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Fragen zu Farbmäusen

#1
Hallo ich habe zwei Farbmäuse bekommen ( Weibchen ) .

Ich bin 13 Jahre alt sind meine ersten Farbmäuse und habe paar Fragen würde mir sehr helfen, wenn ihr mir die Fragen beantwortet oder mit Tipps geben könntet.

1. Ich habe Papprollen von den WC Papier im Käfig liegen und die nutzen sie und krabbeln auch durch, aber die knabbern die immer an: ist das giftig für Mäuse oder dürfen das Mäuse ?
2. Ich habe zwei Weibchen und die eine frisst aus der Hand, aber die andere haut schon immer ab, wenn ich den Käfig aufmache und habt ihr da Tipps damit man die zahm bekommt ?
3. Woran erkennt man das es den Mäusen nicht gut geht ? oder wenn es denn Mäusen etwas weh tut ?
4. Wie alt werden Farbmäuse ? meine sind seit dem 17.12.18 ein halbes Jahr alt ?
5. Wie oft muss man zum Tierarzt mit den Mäusen ?
 
#2
Hallo Mrs Grey und erst einmal herzlich Willkommen im Forum!
Ich glaube, Du bist momentan unsere jüngste Userin, Glückwunsch!

Zu Deinen Fragen:
1. Mäuse lieben Papprollen, die sind ein beliebtes Spielzeug und nicht giftig für die Mäuse.
2. Mäuse sind wie Menschen oder Hunde Individuen und verhalten sich ganz unterschiedlich. Es gibt zutrauliche Mäuse und scheue Mäuse. Man kann aber mit viel Geduld das Zutrauen einer Maus auch gewinnen. Am besten funktioniert das mit Leckerlis. Dazu vielleicht später mehr. Das ist eine Frage, die man nicht so schnell beantworten .
3. Es gibt verschiedene Anzeichen, daß es einer Maus nicht gut geht. Dazu gehören ein gesträubtes, unordentliches Fell, das nicht mehr glänzt, die Maus kann auch einen Buckel haben, sie bewegt sich nur langsam und wenig, sie macht Geräusche, die sich wie Zwitschern, Knacken oder Tuckern anhören, sie hat kleine Äuglein, sie hält die Nase viel nach unten. Wenn man beim Atmen seitlich die Flanken deutlich sich bewegen sieht, hat die Maus vermutlich Atemnot. Ständiges Kratzen ist auch nicht normal.
4. Farbmäuse werden im Schnitt 1,5 Jahre alt. Manche Mäuse werden aber auch über 2 Jahre alt.
5. Wenn es der Maus nicht gut geht, muß man zum TA. Sonst nicht, weil das für die Mäuse ein großer Streß ist. Man nimmt dann auch immer eine Partnermaus mit. Es ist gut, wenn man sich rechtzeitig nach einem guten TA umhört, der sich mit Mäusen auskennt.

Ich hoffe, Du bekommst noch mehr Antworten, ich muß jetzt Mäuse füttern!
Viele Grüße
Fufu
 

CaptainC

Mausbesitzer Level 8
#3
Huhu Mrs-Grey!
Die anderen Fragen überlasse ich lieber den Profis hier, aber da ich meine Mäuse auch gerade handzahm mache, kann ich dir bei Frage 2 vielleicht ein bisschen helfen :)
Mäuse lassen sich super auf bestimmte Rituale hin trainieren und lieben Routine. Wenn sie zum Beispiel jeden Abend so ca um 8 aktiv werden, dann kannst du dich immer zur gleichen Zeit zum Käfig setzen und ein paar Leckerlies in deiner Hand anbieten. Meine mögen kleine Stücke Vollkorn-Oblate, getrocknete Mehlwürmer und Sonnenblumenkerne sehr gerne. Davon bitte nicht zu viel füttern, weil die ordentlich dick machen :D
Du kannst dich dann also ganz ruhig vor den Käfig setzen und die Hand mit den Leckerlies im Käfig auf den Boden legen. Dabei machst du am besten keine lauten Geräusche oder schnellen Bewegungen und versuche nicht von oben in den Käfig zu greifen (von oben kommen Raubvögel!), sondern eher von der Seite. Die eine Maus, die schon handzahm ist, wird sicher sehr schnell verstehen was Sache ist und nach ein paar Tagen immer zu deiner Hand gelaufen kommen. Danach kann man super ausnutzen, dass Mäuse so sozial sind. Die andere Maus wird nämlich vermutlich irgendwann schnallen "Ey, meine Mäusefreundin kriegt jeden Abend aus der Hand total leckere Sachen und ich nicht" und wird immer näher zu dir kommen, um zu gucken, ob alles sicher ist und ob sie auch etwas abgreifen kann.
Ich habe ebenfalls eine ganz ganz scheue Maus in der Gruppe, bei der das funktioniert hat :) Sie wird immer am scheuesten bleiben und schnell weglaufen, wenn ihr etwas komisch vorkommt, denn das gehört einfach zu ihrer Persönlichkeit. Aber einen Snack holt sie sich trotzdem ab, besonders wenn der Rest von der Gruppe schon an der Hand sitzt und frisst, denn das gibt ihr Sicherheit.
Wenn deine Mäuse dir dann so gut vertrauen und sie vielleicht sogar auf deine Hand laufen oder in den Ärmel klettern, dann solltest du die Hand am besten ruhig halten und nicht nach den Mäusen greifen oder sie ruckartig hochheben, weil sie sich dann erschrecken und Angst bekommen.

Ich hoffe, das hilft dir ein bisschen. Mit Ruhe und Geduld sollte das klappen!
lg
~CC
 

FrauHotzenplotz

Handwerkerin für alle Felle
#4
Hallo und herzlich willkommen im Forum!

Ich halte zwar Rennmäuse und keine Farbmäuse aber zumindest zu deinen ersten beiden Fragen kann ich auch was beitragen:

1. Unbedruckte Pappe ohne Klebestreifen oder ähnliches kannst du deinen Mäusen bedenkenlos anbieten. Rennmäuse sind glaube ich etwas nagefreudiger als die Farbis, sodass unsere beiden Renner pro Tag mindestens 3 leere Klopapierrollen oder 2 große leere Küchenrollen in kleinste Stückchen zerlegen. 😅

Du kannst aus Pappe und Papprollen auch ganz tolle Sachen für deine Mäuse basteln. Schau mal hier:

https://wiki.mausebande.com/bastelecke/papproehren

Man kann die Papprollen aber auch mit etwas Mehlkleber (Mehl mit etwas Wasser gemischt) bepinseln und mit dem normalen Futter bekleben. Das ganze muss dann sehr gut trocknen, am besten einige Tage auf der Heizung.

Du kannst auch ein bisschen Heu oder Stroh in eine Papprolle stecken, ein paar Leckerchen (Sonnenblumenkerne usw.) rein stecken und nochmal ein bisschen Heu und Stroh rein stecken. Da haben die Kleinen dann gut zu tun, bis sie an die leckeren Sachen kommen.

Wenn du viel Zeit und Lust zum basteln hast, kannst du aus mehreren kleinen Pappkartons, Papprollen und ungiftigem Holzleim (z.B. Ponal) auch eine ganze Mäuseburg basteln mit Burgtürmen und Geheimgängen zum toben und klettern. 😁

Wir haben für unsere Renner gerade einen Tunnel aus einer großen Papprolle gebastelt. Dafür haben wir einfach mausgroße Löcher in die Rolle gebohrt und die Röhre dann an der Gehegerückwand aufgehangen:

1547904020492.jpg 1547904245351.jpg

An so etwas haben sicherlich auch Farbmäuse großen Spaß! Also, wie du siehst, kann man Mäusen mit Pappe und Papprollen viele verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten bieten. Nur musst du bei deinen Farbmäusen wohl schauen, ob sie Kartons und Röhren nicht zu sehr vollpiseln. Dann fängt das natürlich an zu müffeln und muss entsorgt werden. Aber dann hast du auch gleich wieder Gelegenheit etwas neues zu basteln. 😉

2. Zum Thema Zähmung kann ich meinen Vorrednern da vollkommen zustimmen. Wenn deine eine Maus mutiger bzw. zutraulicher ist als die andere, wird das wohl im Großen und Ganzen auch so bleiben. Die Mäuschen haben eben auch ganz unterschiedliche Charaktereigenschaften und das sollte man akzeptieren. Kuscheltiere sind sie ha ohnehin nicht.

Trotzdem könntest du, wie CaptainC es wunderbar erklärt hat, natürlich versuchen dem scheuen Mäuschen die Angst etwas zu nehmen. Dazu finde ich es erstmal sehr wichtig, die Mäuse möglichst gar nicht mit der Hand zu greifen.

Wenn du z.B. mal mit den Kleinen zum Tierarzt musst, könntest du versuchen, ihnen eine Papprolle hinzuhalten, die du am einen Ende mit der Hand zuhältst. Wenn die Mäuse dann da rein krabbeln, hältst du die andere Seite auch zu und kannst sie dann mit der Papprolle direkt in die Transportbox setzen. Oder falls die Rolle dafür zu groß ist, lässt du sie halt von der Rolle aus in die Box krabbeln. Wir machen das mit unseren Rennmäusen z.B. so, wenn wir sie wiegen möchten. Sie können dem Papptunnel einfach nicht widerstehen. 😅 Außerdem besteht so auch nicht die Gefahr, dass dir eine Maus aus der Hand flutscht und runter fällt.

Als Leckerchen aus der Hand gibt es bei uns einige wenige Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Pinienkerne oder auch mal kleine Nussstückchen. Auch Haferflocken und Buchweizen werden hier gerne genommen und sind nicht so fett wie die Kerne und Nüsse.

Liebe Grüße
 
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