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  • Mausebande-Kalender 2021 - Es ist so weit!

    Wie jedes Jahr sammeln wir wieder die schönsten Mäusebilder für den Fotowettbewerb für unseren mausigen Kalender 2021. Leider haben wir noch nicht genügend Bilder gesammelt, damit der Wettbewerb zustande kommen kann. Bis zum 14.08.2020 habt ihr noch Zeit das zu ändern. Also schnappt euch eure Kamera und los geht's. Wir freuen uns auf viele tolle Mäusebilder!

    Hier geht es zu den Wettbewerbinfos.

VG Jack & Finnley

Brokat

2
Staff member
#1
Hallo zusammen,

ich eröffne das Thema stellvertretend für die neue Körnergeberin meiner Rennmaus. Die Mäuse, über die ich berichte, wohnen nicht (mehr) bei mir, deshalb kann ich nur berichten, was mir erzählt wird.

Zu Weihnachten habe ich einen meiner drei Pflegejungs zu einer einsamen Rennmaus vermittelt. Die neue Besitzerin hat bereits VG-Erfahrung, bittet aber um Rat, da es gar nicht harmonisch verläuft.

Die beiden Jungs haben seit 27.12. mehrere Tage am Trenngitter gesessen und täglich die Seiten getauscht. Dabei waren sie friedlich und aneinander interessiert. Sie haben die gleichen Nester benutzt, sind nach dem Aufwachen zum Begrüßen ans Trenngitter gelaufen, haben geschnuppert und sich Seite an Seite geputzt.

Beim ersten Zusammentreffen auf neutralem Boden haben sie allerdings sofort angefangen, zu kugeln und mussten getrennt werden. Am Trenngitter war dann wieder alles prima.

Allerdings verlief das nächste Zusammentreffen im Käfig (ich weiß nicht, in welchem) noch schlechter. Es gab so schlimme Beißereien, dass beide vom TA mit Antibiotika behandelt werden mussten. Nun sitzen sie komplett getrennt, um sich zu erholen.

Da stellt sich die Frage, was man unternehmen kann, damit die Beiden doch noch Freunde werden. Oder ob es besser wäre, das Ganze jetzt schon abzubrechen.

Ich habe leider überhaupt keine Ahnung von Rennmäusen, deshalb gebe ich die Frage an euch weiter.

Liebe Grüße! *Maus* *Maus*
 
Last edited:

scrabble

Active member
#2
Wenn sie sich mal so richtig gebissen haben, wird es sehr schwer bis unmöglich mMn. Ich persönlich habe dann solche Tiere nicht mehr zusammen bekommen und es immer irgendwann dann doch aufgegeben. *seufz*
Mittlerweile eher früher als später, da jede gescheiterte VG zukünftige VGs schwieriger, die Tiere misstrauischer ggü anderen Rennmäusen macht.
 

trulla

Krabbeltier
Staff member
#3
Huhu,

grundsätzlich bin ich leider ein bisschen bei Scrabble *seufz* Meine Erfahrung ist auch, dass es nach Beißereien (vor allem einer schweren), sehr schwer werden wird. Auch nach allem was ich so gelesen habe.

Allerdings würde mich noch interessieren, aus welcher Situation heraus es zu der Beißerei kam. Wenn es ein "menschlicher Fehler" (nicht böse gemeint) war, also z. B. ein ungeeigneter Ort beim Zusammensetzen, dann würde ich es evtl. doch nochmal probieren. Dann aber auf jeden Fall mit einer anderen Methode (Großraum und/oder Etappen). Momentan würde ich sie auch nicht wieder ans Trenngitter setzen.
Dafür bräuchten wir noch ein paar mehr Infos, wo genau und aus welcher Situation heraus die beiden zusammengesetzt wurden und wie die Beißerei verlief. Interessant ist auch immer zu wissen, wo genau die Tiere verletzt wurden. Halsbereich wäre beispielsweise sehr kritisch.
Insofern wäre es vielleicht doch besser, wenn sich die Körnergeberin hier selbst anmeldet =)

Gruß trulla
 
#4
Hallo ihr Lieben,

da ich eh schon immer fleißig im Forum mitlese, hab ich mich nun angemeldet, da diese Kommunikation über 1000 Ecken doch anstrengend ist ;)

Ich bin die Halterin von Jack und habe versucht, ihn mit Finnley zu vergesellschaften.

Wie oben beschrieben, fand die erste Begegnung in einem neutralen Terrarium (ca 80x40) statt.
Die beiden sind aber direkt aufeinander los. Da die am Gitter so lieb waren, dachte ich, vll haben sie sich nicht wiedererkannt, und habe die zweite Begegnung in dem Käfig stattfinden lassen, indem sie am Gitter saßen (rückblickend wohl keine sehr gute Idee :/ ). Dafür hab ich die Mäuse und alle Einrichtung, die mich am trennen hindern würde, raus, das Gitter aber drin gelassen (weil festgeschraubt). Dann versucht, beide möglichst gleichzeitig auf eine Seite zu setzen, wobei Jack etwas eher reingehüpft ist.

Ich bilde mir ein, dass Jack der Kugelei gerne aus dem Weg gegangen wäre, Finn ist aber recht offensiv auf ihn zu. Gebissen haben sie dann beide.

Jack wurde im Gesicht gebissen (Augen glücklicherweise unverletzt), Finn an Schulter und Bauch.

Was mich sehr beunruhigt, ist, dass es bei beiden Gelegenheiten direkt zu Kugeleien kam. Ich hätte die VG gerne etappenweise gemacht, aber die beiden schaffen ja nicht mal eine halbe friedliche Minute...

Großraum wäre als Methode noch übrig. Da bin ich aber sehr unsicher, aus Angst, nicht schnell genug eingreifen zu können, wenn sie wieder beißen sollten. Ich tendiere tatsächlich auch eher dazu, das Projekt aufzugeben.
 

scrabble

Active member
#5
Schön, dass du dich jetzt hier angemeldet hast! =)

Großraum wäre als Methode noch übrig. Da bin ich aber sehr unsicher, aus Angst, nicht schnell genug eingreifen zu können, wenn sie wieder beißen sollten. Ich tendiere tatsächlich auch eher dazu, das Projekt aufzugeben.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man gerade durch den größeren Raum Verletzungen besser vermeiden kann. Im kleinen Raum kann man auch nicht schnell genug trennen, wie du ja jetzt auch schon gemerkt hast *seufz* Der Unterschied im großen Raum ist allerdings, dass die Tiere eine bessere Möglichkeit zur Flucht haben. Natürlich nutzt das aber auch nichts, wenn beide Raudis sind und unmittelbar aufeinander losgehen...

Ab und zu mache ich die TG-Methode mit anschließender Zusammenlassung im VG-Becken auch noch. Dann aber nur mit voller Beckengröße, indem ich das TG entweder schräg stelle (können dann an beiden Seiten vorbei) oder komplett rausziehe.

Vielleicht kann sich Punkratz ja noch melden.. *tock* Ich persönlich scheite bei solchen Kandidaten regelmäßig, die sofort aufeinander losgehen und kann somit nicht mit hilfreichen Tipps dienen.
 

Brokat

2
Staff member
#6
Ach, wie schade! Ich war so optimistisch, dass alles gut läuft... *seufz*

Wir können ja noch ein paar Tage abwarten, bis die beiden wieder fit sind. Vielleicht sagt solange noch jemand etwas dazu. Ansonsten würde ich Finnley wieder aufnehmen und nach einem neuen Zuhause für ihn suchen...
 

trulla

Krabbeltier
Staff member
#7
Hallo Jack & Sally,

schön, dass du dich nun doch selbst hier angemeldet hast. Ich denke auch, dass es so einfacher ist =)

Also ich würde auch sagen, dass eine Seite vom Trenngitter nicht die beste Wahl ist. Erstmal ist es sehr beengt und dann hat da ja vorher einer der beiden auch zuletzt drin gesessen und ich denke schon, dass sie das merken, selbst wenn du beide gleichzeitig reinsetzt.
Wäre es möglich, bei der nächsten Begegnung noch jemanden dabei zu haben? Dann kann sich jeder auf eine Maus konzentrieren und ihr könnt besser/schneller eingreifen =). Ich finde übrigens auch, dass das besser geht, wenn mehr Platz ist (z. B. in der Badewanne).

Dass es sofort zu einer Kugelei kommt, habe ich leider auch schon erlebt. Da kannst du die beiden nur am Anfang gleich ablenken und sie daran hindern. So kann man dann trotzdem mit Etappen arbeiten. Dann dauern die ersten Begegnungen eben nur wenige Momente. Man muss ja nicht grundsätzlich bei Kugeleien eingreifen, es gibt ja auch harmlose Kugeln, die zur Findungsphase dazu gehören. In eurem Fall würde ich es aber nicht mehr so weit kommen lassen, zumindest in der Anfangsphase, solltest du noch einen Versuch wagen wollen.
Ich glaube ich würde es einmal noch auf großem Raum versuchen (am Anfang nur ganz kurze Begegnungen, am besten aber täglich). Sollte es dort wieder zu einer Beißerei kommen, würde ich es lassen.

Es ist keine einfache Entscheidung, richtig und falsch gibt es hier nicht *knuddel*

Viele Grüße
trulla
 

nonin

Mäusesenioren-Liebhaberin
Staff member
#8
So, endlich komme ich dazu, hier auch zu schreiben. Ich hab ja schon per Mail von der fiesen Begegnung gelesen und war ganz geplättet. *umkipp*
Und kann mir vorstellen, dass du auch fix und fertig bist. *knuddel* Umso besser, dass du dich jetzt hier angemeldet hast!

Du schreibst, dass Finnley mehr der Auslöser für die Kugelei war. Es hätte mich auch sehr gewundert, wenn der Angriff von Jack ausgegangen wäre. Ein paar kennen ihn hier ja hier (von mir umgetauft in Fleck) aus der VG mit Kolle und da war er eher zurückhaltend.

Du hast ja schon einige Rückmeldungen zu der Frage bekommen, ob ein weiterer Versuch sinnvoll ist. Das ist immer schwer zu entscheiden...

Ich hatte einen VG-Versuch, den ich sofort und ohne zweite Chance abgebrochen habe: Pepper ist damals nach zwei Tagen am Trenngitter ansatzlos auf Thor drauf - und das in einem für beide neutralen 100x50er Becken.
Eure Situation liest sich etwas anders, weil die Trenngittersituation recht harmonisch klingt. Auch wenn das Verhalten "im Vollkontakt" trotzdem manchmal abweicht, scheint, dass die zwei sich grundsätzlich nicht unsympathisch sind.
Wie schon von anderen vermutet, ich glaube auch, dass es ungünstig war, die beiden im Trenngittergehege auf eine Seite zu setzen. Sowohl die Enge als auch die Territorialsituation könnten zur Eskalation beigetragen haben.

Aber jetzt haben sie sich nun mal ordentlich verletzt. :cry: So heftige Bisse hatte ich noch nicht, aber tendenziell glaube ich auch, dass man zwei solche Kandidaten schwer zusammenbekommt. Aber es kommt sicher auf die Mäuse an, wie sie das wegstecken oder auch nicht.
Daher wäre wichtig zu wissen, wie es jetzt ist:
Wie geht es den beiden den körperlich und wie verhalten sie sich? Bei manchen Tieren hatte ich das Gefühl, dass sie nach Streitigkeiten emotional ganz schön fertig sind, andere wirken unbeeindruckt.
Wie sind sie untergebracht?
Falls sie weiterhin am Trenngitter sitzen, würde ich die Entscheidung, für oder gegen einen neuen Versuch, auch vom Verhalten der beiden abhängig machen. Und wenn du dich dafür entscheidest, dann mit Etappen auf großem Raum (Badewanne wäre mir zu klein).

Falls sie nicht am Trenngitter sitzen, würde ich vorher ein paar Stunden oder einen Tag lang schauen, wie sie sich am Gitter verhalten - wenn es da schon Aggressionen gibt, dann lass es!

Meine Erfahrung zu Großraummethode entsprechen dem, was scrabble schon geschrieben hat: Die Situation ist nicht so offensiv, die Tiere können sich auch aus dem Weg gehen und Jack beispielsweise ist sehr fix und erfinderisch beim aus dem Weg gehen. Allerdings kann es dann auch zu Gejage kommen und das endet leider meist mit Kugeleien, da dann bitte auch sofort abbrechen.
Da bin ich aber sehr unsicher, aus Angst, nicht schnell genug eingreifen zu können, wenn sie wieder beißen sollten.
Diese Sorge kann ich gut verstehen, nach meiner Erfahrung klappt das aber trotzdem ganz gut. Wenn ich das im Bad mache, das sind 2 x 1m, also ein schmales Rechteck, dann sitze ich auf einer Seite auf dem Boden, mein Mann auf der anderen, allerdings außen an der Tür, sonst wäre für die Mäuse kaum noch Platz. Aber wir können jede Ecke des Raums erreichen, wenn es drauf ankommt.
Handschuhe, Transportbox oder eine Klappbox in Reichweite, einen Plastikbecher mit warmem Wasser, falls es doch zu einer schwer lösbaren Kugel kommt. Und ich würde ganz viel intervenieren bei den beiden, also fast ständig mit dem Handschuh dabeisein, wenn sie sich begegnen. Und ruhig auch nach ein paar Minuten abbrechen, selbst wenn es ganz gut läuft.
 
#9
Danke für die vielen Einschätzungen und Ideen :)

Die beiden sitzen aktuell komplett getrennt, da Jack nach der Beißerei sehr fertig war. Er ist auch jetzt noch eher zurückhaltend und schläft viel. Man sieht auch die Wunden im Fell noch etwas, das ist noch nicht ganz verheilt.

Finnley ist genau das Gegenteil. Er verhält sich, als wäre nichts gewesen und ist irrsinnig viel wach (zumindest tagsüber beinahe ununterbrochen, aber ich geh davon aus, dass er nachts auch wach ist). Er muss ganz viel beschäftigt werden, da ihm merkbar langweilig ist und er sonst anfängt, die Wand hochzuhüpfen.

Zu euren Tipps: ich mache VGs immer zu zweit, sonst würden meine Nerven das nicht mitmachen ;) Also wäre bei einem erneuten Versuch auch jemand dabei.
Das mit dem ablenken, um Kugeleien zu vermeiden, lief bei mir bis jetzt immer so ab, dass eine Maus sich prima ablenken lässt (meistens die etwas liebere) und die andere sie dann erschreckt... Irgendwas mache ich da wohl falsch... Jack ist auch so ein Kandidat... ihn wollte ich gar nicht ablenken, aber er sitzt dann da und schaut naiv in die Gegend und Finnley steht plötzlich hinter ihm - da würde ich auch garstig reagieren.

Eine Hand ständig bei den Mäusen haben finde ich auch super hilfreich, um diese seltsam angespannten Situationen zu lösen. Hat bisher auch immer zum Erfolg geführt - diesmal haben die beiden sich aber einfach dran vorbei gedrängelt um sich zu Kugeln.

Wenn man sich nur Finnley anschaut, könnte man es sicher nochmal mit der Großraummethode versuchen, er beißt sich da schon durch (haha...). Aber Jack erscheint mir so erschöpft. Dabei musst laut Arzt Finnley mehr einstecken als Jack.
Es ist einfach schade, dass zwei so liebenswerte Mäuse nicht zusammenfinden :(
 

nonin

Mäusesenioren-Liebhaberin
Staff member
#10
Ja, das ist schade, aber manchmal leider nicht zu ändern. :cry:
Ich dachte mir schon, dass du die VG nicht alleine gemacht hast und alle Unterstützungsmöglichkeiten versucht hast.
Aber wenn das so schnell geht mit den Kugeleien, kann man eigentlich nichts davon annwenden - das habe ich ja leider auch schon erlebt. *seufz*

Es klingt so, als ob du dich entschieden hast, keinen Versuch mehr zu machen - Jack zuliebe. Der ist innen ähnlich zart gebaut wie von seiner äußeren Statur und nimmt sich das sehr zu Herzen - so habe ich ihn auch kennengelernt *Herz*
Ich kann das gut nachvollziehen und ein zweiter Versuch würde auch nur Sinn machen, wenn du ein gutes Gefühl dabei hast! *knuddel*
 
#11
Tatsächlich werde ich es nicht weiter versuchen. Das Risiko weiterer Verletzungen halte ich für recht hoch. Außerdem ist es sicherlich fraglich, ob zwei Mäuse, die sich bei jeder Gelegenheit direkt Kugeln und beißen, überhaupt zusammen finden können.
Jack sucht also jetzt ganz offiziell wieder einen neuen Freund :(
 
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