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  • Mausebande-Kalender 2021 - Es ist so weit!

    Wie jedes Jahr sammeln wir wieder die schönsten Mäusebilder für den Fotowettbewerb für unseren mausigen Kalender 2021. Leider haben wir noch nicht genügend Bilder gesammelt, damit der Wettbewerb zustande kommen kann. Bis zum 14.08.2020 habt ihr noch Zeit das zu ändern. Also schnappt euch eure Kamera und los geht's. Wir freuen uns auf viele tolle Mäusebilder!

    Hier geht es zu den Wettbewerbinfos.

VG Minh & Thor

#21
Gar, ich habe fast eine Herzattacke bekommen, als ich deinen Post gelesen habe, nonin *umkipp*

Aber Thor bewährt sich ja anscheinend als Krankenpfleger *Herz*

Ich hoffe dass Minh sich rappelt, dass wäre ja sonst soooo unfair für beide *heul*

Alle positive Energie in eure Richtung!!!
 

nonin

Mäusesenioren-Liebhaberin
Staff member
#22
Danke dir! *knuddel*

Wir waren gerade bei meiner TA mit den beiden ... leider konnte sie meine Vermutung nur bestätigen: Es deutet alles darauf hin, dass es sich um einen schnell wachsenden Tumor an der Duftdrüse handelt. Kein Eiter, keine Druckempfindlichkeit - eine "einfache" Entzündung scheint es also nicht zu sein.

Das Teil hat etwa doppelte Erbsengröße, ist glücklicherweise (noch) geschlossen, deshalb kann das Einstreu erstmal drinbleiben.
Baytril gebe ich jetzt noch bis Anfang nächster Woche und höre dann vorläufig auf.
Wie die TA so treffend sagte: Wir wissen nicht, wohin die Reise geht, daher sollten wir das Zeug noch nicht durchgehend geben, damit es seine Wirkung behält, wenn Minh es vielleicht später dringender braucht.
Schmerzmittel bei Bedarf, ich schau mal, ob er vorerst wieder ohne klarkommt.

Bene back zur Darmregulierung bekommt er seit Montag und noch solange, bis ich mit dem AB aufhöre. Und Arnika sowieso.

*heul*
 
Last edited:

nonin

Mäusesenioren-Liebhaberin
Staff member
#24
... wie ... und überhaupt???? ;)

Ja, wenn es sich um eine andere Erkrankung handeln würde, könnte ich echt anfangen zu grübeln, ob es hier ein Nest oder eine andere kontaminierte Stelle gibt. Aber anscheinend zieht es die älteren Jungs mit beginnenden Tumoren hierher zu meiner (zumindest in letzter Zeit) Mausepalliativ-Station.

Die Diagnose von einem Lidrantumor bei Thor hat meine TA übrigens bestätigt, die Duftdrüse hat sie auch gleich abgetastet - etwas vergrößert und eine kleine "Platte" ist unter der Haut zu spüren, aber noch im "normalen" Rahmen. Da soll ich mir erstmal keine Sorgen machen.

Ja, man höre und staune, ich hatte Thor zum ersten Mal "auf'm Arm" und er hat stillgehalten! Diese TA umgibt anscheinend eine besondere Aura. *heilig*
Das Einfangen heute morgen dagegen hat gedauert.... *rennweg* *ätsch*
 

scrabble

Active member
#25
Das ist ja echt bescheiden... *seufz*

Und was spricht gegen eine OP des DD-Tumors? :unsure:
Bei mir haben bis jetzt auch alle Männchen ab einem bestimmten Alter DD-Tumore bekommen. Ist zwar etwas kostspielig, aber ich habe es immer (auch bei dadurch etwas angeschlagenen 3jährigen) in meiner TK operieren lassen. Sie haben es alle gut verkraftet.
Mit der OP hätte er zumindest eine Chance, ohne ist der Kampf schon verloren - man zögert das Leiden dann meistens nur raus (und pumpt mit Medis voll, setzt sie ins Krankenlager, usw).
 
#26
Oh nein, armes Mausi :( er hat doch irgendwie eine Menge Pech getankt...

Aber woher kommt denn das Blut? Sondert er das dann über die Drüse aus? Du sagtest ja die Wunde sei zu.
Ist so eine Art Tumor eigentlich genetisch bedingt?
 

nonin

Mäusesenioren-Liebhaberin
Staff member
#27
Ja, NyanNyan, das habe ich gestern auch gedacht ... Minh ist echt eine kleine Unglücksmaus! :cry:

Ist so eine Art Tumor eigentlich genetisch bedingt?
Ich weiß es nicht genau, aber bei männlichen Rennern scheint diese Art von Tumor häufig aufzutreten (ich habe das bisher zumindest bei 4 Mäusen erlebt, also bei mehr als einem Drittel der älteren Jungs, die bisher hier gelebt haben).

Aber woher kommt denn das Blut?
Ich nehme an, dass Minh am Sonntag an dem Knubbel rumgemacht hat oder irgendwo hängen geblieben ist und er dadurch aufgegangen ist. Da schien er auch Schmerzen gehabt zu haben, seit ein paar Tagen wirkt er wieder ganz normal - wie in der Zeit davor auch.

Ich weiß ja nicht, wie lange das Teil schon gewachsen ist, in den letzten zwei Wochen habe ich mir den Bauch nicht extra angeschaut. Und vor ein paar Wochen bei der Ohr-OP war noch nichts zu sehen - ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass wir und die TA das übersehen haben.
Wenn die Mäuse den gesamten Stall bewohnen, kann ich die Duftdrüse ganz gut nebenbei checken, wenn sie auf der Etage rumlaufen und sich auf die Hinterbeine stellen. Aber Minh lebte die letzten zwei Wochen ebenerdig während der VGs.

Und was spricht gegen eine OP des DD-Tumors?
Das Geld ist nicht der Grund. Ich habe auch kurz an eine OP gedacht, den Gedanken dann aber schnell wieder aufgegeben. Ich füchte, dafür ist es zu spät.
Der Tumor ist so groß und die Verdickung zieht sich auch unter der Haut Richtung After weiter. Die TA kann der Maus schließlich nicht den ganzen Bauch aufmachen und es ist auch wahrscheinlich, dass sich bei diesem fortgeschrittenen Stadium Metasten gebildet haben.

@ scrabble:
Sie haben es alle gut verkraftet.
Heißt das auch, dass der Tumor nicht wiedergekommen ist und sie durch die OP deutlich mehr Lebenszeit gewonnen haben?

(...) (und pumpt mit Medis voll, setzt sie ins Krankenlager, usw).
Solange der Bauch nicht offen ist, bleibt das Einstreu drin. Und die Buddeletage mit Küchentüchern, endlos Klopapier und "Möbeln werde ich es den beiden, wenn es soweit sein wird, gemütlich machen (Keks hat ja auch fast zwei Monate so gewohnt, im kleineren Stall, und machte einen ganz zufriedenen Eindruck).

Medis bekommt Minh erst wieder (nach der AB-Gabe bis zum Wochenende), wenn es den Anschein macht, dass er Schmerzen hat.
Gestern habe ich schon kein Metacam mehr gegeben und habe keine Veränderung in seinem Verhalten festgestellt.

Im Moment scheint er erstaunlicherweise keine größeren Einschränkungen zu spüren - soweit ich das von Außen beurteilen kann. Und ich habe ja (leider) schon einige DD-Tumor-Patienten in ihrer letzten Phase erlebt und glaube, dass ich mittlerweile einen ganz guten Blick habe.
 
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M

Mousyperson

Guest
#28
Ich weiß es nicht genau, aber bei männlichen Rennern scheint diese Art von Tumor häufig aufzutreten (ich habe das bisher zumindest bei 4 Mäusen erlebt, also bei mehr als einem Drittel der älteren Jungs, die bisher hier gelebt haben).
Der Grund, warum die DD-Tumore häufiger bei männlichen Rennmäusen vorkommen, liegt im Markierverhalten der Männer, weil sie ihr Revier deutlich mehr (2-3-fach) beduften als Mädels und die DD deshalb mehr beanspruchen/reiben.

Males, especially in a large group, constantly mark by rubbing the scent gland on bits of furniture of the cage and can make it very sore, resulting sometimes in tumours.
Männchen in großen Gruppen markieren andauernd, durch reiben der DD an Inventar, was zu Wunden führen kann und daraus resultierend manchmal zu Tumoren.

Als mögliche Vorbeugung wird genannt, möglichst nur 2 männliche Tiere zusammen zu halten und nach Möglichkeit Geschwister.

Leider nicht möglich, wenn man einer Solo-Maus neue Gesellschaft verschaffen möchte. Da wegen der VG auch noch neutrales Inventar nötig wird, muss erst einmal alles neu markiert werden. Aus meiner Sicht ist man da in einem Teufelskreis. Es erklärt aber durchaus, warum der DD-Tumor ausgerechnet jetzt zum Vorschein kommt. *seufz*

Wer nachlesen mag:
Netvet - Gerbils scent gland problems
Markierverhalten - Odor modulation of ventral scent gland marking in the Mongolian gerbil
 
#29
Oh je, will dir nur sagen das ich die Daumen drücke.

Leider hast du recht, duftdrüsen tumore kommen häufig vor.
Hatte ich leider auch schon und sehr viele Arztbesuche deshalb inkl. OP.

Ich hoffe nur das der kleine das durchsteht, nach dem ganzen Stress hätte er es mehr als verdient.

Lieben Gruß (auch von Speedy)
 

scrabble

Active member
#30
Die Frage ist schwierig zu beantworten... Und an alle Fälle erinnere ich mich nicht mehr richtig *schäm*
In einem Fall war die Maus bei/vor der OP mehr tot als lebendig. Er hat sich maximal noch von etwas Nutri ernährt und ich glaube, einmal habe ich die OP deswegen sogar verschoben :unsure: unmittelbar nach der OP hat er sofort wieder normal angefangen zu fressen und hat noch ca 3 Monate gelebt. Zum Zeitpunkt der OP war er schon etwas über 3.

In einem anderen Fall ist der Mäuserich putzmunter aufgewacht, allerdings wenig später an etwas anderem gestorben. Er war leider erst 2 *seufz*

Fipsi war glaube ich bei der OP auch schon fast 3 und ist dann kurz nach dem 3. Geburtstag einfach eingeschlafen (ohne Krankheit). Ob nochmal Tumore gekommen wären, wenn er länger gelebt hätte, weiß ich nicht.. habe die Entscheidung aber nicht bereut.

Simba habe ich letzten November operieren lassen. Zu dem Zeitpunkt hatte er auch schon die Augenprobleme, die deine im Anfangsstadium zeigen. Hab es auch bei ihm nicht bereut. Er ist fit und genießt (hoffentlich) sein Leben.. er hatte sogar ganz fiese Tumore an der DD. Hat man aber erst bei der OP bemerkt und ist meiner Täin so auch noch nicht vorgekommen. (Hatte in meinem Fotothread kurz darüber berichtet, glaube ich)

(Ich hoffe, ich habe keine vergessen.. *schäm* für genauere Infos müsste ich meinen Ordner mit den ganzen Unterlagen durchschauen *Angst* :D )
 

nonin

Mäusesenioren-Liebhaberin
Staff member
#31
Danke Sunny fürs Daumendrücken. *knuddel*

Und @ scrabble ... nee Ordner extra durchschauen musst du nicht! ;)

Ich habe bisher nur bei Lolek eine DD-OP machen lassen - er hat sich nicht mehr davon erholt, der Bauch ist nicht mehr geheilt und ein paar Wochen später mussten wir ihn einschläfern lassen.
Meine TA ist bei diesen Tumoren eher wenig optimistisch, was eine OP betrifft, weil sie nach ihrer Erfahrung recht aggressiv sind und häufig schon Metastasen gebildet haben, wenn man sie dann bemerkt.

Außerdem vertritt sie die Meinung, dass es nicht immer gut ist, "alles" zu versuchen, weil jede OP eine große Belastung für so einen kleinen Organismus darstellt. Und man deshalb genau abwägen sollte, wieviel (vielleicht) längere Lebenszeit welchen Preis für das Tier bedeutet - das hat ja auch viel mit dem Charakter der Tiere zu tun, wie gut sie das ganze Drumherum verkraften etc.
Und diese Haltung entspricht auch meiner und ich bin deshalb insgesamt zögerlich, besonders ab einem bestimmten Alter, was so invasive Eingriffe wie eine OP mit Narkose angeht - auch bei mir selbst.

@ mousyperson: Danke, dass du den wesentlichen Satz übersetzt hast, mein Englisch jedenfalls gibt es nicht her, dass ich mich durch die gesamten Artikel arbeite. *knuddel*

Ich hätte gar nicht gedacht, dass auch mechanische Irritationen Tumore auslösen können. Einleuchtend finde ich dagegen, dass die starke Beanspruchung/Aktivität eines Organs unkontrolliertes Zellwachstum fördern kann.
 
Last edited:

scrabble

Active member
#32
Das stimmt schon, man weiß es vorher nie richtig, was es für Tumore sind. In 2 Fällen habe ich sie untersuchen lassen und meistens waren es erstmal nur harmlose Veränderungen (Knubbel, kann leider nicht mit Fachbegriffen dienen), die die Maus zwar gestört hat (da ist was, beiße ich weg), aber noch nicht bösartig war - allerdings könnten die sich dazu wohl entwickeln. Bei einem untersuchten "Knubbel" von Simba war es bösartig. Da hoffe ich halt jetzt und hab ihn und seinen Bruder im Blick.

Nach meiner persönlichen Ansicht haben sich die OPs gelohnt und zwischen sofort und in Simbas Fall (trotz seines eher jüngeren Alters) fast 2 Tage waren sie wieder super drauf, meistens nach ca 12 Stunden und dem ersten langen anschließenden Nickerchen schon. ;)
 

nonin

Mäusesenioren-Liebhaberin
Staff member
#33
Das ist ein schwieriges Thema und wir hatten das ja auch gerade schon einmal bei Brummbär ...

Minh wuselt hier jedenfalls rum und macht null den Eindruck, dass er sich irgendwie eingeschränkt fühlt. Morgen noch AB, dann ist erstmal Pause. =)
 
#34
Das ist so eine schwerwiegende Entscheidung und ich kann vollkommen verstehen, dass du ihm den Stress der OP ersparen willst. Jetzt, nach meiner zurückliegenden Erfahrung bei Artemis, würde ich es einer älteren Maus auch nicht mehr zumuten. Vor allem wenn es im fortgeschrittenen Stadium ist. Laut meiner TÄ ist die OP auch nicht das Schlimme, sondern die Narkose, welche für den Organismus eine große Belastung darstellt (ähnlich wie bei alten Menschen).

Ich drücke alle Daumen für Minh!

Wie läuft es bei den beiden denn gerade?
 

nonin

Mäusesenioren-Liebhaberin
Staff member
#35
Ich kann mir vorstellen, dass die Erfahrung mit Artemis Spuren bei dir hinterlassen hat. *knuddel* Bei Minh hat die Entscheidung gegen eine OP allerdings weniger mit dem Alter als mit der Größe des Tumors zu tun. Er ist mit seinen etwas über zweieinhalb Jahren ja noch nicht so alt.

Die zwei verstehen sich nach wie vor sehr gut, Minh hat also jemanden zum Kuscheln, das tröstet bei all dem Mist.
Die große Etage werde ich nicht mehr dazunehmen, jetzt wo klar ist, dass die gemeinsame Zeit nicht mehr so lang sein wird. Beide kennen sowas nicht und vermissen daher auch nichts. Und wenn Minh dann nicht mehr so aktiv ist, gibt es jedenfalls deswegen keinen Stress.

Für Thor und einen neuen Partner, wenn es dann ansteht, ist das dann auch ein gemeinsamer neuer Bereich. Aber noch ist Minh ganz lebendig, ich habe allerdings beim Leckerlie geben heute morgen gesehen, dass der Bauch gerade wieder etwas blutig aussieht ...:cry: ...werde heute abend mal genauer schauen.
 

trulla

Krabbeltier
Staff member
#36
Ach mensch nonin, bei euch ist ja echt der Wurm drin im Moment *seufz**knuddel*
Deine aktuellsten Vergesellschaftungserfahrungen zeigen aber immerhin mal wieder, dass man es nicht immer auf Biegen und Brechen versuchen muss. Manche Renner sind sich halt nicht so grün und ich finde das kann man auch akzeptieren (sofern es Alternativen gibt). Insofern ist es doch zumindest schön, dass die VG so reibungslos funktioniert hat mit Minh und Thor.

Nun sind die Daumen gedrückt für eine möglichst lange, einigermaßen beschwerdefreie Zeit *knuddel*
 

nonin

Mäusesenioren-Liebhaberin
Staff member
#37
Ich danke dir trulla, auch dass du dich anscheinend, zumindest kursiv, durch die Textmassen gewühlt hast. ;) *knuddel*

Gut, dass du das Thema nochmal aufgreifst ... Mäusefreundschaften lassen sich nicht erzwingen! Es ist wichtig, genau hinzuschauen, wie die Mäuse während der VG aufeinander reagieren, daran lässt sich meist erkennen, ob ein Tier einfach insgesamt Stress mit neuen Mäusen hat oder ob die individuellen Persönlichkeiten nicht harmonieren bzw. sich die Tiere einfach nicht "riechen" können.

Der Knubbel ist geschlossen, ein bisschen Schorf ist abgegangen, vielleicht sah das gestern so rot aus. Im Moment scheint Minh also einigermaßen beschwerdefrei zu sein und ich hoffe, es bleibt noch lange so. Er wird sich wundern, wenn er heute keinen Medizinbrei mehr bekommt - AB ist vorerst durch.
 
#38
Hach, ist das ungerecht *heul*
Ich hoffe, dass Minh möglichst lange stabil bleibt, scheint ja im Moment noch halbwegs gut zu laufen.
Das ist so deprimierend :cry:

Nonin, vielleicht meld ich mich die Tage nochmal...
 

nonin

Mäusesenioren-Liebhaberin
Staff member
#39
Durch eine Netz-DSL-Umstellung unseres Telefonanbieters, bei der ausgerechnet bei unserem Anschluss etwas schiefgegangen ist, hatten wir jetzt zwei Wochen weder Telefon noch Internet. *umkipp* Interessante Erfahrung... :D

Minhs Knubbel verändert sich von der Größe her nicht, allerdings blutet er jetzt ab und zu, deshalb leben die zwei seit letzter Woche ohne Einstreu. Zur Wundbehandlung nehme ich weiterhin verdünnte Propolistinktur und habe den Eindruck, dass das die offenen Stellen ganz gut in Schach hält.

Glücklicherweise scheint Minh immer noch wenig Probleme mit dem Tumor zu haben, er schläft zwar viel, frisst aber weiterhin gut und macht zwischendurch auch noch seinen Mausekram.
Weil ich schmerzmäßig nichts übersehen will, habe jetzt mal 3 Tage einen Tropfen Metacam gegeben, um zu schauen, ob er darunter aktiver wird. Wenn ich keine Veränderung feststelle, versuchen wir es erstmal weiter ohne Medikation.

Und die zwei sind weiterhin ganz lieb miteinander, das ist echt ein Geschenk!!!

Die obere Etage bleibt zu, das wäre für Minh angesichts der ihm noch zur Verfügung stehenden Energie zu anstrengend und Thor kommt mit der unteren Etage klar, wenn er genug Kram zum Schreddern hat.

Und hier ein paar Fotos vom Krankenzimmer, zwei mit Thor im Focus, die anderen beiden mit Minh. Auf dem dritten Bild kann man den Knubbel erkennen - wenn man es weiß.







 

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nonin

Mäusesenioren-Liebhaberin
Staff member
#40
Ich habe hier länger nicht geschrieben, weil es nichts wirklich Neues zu berichten gab.

Minhs Tumor wächst fleißig und hat mittlerweile die Größe von etwa zwei Kirschen. :cry: Ab und zu blutet es und er kratzt auch öfter dran rum, ansonsten ging es ihm aber den Umständen entsprechend gut und dank endlos vielen Leckerlies - er frisst mittlerweile vorwiegend Sonnenblumen- und Kürbiskerne, Cashewnüsse, Banane, Mehlwürmer und Gemüse - bringt er immr noch knapp 80 g auf die Waage. =)
Thor und er sind beste Freunde, auch wenn Thor wegen der vielen Pennerei von Minh oft alleine unterwegs ist - dafür ist er uns mittlerweile recht zugewandt. Und die Etage habe ich schon vor Wochen dazugenommen, damit er sich austoben kann.

Aber in den letzten Tagen hat Minh sich verändert und angesichts der erschreckenden Größe des Tumors sind wir gestern zu einer neuen TA gefahren (meine Ärztin ist wegen Krankheit bis mindestens Mitte Juni nicht verfügbar). *seufz*
Bei dieser TA war ich vor über 20 Jahren mit meiner Hündin und Kaninchen, ich dachte, sie praktiziert gar nicht mehr. :D

Jedenfalls hat sie sich viel Zeit genommen, scheint Ahnung von Medikamenten zu haben und hat auch schon Duftdrüsen-OPs bei Rennern gemacht. Ich habe zusätzlich zu Metacam ein weiteres Schmerzmittel (Vetalgin, so was wie Novalgin) bekommen und sie hat mich darin bestätigt, dass sie trotz der Größe des Tumors zum jetzigen Zeitpunkt nicht einschläfern würde, solange Minh "seinen Alltag gebacken kriegt", also noch Lebensqualität hat.

Und bis gestern abend war das auch so.
Aber da mochte er seine Medis plötzlich nicht nehmen und war phasenweise sehr unruhig. Seit heute morgen bin ich sicher, dass es jetzt in die Endphase geht. Ich habe heute früh gleich mit der TA-Praxis telefoniert und eben gerade nochmal mit der Ärztin gesprochen, weil ich sehr unschlüssig war, ob ich Minh den Stress des Drumrums eines Einschläferns zumuten möchte...

In Absprache mit der TA habe ich jetzt entschieden, das nicht zu tun: Thor kümmert sich hervorragend, Minh schläft die meiste Zeit, wenn er wach ist, hat er Unnruhephasen und taumelt auch - aber gerade eben hat er auch seine Medis gefressen und wirkte einen Moment ganz klar.
Er hat eine Wärmflasche an der Stallwand in der Schlafecke und liegt die meiste Zeit an das warme Holz gekuschelt. Thor ist etwas unruhig, er spürt die Veränderung mit Sicherheit auch, aber wie gesagt, er ist ganz fürsorglich und legt sich zwischendurch auch zu ihm. *knuddel*

Ich möchte Minh nicht aus dieser vertrauten Umgebung und der geborgenen Situation mit Thor rausreißen. Und ich habe den Sterbeprozess einer Maus schon einmal über mehrere Stunden bei Bolek miterleben können, im Zuge dieser Unruhe läuft häufig auch ein "Körperprogramm" ab, das von außen erstmal nicht unbedingt leicht auszuhalten ist ...die Tiere dagegen sind schon halb "unterwegs" und nehmen das intern ganz anders war - ich habe dabei jedenfalls bisher keine Qual erkennen können und auch schon mit meiner TA darüber gesprochen.

Wenn er es bis morgen allerdings nicht geschafft hat, habe ich vorsorglich einen Termin gleich zu Anfang der Sprechstunde gemacht - das dauert mir dann zu lang.
Und wenn es sich ganz schlecht entwickelt, können wir heute nachmittag auch noch zu einer anderen TA-Praxis fahren (die neue hat heute zu).

Mein größter Wunsch ist, dass Minh sich im Laufe des Tages alleine auf die Reise macht... *bat* Drückt bitte die Daumen!
 
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