und Futter. Sie bekommen derzeit 2 Esslöffel Real Nature heimat-Müsli-Mix für Mäuse mit Grassamen, Buchweizen und Sesam abwechselnd mit frischer Rohkost wie Brokkoli, Gurken (in extrem winzigen Mengen) und Möhren sowie ein kleines Stück Erdbeere bekamen sie. Die 3. Ebene enthält ein Knistertunnel und eine Hängematte/Schaukel mit Leiter und Klettergerüst und ebenfalls etwas Stroh und ganz oben steht ein Nest aus Stroh.

Alles noch sehr sporadisch und spontan aber wir sind gewillt es besser zu machen. Was könnten wir also noch besser machen? (Bis auf bereits genannte Dinge, wie Kastration, mehr Mäusefreunde einzuladen und Gehege so wie Spielmöglichkeiten zu vergrößern. Das ist nun selbstverständlich.) Wir kennen uns nicht aus mit der Mäusehaltung, sind aber gewillt diese zu lernen und den Mäusen ihr bestes Leben zu ermöglichen. Sollte uns das nicht gelingen, werden wir ein neues zu Hause suchen.
 
#6
Traumatisiert= Gonzo wurde mehrfach am Schwanz gepackt und hochgehoben, am Schwanz auch auf Kniehöhe in ein Terrarium geworfen und hat eine Nacht mit einer Schlange überlebt.
 
#7
Toll, dass ihr den beiden eine Chance geben wollt und die wichtigsten Dinge in Angriff nehmen wollt.
Pinkeln sie vielleicht überall hin, weil sie als unkastrierte Böcke mehr markieren? Wäre eine Idee.
Ich habe aber mit den VZM keine Erfahrung nur mit Farbis. Die riechen ja unkastriert auch ganz intensiv.
Gutes Nagerfutter gibt es eigentlich nur Online. Weiß nicht, darf man hier Namen nennen? Viele bestellen bei der Futterkräm...
 

Micelover

Mäuseverrückt
#8
Hmm, ist der Holzkäfig lackiert?
Wenn nicht dann könnte dass die Ursache des Gerüche sein da der Urin ja im Holz aufgezogen wird.

Toll das du den Nasen eine Chance geben willst!
 
#10
Vielen lieben Dank! Ja ans "Markieren" dachte ich auch schon. Die Holzbretter sind nicht lackiert und der Urin wird aufgesaugt. Ich habe gelesen, dass Lacke aller Art schädlich seien und man sie mit Speiseöl einreiben soll. Stimmt das? Danke für die Futter Empfehlung, ich werde nach schauen! ♡ gibt es vielleicht noch weitere Empfehlungen was Spiel oder generelles Wohltuen angeht? Liebst
 

CaptainC

Mausbesitzer Level 12
#11
gibt es vielleicht noch weitere Empfehlungen was Spiel oder generelles Wohltuen angeht
Da die Jungs euch beißen, könntet ihr versuchen sie mit Target und Clicker ein bisschen zu trainieren :) VZM sind sehr intelligent und durch den Target-Stick müsstet ihr keine Bisse riskieren. Ganz toll dass du es den Jungs schön machen willst und so offen für Tipps bist!!
 
#13
Hallo ihr Lieben! Vielen lieben Dank für den ganzen Support und die tollen Tipps! Die Mäuse sind heute sehr vorsichtig mit ihren Zähnen gewesen und Gonzo kaum noch ängstlich. Das ist so super. Wir haben auch einen tollen Tierarzt in der Nähe gefunden der die beiden kastriert.

Kurze Frage.. ich habe den Kot bisher jeden Tag easy ohne Aufwand beseitigen können. Wenn nun aber der Streuwechsel ansteht.. wie mache ich das am besten ohne Stress für die Mäuse? Und darf man den kleinen mal eine Klopapierrolle zum spielen geben oder ist das nicht gut? Vielen Dank!
 
#14
Hi, bei den Farbis nimmt man immer nur Teile der Streu raus, meist die Pipi Ecken, und ersetzt auch nur den. Niemals alles, dass stresst sie sehr und kann zu noch mehr markieren führen. Würde denken bei den VZM ist das auch so ???(?) Oder ?
Klorolle sind beliebt Spielsachen. Bei unkastrierten Bocken sollte man mit jeder Veränderung vorsichtig sein, da es schnell zum Streit kommen kann. Ich würde momentan alles so lassen, bis sie die Kastration hinter sich haben und die sog. Ausstinkzeit vorbei ist. Bisher verstehen sie sich ja noch gut, oder ?
Liebe Grüße.
 
#15
Oki vielen lieben Dank! Sie verstehen sich noch gut ja. Beim Futter gibt es ein bisschen gedrengel und geschubse aber ich sorge dafür, dass beide immer gleichzeitig bekommen und keiner dem anderen was nehmen muss. Sonst kuscheln sie und stapeln viel.
 
#18
Es kann auch nach der Kastration noch Knatsch geben. Ich habe meine beiden ersten Böckchen damals an dem Tag der Kastration in der Transportbox gelassen und erst nach 24 Std umgesetzt. Ich hatte einfach Angst, dass es so frisch operiert Ärger gibt, da sie schon etwa 4 Monate alt waren und bei der Vorbesitzerin gestritten hatten. Man ist immer froh, wenn sie sich bis zur OP einigermaßen verstehen, daher auch die Miefstreu belassen *ätsch*.
Liebe Grüße.
 
#19
Vielen Dank! HILFE. Ich gebe Gonzo und Albert sobald sie wach sind immer mal 5-6 Körnchen von dem Futter, von dem ich oben geschrieben habe, aus meiner Hand. So gewöhnen sie sich langsam an mich. Dann stelle ich den ganzen Napf rein.

Aber.. nach diesen 5-6 Körnchen muss Gonzo ca. 30sek. lang würgen. Er schlingt aber auch sehr. Anders wie Albert. Der lässt sich eher Zeit beim Essen. Verträgt er also das Futter nicht? Ist er krank? Schlingt er? Was kann ich tun? Ist bei ihm alles in Ordnung? Er ist mein kleines Sorgenkind, er sieht nämlich außerdem auch sehr schlecht habe ich das Gefühl.. aber im großen und ganzen sind beide immer noch sehr vorsichtig mit ihren Zähnen, sind gern draußen und in meiner Nähe. Sie haben keine Angst mehr, auch wenn die Tür auf geht. Das ist so so toll.
 
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