• Hallo Guest
    Hast Du schon unsere News zum Wiki entdeckt? Wenn nicht: Klick mich an.
    Wir würden uns sehr über deine Mithilfe freuen - und wenn es nur ein kurzes Feedback zur neuen Wiki-Seite ist :)

Kastration beim Weibchen, Alternativen?

#1
Hi,

hat hier schonmal jemand ein Weibchen kastrieren lassen?

Ich habe vor einiger Zeit ein altes Pärchen aufgenommen, die alte Dame besteigt seitdem aber ununterbrochen die anderen beiden Weibchen, sodass hier fast 24 Stunden am Tag ein riesen Gequieke, Gebrommsel und Gerenne stattfindet, was mir wirklich wahnsinnig auf die Nerven geht, vorallem nachts.

Die anderen beiden Weibchen leiden vermutlich auch drunter, da sie nur auf der Flucht sind.

Die einzigste Lösung die mir nun einfällt ist eine Kastration.

Aber natürlich ist das gerade beim Alter Tier ja kein leichter Eingriff.

Weiss jemand, ob es da irgendwelche Alternativen gibt?

Gibt es wie beim Hund eine chemische Kastration?

Ich könnte sie zwar auch trennen und dann nur mit dem Kastraten zusammen halten, aber für 2 Gruppen fehlt mir dann doch der Platz.

Aber irgendwas muss ja passieren.

Gruss
 

stefanie

Active member
#2
Oje, das wird nix. ZU klein, das Tier.
Außerdem wäre das absolut unnötig und mit großer Sicherheit unwirksam, denn das ist nicht hormonell, sondern glasklar (gelernte) Dominanzgeste - die die Maus anscheinend für nötig hält, und das anscheinend dauernd.

Gibt's eine Chance, dass durch ordentliche Neu-VG das geregelt werden könnte?
Wie lang ist das denn her, und wie wurde es gemacht?

Wenn's ne ALte ist, würde ich solche Spielchen (es sei denn, es zeigen sich eindeutige Optinen, dass erfolgreich) mir & dem Tier nicht mehr antun, sondern sie so setzen, dass sie sich wohler fühlt und den Mist bleiben lässt.
Es gibt ALte, die sind sagenhaft renitent, vor allem jüngeren gegenüber.
In der Tat - die mit 1-2 Kastraten, dann wär sicher Ruh - bzw: mit wem kam sie denn an?
 

jaw

New member
#3
es gibt TÄe, die Weibchen kastrieren oder sterilisieren, aber der Eingriff ist viel zu kompliziert, der wird sehr wahrscheinlich nicht gut aus gehen.
Und ob's was bringt... ich hab da auch so meine Zweifel, denn der Reviertrieb kommt ja durch die männlichen Hormone. Da bringt das IMHO nichts.

Da würde ich auch eher auf 'ne Sorgenmausgruppe setzen. Vielleicht kommt sie ja mit einer anderen Maus klar, ohne sie triezen zu müssen.
 

stefanie

Active member
#5
*schäm**schäm*
dass wir diese Rubrik eigens haben, habe ich nicht wirklich auf dem Schirm gehabt,
und bei "neuen Beiträgen" sieht man eh nicht, welche Rubrik...
und da es dermaßen viele aufreitende Farbidamen gibt...

dann stimmt vielleicht doch, dass "Dominanzgeste" - aber sonst: mit Meeris kenne ich mich nun gar nicht aus
(ok: und Nins operiert man gern, dass da keine ENtzündung kommt. Gibt's so ein ARgument für Meeris auch? Dann hätte das auf jeden Fall diesen Sinn?)
 

PsyOp

New member
#6
Ich glaube auch Meeris mussen VG werden, frage doch mal im entsprechenden Foren nach und halte uns auf dem laufenden.
 
#8
Hallo!

Also beim Meerschweinchen ist das eindeutig hormonell bedingt. Es bilden sich mehr oder weniger zahlreiche und große Zysten an den Eierstöcken, wenn Eizellen sich beim Eisprung nicht richtig ablösen, und einige davon starten dann einen hormonellen Amoklauf, indem sie massig männliche Hormone produzieren.

Die Operation ist die endgültige Lösung, aber wegen der hohen Sterblichkeit bei der Operation würde ich sie als letzte Möglichkeit ansehen.

Davor gibt es Spritzen die die Hormone einregulieren beim Tierarzt, und ich würde unterstützend homöopathisch helfen mit Ovarium Comp. ad us vet. Bekommt man auch über den Tierarzt, das kann der auch auf Wunsch bestellen, auch wenn er selber nicht so begeistert ist. Davon dann ins Maul geben - das Zeug schmeckt lecker, die meisten Damen holen es sich freiwillig ab. Mit der Menge muss man ein wenig experimentieren, am besten Erprobt ist es anfangs 0,5ml jeden Tag zu geben, und wenn die zysten besser werden dann weniger und mit 1-2 Tagen Abstand zu geben. Das beugt auch erneuten Zysten vor, wenn es keine Hormonspritzen mehr gibt.

Weitere Möglichkeiten sind Punktieren oder Zerquetschen der Zysten durch den Tierarzt, aber das geht nur bei Großkammerigen Zysten, die vor allem die inneren organe verdrängen - und die sind meistens hormonell nicht so aktiv, daher glaube ich eher,dass Dein Weibchen eher die fiesen kleinen zysten hat. Da bitte auf keinen Fall selber rumdrücken, das muss ein Tierarzt machen - wenn man versehentlich ein Blutgefäß verletzt ist das fatal.
 
#9
dann stimmt vielleicht doch, dass "Dominanzgeste" - aber sonst: mit Meeris kenne ich mich nun gar nicht aus
Bei Meerschweinchen gibt es Aufreiten durch Weibchen auch als Dominanzgeste insbesondere an den "heißen" Tagen, aber Zystenschweinchen sind da viel extremer. Die hören gar nicht mehr auf, noch dazu brommseln sie ähnlich viel wie Böcke.

Und ganz eindeutig wird die hormonelle Ursache, wenn der Kastrat in der Gruppe anfängt, das Zystenschweinchen wie einen rivalisierenden Bock zu behandeln. Man merkt also, dass sich sogar der Geruch des Weibchens ändert, es nicht mehr als Weibchen erkennbar ist, sondern komplett nach Bock riecht - und zwar nach unkastriertem. Durchsetzungsstarke Kastraten können da echt ungemütlich werden.

Verschleppte Zysten können auch richtig entarten und sich zum Tumor weiter entwickeln, das ist auch ein Problem.

Eine andere Art von Zysten produziert zwar weniger Hormone, ist aber dafür sehr groß und verdrängt dadurch die inneren Organe. Ich habe schon mal bei einem Nottier Zysten in der Größe von Mandarinen getastet - ein Wunder, dass das überhaupt noch was verdauen konnte.
 
#10
Ich glaube auch Meeris mussen VG werden, frage doch mal im entsprechenden Foren nach und halte uns auf dem laufenden.
Nein, müssen sie nicht, schon gar nicht so wie Mäuse mit Kleinraummethode.

Meerschweinchen sind nicht territorial veranlagt, höchstens bestimmte Einrichtungsgegenstände haben feste Eigentümer, aber wenn man mit neuen Schweinchen auch neue Verstecke in ein Gehege stellt kann man das umgehen - nur extrem attraktive Verstecke könnten dann von alteingesessenen Schweinchen beansprucht werden.

Noch dazu brauchen sie Platz um sich zu einer neuen Gruppe zusammen zu finden. Meerschweinchen haben eine Individualdistanz, ähnlich wie Katzen oder auch wir Menschen. Wir fühlen uns am wohlsten, wenn andere Menschen ein wenig Abstand halten, wirklich kuscheln wollen wir nur mit ganz wenigen anderen Menschen, etwa dem Partner oder dem eigenen Kind. Aber nicht mal mit einem guten Freund würde ein Mensch sich Pobacke an Pobacke aufs Sofa setzen. In Situationen wo so eine Enge unvermeidbar wird, etwa in der U-Bahn fühlen wir uns unwohl.

Meerschweinchen geht es da ganz ähnlich, am liebsten ist es ihnen, zu Artgenossen und wenig Abstand einhalten zu können - beim ausruhen, beim fressen, beim aneinander vorbei gehen. Mit Einrichtung und der Individualdistanz aller Meerschweinchen brauchen die daher ganz schön Platz im Gehege. Mit zunehmender Vertrautheit untereinander kann die Individualdistanz kleiner werden, vor allem unter befreundeten Schweinchen.

Aber so eine Kleinraummethode zur VG wie bei Farbmäusen kann bei Meerschweinchen nicht funktionieren, die kuscheln eben nur sehr selten (wenn man eben das Glück hat, echte Bindungspartner in einer Gruppe zu haben), und haben auch gar keinen so ausgeprägten Gruppengeruch.

Sie leben auch eher in Familienverbänden innerhalb einer größeren Kolonie, suchen dabei aber auch mit benachbarten Familien keinen Streit und es herrscht auch durchaus ein Wechsel zwischen den kleinen Einzelgruppen innerhalb einer Kolonie. Da kann durchaus ohne Streit ein Weibchen von einer Gruppe zur anderen abwandern. Jungböcke werden mit Einsetzen der Pubertät aus einer Haremsgruppe verscheucht und finden sich in lockeren Junggesellenbanden zusammen, wo sie auch problemlos integriert werden. Ein Hochsoziales Verhalten.
 
#11
Nun überlege ich, ob ich sie in Aussenhaltung umquartieren soll. Wenn ich sie draussen habe, sind sie viel ruhiger. Das liegt aber vermutlich erstmal an der anderen Umgebung, dem grösseren Platzangebot und vorallem der reichhaltigen Wiese.

Draussen ist die Ablenkung also grösser.
 
#12
Du musst erst mal medizinisch das ganze in den Griff bekommen. Nur weil sie abgelenkt sind und mehr Platz und damit mehr Ausweichmöglichkeiten haben, ist Dein Mädel ja nicht wieder gesund. Außerdem ist Dein Außengehege ja nicht ausreichend abgesichert, oder?

Wenn Zysten zu lange verschleppt werden bilden sich Tumore, und Du weißt ja nicht mal, wie lange sie die Probleme schon hat. Da gehört dringend ein Ultraschall gemacht und behandelt.

In Außenhaltung hätten ja nur die Anderen weniger Stress, aber dem Weibchen geht es ja auch nicht gut damit, macht sicher wenig Spaß hormonell so durch den Wind zu sein dass man nicht mal mehr weiß ob man Männlein oder Weiblein ist. Und dazu die Schmerzen durch die Umfangsvermehrung und die eingequetschten Organe.

Übrigens ist das alles nicht mal so teuer: ich habe für die Horminspritzen ca. 15 Euro gezahlt, und ein Vorrat Ovarium Comp für ein halbes Jahr hat 20 Euro gekostet.

Ab zum Tierarzt, am besten gleich morgen!
 
Last edited:
#13
Nun sitzen die Schweinchen seit 6 Wochen draussen und mein Problemschwein ist viel ruhiger geworden. Allerdings fällt ihr nun das Fell an Kopf und Hintern aus.

Ich hatte sie schonmal auf Parasiten und Zysten untersuchen lassen, aber beides war ohne Befund.

Habt ihr Ideen, was es sonst sein kann?
 
#14
Hintern = Flankengegend? Dann könnte es hormonell bedingter Haarausfall beispielsweise durch Zysten sein...ansonsten vielleicht auch? Das müsste ein TA beurteilen können...
 
#17
Dem Schweinchen geht es seit 2 Tagen gar nicht mehr gut. Sie mag nicht richtig fressen, sitzt aufgeplustert in der Ecke und hat laut Tierarzt Darmprobleme. Sie hatte gestern 3 Spritzen bekommen und an den Stellen, sind dann kurz darauf auch die Haare ausgefallen.



Hintern = Flankengegend?
Ne, nicht Flanken, sondern Hintern und Hinterbeine.

Dass es homonell bedingter Haarausfall ist, dürfte klar sein. Sagt der Tierarzt auch. Allerdings wurden Zysten ja ausgeschlossen. Was bleibt dann noch übrig?


Koennte bei weiblicher dominanz (falls es nicht medizinisch ist) nicht auch ein Kastrat in der Gruppe helfen?
Das Problem hat sich ja gelegt, seitdem sie draussen leben.
 
Top