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Farbmaus krank (?)

Etze

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Hallo,
seit zwei Wochen wohnen vier (vermeintliche) Farbmausweibchen bei uns. Tja, nicht aufgepasst beim Kauf (kaum Erfahrung, Mäuse jung), drei Männchen ein Weibchen. :rolleyes:
Weil es gleich am zweiten Tag Spannungen gab, haben wir die Gruppe in zwei Päärchen aufgeteilt je eins der beiden geschlechtsreifen Männchen mit dem jungen Weibchen (ca. 4-5 Wochen) und dem jungen Männchen zusammen. Das hat fürs erste gut funktioniert, aber da es nur eine Frage der Zeit war, bis das Männerpäärchen anfängt zu streiten oder Mäusenachwuchs ansteht und weil zwei Tiere laut Mäuseasyl und Co. nicht optimal sind, wollten wir die drei Männchen heute kastrieren lassen.
Allerdings hat der erste Patient die Narkose leider nicht vertragen und ist gestorben. Also haben wir die anderen beiden wieder mit nach Hause genommen, auch weil der Tierarzt meinte, dass bei verwandten Tieren ein höheres Risiko für die anderen beiden besteht, ebenfalls nicht mehr aufzuwachen.
Die anderen drei Mäuse sind jetzt zusammen im Käfig und vertragen sich vorerst relativ gut. Wir haben auch schon eine Lösung für die Haltung in der Zukunft, das ist nicht das Problem.

Das Problem: Die weibliche Maus sieht schwächlich aus: Ihr Fell ist struppig und ihre Haltung zeitweise gekrümmt, sie ist weniger aktiv als ihre männlichen Mitbewohner und sie fühlt sich etwas schlapp an. Sie ist außerdem kleiner als die Anderen, auch als ihr gleichaltriger Bruder, das war sie aber von Anfang an.

Positives: Sie frisst und trinkt normal, betreibt Fellpflege und rennt auch ab und zu im Laufrad (allerdings weniger als die anderen und auch etwas langsamer), sie niest nicht und atmet normal.

Hinzu kommt, das alle Mäuse sich gelegentlich hinter den Ohren kratzen, wirklich nur selten und nicht exzessiv. Morgen holen wir Flohkur, aber ich denke nicht, dass es daran liegt, da alle Symptome scheinbar auf eine Atemwegserkrankung hindeuten und das Kratzen selten ist, sowie meistens Teil des Putzens zu sein scheint.

Meine Fragen:
Könnte die Maus um ihren "Partner" trauern und deshalb Fellpflege und Aktivität vernachlässigen?
Gestern hat die verstorbene Maus angefangen ihr Avancen zu machen, also auf Mäuse Art und heute hat das verbliebene ältere Männchen dasselbe versucht, ist sie erschöpft/gestresst davon?
Reicht es aus zunächst abzuwarten und sie mit Vitaminbrei aufzupäppeln, sofern sich ihr Zustand nicht verschlechtert, oder ist es zu riskant und besser morgen direkt zum Tierarzt zu fahren?
Sehen ihre Augen entzündet aus?
Könnte es eine allergische Reaktion sein? Auf Streu o.ä.
Sind es vielleicht doch Parasiten?
Was könnte es sonst noch sein?

Bilder im Anhang.


Es würde mich freuen, wenn jemand mit Erfahrung die Situation einschätzen könnte.

Grüße
 

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Brokat

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Hallo Etze,

herzlich *willkommen*!

Das klingt nach einem schwierigen Start. Toll, dass du dich gleich um die "Baustellen" kümmerst.

Wie es scheint, hat sich der Zustand des Weibchens heute Nacht deutlich verschlechtert? Durch den schnellen Stoffwechsel der Mäuse passiert das leider häufig. Deshalb ist ein Arztbesuch immer die richtige Entscheidung. Wie geht es der Patientin inzwischen? Was hat der Arzt diagnostiziert, welche Medikamente hat sie bekommen? Bitte nicht einfach "Flohmittel" verwenden, sondern ein mäuseverträgliches Mittel vom Tierarzt holen.

Magst du uns verraten, welche Lösung ihr für die drei verbliebenen Mäuse gefunden habt?

Mein Vorschlag wäre, noch einen anderen Tierarzt zu suchen. Nicht jeder kennt sich mit Mäusen aus, aber es gibt bestimmt im weiteren Umkreis eine Praxis, in der Mäuse sicher kastriert werden. Das würde ich auf jeden Fall versuchen, denn eine Kastration ist die einzige Chance, den Böckchen ein wirklich artgerechtes Leben zu bieten. Wenn du auf der Startseite ganz nach unten scrollst, findest du die Tierarztsuche. Dort kannst du nach einem Tierarzt in deiner Nähe fragen. Oder einfach mal Praxen durchtelefonieren und nach Kastrationen für Mäuse fragen.

Das Weibchen sollte zunächst einzeln sitzen. Das ist zwar sehr traurig für sie, gerade wenn sie krank ist, aber vielleicht ist sie ja noch nicht trächtig. Du könntest dich schnell nach ein oder zwei Kastraten aus dem Tierschutz umschauen, die könnten ihr Gesellschaft leisten und bei der Aufzucht der Jungen helfen. Behandle die Kleine auf jeden Fall erst mal wie trächtig. Viel Ruhe, viel Nistmaterial, viel Eiweiß. Und gut beobachten, ob sie dick wird bzw. wirft.

Das erst mal in Kürze.

Liebe Grüße! *Maus*
 

Etze

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Vielen Dank erstmal. :)
Die Tierärztin meine es könnte was mit den Nieren/dem Herzen zu tun haben, auch weil die Mäuse nicht aus einer professionellen Zucht kommen, und wahrscheinlich öfter miteinander verwandt sind als gut für sie ist.
Der Zustand hat sich nicht verschlechtert. Die Empfehlung der Tierärztin war sie vitaminreich zu ernähren. Ansonsten keine Medikamente, abgesehen von dem mäuseverträglichlichen Mittel gegen Ektoparasiten.
Die beiden Männchen verstehen sich noch ganz gut zusammen, obwohl der Kleine eigentlich schon geschlechtsreif sein müsste. Die Idee war die beiden zusammen zu halten, notfalls mit Trenngitter und 2-3 Weibchen zu der kleinen grauen Maus zu setzen. Aber Kastrate gehen natürlich auch, da hab ich gar nicht drüber nachgedacht.
Wir haben soar zwei Kleintierzentren in der Nähe, aber in einem davon ging die Narkose schief, deshalb wollten wir OP´s wenn möglich vermeiden.
In derTierarztsuche werde ich trotzdem mal nachfragen.
*Maus*
 

Brokat

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Dann drücke ich Daumen, dass es dem Mädel dann bald besser geht. *blumen*

Dein Plan hat leider gleich mehrere Schwachstellen, deshalb überdenk ihn bitte noch einmal.

Warum Farbmausböcke kastriert werden sollten, kannst du da oder dort nachlesen. Achtung, die Bilder sind sehr unschön. Auch wenn bei der Narkose immer ein gewisses Risiko besteht, solltest du deinen Böckchen die Chance auf ein tolles Leben ermöglichen. Es ist doch gar nicht ganz sicher, ob sie verwandt sind bzw. ob sie die gleichen Probleme haben werden. Von den ersten beiden Mäusen, die ich kastrieren lassen habe (Wurfgeschwister), hat es auch nur einer geschafft. Danach gab es bei mir aber fast nur erfolgreiche Kastrationen. Wir führen im Forum sogar eine Statistik dazu und die Erfolgsquote liegt bei 95% oder mehr... *denk* Eine Mäusegruppe beginnt ab vier Tieren, so richtig toll wird es meiner Erfahrung nach mit acht bis zehn Nasen. Das kannst du deinen unkastrierten Böcken nie bieten. Auch kein großes, spannendes Gehege. Es wäre ein ziemlich langweiliges Dasein, selbst wenn sie sich halbwegs verstehen sollten. Die Trenngittervariante wird nicht funktionieren. Zum Einen haben die beiden keinerlei Chance auf positive Kontakte (putzen, kuscheln, gemeinsam schlafen...), zum anderen stehen sie permanent unter Stress, weil sie einen Rivalen vor der "Haustür" haben, mit dem sie nie die Fronten klären können - Angst und Aggression steigern sich. Wenn dann noch in Riechweite Weibchen leben, ist der Hormoncocktail perfekt. *seufz*

Viel besser wäre es, wenn die Böckchen schnell kastriert werden und du dann eine Gruppe zusammen mit dem Weibchen und ggf. ihrem Nachwuchs oder fremden Mäusen vergesellschaften könntest.

Liebe Grüße. :wink:
 

Etze

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Hi,
danke für die guten Ratschläge.
Den Plan haben wir nicht durchgeführt: Wir haben die beiden Männchen wieder zurück zur Züchterin gebracht und dafür vier Weibchen mitgenommen. Hatte da zunächst Bedenken, weil die zwei solange getrennt von der großen Gruppe (20+) waren, aber wir haben das eine Weile beobachtet und die beiden wurden nach kurzem Beschnüffeln wieder integriert: Buddeln und kuscheln im trockenen Baguette mit den anderen. :D
Die vier Neuen und das Weibchen aus der ersten Gruppe verstehen sich, nachdem es die ersten zwölf Stunden hin und wieder mal Gefiepe gab (aber nie länger als fünf Sekunden, und keine Verfolgungsjagden, keine Bisse), gut miteinander. Wir Haben sie nach einer Stunde in der Transportbox ohne sie zu vergesellschaften zusammengesetzt, weil sie noch jung/sehr jung sind. Hat geklappt, sie haben sich ein gemeinsames Nest gebaut und teilen sich Laufrad und Futter/Wasser ohne Konflikte, putzen sich gegenseitig etc..
Achso, dem Weibchen das wir für krank hielten, ging es schon am nächsten Tag besser. Sie rennt und frisst viel und ihr Fell sieht wieder sehr gepflegt aus. Ich glaub sie war traurig weil ihr Gefährte weg war, oder einfach gestresst von den beiden Männchen und ihren Avancen.
Außerdem kriegen sie jetzt sicherhaltshalber fünf Tage lang ein Antibiotikum, da eine Maus kurz Schnattergereäusche gemacht hatte, aber der Tierarzt meinte, wenn es nicht wiedervorkommt, sei das kein Grund zur Sorge. Ist es auch zum Glück nicht mehr.
Ansonsten sind sie recht viel in ihrem Nest und kuscheln, aber wir sehen sie auch alle abwechselnd oder gemeinsam im Laufrad und außerdem hab ich gelesen, dass sie, vor allem morgens/abends/nachts, wenn sie ihre Ruhe haben, aktiv sind.
Also zusammengefasst geht´s ihnen gut.

Grüße :)
 

Brokat

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Hallo Etze,

da muss ich leider sagen, dass das wirklich ungünstig gelöst ist. *Augen*

Diese "Züchterin" scheint einfach ohne Plan Mäuse zu vermehren. Offenbar kann sie noch nicht einmal sicher Geschlechter bestimmen. Sie hält über 20 Mäuse im Käfig, wahrscheinlich gemischt, und setzt zwei Jungs einfach wieder dazu? Der einzige Grund, warum das nicht sofort knallt, ist wahrscheinlich, dass es dort nichts Interessantes zu verteidigen gibt. Das heißt aber nicht, dass die Jungs nichts gewaltig was auf die Mütze kriegen. Selten kracht es in den ersten paar Augenblicken.

Wenn du jetzt fünf Weibchen hast, besteht auch das Risiko, dass alle fünf trächtig sind. *angst*Hast du einen Plan, was du in dem Fall unternehmen möchtest? Weibchen untereinander können recht zickig sein. Eventuell hast du den Vorteil, dass deine ja aus der selben Sippe (oder zumindest dem selben Käfig) stammen. Wundere dich aber nicht, falls die Damen später noch Probleme miteinander bekommen.

Ein Antibiotikum sollte mindestens zehn Tage lang gegeben werden, um wirklich alle Bakterien zu erwischen und Resistenzen zu vermeiden. Kannst du da noch mal nachhaken? Sind die Mäuse so zahm, dass du jeder zuverlässig ihre Dosis verabreichen kannst?

LG
 

Etze

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Hey :)

ja sie hat einfach einen Haufen Mäuse in einem großen Käfig. Viel Interessantes hat sie aber auch reinpepackt: mehr als 20cm Buddelzeugs, Äste, Häuser, einen Futterball der von der Decke hängt, den ihre Mäuse aber scheinbar lieber zum kuscheln nutzen, sie sorgt für Abwechslung beim Fressen, also insgesamt scheint sie sich gut um ihre Mäuse zu kümmern, hatte ich den Eindruck. Wir waren eine Stunde da, ich weiß nicht, wie sich das weiter entwickelt und dachte, weil die Gruppe so groß ist, sind die Mäuse da gut aufgehoben. :(

Naja, drei sind definitiv noch zu jung, aber bei zweien besteht ein Risiko. Der Plan wäre, zumindest alle Männchen bevor sie geschlechtsreif werden zu verkaufen, bzw. sie notfalls von den Weibchen zu trennen, bis wir sie verkauft haben. Und dann u.U. den Käfig auszubauen.

Wie gesagt drei sind noch sehr jung und bisher gibt es keinerlei Probleme: sie fressen zusammen am Napf, haben ihr Nest zusammen gebaut, schlafen dort immer zu fünft, obwohl jede Maus ihren eigenen Schlafplatz hätte, laufen gemeinsam im Laufrad, oder halten sich am Rand fest und lassen sich drehen... :D
Ja ich weiß, dass auch Weibchen zanken können, aber da sie sich alle schon vorher kannten und sich bis jetzt blendend verstehen, will ich mal auf Holz klopfen. :) Was mir besonders gefällt ist die Entwicklung der Maus von den Fotos: Sie sieht seit ein paar Tagen wieder topfit aus, ist super entspannt im Umgang den anderen Mäusen und mit uns (setzt sich auf die Hand zum fressen, wenn ein kleines Stückchen Rosine draufliegt) und ist viel fideler.

Nein, das ist völlig falsch. 10 Tage sind viel zu viel, selbst mit Pneumonie kriegst du inzwischen kaum noch mehr als eine Woche lang ein Antibiotikum.
Zwar sollte eine Anitiobtikakur in den meisten Fällen nicht frühzeitig abbgebrochen werden, aber die Einnahme darf nicht länger als notwendig erfolgen, da sich Resistenzen während der Therapie entwickeln. Die Geschichte der überlebenden Bakterien die nach dem Motto "was dich nicht umbringt, macht dich stärker" mutieren, ist weitverbreitet und gefährlich.* Je länger du (oder die Maus) ein Antibiotikum einnehmen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Krankheitserreger Resistenzen erwerben. Insbesondere da keines der Mäsuchen Krankheitszeichen zeigt, und Antibiotika, neben anderen möglichen Nebenwirkungen, immer einen negativen Einfluss auf die Bakterienflora des Organismus, besonders auf die Flora des Darmtrakts haben, sind höchstens(!) fünf Tage angemessen, wenn nicht sogar zu viel.

*Das gilt für Maus und Mensch (aber vor allem für die Massentierhaltung, wahrscheinlich der Hauptgrund für die starke und (weltweit) weiter steigende Zunahme an multiresistenten Keimen).

Ein Paar Quellen:

https://www.aerzteblatt.de/archiv/194883/Antibiotika-Einnahme-Einfache-Faustregeln-greifen-zu-kurz
https://www.apotheken-umschau.de/Medikamente/Wie-lange-soll-man-Antibiotika-einnehmen-550971.html

Grüße
 
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Brokat

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Guten Morgen...

Bei der Aussage: "Sie hat einen Haufen Mäuse in einem großen Käfig", ist eigentlich alles klar... *angst*Aber darum soll es hier ja nicht gehen. Du machst jetzt deinen Mäusen ein schönes Leben und hoffentlich bleiben sie lange fit und gesund.

Im Forum findest du bestimmt noch Anregungen zur Gestaltung des Käfigs und Einrichtungsideen. Leider ist das Käfigthema teilweise veraltet, die Mindestmaße der Grundfläche liegen mittlerweile bei 100x50 cm - größer ist immer besser und je mehr Tiere im Käfig leben, desto mehr Platz brauchen sie.

Wenn die Mäuse aus einer Sippe kommen, kann es ohne Vergesellschaftung klappen. Das liegt jedoch nicht daran, dass sie sich schon kennen. In der neuen Konstellation müssen sie ja trotzdem "ausdiskutieren", wer welchen Platz in der Gruppe einnimmt. Aber da sie aus der selben Kinderstube stammen, haben sie die gleichen sozialen Umgangsformen erlernt, das hilft natürlich.

Im Prinzip kann jedes deiner Weibchen trächtig sein, also behandle sie erst einmal dementsprechend. Viel Ruhe, viel Nistmaterial, viel Eiweiß. Auch mit vier Wochen kann eine Maus theoretisch schon trächtig sein, also beobachte sie gut. Notiere dir die Wurftermine und trenne die Babys am 28. Tag nach Geschlechtern. Für die Jungs wäre es am besten, bei erwachsenen Kastraten unterzukommen, weil nach vier Wochen die Sozialisation noch gar nicht abgeschlossen ist.

Hast du für den eventuellen Nachwuchs einen Plan B? Unkastrierte Böckchen kann man eigentlich gar nicht verkaufen. Auf den neuen Halter kommen ja die Kosten und Risiken der Kastration zu. Da im Tierschutz bereits fertige Kastraten für deutlich weniger Geld zu bekommen sind, würden sich die wenigsten echte Böckchen ins Haus holen. Du kannst stattdessen anbieten, dich an den Kastrationskosten zu beteiligen. Vielleicht magst du auch selbst ein paar Böckchen behalten und stattdessen Weibchen abgeben? Gemischte Gruppen sind meist harmonischer.

Die Faustregel zur Antibiotikagabe habe ich hier so gelernt. Wenn sie inzwischen überholt ist, lasse ich mich gern belehren. Dafür würde ich aber nicht mit Quellen aus der Humanmedizin argumentieren - Stoffwechsel und Immunsystem funktionieren bei Mensch und Maus nicht gleich.

Explizit auf Mäuse beziehen sich diese Seiten. Da steht zwar nichts zur Verabreichungsdauer allgemein, allerdings wird vor einer zu kurzen Gabe gewarnt:
https://das-maeuseasyl.de/gesundheit/die-kleine-mausapotheke/basisinformationen-zu-antibiotika/
https://archiv.mausebande.com/apotheke/antibiotika

LG :wink:
 

Moni1610

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Bei der Aussage: "Sie hat einen Haufen Mäuse in einem großen Käfig", ist eigentlich alles klar...

Da kann ich dir nur zustimmen. Auch ich habe große Gruppen, meine große Gruppe startet meist mit einer Gruppenanzahl von 30 +/- 2 Mäuschen, doch es geht nicht um die Gruppengröße, sondern um die Vorgehensweise. Hier handelt es sich um einen Züchter, zu einer solchen Gruppe einfach so 2 unkastrierte Jungs dazu, richtig, da ist eigentlich alles klar.
Ich frage mich u.a. auch, was macht da ein getrocknetes Baquette drin. Brot, getrocknet oder nicht, hat bei Mäuschen nichts zu suchen. Hoffentlich ist das nicht das einzige an Futter, was sie bekommen.

Wenn da so mir nichts dir nichts zwei unkastrierte Jungs in eine 20er Gruppe reingesetzt werden, vermutlich sind das Futtermäuse, da dürfte es nicht unbedingt zu Streitigkeiten kommen, dazu werden sie nicht lange genug in der Gruppe sein. SERIÖSE Züchter bei Farbmäusen gibt es kaum, meist sind das Schlangenhalter oder Züchter für Futtermäuse, die Jungs gehen als Schlangenfutter, die Mädels können nebenbei noch verkauft werden. Und wenn es dann noch Interessenten gibt, die männliche nicht kastrierte Buben mitnehmen auch gut, in dem Fall dürften sie mehr kosten als wenn sie als Futtermäuse über den Ladentisch gehen.

Höchstwahrscheinlich war die Rückgabe ihr Todesurteil :cry:

Habe selbst schon von einer Schlangenhalterin Farbmäuse geholt, von ihr weiß ich, Mädels werden verkauft, Buben ins Mäulchen ihrer eigenen Schlangen und wenn über bleibt, werden diese ebenso verkauft. Beim letzten Mal hatte sie auch zwei Jungs übersehen und das erst bei Übergabe festgestellt, sie wollte sie mir daraufhin nicht mitgeben. Auf meine Frage hin, was mit den Jungs passiert, wenn ich sie nicht zu mir nehme "Werden sie dann verfüttert" - "ja".

Das habe ich nicht über's Herz gebracht, also auch die beiden Buben mitgenommen und kastrieren lassen, Youngblood und Monty haben sich zu zwei so tollen Mäusemänner entwickelt, sie dürften jetzt ungefähr 1 Jahr alt sein :love:
 

Micelover

Mäuseverrückt
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Nein, das ist völlig falsch. 10 Tage sind viel zu viel,

Also meines Wissens sollte man immer solange behandeln bis Maus keine Symptome mehr hat + 2 Tage. Um Resistenzen zu vermeiden min. 5 Tage, ich hatte hier tatsächlich Mäuse denen ich bis zu 14 Tagen AB gegeben habe wegen Schiefkopf oder Atemwegsinfekten. Dass war alles immer vorher mit meiner Tierärztin abgesprochen die auf kleine Heimtiere spezialisiert ist:)

(Geschadet hat das auch niemandem)

Edit: Moni und Brokat kann ich auch nur unterstreichen, wenn 2 unkastrierte Böcke in eine gemischte Großgruppe (allein daran merkt man dass es keine seriöse Züchterin sein kann, wie will sie so gezielt züchten?) zurück gesetzt wurden war dass ziemlich sicher ihr Todesurteil...
 

Ravenblood

Beanie-Mama
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Es kommt darauf an welches Antibiotikum man verabreicht. ;)
Manche muss man 1x am Tag geben, manche 2x, manche haben eine Depotwirkung über eine bestimmte Zeit (z.B. Convenia bei Mäusen 5 Tage durch den schnellen Stoffwechsel, bei anderen Tierarten länger). Doxycyclin z.B. sollte man nicht länger als eine Woche geben. Bei Baytril würde ich schon mindestens 10 Tage anstreben, je nachdem, wie schnell oder ob es besser wird.
Auch Antibiotikas bei Menschen werden unterschiedlich eingenommen (Azithromycin z.B. nur 3 Tage, da Depotwirkung, aber es gibt einige die über 7 Tage eingenommen werden müssen, damit sie richtig wirken). Es hängt auch davon ab, gegen welche Erkrankung man es einsetzt.

Ich wünsche dir, dass nicht alle Weibchen trächtig sind... Die Jungs müssen alle kastriert werden, außer du gibst sie als Futtertiere ab. Leider haben sie sonst keine Chance auf ein artgerechtes Leben, da sie sich irgendwann böse verletzen oder töten.
Schade, dass die beiden Jungs nicht hätten bei dir bleiben können. Ich möchte nicht wissen, was jetzt aus ihnen wird.
Ich kann dir nur ans Herz legen, dass das nächste Mal Tierschutzmäuse bei dir einziehen dürfen. Es gibt so viele davon, die ein schönes Zuhause suchen. Und die sind schon kastriert und gegen Parasiten behandelt. (Darmparasiten können auch ein Grund für ein schlechtes Allgemeinbefinden sein. Das lässt sich mit einer Kotprobe abklären.)
 

Etze

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Hallo zusammen, ich freue mich sehr über die vielen Rückmeldungen und guten Tips! :)

Käfig:
Der Käfig hat bisher zwei 50x50cm und zweimal 30cm Höhe. Ich weiß, dass das etwas zu klein ist und da wir jetzt schon fünf Mäuse haben, baue ich sobald ich Zeit habe vermutlich am Dienstag noch einen Zylinder aus Volierendraht auf das Dach, 50x80 in etwa. Da wollten wir dann Zweige zum Klettern und Knabbern reinpacken und ganz oben Leckerlies verstecken, in der Mitte Laufrad und Futter und unten Buddelkiste und Nest. Wir haben kein Häuschen gekauft, sondern einfach Baumwollstreu, Klopapier und Pappe in den Käfig getan und ein paar Stunden später hatten sie dann ihr eigenes Nest gebaut. Sehr cool. :) Und ansonsten macht es mir auch Spaß da kreativ zu werden (ja ich hab mir vorher durchgelesen was nicht reindarf :D).
Bilder im Anhang.

Schwangerschaften:
Wir beobachten sie argwöhnisch, falls eines der Weibchen schwanger sein sollte, schreib ich euch nochmal. Ansonsten klingt Brokats Plan B ziemlich gut, falls Nachwuchs ansteht.


Zur "Züchterin":
Futter: Sie füttert die nicht nur mit Brot und hat sie relativ teuer verkauft, unter der Bedingung, dass sie nicht verfüttert werden. Hat auch darauf bestanden, zu erfahren wie es ihnen hier weiter ergeht, wollte Fotos vom Käfig etc. Ich glaube nicht, dass sie Futtermäuse züchtet, ich glaube sie hat einfach keine Ahnung von Mäusen. :/
Jetzt tun mir die beiden Leid, ich schreib ihr nochmal.

Tierschutzmäuse:
Falls das Mäuse aus dem Tierheim sind, da gabs leider keine in der Umgebung, das war das erste, wonach ich gesucht hatte.

Antibiotika:
Mir ist klar, dass es unterschiedliche Antibiotika gibt, die gegen völlig unterschiedliche Bakterienstämme eingesetzt werden, aber bei allen gilt die Regel: solange wie nötig und so kurz wie möglich (nach der ersten Regel: Hör auf den Arzt). Und nicht: lieber noch ein bißchen länger nehmen. Selbst wenn noch Bakterien nach Ende der Einnahme überlebt haben, sind sie meistens so schwach, dass der Körper selbst mit ihnen fertig wird.

"
In den vergangenen Jahren mehrten sich Erkenntnisse, dass bei verschiedenen Infektionen kürzere Antibiotikatherapien gleichwertig oder sogar überlegen sind. So erwies sich in einer Untersuchung zur ambulant erworbenen Lungenentzündung eine fünftägige Antibiotikatherapie ebenso wirksam wie eine zehntägige.

„Viele Jahre ist man davon ausgegangen, dass eine längere Antibiotikatherapie die Wahrscheinlichkeit einer Rückkehr der Infektion oder die Ausbildung von Resistenzen verringert“, so Professor Dr. med. Gerd Fätkenheuer, Leiter der Infektiologie an der Universitätsklinik Köln und Vorsitzender der DGI. „Dahinter stand der Gedanke, möglichst alle krankmachenden Bakterien abzutöten. Heute wissen wir: Je länger die Bakterien dem Selektionsdruck eines antimikrobiellen Wirkstoffs ausgesetzt sind, desto wahrscheinlicher überleben überwiegend resistente, also gegen das Mittel unempfindliche Erreger.“ Eine kürzere Antibiotikatherapie hat nicht nur den Vorteil von weniger Resistenzentstehung. Sie geht auch mit weniger Nebenwirkungen einher.

„Dennoch bedeutet dies nicht, dass Patienten ein Antibiotikum eigenhändig absetzen sollten, sobald ihre Symptome verschwunden sind“, so Professor Dr. med. Winfried Kern, Vorstandsmitglied der DGI und Leiter der Infektiologie am Universitätsklinikum Freiburg. „Für solch eine einfache Faustregel ist die moderne Antibiotikatherapie zu komplex.“ Vielmehr gilt: Es hängt von der Art der Erkrankung, ihrer Schwere, dem individuellen Verlauf und dem jeweiligen Bakterientyp ab, wie lange ein Antibiotikum eingenommen werden muss. „Bei einer Harnwegsinfektion kann es mitunter ausreichen, das Medikament nur einen Tag lang einzunehmen. Im Falle einer schweren Infektion mit Staphylokokken dagegen müssen Betroffene Antibiotika oft mehrere Wochen lang zu sich nehmen. Hier beispielsweise könnte eine zu kurze Therapie zu Komplikationen und Resistenzbildung führen“, erklärt Gerd Fätkenheuer.
"
https://dr.jenke.online/wie-lange-sollte-man-antibiotika-einnehmen-gibt-es-eine-faustregel/



Menschen und Mäuse lassen sich trotz vieler Unterschiede (Metabolismusrate, Genregulation) relativ gut miteinander vergleichen, da insbesondere die Krankheitserreger oft dieselben sind (Mäuse als Versuchstiere, Pest).
Auch wenn die 14-tägige Kur deinen Mäusen nicht direkt geschadet hat, sind zwei Wochenkuren in den meisten Fällen zu lang, da erstens das Risiko der Ausbildung von Multiresistenzen stark erhöht ist, wenn Antibiotika länger als fünf Tage eingenommen werden und zweitens die Auswirkungen auf die Bakterienflora nicht zu unterschätzen sind: Folgekrankheiten nach Antibiotikaeinnahme sind z.B. Pilzinfektionen, Durchfall. Das hängt aber auch wieder stark vom verwendeten Antibiotika ab, da manche "präziser" als andere sind. Jedenfalls geht mit einer langen Antibiotikaeinnahme immer auch ein erhöhtes Risiko einher. Denn Resistenzen entwickeln sich während der Einnahme. Falsche Dosierung und zu lange Einnahme scheinen da die größte Rolle zu spielen.
Bitte nicht falsch verstehen: wenn der Arzt sagt zwei Wochen, dann sollten es auch zwei Wochen sein. Aber wenn der Arzt gerne und oft viel Antibiotika verschreibt, dann würde ich mich nach einem anderen Arzt, oder zumindest einer zweiten Meinung umhören. Letzendes verdient der Arzt auch immer mit, wenn er ein Medikament verschreibt.

Ich will auch nicht Antibiotika schlechtreden, es sind unglaublich effektive Medikamente bei bakteriellen Infektionen, (zudem auch noch relativ arm an Nebenwirkungen) die täglich Leben retten. Infektionen die vor 200 Jahren noch ein (ziemlich) sicheres Todesurteil waren, sind heute dank Antibiotika binnen weniger Tage auskuriert. Damit das auch so bleibt wird weiter intensiv nach neuen Wirkstoffen geforscht, weil aber die "targets" begrenzt sind (auch wenn es mehr als die drei von Mäuseasyl gennanten sind, Bild mit Beispielen im Anhang) und bereits seit einigen Jahren multiresitente Erreger bekannt sind, gegen die kein einziges heute bekanntes Antibiotikum wirkt, ist es super wichtig, dass Antibiotika nicht inflationär verabreicht werden.
Was man da selbst tun kann ist leider erst seit Corona populär geworden: Nicht krank unter Leute gehen, niemanden anhusten, Händewaschen... :D

Und kein Fleisch aus der Massentierhaltung kaufen. Nicht nur aus Tierschutzgründen, sondern auch weil die Tiere präventiv mit Antibiotika behandelt werden. Über kurz oder lang entwickeln sich so zwangsläufig multiresistente Keime.

Danke nochmal!

Grüße :)

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Etze

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Sie hat wieder angefangen Geräusche zu machen, hab beim Tierazt angerufen, müssen die Kur wohl fortsetzen. :(
 

Moni1610

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Kann es sein, dass das Antibiotika zu schnell wieder abgesetzt wurde?

Die Lebenserwartung einer Farbmaus ist dermaßen kurz, sie versterben oft viel zu früh, die Ursachen sind häufig auch nicht bekannt. Gibt es Schnattergeräusche, da gebe ich gerne etwas länger das Antibiotika, wenn ich merke, anfangs bessert es sich recht schnell.

Da braucht es nicht diese ellenlangen Texte, von einem der vielen Tierärzte (leider 70 km vom Wohnort entfernt), bei denen ich schon war, habe ich die Information, bei Eingabe von bspw. Baytril sollte innerhalb von 3 Tagen eine Besserung eintreten, wenn nicht, sofort beenden, denn sonst bilden sich Resistenzen. Bessert es sich, sollte auch ausreichend lang das Medikament verabreicht werden.

Nur 5 Tage, das war wahrscheinlich zu kurz.

Weiter möchte ich da gar nicht schreiben, du hast einen solchen Roman verfasst, mir war gar nicht danach, das alles zu lesen. Du kennst dich bestens aus, ich nicht. Ich gehe rein nach dem, was ich moralisch mit Absprache der Tierärzte vertreten kann.

Ich drücke die Daumen, dass dem Mäuschen geholfen werden kann.
 

Brokat

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Hallo,

toll, dass du uns unser Genörgel nicht übelnimmst... *knuddel*

Die Diskussion über die Antibiotika-Gabe finde ich interessant, aber die geht wohl am eigentlichen Thema hier vorbei. Magst du dafür im Bereich Kontroverses ein eigenes Thema erstellen? Dann könnten die User ihre Erfahrungen allgemein schildern und wir könnten verschiedene Fälle bzw. Verfahren besprechen.

Bei deiner Maus vermute ich, dass sie ihre Krankheit eher versteckt hat. Mäuse sind sehr gut darin. In den letzten Tagen musste sie ihre neuen Freundinnen ja davon überzeugen, dass sie fit und gesund ist, sonst wäre sie vielleicht nicht akzeptiert worden. Im Stress können Mäuse sich "gesund stellen", in der Natur ist das für ihre wilden Verwandten überlebensnotwendig. Unsere Farbmäuse haben das beibehalten. Besprich einfach mit der Ärztin, wie du am besten weitermachen sollst.

Dein Käfig zeugt von deinem handwerklichen Talent, das gefällt mir. *Daumen hoch* Die Idee, noch mehr zum Klettern anzubieten, ist gut, dann können sich die Mäuse sinnvoll beschäftigen. Bestimmt wirst du staunen, wie geschickt sie sind. Die Grundfläche ist aber nach wie vor zu klein. Da helfen auch viele Etagen nicht, denn es geht ja darum, dass die Kleinen mal eine Strecke am Stück flitzen dürfen. Für mich sieht es aus, als hättest du um den Käfig noch ziemlich viel Fläche frei? Dann wäre mein Vorschlag, eher unten anzubauen. Entweder baust du selbst aus Holz und evlt. Plexiglas eine Art Kiste mit den Maßen 100x50 (oder besser gleich 100x60 bzw. 120x50) oder du besorgst ein Aquarium mit den entsprechenden Maßen. Deinen bisherigen Käfig kannst du gut in bzw. auf die Kiste/das Aqua stellen und als Kletterbereich ausbauen. Wenig Aufwand für eine tolle Verbesserung. Leben bei dir noch andere Tiere? Wenn nicht, kannst du die Kiste oben evtl. sogar offen lassen oder einen Gitterdeckel bauen. Das Laufrad würde ich durch ein größeres ersetzen (Durchmesser 28 cm oder mehr), denn wenn die Mäuse beim Laufen den Schwanz anwinkeln müssen, können dauerhafte Haltungsschäden entstehen.

Zum Thema Züchter oder Vermehrer... Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. *roll* Es kann schon sein, dass deiner "Züchterin" ihre Mäuse am Herzen liegen. Aber weil Mäuse so klein und vermehrungsfreudig sind, hat sie sich wahrscheinlich nie Gedanken um eine wirklich gute Haltung und sinnvolle Verpaarung gemacht. Du kannst ja überlegen, ihr mal ein paar Anregungen zu liefern.
Mäuse findet man in Tierheimen verhältnismäßig selten. Mittlerweile ist es aber bei vielen Pflegestellen möglich, Mäuse per Mitfahrgelegenheit auch überregional zu vermitteln. So als Tipp fürs nächste Mal.

LG
 

Etze

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Hey :)

Die Antibiotikagabe läuft seit fünf Tagen und wurde nicht unterbrochen, die Idee wäre die Medikation jetzt noch weitere fünf Tage fortzusetzen.
Bis auf gestern Nacht hab ich die Geräusche nicht mehr gehört. Habe sie lange beobachtet: Sie ist neugierig und aktiv, viel im Laufrad, sie isst und trinkt ganz normal. Ihr Fell sieht übrigens deutlich gepflegter aus, als an dem Tag, an dem wir sie bekommen haben. Vermutlich habt ihr Recht und sie will in der neuen Umgebung topfit wirken, aber ihre Freundinnen kannte sie schon vorher...
Keine Ahnung, ich bin mehr sehr unsicher, wie ich da weiter verfahren soll, werde sie aber heute Nacht nochmal genau beobachten.


Ja, hab schon gelesen, dass das Laufrad zu klein ist, aber solange 4/5 noch nicht ausgewachsen sind, behalten wir´s noch.
Ich bin mir nicht sicher, ob es eine gute Idee ist, den Käfig auf den Boden zu stellen, habe ihn extra auf Stelzen gebaut, wegen kälteren Luftschichten in Bodennähe. Aber es sollte möglich sein, den Käfig oben auszubauen, also einfach ein größeres Brett mittig-rechts auf das Dach zu schrauben. Wir haben keine anderen Tiere im Haus und so wie es aussieht haben unsere Mäuschen Höhenangst, jedenfalls springen sie nicht aus der geöffneten Tür und flitzen durchs Zimmer (zum Glück :D).

Keine Ahnung, ob die Frau sich da gerne Ratschläge geben lässt. :/

Grüße
 

Micelover

Mäuseverrückt
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Die Antibiotikagabe läuft seit fünf Tagen und wurde nicht unterbrochen, die Idee wäre die Medikation jetzt noch weitere fünf Tage fortzusetzen.
Bis auf gestern Nacht hab ich die Geräusche nicht mehr gehört. Habe sie lange beobachtet: Sie ist neugierig und aktiv, viel im Laufrad, sie isst und trinkt ganz normal. Ihr Fell sieht übrigens deutlich gepflegter aus, als an dem Tag, an dem wir sie bekommen haben. Vermutlich habt ihr Recht und sie will in der neuen Umgebung topfit wirken, aber ihre Freundinnen kannte sie schon vorher...
Keine Ahnung, ich bin mehr sehr unsicher, wie ich da weiter verfahren soll, werde sie aber heute Nacht nochmal genau beobachten.

5 Tage weiter AB geben hört sich gut an, es ist nicht selten dass man die Mäuse nur manchmal hört (ich hab hier eine Maus die direkt nach einem Tag AB sofort mit dem Schnattern aufhört, trotzdem gebe ich es immer min. 7 Tage weil sie sonst nach einigen Tagen wieder damit beginnt) - als Mensch hustet man bei einer Lungenentzündung ja auch nicht dauerhaft:)
 

Moni1610

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und hat sie relativ teuer verkauft, unter der Bedingung, dass sie nicht verfüttert werden

Eigentlich hätte es anders herum sein müssen, sie hätte die Mäuschen günstiger verkaufen müssen unter der Bedingung, dass sie nicht verfüttert werden.

Bitte bei Antibiotika das BeneBac nicht vergessen :)
 

Etze

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Naja, ich will unbedingt vermeiden, dass sich Resistenzen ausbilden, damit sie notfalls wieder Enroflaxin verabreicht bekommen können. Wenn die Bakterien nach fünf Tagen oder einer Woche noch leben, dann sind sie resistent und weiter Antibiotikum geben schadet höchstens der Maus ...
Wir haben Sneja innerhalb von fünf Tagen nur zweimal schnattern gehört, beobachtet/belauscht wurde der Haufen mindestens 10 Stunden am Tag. Sie sieht gesund aus, ist aktiv und neugierig. Mal sehen, heute und morgen werde ich ihr noch Antibiotika geben, sofern sie nicht wieder schnattert.

Ja das wäre natürlich schöner, aber wenn sie die Mäuschen zu günstig verkauft, horchen sicherlich auch Schlangenbesitzer auf...
Was ist BeneBac?
 
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