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Was tun wenn...? - Schwer verletztes Tier erlösen?

#1
Ich wollte mal von Euch wissen, was ihr machen würdet wenn zB. Ein schwer verletztes Tier auf der Straße liegt, definitiv zu schwer verletzt um noch zu helfen, aber eben noch am Leben ist.

Ich habe vor einiger Zeit mal ein junges Eichhörnchen halb platt auf der Strasse liegen sehen. Ich bin angehalten um zu schauen, ob es auch wirklich schon tot ist (es war tot :cry:).

Was aber wenn, dass Eichhörnchen noch gelebt hätte (zB. direkt nach dem Unfall)?
Bei solch schweren Verletzungen ist es ja eigtl nicht vertretbar, dass Hörnchen aufzuheben und zum TA zu bringen... es würde hôchstens noch mehr Schmerzen (durch den Transport) haben und eh keine Chance *seufz*

Es klingt vielleicht barbarisch, aber ich würde es schnellstmöglich erlösen...sei es mit Knüppel oder mit gezieltem úberfahren. Wobei ich das jetzt nur so leicht dahersage...wahrscheinlich könnte ich mich dazu kaum überwinden....*Angst*

Was würdet Ihr tun?
 
#2
Vor der gleichen Frage stand ich auch mal.
Allerdings habe ich da ein Reh angefahren, es ist dann noch auf die andere Straßenseite geprungen und dort zum Liegen gekommen. Es hat definitiv noch gelebt, hat gezappelt und versucht wieder auf die Beine zu kommen.
Ich habe damals meinen Papa angerufen um ihn zu bitten mir den zuständigen Jäger für die Straße durchzugeben.
Allerdings hielt dann recht zeitnah ein Auto an um mir (und dem Reh) zu helfen.
Das war der örtliche Schlachter. Er hat ein Messer aus seinem Kofferraum geholt und dem Tier die Kehle aufgeschnitten.
Ich konnte tagelang nicht pennen weil ich das so grausam fand!
Für das Tier war es vermutlich das beste. Bis ich den Jäger erreicht hätte, wären vermutlich auch noch einige Minuten verstrichen gewesen..Und bis der dann da gewesen wäre...
 
#3
Oh man, dass ist genau so eine Situation, wovor ich einen riesen Horror habe *umkipp*
Und wenn ich dann auch noch das Tier angefahren hätte...oh Gott...Ich kann mir gut vorstellen, dass Du da nicht mehr schlafen konntest. Aber es war ein Unfall, und soetwas kann nunmal jedem passieren, mach dir also keine Schuldgefühle *knuddel*, du hast auch mit Sicherheit richtig gehandelt indem du das Tier erlöst hast.
 
#4
eine schwierige Frage... der Jäger/Förster ist oft nicht schnell genug vor Ort.
Hier gab's vor etwa 2 Jahren einen ähnlichen Fall (ich kenn die beteiligte Person selber, und kenn die Geschichte daher aus erster Hand) mit einem angefahrenen Fuchs - der war durch einen Autounfall querschnittsgelähmt, und schleppte sich in den Wald. Die erwähnte Person war mit ihrem Hund im Wald und fand den Fuchs.
Es wurde die Polizei verständigt, die eine Streife mit zwei Beamten vorbei schickte. Der Streife wurde die genaue Position des Fuchses beschrieben. Die Beamten verschwanden im Busch - kamen kurz darauf wieder raus, und behaupteten, das Tier sei nicht aufzufinden, und fuhren wieder weg. Die Person machte sich wieder auf den Weg zu der Stelle, und fand den Fuchs an genau der beschriebenen Stelle - telefonierte also erneut mit der Polizei.
Die beiden Beamten kamen erneut angefahren. Diesmal blieben sie länger im Busch verschwunden. Dann wollten die Beamten sich wieder verabschieden - hatten den Fuchs diesmal jedoch gefunden. Meinten allerdings, sie können nichts tun. Nach längerem Hin und her konnten sie davon überzeugt werden, das Tier mit der Dienstwaffe mittels eines gezielten Kopfschusses zu erlösen.
Die Beamten verschwanden also wieder im Busch. Ein Schuss fiel. Die Beamten kamen wieder aus dem Busch, und wollten sich eiligst verabschieden.
Die Person machte sich aber auf, um die Ausführung zu kontrollieren. Als die Beamten das bemerkten, gingen sie jedoch erneut zum Fuchs. Ein 2. Schuss fiel, und kurz darauf noch ein Dritter. Darauf hin fuhren die Beamten dann wirklich wieder ab, und hatten es dabei auffällig eilig.

Bei einer anschließenden Kontrolle des Tiers ergab sich dann folgende Situation:
* ein Einschuss hatte dem Tier einen Vorderlauf abgetrennt
* ein weiterer Einschuss hat dem Fuchs den Unterkiefer zerschmettert
* ein Einschuss war dann tatsächlich auch der finale Erlösungsschuss.

Der Fuchs wäre sicher froh drüber gewesen, wenn er nach einer durchschnittenen Kehle wenige Sekunden später das Bewusstsein hätte verlieren dürfen. Unter Umständen ist der juristisch richtige Weg also auch mal der Falscheste Weg, den es nur geben kann.
 
#5
Mein Freund hatte hier letzte Woche einen solchen Fall. Eine Kohlmeise ist gegen unsere Scheibe geflogen und lag danach auf unserem Balkon. Er hat noch gelebt, konnte sich aber kaum bewegen, nur leicht gezappelt. 10 Minuten später ist er von alleine gestorben.

Ich war nicht zu Hause und hab mir dann auch überlegt, was ich getan hätte, wenn ich da gewesen wäre. Hätte es Sinn gemacht das Tier zum TA zu bringen? Eventuell Krankheiten / Paraisten etc zu riskieren? Das Problem ist, das man nie einschätzen kann wie lange sich das Tier in dem Zustand noch befindet, ob es schnell oder langsam stirbt oder ob es sogar noch zu retten ist. Das ist wirklich eine schwieriger Situation. =(
 
#6
@jaw:
Wie kann man denn daneben schiessen???...ich meine die polizisten sind doch in der waffenführung ausgebildet und ein verletztes am boden liegendes tier in den kopf zu schiessen sollte da doch keine herausforderung darstellen, ausser vielleicht die überwindung. Ich bin grad echt schockiert, die haben dem tier doch nicht vorsätzlich ins bein oder in den kiefer geschossen, oder???
 
#7
Oh man, dass ist genau so eine Situation, wovor ich einen riesen Horror habe *umkipp*
Und wenn ich dann auch noch das Tier angefahren hätte...oh Gott...Ich kann mir gut vorstellen, dass Du da nicht mehr schlafen konntest. Aber es war ein Unfall, und soetwas kann nunmal jedem passieren, mach dir also keine Schuldgefühle *knuddel*, du hast auch mit Sicherheit richtig gehandelt indem du das Tier erlöst hast.
Also ICH habe das nicht erlöst.
Das war der Metzger der angehalten halt als er mich auf der Straße gesehen hat..Ich könnte keinem Tier die Kehle durchschneiden
 
#8
@Ophelia: DIESE Frage haben sich auch schon viele gestellt - und wenn man dann noch bedenkt, dass zur Grundausstattung eines jeden Streifenwagens in Deutschland auch noch eine Maschinenpistole (idR. eine HK MP5 mit einer Kadenz von 800-900 Schuss / Minute) gehört, dann wird's einem schon ganz anders.

Nein, Vorsatz vermute ich da nicht, allerdings absolute Überforderung bei der Benutzung der Dienstwaffe, an der sie ja an sich ausgebildet und regelmäßig trainiert sein sollten.
Natürlich ist das auch für die Polizisten eine absolute Ausnahmesituation, aber dennoch...
 
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