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Waldmaus mit welchen Arten halten?

#1
Hallo, ich bins mal wieder. Ich habe ja vor einiger Zeit bereits einen Thread über meine kleine Waldmaus erstellt, die ich aufgezogen habe. Sie ist gesund und munter, aber auswildern kann ich sie auf keinen Fall mehr, dafür ist sie viel zu zahm. Ich brauch nur meine Hand ins Gehege halten und sie sitzt sofort darauf, und sie verlässt sich so darauf dass jeden morgen frisches Futter dasteht. Für ein Gehege wäre gesorgt, einen Nagerschrank kann ich ohne Probleme bauen, ich bin handwerklich nicht ganz untalentiert 😉. Allerdings ist sie sehr, sehr einsam. Nachts nagt sie am Gitter oder rennt stundenlang im Laufrad und tags schläft sie nur. Deshalb will ich unbedingt ein-zwei Kameraden für sie haben. Das Problem ist, dass es ein Böckchen ist, und ich ihne nicht kastrieren lassen will und kann. Deshalb ist meine Frage, ob es kompatible Arten gibt, wo ich ein Weibchen nehmen kann ohne dass es Hybriden gibt?
 

Brokat

2
Staff member
#2
Hallo Aiden,

toll, dass dein Mäuschen überlebt hat und jetzt gesund und munter ist.

Ich möchte dir dringend empfehlen, doch noch einmal über eine Auswilderung nachzudenken. Wildtiere leiden in Gefangenschaft unter Platz- und Beschäftigungsmangel. Selbst mit dem tollsten Gehege kannst du deinem Mitbewohner nicht gerecht werden. Und so wie du schreibst, möchtest du das auf jeden Fall! Da Waldmäuse Einzelgänger sind (Korrigiert mich bitte, wenn ich was Falsches schreibe!), würde dem kleinen Kerl auch Gesellschaft nicht helfen. Abgesehen davon ist es verboten, heimische Wildtiere ohne triftigen Grund als Haustiere zu halten.

Vielleicht findest du jemanden, der sich gut mit dem Auswildern von Waldmäusen auskennt und das Schritt für Schritt für dich übernehmen könnte?

Alles Gute für die Maus! *Käse*
 
#3
Hi Aiden,
"randalieren" ( Gitternagen ist bei Waldmäusen da ganz typisch) und "Rastlosigkeit" ( stundenlang im Laufrad rennen, bzw. durchs Gehege flitzen/klettern) sprechen eine ganz deutliche Sprache- nämlich Mäuschen ist mit der aktuellen Situation absolut unzufrieden.
Ich spreche aus Erfahrung- ein größeres Gehege und artfremde Gesellschaft wird da nicht helfen.
Die Maus zeigt ganz deutlich dass sie ihre Freiheit haben möchte und auch braucht um glücklich zu sein.
Draußen kann sie ihre Instinkte voll ausleben- in fremder Umgebung mit fremden Gerüchen, Geräuschen etc. springen dann auch die Instinkte an und nichts ist mehr mit Zahmheit oder keine Angst ;)

Ich kann mich Brokat nur anschließen- auch ich lege dir die Auswilderung ans Herz und ich weiß wie sehr einem die kleinen Zöglinge ans Herz wachsen.
Ein großes Lob- du hast gute Arbeit geleistet wenn das Mäuschen so fit und munter ist! :)
 
#4
Ich würde sie ja gerne auswildern, nur bleibt da noch ein kleines Problem. Nämlich dass in unserem Stadtteil auf 9.000 Menschen locker so um die 3.000 Katzen kommen. Im Garten hier würde es schonmal garnicht gehen, da sich meine Katze und der Nachbarskater das Revier teilen und hier sehr oft tote Tiere liegen. Dazu kommen noch mehrere Igel.

Würde ich sie im Wald auswildern wäre da dasselbe Problem da dieser direkt an den Stadtteil grenzt und auch einige Katzen ihr Revier auf diesen ausgeweitet haben. Da der Wald auch zu einem Naturschutzgebiet gehört gibt es dort aber auch schon genug andere Prädatoren.

Ich will ja auch nur das beste für sie. Das wäre auswildern, ja, und das würde ich auch tun, wenn auch schweren Herzens. Jedoch will ich das nicht in der Gewissheit tun, dass sie sehr bald sterben wird, weil sie mir eben etwas bedeutet.

Weiß hier vielleicht irgendjemand ob es irgendwo eine Person oder irgendeinen Verein oder so gibt welcher zahmen Wildtieren ein sicheres Leben in einem großen Gehege ermöglicht? Oder irgendetwas anderes wo sie sicher leben aber sich auch ausleben kann?
 
#5
Hi Aiden,
ja, das ist wirklich ungünstig.
Ich könnte dir anbieten- so das Mäuschen hier her reisen kann- dass ich sie bei mir auswildere. Entweder im Garten ( da leben bereits Waldmäuse und ist vergleichsweise sehr gut geschützt und Futter sicher ^^ ) oder in näherer Umgebung. Ich weiß einige schöne Flecken mit großflächigen Brombeerhecken etc. weit genug weg dass sich zumindest keine Katzen hin verirren.
Ist nur ein Angebot, bei Interesse gerne Näheres per PN ;)
 
#6
Ich habe jetzt das folgende Konzept entwickelt: Da meine Katze glaube ich eh zu blöd ist Tiere zu töten ( immerhin hatte sie die Babymaus zweimal weggeschleppt und ihr nix angetan, sonst hatte sie bisher nur eine Blaumeise die aber schon länger tot war dabei, sonst bringt sie immer nur Blätter oder Äste und man sieht sie auch oft mit solchen kämpfend) und der Nachbarskater sowieso zu dick ist um irgendwas zu reissen (geschmackloses Wortspiel, ich weiß) ist es in unserem Garten wahrscheinlich doch sicherer als anderswo.

Ich werde den Käfig ohne Unterteil im Garten mit Heringen befestigen und jeden Tag frisches Futter und Wasser hineinstellen. So kann sie sich durch die Erde Tunnel hinausgraben und sich draußen beschäftigen.
So hat sie
1. Einen katzensicheren Rückzugsort
2. Immer Zugang zu frischem Futter
Und wenn ich Glück habe baut sie sich sogar ihr Nest da drin.
 
#7
Hi Aiden,
Ich hatte fast vier Jahre lang einen Waldmäuserich als Lebensgefährten. Ich hatte ihn aber als beinahe haarloses Baby schon und er konnte einfach das Überleben in der Wildnis nicht. Ich hatte ihn beinahe den ganzen Tag am Körper getragen oder hab ihn in der Wohnung laufen lassen. Er brauchte Platz und Beschäftigung, vor allem in Dämmerungszeiten. Wenn man deinen Zwerg auswildern kann, dann tu es auch. Dein Konzept hört sich doch super an. Auch die Jahreszeit ist gut.
Behalten ist mehr als schwierig, unabhängig von den ethischen Bedenken.
Viel Erfolg bei deinem Vorhaben.
Sandra
 
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