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Spitzmaus von Katze genommen

Sternfahrer

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Hallo zusammen
Ich hoffe, hier kann mir jemand weiterhelfen :).
Gestern Abend haben wir unserem Kater eine kleine Spitzmaus weggenommen.
Wir versuchen sie so gut es geht aufzupäppeln. Wir haben schon viele Tiere aufgezogen, wobei solche kleinen teilweise schon recht schwierig sind...

Jetzt stellt sich uns aber die Frage, ob die Spitzmaus überhaupt noch ein "Baby" ist?
Für mich sieht es so aus, als wären die Augen geöffnet.
Sie läuft gut umher (hinkt hinten rechts aber immer ein wenig, was wohl vom Kater sein kann. Äussere Verletzungen hat sie aber keine.)
Die Spitzmaus ist ohne Schwanz ein bisschen grösser als 5cm.
Ich habe ein Foto angefügt, leider musste ich die Qualität runterschrauben, da das Foto vorher zu gross war.
Falls noch weitere Fotos gewünscht werden, kann ich die gerne hochladen.

Vielen Dank für mögliche Infos :)

Mit freundlichen Grüssen
Sternfahrer
 

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Nagerchen

Equiden- und Mäuseheim :)
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Hallo Sternfahrer,
*willkommen* und schön, dass Ihr Euch der Kleinen angenommen habt!
Auch wenn äußerlich keine Verletzungen zu sehen sind, reichen minimale "Kratzer" (und ohne diese wird sie nicht davon gekommen sein, wenn die Katze sie im Griff hatte), dass spezielle Keime in das Tier gelangen und zu einem qualvollen Tod führen: http://wp.wildvogelhilfe.org/de/vog...e-krankheiten/verletzungen-durch-saeugetiere/. Es müsste daher auf jeden Fall schnellstmöglich Antibiotika in die Spitzmaus (Baytril od. Doxycyclin s.c., letzteres hat Depotwirkung).
Das Alter lässt sich für mich grad schlecht abschätzen, sie sieht mir aber eher schon "erwachsener" aus, ein paar mehr Bilder wären da schon gut.
Anbei mal ein Link zur Aufzucht: http://web.archive.org/web/20121125091756/http://www.kleine-tiere-online.de/61.htm
Und hier noch eine Seite zur eventuellen besseren Einordnung des Alters: https://kleinsaeuger.at/spitzmaeuse.html
Ansonsten, Spitzmäuse sind reine Insektenfresser, Heimchen, Mehlwürmer etc. lebend aus'm Zooladen oder z. B. Kellerasseln, Regenwürmer & Co. selber fangen. Wasser natürlich auch anbieten.
Auch wenn eine Aufzucht nicht mehr notwendig sein sollte, würde ich die Spitzmaus ein paar Tage unter Beobachtung und Versorgung halten. Bei Katzenangriffen werden ganz oft auch innere Verletzungen verursacht, an denen das Tier letztendlich ebenso qualvoll stirbt.
Ich hoffe, Spitzmäuschen überlebt!
LG Nagerchen
 

Sternfahrer

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Hallo Nagerchen
Vielen Dank für Deine Antwort. Als ich den Post erstellt habe, habe ich noch an weitere Personen/Orte geschrieben, um möglichst schnell das Beste zu unternehmen. Eine Stelle für Wildtiere in der Schweiz hat sehr schnell geantwortet und mir geraten, dass ich die Spitzmaus rauslassen soll. Sie wäre gemäss Foto ausgewachsen. Sie meinten aber nichts bedenkliches bezüglich Katzenkontakt :(. Wir haben ihr dann nochmals zu trinken gegeben, dann habe ich alle Katzen bei uns zu Hause "eingesperrt" und die Maus an einem gut geschützten Platz rausgelassen. Seitdem sitze ich draussen vor der Tür und halte wache, dass keine andere Katze kommt, einfach um sicher zu gehen, dass die Maus genügend Zeit hat zu einem Versteck zu gelangen. Nachdem ich Deinen Beitrag gelesen habe, bin ich sofort schauen gegangen, ob ich sie noch finde. Doch sie ist bereits weg...
Ich hoffe, sie schaffts trotzdem.
Oder ist das jetzt gänzlich unmöglich?
Nochmals vielen Dank für Deinen Beitrag.

Liebe Grüsse
Sternfahrer
 

Nagerchen

Equiden- und Mäuseheim :)
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Hallo noch mal,
ich war den ganzen Tag unterwegs und sehe Deinen neuen Beitrag daher jetzt erst. Hm, es wundert mich schon, dass der genannten Stelle die Problematik (Übertragung von Pasteurellen durch Katzen) nicht bekannt ist, allerdings endet das Wissen bei vielen ja ab Größe Kaninchen abwärts oder so... Je kleiner das Tier, desto schwerer wiegt aber natürlich die Menge an Keimlast, v. A. bei Säugetieren, Vögel sollen da tatsächlich etwas weniger anfällig sein. Ich hatte eine Zeitlang immer mal wieder Spitzmäuse einer leider äußerst aktiven Katze in Obhut, diese hatten es tatsächlich nicht geschafft. (Und bei etlichen Wald-und Rötelmäusen hatte ich erst gar keine Chance, dran zu kommen.) Selbst wenn tatsächlich keine ("offenen") äußeren Verletzungen da sein sollten, Katzen "spielen" ja, greifen zu mit Zähnen und Krallen, werfen in die Luft, springen drauf... Da entstehen halt Quetschungen etc., und wenn es Organe trifft, bedeutet das meist doch den Tod. (Ich möchte jetzt an dieser Stelle kein off topic Anti-Freigängerkatzen-Plädoyer in den Raum schmeissen und eine - erfahrungsgemäß hitzige... - Diskussion anfechten, aber zum Nachdenken anregen kann die Thematik ja vllt. doch mal..., ob das Recht des Haustieres tatsächlich über dem ohnehin schon gebeutelten Natur stehen darf, andere Länder handeln da ja bereits tatsächlich entsprechend. Vielen ist diese Problematik ja auch einfach nicht bewusst.)
Sternfahrer, macht Euch aber keine Vorwürfe hinsichtlich der Freilassung, ich habt letztlich nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt und Euch um die Maus bemüht und gekümmert, das ist bei so einem kleinen Wesen für Viele ja längst keine Selbstverständlichkeit! *knuddel*Und vielleicht hat sie ja in diesem Fall Glück und überlebt die Attacke. Und falls Ihr so einen Fall noch mal hättet, wüsstet Ihr dann schon ein bißchen mehr und das käme, wenn auch diesem nicht mehr, dann zumindest einem anderen Tier zugute...
 

Sternfahrer

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Lieber User Nagerchen

Vielen liebeb Dank für Deine liebe Nachricht.
Nachdem ich Deine erste Nachricht gelesen hatte, bin ich noch ein paar Mal zur Stelle gegangen, sie war aber nicht da. Da hatte ich schon ein mulmiges Gefühl, dass die kleine Maus nun einfach elendig stirbt und ich hab sie rausgelassen :(. Nach gut 1 1/2 Stunden habe ich mir gedacht, ich schau noch ein letztes Mal. Wenn sie nicht da ist, dann hoffe ich das Beste.
Sie lag dann jedoch tatsächlich gleich neben der Stelle im Gras, der heissen Sonne ausgesetzt. Ich hab die Maus sofort genommen und zu trinken gegeben.
Da wir in einer recht kleinen Stadt in der Schweiz leben, hatte der Tierarzt unseres Vertrauens bereits geschlossen. Ich weiss nicht, wie es in Deutschland ist. Aber in der Schweiz ist es Verboten, dass Privatpersonen Wildtiere aufpäppeln (ohne Genehmigung). Der Tierarzt zu dem wir gehen, hat da ein bisschen eine andere Mentalität. Wir haben schon viele Wildtiere aufgepäppelt oder grossgezogen. Aber teilweise auch dank dem, dass der Tierarzt die Tiere kontrolliert und uns "erlaubt", das Aufpäppeln zu versuchen. Wir mussten aber natürlich auch schon einschläfern lassen, da es halt nicht ging. Meistens haben wir Vögel zum Aufpäppeln oder ausgewachsene Mäuse. Einmal hatten wir eine Spitzmaus die noch Milch benötigt hatte. Da haben wir glücklicherweise eine "Aufpäpplerin" in Österreich gefunden. Wenn ich nun den Notfalltierarzr anrufe, wirds höchstwahrscheinlich ein anderer Tierarzt sein. Die würden den Kleinen wohl gleich Einschläfern und uns ganz bestimmt nicht mehr mit nach Hause geben.
Deshalb hoffe ich Mal, dass der Kleine es bis Montag schafft.

Zum Gesundheitsstand des Kleinen:
-Gestern wollte er gar nichts fressen, egal was ich ihm angeboten habe. Deshalb dachte ich auch, dass die Maus vllt. Noch gar nicht ausgewachsen ist, obwohl ich nach Internetrecherche und der Grösse auf ausgewachsen getippt hätte. Habe ihm gestern zwei lebende Insekten angeboten. Wollte er aber nicht. Katzenfutter und alles was wir zu Hause hatten, wollte er nicht. Heute habe ich es mit Kondensmilch versucht. Davon wollte er auch nichts wissen. Ich war schon ein bisschen verzweifelt. Kurz vor Ladenschluss haben wir irgendwo gelesen, man kann es auch mal mit Hackfleisch, Igelfutter oder Hamsterproteindrops. Also schnell noch zum nächsten kleinen Geschäft gefahren und gesucht. Igelfutter gibts wohl nur Saisonal und für Hamster gabs nur ein paar Körner. Deshalb hab ich das Hackfleisch (extra die teuerste Variante) genommen :). Ich ging dann zur Maus mit einer Einstellung "sie frisst sowieso nichts und ich muss sie dann versuchen zwangszuernähren...". Jedoch hat sie sofort zugeschlagen. Ganz gierig. Da war ich dann auch 100% davon überzeugt, dass sie kein Baby mehr ist :). Ich hab dann ein paar tote Insekten gesucht und die wie ein "Hackfleischburger" zubereitet und immer ein bisschen in den Fencheltee getunkt, damit sie auch Flüssigkeit aufnimmt. Sie hat recht viel gegessen und hat sich dann hingelegt. Sonst war sie sehr aktiv und ist permament "umhergerannt". Ausser wir haben eine warme Tasse ans Tuch gestellt, da hat sie dann verweilt.
Jetzt hätte ich aber doch noch zwei Fragen :)
- die Bauchmassagen muss man nicht mehr machen, wenn sie selber frisst? Oder wäre es möglich, dass wenn die Maus erst gerade angefangen hat selber zu fressen, dass man das noch machen soll?
- Ist Hackfleisch überhaupt so gut für ne Spitzmaus? Das nächste Tiergeschäft ist doch ein bisschen entfernt, aber am Montag würden wir hingehen und Insekten kaufen. Aber würd das schon passen, wenn sie bis dahin Hackfleisch nimmt?

Vielen lieben Dank für eine mögliche Antwort und ich wünsche Dir einen schönen Abend
Sternfahrer
 

Nagerchen

Equiden- und Mäuseheim :)
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Hallo Sternfahrer,
Ihr seid ja echt lieb im Kümmern!
Dass Du sie tatsächlich wieder gefunden hast bzw. sich nicht entfernt und versteckt hat, zeigt ja eher, dass sie doch nicht so ganz fit ist. Spitzmäuse benötigen für ihren Stoffwechsel nahrungstechnisch täglich so viel wie ihr Eigengewicht und müssen aufgrund ihres schnellen Stoffwechsels auch "dauernd" fressen; vielleicht war sie einfach nur entkräftigt, weil sie schon eine Zeitlang keine Nahrung zu sich genommen hatte. Lt. der verlinkten (Aufzucht-)Seite geht auch Hackfleisch, sollte aber auf jeden Fall ungewürzt und ungesalzen sein. Wenn sie es frisst, ist es schon mal ein gutes Zeichen. Ihr sollte jetzt auch immer was zur Verfügung stehen. Gleichzeitig würde ich weiterhin "Wirbellosenburger" und auch Lebendfutter anbieten, denn vor Allem Letzteres sollte sie ja willig und fähig zu "erjagen" und zu fressen sein, wenn sie draussen überleben will. Vielleicht befindet sie sich gerade im Übergang vom zu fütternden (Klein-)Kind zum selbständig Futter suchenden Erwachsenen. Wenn sie Kot absetzt und keine Anzeichen von Blähbauch etc. zeigt, würde ich mal hoffnungsvoll davon ausgehen, dass sie schon weit genug ist. Würde sie sich denn Bauchmassage überhaupt gefallen lassen? Ich drück die Daumen, dass sie es schafft! Ihr scheint da ja jedenfalls einen tollen Tierarzt am Start zu haben, der Ahnung hat und Euch in so was unterstützt. Gold wert!
Liebe Grüße & alles Gute Euch und Spitzmäuschen
und auch noch einen schönen Abend
Nagerchen
 

Nagerchen

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Hallo,
wie ist es denn hier weiter gegangen? Hat das Spitzmäuschen überlebt? *hoff*
 
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