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Futtermäuse retten?

#1
Hallo an alle,

ich bin neu hier uns habe mich angemeldet, weil ich ein Problem bzw. eine Frage habe.


Ich habe im Internet eine Anzeige entdeckt, wo jemand 25 weiße Mäuse abgibt im Alter von 3 Wochen. Derjenige würde sie als Futtertiere abgeben, da der Wurf anscheinend ein Unfall war. Die Kleinen tun mir aber total leid und ich würde sie gerne retten und dann weitervermitteln. Jedoch kenn ich mich mit Farbmäusen nicht aus (Aber habe selbst Rennmäuse).

Macht das Sinn, dass ich die Kleinen aufnehme und dann versuche neue Besitzer zu suchen?

Sorry, für den wirren Text. Mich nimmt das irgendwie so mit.

Liebe Grüße
zarpa
 
#2
Huhu Zarpa und *welcome*

das mit dem Retten von Futtertieren ist immer so eine Sache... ich finde es toll, dass du dir da Gedanken machst und dir die Tiere nicht egal sind. *Daumenhoch*

Leider kann man sich nicht immer drauf verlassen, dass solche Würfe wirklich Unfälle waren... manche Leute vermehren ganz bewusst, wissen aber, dass sie ihre Tiere leichter und schneller loswerden, wenn sie schreiben, dass es ein Unfall war. *seufz* Denn dann melden sich nicht nur die Leute, die eben Futtertiere suchen, sondern auch welche wie du, die den Tieren ein gutes Leben ermöglichen wollen.

Man muss sich zudem drauf verlassen können, dass auch die Altersangabe stimmt, denn Farbmäuse können bereits mit 4 Wochen Nachwuchs bekommen. Man kann sich vorstellen, was das gibt, wenn man 25 Tiere aufnimmt und auch nur die Hälfte davon vielleicht schwangere Weibchen sind, die wiederum einen große Haufen Nachwuchs kriegen. *Angst*

Vor allem bringt so eine Aktion auch recht viele Kosten mit sich: nicht nur für Unterbringung der Tiere, sondern auch an Futter und vor allem an Folgekosten: Männchen muss man kastrieren lassen, die vertragen sich ansonsten nicht auf Dauer und können sich im schlimmsten Fall gegenseitig töten. So eine Kastration kostet aber auch im Schnitt ab 30€ aufwärts pro Tier... man stelle ich also wieder vor, dass von den 25 Tieren auch nur die Hälfte männlich wäre und rechne das aus.

Natürlich kann man später über Vermittlungsgebühren wieder etwas der Kosten reinbringen, aber auf einem Großteil bleibt man sicherlich sitzen...
 

Brokat

2
Staff member
#3
Hallo,

ich kann sehr gut verstehen, dass du das traurig findest. Mir würde es ähnlich gehen. Daher kann ich deine Überlegung gut verstehen. Die Frage ist allerdings nicht so ganz einfach zu beantworten.

Schlangen und andere Exoten brauchen eben Futter - auch Mäuse. Daher kann man gegen Futtertiere prinzipiell auch gar nichts einwenden. Ich habe aber gehört, dass die (eigentlich) nur tot verfüttert werden dürfen.
Allerdings sollten die Tiere wenigstens für ihr kurzes Leben artgerecht gehalten werden.

Es bringt leider wenig, Futtertierzüchtern ihre Tiere aus Mitleid abzunehmen. Sie züchten weiter und es kommen immer Tiere nach, die einem dann auch wieder Leid tun könnten...

Bei einem Unfall ist die Sache vielleicht etwas anders. Dabei müsstest du aber genau schauen, wie der Besitzer seine Mäuse hält. Wenn der auch nach dem Wurf Männlein und Weiblein zusammen lässt, hat er in kürzester Zeit den nächsten Nachwuchs und das geht immer so weiter!
Es ist also wichtig, dass du überlegst, ob du seine Haltung so wie du sie kennenlernst, unterstützen möchtest.

Mal angenommen, du nimmst die Mäuse:

Auch wenn du die Mäuse nur weitervermitteln möchtest, solltest du allen ein schönes Zuhause bieten können. Und damit rechnen, dass du am Ende vielleicht nicht alle vermitteln kannst.

Du solltest ganz genau wissen, wie alt die Mäuse sind. Sie müssen am 28. Lebenstag nach Geschlechtern getrennt werden, sonst hast du ganz schnell nicht 25, sondern hunderte Mäuse!

Alle männlichen Farbmäuse müssen kastriert werden, da sie sich sonst untereinander zerfleischen. So eine Kastration kann 30-70 € pro Maus kosten. Kannst du es dir leisten, auf diesen Kosten zumindest teilweise sitzen zu bleiben?

Vielleicht haben die Überlegungen dir ja ein bisschen geholfen. Ich finde es toll, dass du darüber nachdenkst, die Mäuse zu retten und ihnen ein gutes Leben zu ermöglichen. Das ist ja mit einigem an Geld und Aufwand verbunden. Letztendlich ist es deine Entscheidung, ob du das leisten kannst und ob es sich lohnt!

=)
 
#4
Hallo,

danke erstmal für eure Antworten.

Also ich glaube nicht, dass die Mäuse absichtlich vermehrt wurden, da die Person die sie abgibt nur eine kleine Futterspende möchte und kein Geld.

Das mit den Kastrationen habe ich nicht bedacht. (Bei Rennmäusen ist das ja anders) 30-70€ pro Männchen könnte ich nicht wirklich bezahlen, da ich das durch die Vermitttlung wahrscheinlich nicht wieder rausholen kann. Eigentlich hab ich mir nämlich gedacht die Mäuschen für einen möglichst geringen Betrag weiterzuvermitteln.

Das genaue Geburtstdatum habe ich gesagt bekommen und ich habe auch angeboten bekommen, die kleinen vorher zu besichtigen. Ob das Datum allerdings stimmt, kann man ja nie genau wissen....

Ich weiß, dass das Retten von Futtermäusen nur wenig Sinn macht, wenn es sich um einen Futtertier-Züchter hält, da ja auch Schlangen etwas fressen müssen und derjenige ja sowieso weiter machen wird.


Das ist echt nicht einfach...
 
#5
urgs, ja, da tut einem immer das Herz weh.

*knuddel*

Die Fußangeln stehen ja schon alle da - vielleicht kannst Du ja auch nochmal auf den Zahn fühlen, ob das die Tränendrüse war ("Unfall"),
oder ob tatsächlich alle Tiere abgegeben werden und sowas nicht mehr vorkommen kann. Wenn man das "Vorkommen" zu leicht macht, machen die Leut das fröhlich weiter, und laden allen Stress auf unsereins (und die Tiere!) ab, das hilft dann unter dem Strich nicht so viel.
Vielleicht stimmt's aber
- liebe Mods, wär's ausnahmsweise erlaubt, hier den link zu der Anzeige einzustellen? Wir sind ziemlich geübt darin, sowas auf Wahrscheinlichkeit der Wahrheit zu lesen bzw. nachzurecherchieren.
Ich hatte wirklich auch schon Leute, die kamen auf depperte Ideen, weil sie nicht wussten, dass man über solche Foren wie hier Hilfe bekommen kann,
und die sich dann auch selbst toll für die Tiere eingesetzt haben, als sie wieder Hoffnung haben konnten, dass es auch anders geht, nicht in Mäusen zu ersaufen...

LG Stefanie (aber geich offline)
edit:
aha, Du sagst schon mehr...

Das Besichtigungs-ANgebot anzunehmen wäre vielleicht gar nicht schlecht?
Und womöglich mag der Mensch mit Problem selbst hier einsteigen?

Ich sag jetzt einfach mal ganz selbstherrlich:
schick doch mal an jaw eine PN mit dem link zur Anzeige und, wenn möglich, nähere Infos, der kann dann selbst gleich schauen und/oder es ins ganze Team einspeisen (dann müssenw ir auch keine Forenregeln verletzen)
Die grobe Gegend sieht man dann ja - an manchen Ecken haben wir Tierärzte sitzen, die Freundschaftspreise machen (30,- ist aber bereits einer ;) ) -- allerdings auch nur, wenn es wirklich ein Notfall ist und nicht Jux und Dollerei...
Na, das kriegen wir (äh: Ihr -- Danke!!!!!) jetzt raus ;)
 
Last edited:
#6
Hallo,

also einen Link zu der anzeige könnte ich sowieso nicht posten, da es in einer Facebookgruppe gepostet wurde.

Aber das ist der Text:
Hallo, Ich habe ab Nächste Woche 25 Weiße Futtermäuse gegen eine Futterspende abzugeben.Bei Abgabe sind die kleinen 3 Wochen Alt , Abzuhollen wären sie in Wiesbaden. Siehe Bilder Bei Interesse stehe ich gerne zu Verfügung.

Und dann sind dort noch vier Bilder von den Kleinen. Liegen in einer durchsichtigen Plastikbox alle auf einem Haufen.

Genauere Infos wollte mir die Besitzerin nicht geben, ob es ein Unfall war oder nicht. Kam bei mir nur so rüber, weil sie meinte, dass es ihr so leid tun würde sie als Futtermäuse abgeben zu müssen. Ich hab mich nur nicht getraut weiter zu bohren, weil ich gedacht habe, dass sie den Kontakt dann ganz abbricht und ich dann gar keine Möglichkeit mehr habe zu helfen.

Aber vielleicht ist das alles auch nur Taktik...Ich hab keine Ahnung. Ichg lasse mich da nur so schnell von meinen Gefühlen überrumpeln und will dann einfach nru noch helfen....nur ob das dann das richtige ist und ob das wirklich hilft??????
 
#7
Huhu,

tja, das macht es schwer...

Wobei man im Laufe der Jahre viele Erfahrungen macht... und ich kenne bzw. kannte auch eine Dame, die fleißig vermehrte, die Tiere dann für 1€ pro Stück verschleuderte und jedes Mal "heulte", dass ihr das ja Leid tut, ach die armen Kleinen, aber dass die Leute dann wenigstens kein Frostfutter kaufen würden...

Vielleicht kannst du ja auch auf das Forum hier aufmerksam machen. Wenn es wirklich ein Unfallwurf war und derjenige Hilfe sucht, ist er hier genau richtig. =)
 
#8
na, die Gute etwas beharken hilft auf jeden Fall:
entweder sie erfährt von Hilfsmöglichkeiten, die sie wohl noch nicht kannte,
oder sie bekommt Gegenwind für den Mist, den sie womöglich macht

-- beides ist nicht verkehrt, also kannst Du auch den Kontaktabbruch riskieren.
Die Mäus so in der Box lassen wäre vermutlich das Schlimmste.

Du kannst sie, falls das einfacher wäre, auch zum Mäuseasyl bei facebook schicken (ich hab keinen account, also kein link)

(und jetzt muss ich wirklich off....) * und war schon wieder gleichzeitig*
 
#9
Wenn du selbst die Möglichkeiten hättest, die kleinen zu behalten, würde ich dir raten, bei einer Besichtigung zu prüfen, ob es wirklich ein Unfall war und ob alles getan wird, damit so etwas nicht noch einmal passieren kann.

Da du aber selbst die Kosten nicht tragen könntest und die kleinen wieder weiter vermitteln müsstest, würde ich persönlich an dieser Stelle nichts weiter machen, außer der Besitzerin den Link zum Forum zu geben. Es ist ja doch etwas zweifelhaft, ob es wirklich echte Notfalltiere sind, bei denen das Helfen Sinn hat.
 
#10
Ich hab es damals gewagt und hab eine ganze Futtertierzucht aufgenommen!! Ein paar Tiere habe ich vermittelt aber der Rest durfte bei mir bleiben ich habe es kein Tag bereut!!!
 
#11
Huhu,

naja, wenn es die komplette Zucht ist und man damit ausschließt, dass weiterhin Nachwuchs produziert wird, ist es wieder was anderes...

Zumal man sich eben über die Kosten im Klaren sein muss, gerade für Kastrationen...
 
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