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Unterschiedliche Größe bei Geschwistern (Satinmäuse?)

#1
Hallo liebe Comunity,

ersteinmal ein freundliches Hallo in die Runde und direkt eine Neulingsfrage, bei der ihr mir vielleicht helfen könnt :)

Ich habe vor ein paar Tagen drei Mäuse von einer Bekannten bekommen (private Notfallübernahme). Die Kleinen sind jetzt knapp 7 Wochen alt, weiblich und garantiert aus einem Wurf/Geschwister. Sie sehen gesund aus, zeigen harmonisches Verhalten, fressen/trinken gut und fressen sogar schon aus der Hand. Es sieht aus, als hätten die Mäuschen einen Satinanteil (Fellfarbe schwarz-weiß gemustert mit leicht metallischem Glanz. Ob die Zähne weiß sind konnte ich leider noch nicht erkennen).

Soweit alles gut, aber was mich wundert ist, dass alle drei ganz unterschiedlich groß sind. Es gibt die größte - die Chefmaus (mehr Schwarz), dann die Mittlere (eher weiß) und eine echte ziemlich kleine Maus (braun-grau), die bestimmt über einen Zentimeter kleiner als die Chefin ist und auch entsprechend schmächtiger. Trotzdem wirken alle drei gesund und munter. Könnte das vielleicht an unterschiedlich vererbtem Satinanteil in den Genen liegen? Ich hoffe, dass ist keine doofe Frage.. Ich mache mir Sorgen, weil ich nachgelesen habe, dass der Knochenbau bei Satinmäusen durch die Züchtung Satin Schaden nehmen kann ("Satinkrankheit") und diese Tiere allgemein schmächtig bzw. zart gebaut sind.

Natürlich ist eine Aussage über das Forum schwierig, aber erstmal (so lange die Mäuse keine Anzeichen von Krankheit o.ä. aufweisen und alle fit scheinen), geht es mir vor allem um eine Einschätzung bzw. Aufklärung über Satinmäuse bzw. Mäuse mit Satinanteil und die möglichen Auswirkungen dieser Genmutation. Eine damit zusammenhängende Frage wäre, ob es auch einfach ganz gewöhnlich ist, dass Geschwistermäuse unterschiedlich groß sind bzw. sein können? Die Chefmaus frisst auf jeden Fall deutlich mehr als die anderen beiden...

Ich habe mal ein Bild von der mittleren Maus angehängt. Leider habe ich noch keine klaren Bilder von den anderen beiden machen können.

Vielen Dank schon mal im Voraus für eure Hilfe!

Lg, Lisa
 

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#2
Hallo und *willkommen*

ich bin kein Ass in Genetik,
aber mit Erfahrungswissen schon recht weit gekommen,
was anderes kann ich jetzt auch nicht auspacken.

Mäuse eines Wurfs unterschiedlich groß ist eher üblich, also normal.
Vieles hängt auch von Mamas Versorgung während der Tragzeit ab und danach - eine suboptimale macht oft den Unterschied zwischen den Welpen auch größer (für die wuseligsten reicht's, bei den anderen wird's knäpplich).

Die sehr verschiedenen Farben wundern mich aber doch ein wenig.

Ich habe auch schon riesige Satinmäuse gesehen, ich glaube aber, das waren "Showmäuse", also gezielte Zuchten (mit kürzerer Lebenserwartung - wie aber die meisten solchen, egal wie Farbe oder Fell)

Meistens (außer zB bei Diabetes - und Infekte natürlich etc) ändert großes Wissen um Ursachen wenig an dem, wie mit den Mäusen umgehen:
Man versucht halt, ihnen ihr Leben so gut wie möglich zu machen, und reagiert.

Ich erinnere mich an etliche Satins, die ich hatte die letzten 20 Jahre - über 2 J ist keine geworden (aber das ist eh selten).
Signifikant kränkelig/er habe ich aber jetzt auch nicht in ERinnerung.

Kontrollfrage bei jungen Mäusen (bzw eigentlich allen neuen):
Ist es ganz sicher, dass alles Mädels sind?
Nicht mal alle Tierärzte wissen, dass die Burschen ihre Hoden einziehen können!

Alles Gute Di rund den Süßen, Stefanie
 

CaptainC

Mausbesitzer Level 16
#3
Huhu!
Ich hoffe es meldet sich nochmal jemand mit richtigem Genetikwissen dazu, ich kann leider nur laienhaft eine Einschätzung abgeben *Maus* Ich habe erst einen Wurf "betreut" und da sind auch alle 8 Babys alle unterschiedlich groß geworden. Man konnte gut beobachten, dass die mutigeren und energischeren Persönlichkeiten vermutlich immer am meisten Milch von Mama und auch später immer das beste Futter bekommen haben und sich dementsprechend dann anders entwickeln konnten als die kleinen schüchternen :)
Allerdings gibt es auch bei Mäusen Dinge wie Gendefekte und Kleinwüchsigkeit. Ob das bei deiner Mini Maus der Fall ist, lässt sich so ohne Bild natürlich schlecht einschätzen. Meine eine kleinwüchsige Maus war tatsächlich auch eine Satinmaus, aber das ist wirklich nicht genug Information, um von meiner Seite aus sagen zu können, ob das mit dem Fell zusammen hängt oder nicht. Es gibt ja alle möglichen Mischungen und je nach dem, was bei Mama und Papa in den Genen saß, kommen manchmal komische Ergebnisse bei raus (riesige "normale" Mäuse, winzige Showtypen, Fettleibigkeit, wuscheliges Fell, diverse Farben etc etc). Viele Züchter und Vermehrer werfen auch einfach zusammen und schauen mal, was am Ende für eine Maus bei raus kommt.

Am wichtigsten ist eh, wie du schon gesagt hast, dass sie gesund sind und sich gut verstehen :) Habe ein extra Auge auf die zarte Minimaus, viel tun kann man da ja sowieso nicht.
 
#4
Hallo noch mal und danke für die raschen Antworten!

Die drei sind ganz sicher aus dem selben Wurf, da es zur Zeit der Geburt keine weiteren trächtigen Weibchen in der Gruppe gab (so wurde mir zumindest berichtet..), aber die Kleine mit ihrer etwas anderen Färbung wundert mich doch auch ein bisschen. Es ist halt so, dass der dunkel gefärbte Fellanteil heller/gräulicher als bei den Geschwistern ist. Vielleicht bekomme ich heute Abendu noch ein Foto hin. Sie ist zwar super agil und flink unterwegs, baut alles mögliche um und macht auch keinen besonders ängstlichen Eindruck, aber sie ist deutlich weniger an mir interessiert als die anderen beiden und da möchte ich sie natürlich auch nicht bedrängen und in ihrer Beschäftigung lassen.

Es beruhigt mich auf jeden Fall nun zu wissen, dass Größenunterschiede nichts ungewöhnliches sind. Ich bin gespannt auf die weitere Entwicklung der Dreien. Zwar ist die Chefmaus am dominantesten und deutlich mehr am Futter, aber die Mittlere ist momentan auf jeden Fall am zutraulichsten und weniger ängstlich/skeptisch in Bezug zu mir.

Eine Frage noch: Ist es sinnvoll jetzt mit einer größeren Futtermenge (nachträglich) für eine bessere Versorgung aller Mäuse zu sorgen und damit den Wachstum der anderen zu unterstützen? Oder ist as für die Ernährung kontraproduktiv? Momentan (vier knappe Teelöffel Futter täglich) ist es halt so, dass sich die Große alles "Gute" raus pickt und die anderen viel weniger am Napf sind. Morgens sind fast nur noch Hülsen da.

Schönen Abend an alle und danke noch mal!
 

CaptainC

Mausbesitzer Level 16
#5
Eine Frage noch: Ist es sinnvoll jetzt mit einer größeren Futtermenge (nachträglich) für eine bessere Versorgung aller Mäuse zu sorgen und damit den Wachstum der anderen zu unterstützen? Oder ist as für die Ernährung kontraproduktiv? Momentan (vier knappe Teelöffel Futter täglich) ist es halt so, dass sich die Große alles "Gute" raus pickt und die anderen viel weniger am Napf sind. Morgens sind fast nur noch Hülsen da.
Ich glaube das kannst du relativ flexibel handeln. Ich will schon seit ewiger Zeit einen Forumsbeitrag zum Thema dietary restriction bei Nagern schreiben, weil durch weniger Futter die Krebsrate sinkt, aber es ist jetzt nicht so, dass sie dir in zwei Tagen sofort sterben, wenn sie sich auch mal richtig den Bauch vollschlagen können :D Gib ihnen ruhig mal einen Löffel mehr und schaue, ob die anderen wirklich mehr fressen oder ob sich die große Maus dann einfach noch mehr voll haut. Und falls du es nicht schon machst, verteile auch mal ein zwei Löffel einfach auf der Streu, dann müssen sie ein bisschen suchen und sind gut beschäftigt.
 
#7
deutlich weniger an mir interessiert als die anderen beiden
doof - das macht den klassischen Trick schwer, manchen gezielt ein paar habhafte Sachen direkt aus der Hand zu geben...
aber vielleicht vor die Nase legen, wenn die anderen abgelenkt sind? (Mach ich notfalls mit den anderen was weniger Habhaftes hinlegen - zB auch, wenn eine Maus gezielt was mit Medizin kriegen soll, die anderen aber Klaubolde sind)
 

Klena

Mäuschenliebhaberin :)
#10
Also ich habe quasi auch alle 3 Typen hier, zwar nicht Satin aber Langhaar-Anteil.
Die Größte ist ein kleiner Staubsauger. Nimmt alles auf, was nicht bei 3 weg ist. Klaut dafür aber von anderen nicht.
Die kleinste im Bunde (auch nen guten cm kleiner), ist eher die kiebige, die dann etwas ruppig wird und auch mal stibitzt. Hat aber in dem 3/4 Jahr wo wir sie haben, ganz gut zugelegt.
Sie ist also nur noch minimal kleiner als unsere alten Oma-"Normalos".

Kann also sein, dass sich das bei deiner Kleinen auch noch fängt :) Ich würde einfach die mittlere immer als Referenz nehmen, dann siehst du ja, ob es was wird.
Meine Scheuen habe ich mit 1x wöchentlich Nutri zahm bekommen oder wahlweise etwas Renterbrei (Rezept hier im Forum) :D
 
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