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Vor der Anschaffung....

#1
... gibt es noch immer viele Fragen ;)

Trotz intensiven Lesen im Forum bin ich mir doch unsicher ob das was wir vorhaben so auch machbar bzw. gut für die Fellpopos ist.

Erst dachte ich: Kauf n Käfig, hübsch gestalten... Punkt. Aaaaaber dann hab ich hier im Forum all die schönen Eigenbauten gesehen und ja was soll ich sagen... ich Will auch einen.

Die Anschaffung der Mausis ist erst für Ende Juli frühestens geplant, so dass noch ausreichend Zeit für Planung und Bau vorhanden ist.
Geplant sind erstmal 4 Fellbälle, wobei ich die Kombination 1 Kastrat und 3 Damen schön finden würde.

Geplant ist der Umbau eines Ivar Regals in den Maßen 80x50x179cm. Ich bin mir unsicher wie ich das in den Mauscalc eingeben soll. 4 Ebenen dürften doch auf der Höhe rein gehen, oder? Oder gehen nur 3 weil die sonst zu eng wären? Als ich mal mutig 3 Ebenen eingegeben hab sagte Mauscalc es passen über 20 Tiere rein... das legt die Vermutung nahe das ich zu blöd dafür bin ^^

Das größere Regal passt bei uns nicht unter die Decke weil da ne offene Treppe stört. Und das etwas kleinere könnte man ja eventuell nochmal erweitern indem man noch ein zweites daneben stellt. Das geht allerdings am derzeitigen Platz wo der Käfig geplant ist nicht. Da wir uns allerdings mit dem Gedanken tragen ein Haus zu kaufen falls wir eins finden das zu uns passt ist ja noch alles offen... ;) oder im Wohnzimmer muss schwer umgeräumt werden..

Was sagt ihr? Wie groß sollten die Abstände zwischen den Etagen sein und wie viele Mäusschen dürften einziehen?
 

Lasiusniger

Körnchengeberin
Staff member
#2
Hallo,

aktuell beträgt das im Forum bevorzugte Mindestmaß für die Grundfläche 100cm*60cm oder aber 120cm*50cm. Kleiner sollte sie nicht sein, da die kleinen Monster einen immensen Bewegungsdrang haben.
Ich persönlich habe 100cm*60cm als Grundfläche und bereue, nicht noch etwas mehr Länge eingeplant zu haben. Sie flitzen wirklich gerne, und ein vernünftiges Gangsystem braucht ebenfalls Platz.
Du könntest neben dem 80er noch ein 40er Ivar einplanen, dann hättest du 120cm*50cm durchgehende Grundfläche.
179cm Höhe ist absolut ok, bei noch größerer Höhe wären die oberen einzwei Etagen nicht mehr ohne Leiter einsehbar. Ich habe 4 Etagen plus Grundfläche auf insgesamt 152cm Höhe.
Die einzelnen Ebenen müssen nicht allzu hoch sein. Die unterste sollte 40cm oder mehr haben, damit du 20-30cm hoch einstreuen kannst. Dann brauchst du noch eine Ebene mit mindestens 35cm Höhe für ein großes Laufrad und für ein bisschen Kletterzeugs. Die anderen Etagen können deutlich weniger hoch sein.

Ich habe auch mal mit einem Ivar-Umbau geliebäugelt, aber wenn man weiter drüber nachdenkt, dann ist es einfacher und günstiger, sich entsprechende Sperrholzplatten (Boden+Deckel, 2 Seitenwände, X Etagen) im Baumarkt zusägen zu lassen und diese dann zu Hause nur noch zusammenschrauben zu müssen. Man muss dann die Ebenen auch nicht um die Pfosten herum bauen und man muss sich nicht um Streuschutz rundum kümmern, sondern nur noch vorne an den Türen. Lackieren und Türen bauen muss man bei einem Ivar auch.
Bei mir ist es letztlich ein OSB-Terrarium-Umbau mit Aufsatz geworden.

Wieviele Mäuse einziehen dürfen kommt sehr darauf an, wieviel Grundfläche du insgesamt bieten kannst. Ich habe 2,78qm Fläche und bei mir spuckt mauscalc 24 Mäuse aus. Ich hatte bisher maximal 18 Mäuse drin und halte das für absolut ausreichend, mehr müssen es nicht sein. Der Wuselfaktor ist dann hoch und es gibt trotzdem noch ruhige Ecken, falls mal ein Mäuschen etwas Ruhe braucht.
Für den Anfang würde ich dir immer 6-8 Mäuse empfehlen. Bei nur vier Mäusen kann es leider schnell passieren, dass du nur noch drei oder gar zwei hast, weil immer mal eine unvorhergesehen sterben kann und dann stehst du unter Druck und musst schnell neu vergesellschaften. Bei 6-8 hast du etwas Puffer. Bei noch mehr Mäusen geht am Anfang gerne mal der Überblick etwas verloren.

Ich finde es richtig klasse, dass du mit so viel Vorlauf richtig planst :):)
 

FrauHotzenplotz

Handwerkerin für alle Felle
#3
Hallo Dakanaz,

herzlich willkommen im Forum erstmal! Ich bin zwar aus der Rennmausecke aber zu der Idee, ein IVAR-Regal umzubauen kann ich auch was sagen:

Wir hatten das ursprünglich auch geplant, weil wir sogar noch IVAR-Teile aus unserer alten Wohnung im Keller rumliegen hatten und man die ja auch sonst gebraucht meist sehr günstig bekommt. Wir haben uns dann aber doch aus mehreren Gründen dagegen entschieden:

1. Wie Lasiusniger schon sagte, muss man immer um die Eckpfosten herumbauen, was durchaus kompliziert werden kann.

2. Durch die Eckpfosten entstehen ungünstige Ecken, die man schlecht einrichten und noch schlechter reinigen kann.

3. Wenn man zwei Regale aneinander stellt, entstehen zwischen den Regalböden kleine Lücken, die urin- und nagesicher abgedichtet werden müssten.

4. Die Pfosten der IVAR-Regale haben überall kleine Löcher, die man auch irgendwie abdichten müsste, damit sich darin kein Dreck sammelt und nicht alles angeknabbert wird.

5. Die IVAR-Teile müssen alle vorher komplett und mehrfach lackiert werden, auch die Pfosten. Das ist wirklich ein riesen Haufen Arbeit.

Von daher würde ich auch zu einer anderen Variante raten. Entweder ein Eigenbau aus einfachen Holzplatten, wie Lasiusniger es vorgeschlagen hat. Oder vielleicht findet ihr ja einen Schrankkorpus in passender Größe, den ihr umbauen könnt?

Wieviel Platz hättet ihr denn aktuell zur Verfügung, also von den genauen Maßen her?

Liebe Grüße
 
#4
Also an dem Platz wo es hin soll gehen von der Länge zwar problemlos 100 cm aber die Tiefe von 60 cm Krieg ich da nicht hin... 120cm mit 50 cm Tiefe gehen wahrscheinlich auch nicht an der Ecke weil da noch n Schuhregal steht... und daneben ist Türe... hmpf!

Bei 60 cm Tiefe würde das zu weit in den Raum stehen und da davor unsere Esszimmer Garnitur steht geht das nicht, sonst sitzt man immer halb im Käfig. Außerdem gehts da die Treppe hoch, da machen 10 cm schon viel aus.

Da gäbe es als Alternative nur einen anderen Stellplatz zu suchen wo die Tiefe bzw die Breite erfüllt werden könnte... Ich hab nur die Befürchtung das mein Mann auf die Barrikaden gehen wird wenn ich ihm sage das er das Wohnzimmer umräumen muss ^^
 

FrauHotzenplotz

Handwerkerin für alle Felle
#5
Na, am besten wäre es, wenn du mal ganz genau messen würdest, wie viel Platz ihr da genau habt, sodass das Schuhregal stehen bleiben könnte und ihr auch nicht im Mauseheim zum Abendessen sitzen müsst. 😅

Wenn ihr nämlich komplett selbst baut, seid ihr ja gar nicht auf so feste Standardmaße angewiesen. Wenn 60 cm zu tief ist und 120 cm zu lang ist, vielleicht ginge dann aber trotzdem irgendein Zwischenmaß? Bei 112 x 54 cm kommt ihr schließlich auch auf die passende Grundfläche. 😉

Liebe Grüße
 
#6
es sind 105x50cm... mehr ist hier nicht drin... ich werde mich dann wohl heute Abend noch mal mit dem Göttergatten beraten müssen.
Schade... die Maßen von Ivar hätten perfekt gepasst... und ihr wisst ja wie das ist. Wenn die Knubbels erstmal da gewesen wären hätte ich meinen Mann nicht groß bequatschen müssen zum Erweitern (sowohl des Geheges als auch was die Menge der Bewohner angeht ;) )

Aber gut das es Foren und Ansprechpartner gibt... so weiß ich jetzt im Voraus das es nicht so geht wie ich mir das gedacht habe.
Denn eins steht mal fest... wenn es keine Möglichkeit der Artgerechten Unterbringung gibt, dann muss man sich ( zumindest erstmal) damit abfinden.

Mal abwarten was der Chef heute Abend sagt...

Trotzdem erstmal vielen Dank für die netten und ausführlichen Antworten!
 

Lasiusniger

Körnchengeberin
Staff member
#7
Ich empfinde Mäuse im Wohnzimmer eigentlich sogar als sehr schön. Wenn sie so stehen, dass man sie von der Couch aus gut und gemütlich beobachten kann, hat man am meisten von ihnen. Farbis sind im Gegensatz zu beispielsweise Ratten eher Beobachtungstiere. Und sie sind zwar auch tagsüber regelmäßig aktiv und man kann sie auch ein bisschen steuern (interessante Sachen dann in den Käfig geben, wenn man Zeit zum Beobachten hat), aber am ehesten bekommt man die Wuselei mit, wenn man es sich abends auf dem Sofa gemütlich gemacht hat und irgendwann durchs Rascheln im Gehege aufmerksam auf sie wird.

Ein Metergehege ist schon wirklich toll, die meisten Mäuse müssen leider kleiner leben. Vor ein paar Jahren noch wurde der halbe Quadratmeter als Grundfläche empfohlen, auf offiziellen Seiten ist das derzeit immer noch so. Die Pflegestellen hier im Forum vermitteln derzeit in Gehege ab einer Grundfläche von 0,6qm.
Mir persönlich kam das zu Beginn meiner Mäusehaltung ziemlich übertrieben vor... so viel Platz für so kleine Tiere... aber schon nach drei Monaten fand ich die Grundfläche winzig und wünschte, ich hätte mehr eingeplant. Man darf nicht vergessen, dass Farbmäuse in der Regel keinen Auslauf bekommen. Sie können sich nicht abends frei im Wohnzimmer austoben wie andere Tiere. Und neben den Tieren soll ja auch noch Einrichtung und Bespaßungszeugs reinpassen :D
Die Käfigempfehlungen werden im Laufe der Jahre eher größer als kleiner, wenn man ein bisschen Puffer einbaut, ist man auch in fünf Jahren noch auf der sicheren Seite.
 

Lumi

Administrator
Staff member
#8
hallo und herzlich Willkommen,

ich muss da jetzt vielleicht ein bisschen Wind aus den Segeln nehmen.... :)
aktuell beträgt das im Forum bevorzugte Mindestmaß für die Grundfläche 100cm*60cm oder aber 120cm*50cm.
Das klingt so formuliert als "Muss".
Fakt ist: Mindestmaß ist laut Gesetz/Richtlinie 0,5qm. also z.B. 100x50.
Davor waren es 80x50. ...
Klar, größer ist besser. und es mögen auch einige Pflegestellen mehr fordern... Aber eiiiiiiiiiigentlich ist Forenkonsens 100x50.
Und auch mit entsprechender Höhe lässt sich da doch noch einiges rausholen.
Auch wenn Mäuse nicht fliegen können - Grundfläche allein ist nicht alles.

Früher waren IVAR-Umbauten DAS Ding der Maushaltung.
Kostengünstig, super Material (Nix Sperrholz oder OSB, sondern Vollholz), flexibel....
Doch das Mindestmaß wird eben nicht eingehalten bei einem normalen 80er Regal.

Wenn ihr 105x50 realisieren könnt: Machts!
Man kann auch mit "Balkonen" oder "Dachterassen" noch einiges rausholen. vielleicht ist ja auch das was?
Einfach mal mit ganz offenem Blick die in Frage kommende Ecke anschauen. :)
 
#9
Ja Liebe Dakanaz,
wenn man Mäuse hat und merkt wie sehr sie sich über jeden cm freuen will man echt gerne gross bauen aber 90% aller Mäuse haben nicht so ein tolles leben.Viele wohnen in mini Käfige. Ich glaube deine Mäuse hätten es gut mit dir!! Und du mit den Mäusen. Und Lumi´s Idee mit den Balkon über den Schuh Regal könnte sehr cool sein.
 
#12
Hallo,
wenn in der Kleinsäugerhaltung große Gehegetiefen favorisiert wurden, konnte ich das lange Zeit so richtig nicht nachvollziehen. Weil ... große Tiefenmaße haben auch ein paar Nachteile; sie fordern Zugänge an mehreren Gehegeseiten und/ oder große Abstände der Volletagenböden.
Mir gefielen Gehege mit "langen" -> längsseitenbetonten Nutzflächen sehr gut. Ich wollte meinen Tieren gern lange Sprintkorridore bieten. Tiefe Gehege hingegen werden oft so strukturiert/ eingerichtet, dass Nischen entstehen. Ich weiß nun, dass viele tiefe Gehege auch schön lang (breit) sind und man darin gut strukturieren kann, aber in den Strukturen tiefer Gehege können sich die Tiere auch verbarrikatieren und so verbergen, dass man nicht an sie kommt, wenns sein müsste.

Bis vor wenigen Jahren wurde ein Regalsystem namens Björn von der Baumarktkette Obi vertrieben. Im Unterschied zu Ivar, Aneboda etc. gab es das Regalsystem Björn nicht mit 50cm-Tiefe sondern nur mit einer 40cm-Tiefe. Die Regalböden des Björn hatten diese Aussparungen für die Kanthölzer der Seitenteile an den Ecken. Die arretierten Böden haben die Kanthölzer übers Eck umschlossen. Zwischen den EtagenBöden nebeneinander gestellter Björnregale blieben deshalb nur minimale Fugen (wenn die benachbarten Etagenböden in gleicher Höhe montiert waren).
Die Kanthölzer der schmalen RegalSeitenteile haben zudem Nuten - vertikal laufend. In die (4x4)mm FührungsNuten kann man 4mm dicke Platten aus Holz (Sperrholz/ Leimholz) oder Acrylglasplatten (Kunststoff) oder Glasplatten schieben ... wahlweise. Mit Maschendrahtgittern hatte ich die Leiterteile /Seitenteile auch eine Zeitlang bestückt ... mit kurzen dünnen Acrylglasplattenstücken fixierte ich die dünnen Maschendrahtgittern in den Führungschlitzen der Seitenteile.

Während einiger Jahre wohnten meine Tiere in 2 nebeneinander gestellten, als Gehege ausgebauten Björn-Regalen mit den Maßen: 80cm lang, 40cm tief und 124cm hoch. Die Nutzfläche pro Etagenboden vergrößerte sich dadurch quasi auf (160x40)cm². Noch heute, nachdem ich "Unidöme" nutzte, die mit ihrer 55er Tiefe zwar nützlich aber nicht schön aussehen, finde ich meine alten Björnregalgehege noch gut und würde Farbmäusen und Farbratten auch heute noch zumuten, darin zu wohnen.
mfG
 
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