• Hallo liebe User,

    unser Team wird in der bisherigen Konstellation nicht mehr lange bestehen. Fluse, trulla, Lumi, nonin und Lasiusniger hören auf, Brokat und evtl. Weiße Lilie würden in einem neuen Team weitermachen.

    Ganz konkret bedeutet das: Ohne Nachfolger*innen wird das Mausebandeforum bald Geschichte sein.

    Hier gibt es weitere Infos
  • Liebe Mausebande! Am 21.04. wird das Forum gesichert und upgedated, deshalb kann in der Zeit weder geschrieben noch mitgelesen werden. Das Mausebande-Wiki wird euch weiterhin zur Verfügung stehen. Wir sind so schnell wie möglich wieder für euch da!

Meine Wellensittiche

#41
Feste Verpaarungen erkennt im Grunde daran das die Tiere miteinander schnäbeln, sich kraulen, füttern und etc. und das in der Konstellation über einen längeren Zeitraum.

Feste Paarungen sind an sich nicht unbedingt notwendig. Es ist für die Tiere nur einfach schöner, wenn sie jemanden haben. Aber man kann nie sicher sein, dass alle Tiere einen Partner finden. Es bringt also nichts zu sagen: Okay dann hol ich mir noch ein Männchen dazu! Weil es einfach keine Garantie gibt, dass wirklich Paarungen entstehen. Auch sind die Paarungen heutzutage nicht mehr so eng wie man früher geglaubt hat. Früher hat man immer gesagt, dass Wellensittiche nicht fremdgehen, bis zum Tod zusammen bleiben und so. Das stimmt aber keineswegs. Im Grunde können sich die Paarungen und alle Verhältnisse in der Gruppe wieder auflösen/wechseln sobald ein neuer Welli in die Gruppe kommt, weil es dann wieder einen neuen möglichen Partner gibt und die Gruppe neustrukturiert wird. Es ist also nur wichtig, dass die Tiere mind. einen Partner haben mit dem sie sich gut verstehen, ob daraus nun eine Paarung entsteht bleibt den Tieren überlassen.

Gerade in so einem doch recht kleinen Schwarm kann man sich nie sicher sein, ob die Tiere sich nicht bei mehr Auswahl für einen anderen Welli entscheiden würden. Ein größerer Schwarm bietet natürlich ein viel größeres Spektrum an möglichen Paarungen und mehr Auswahl für die Tiere, aber das kann man in privater Haltung nur begrenzt bieten. Und so arrangieren sich viele Tiere mit den Gegebenheiten.
 
#42
Danke für die Erklärung!
Heißt das denn, dass man immer eine gerade Anzahl an Wellensittichen halten sollte? Weil sonst einer leer ausgeht? Oder wird das immer egaler, je größer der Schwarm ist? Also drei ist nicht gut, aber bei 15 Vögeln spielt das keine Rolle mehr?
 
#43
Heißt das denn, dass man immer eine gerade Anzahl an Wellensittichen halten sollte? Weil sonst einer leer ausgeht? Oder wird das immer egaler, je größer der Schwarm ist? Also drei ist nicht gut, aber bei 15 Vögeln spielt das keine Rolle mehr?
Genauso ist es. Bei kleineren Gruppen ist eine gerade Anzahl von Vorteil damit niemand ausgeschlossen wird. Ab einer bestimmten Größe ist das dann nicht mehr so wichtig, weil mit der Größe des Schwarms auch die Verbindungen untereinander steigen (nicht nur Verpaarungen sondern auch Freundschaften, Liebschaften etc.). Es kann natürlich auch mit drei Wellis wunderbar klappen (hatte ich ja auch notgedrungen ein paar Monate), das hängt ganz von den Tieren ab, aber man sollte dabei immer die Möglichkeit zur Aufstockung haben falls es doch nicht funktioniert.

Wichtig ist aber auch die Geschlechterverteilung. Jungen-WGs gehen wunderbar, Mädels-Wgs gehen selten gut. Bei gemischten Gruppen sollte immer 50/50 herschen oder aber ein Männerüberschuss. Weiber können nämlich recht zickig untereinander werden und das kann auch mal Böse enden.
 
#44
Seit drei Tagen sitzt Laura nun mit auf dem Lieblingsplatz der anderen Wellis und bekommt somit endlich mehr Kontakt zu den anderen. *Herz*
Das Fliegen hat sich auch erheblich verbessert, auch wenn immernoch ein klein bisschen Mut brauch um zu fliegen. Gestern musste ich sie nämlich abends in den Käfig scheuchen und da hat sie mir ihre Flugkünste gezeigt. :D
Das zeigt mir aber auch das sie keine große Lust mehr hat ständig im Käfig zu sitzen. Frühs meckert sie mittlerweile auch immer rum, dass ich sie rauslassen soll. ^^
 
#46
Laura ist mittlerweile wunderbar in der Gruppe integriert und sie verhält sich nun auch wie ein typischer Wellensittich. Im Käfig ist sie nur noch zum fressen und schlafen, sie schreddert, fliegt und zwitschert mit den anderen wie wild herum. Und zum großen erstaunen hat sie Antigone den Freund ausgespannt. Hook hat sich nun voll und ganz ihr zugeschrieben, folgt ihr überall hin, füttert und schnäbelt sie. Antigone war die ersten Tage ganz schön eifersüchtig, aber immer noch sehr friedlich und mittlerweile hat sie sich wohl damit abgefunden.

Den großen Käfig scheut Laura aber weiterhin. Ich werde sie in nächster Zeit weniger in ihrem Käfig füttern, so dass sie sich wie die anderen ihr Futter außerhalb des Käfigs besorgen muss. Aber das werde ich langsam angehen, da beim Fressen meine Wellis echt stürmisch sein können.
 
#48
Hi SuiTo
Dein Welli thread ist toll.
So viel interessante information.
Als ich klein war hatte meine Oma ein welli, Jackie. der konnte ein paar Wörter sagen !!!
Ich habe mich immer gewundert ob es ihm gut ging. Er wurde sehr geliebt von meiner Oma.
Eigentlich ist es ja klar wie die Sonne das Tiere nicht alleine gehalten werden sollen.
Dass das Bewusstsein so langsam erst kommt !!!
 
#49
Mittlerweile wohnt Laura im Käfig bei den anderen.
ich hatte mir in einem Welli-Forum Rat geholt, da sie immernoch lieber in ihrem Käfig schlief. Dort wurde mir geraten, einfach ihren Käfig wegzunehmen. Das habe ich getan, aber es war nicht sonderlich leicht für mich, denn Laura war sichtlich verängstigt danach und brauchte eine ganze Weile bis sie sich in ihrem neuen Käfig wohl gefühlt hat. Mittlerweile klappt es ganz gut und die Angst ist weniger geworden. Auch das fressen klappt wunderbar auch wenn sie sich noch immer von den anderen verscheuchen lässt. Das abendliche in den Käfig gehen gestaltet sich noch etwas zwiespältig, hin und wieder fliegt sie alleine rein und manchmal nicht. Aber es wird besser. ^^
 
#51
Ist Laura noch mit Hook befreundet?.
Ja, Laura ist weiterhin sehr eng mit Hook. Die beiden sind richtig süß. ich hatte ja vorher immer nur Männer und es wirklich wunderschön zu sehen, wie sich die zwei kraulen, schnäbeln und Laura gefüttert wird. Hook kümmert sich wirklich liebevoll um Laura :)

Und warum Musste sie unbedingt in den grossen Käfig?
Ist nicht unbedingt notwendig, aber mir persönlich lieber. Dann ist im Zimmer mehr Platz, wenn nicht zwei große Käfige dastehen müssen. Außerdem wird bei uns bald renoviert und da müssen die Wellis gezwungenermaßen ein paar Tage im Käfig bleiben. Da ist es einfach für alle Beteiligten besser, wenn sie sich bereits vorher an den Käfig gewöhnt hat und dann die Tage nicht allein im Käfig bleiben muss.
 
#52
Bei uns gibts nix viel neues. Hook ist mittlerweile meistens mit Antigone zusammen. Wie gesagt meistens, hin und wieder wird auch fleißig mit Laura rumgeflirtet. Anfangs fand das Laura gar nicht toll, plötzlich auf dem Abstellgleis zu stehen und wirkte ein paar Wochen etwas deprimiert. Mittlerweile kommt sie aber gut damit klar. Ihre Flugkünste haben sich erheblich verbessert. Sie ist zwar immer noch kein großer hin und her Flieger, aber 1-2 Runden schafft sie mittlerweile locker.

Heute gibts mal ein paar Gute-Nacht-Bilder kurz vorm Schlafengehen:

Milva auf ihrer Lieblingsschaukel


Sokrates, etwas bedröppelt vom Blitzlicht ^^


Laura sitzt immer am liebsten auf der Wurzel, die anderen drei Wechseln gerne mal ihre Schlafposition
 
#53
Heute waren wir beim Tierarzt. Leider ist der Besuch beim Tierarzt immer eine halbe Weltreise, ein Grund warum ich immer mal wieder darüber nachdenke mit der Welli-Haltung aufzuhören. Ich habe bereits alls Vogelkundigen Tierärzte (VkTA) die auf diversen Listen stehen und mir von etlichen Foren-Usern empfohlen wurde im näheren Umkreis durchprobiert und wurde überall enttäuscht. Der eine wollte mir weiß machen, dass Röntgenaufnahmen bei Wellensittichen absolut nicht möglich seien und hat erst beim dritten Besuch und meinem Hinweis den Tumor entdeckt. Der zweite wusste nichts mit dem Begriff "Eingangscheck" anzufangen und er hat tausendmal nachgefragt, was ich denn nun eigentlich wöllte und verstand nicht warum ich mit einem offensichtlichen gesunden Tier zu ihm kam.

Also musste ich meinen Suchradius erweitern, der mich nach Panschwitz-Kuckau führte, einer Gemeinde mit 2200 Einwohner, wo es äußerst große Tierarztpraxis gibt, die komplett auf Vögel spezialisiert ist. Leider brauch man mit den ÖPNV bis dort hin fast 2h und nochmal 2h zurück, so dass wir meist mind. 5-6h unterwegs sind. *schreiweg* Aber zumindest bin ich dort wirklich komplett zufrieden, obwohl ich bei Tierärzten mittlerweile extrem kritisch bin. *ätsch*
Bei Notfällen kann ich sicher auch zu meinem Mäuse-TA gehen, aber ein Spezialist sieht die Sache dann halt doch immer noch aus einer anderen Perspektive.

Heute musste also Rumpelstilzchen zum TA. Ich hatte schon letzte Woche und jetzt am WE vermehrt beobachtet, dass er sich viel hinlegt und sein Beinchen nicht versucht zu belasten. Ich dachte an eine mögliche Zerrung oder dergleichen, was sich allerdings nicht bestätigte. Die Ärztin hat dann geröntgt und einen vergrößerten Hoden entdeckt. Das kann zwei Ursachen haben: ein Tumor oder Hormone. Die Tierärztin vermutet derzeit letzteres. Bei Wellensittichen liegen die Hoden im Innern und im Frühling kann es passieren, dass durch die Hormone die Hoden anschwellen. Die vergrößerten Hoden können dann auf die Nerven der Beine drücken, so dass den Herren das sitzen unangenehm wird. Viel tun kann man erstmal nicht, außer ihm viele Liegemöglichkeiten anbieten. In 1-2 Monaten sollte das wieder verschwunden sein, ansonsten müsste nochmal ein Kontrollbild gemacht werden und geschaut werden ob es sich doch um einen Tumor handeln könnte.

Derzeit hoffen wir aber das er - im wahrsten Sinne des Wortes - einfach nur Dicke Eier hat. :D
 
#55
Ich wollte mich mal wieder melden, gerade wiel ja doch ein paar Leute mitzulesen scheine. ^^

Leider musste ich in diesem Jahr wieder zwei Tode verzeichnen. Zuerst starb Sokrates im April. Ich fand ihn früh morgens auf dem Boden sitzend. Er war schon komplett unterkühlt und bewegte sich kaum. Innerhalb der 10 Minuten wo ich die ersten sofort Maßnahmen einleitete, einen Nottierarzt suchte und dann aufbrechen wollte, verstarb mir der kleine vor meinen Augen. Am Tag zuvor ging es ihm noch scheinbar gut. Leider können Wellensittiche Probleme wirklich gut verstecken.

Danach habe ich die Gruppe gut beobachtet, weil es jetzt ein Mädchen-Überschuss gab und das bei Wellensittichen oft nicht gut ist. Ich konnte zwar keine Streitereien entdecken über das übliche Maß hinaus, aber ich merkte das sich Laura immer mehr zurückzog und kaum noch aus dem Käfig kam. Das Gleichgewicht der Gruppe war extrem gestört und das obwohl Sokrates eigentlich immer sehr zurückgezogen und für sich lebte. Also ging ich auf die suche nach einem neuen Wellensittich.

Im Juni zog dann Martin bei mir ein. Ein 5-jähriger Wellensittich Hahn. Er hat sich sofort Pudelwohl in der Gruppe gefühlt und wurde sofort integriert. Laura und Martin fanden zwar nicht zueinander, aber Laura kam nun wieder aus dem Käfig und beteiligte sich wieder am Sozialleben.

Bereits im August allerdings verstark plötzlich Laura, genauso unerwartet wie Sokrates. Man muss allerdings auch sehen, dass beide nicht mehr die jüngsten waren und jeweils die Wellensittich-Ältesten in der Gruppe waren, auch wenn sie für Wellensittiche trotzdem noch nicht wirklich alt waren. Ihr Tod hat mich ziemlich mitgenommen, weil sie ja doch etwas besonderes war.

Derzeit kommt die Gruppe zu fünft gut zurecht und vorerst werde ich an der Konstellation auch nichts ändern, solange sie so glücklich sind. Antigone und Capt. Hook sind ein Paar, sowie das Dream-Team Milva und Rumpel. Martin turtelt gerne mit den Mädels rum, auch wenn er dort nicht landen kann und schnäbelt ansonsten immer mal mit Rumpelstilzchen rum.

Im Großen und Ganzen habe ich mich allerdings entschieden mit der Wellensittich-Haltung aufzuhören. Das hat unterschiedliche Gründe. Noch immer macht mir die TA-Problematik sorgen. Ausschlaggebend ist allerdings, dass mein Interesse an ihnen doch immer weniger geworden ist und ich ncht mehr mit dem Herzblatt dabei bin wie früher. Es geht ihnen bei mir trotzdem gut und ich kümmere mich weiter täglich um sie, aber es ist doch nicht das Gleiche. Schlussendlich würde ich auch gerne irgendwann ein anderes tierisches Projekt angehen wollen, was mir schon seit Jahren im Kopf rumschwirrt aber durch Platzprobleme derzeit nicht realisiert werden konnte.
Wann dies nun genau passieren wird weiß ich noch nicht. Das kann sich durchaus noch einige Zeit hinziehen, da ich erst wenn sich die Gruppe von allein verkleinert nach einem neuen zu Hause suchen werde. Die Süßen sollen also nicht Teufel komm raus hier weg, sondern werden weiterhin hier wohnen, bis ich ein schönes zu Hause finden. Aber ich werde keine neuen Tiere mehr aufnehmen.

Bild 1: Antiogone (grün), Milva (gelb), Capt. Hook (blau-weiß)
Bild 2: Milva und Martin (grün)
Bild 3: Antione, Martin (grün vorne), Cap.t Hook, Rumpelstilzchen (gelb-grün)
 

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